Das ist ein sehr schwieriges Thema.
Ich habe die Demenz mit meinem Vater durchmachen müssen. Fing erst harmlos an mit verlegten Sachen, die natürlich niemals er verlegt hatte, ging dann auch in die Phase der Boshaftigkeit, er hatte auch den Zugang von Pflegepersonal verweigert und dann kam die Phase, in der er in seiner eigenen Gedankenwelt gelebt hat.
Obwohl ich schon die ganze Wohnung kindersicher gemacht hatte, kamen taglich neue Überraschungen. Lampe auseinander geschraubt, die noch mit der Steckdose verbunden war usw.
Irgendwann ging es auch zu Hause gar nicht mehr, da es zu gefährlich für ihn wurde, selbst wenn er nur ein paar Stunden alleine war. Zum Schluss wusste er auch nicht mehr, wo er war.
Mit der Thematik solltet ihr Euch befassen, der Verlauf geht auch leider unterschiedlich schnell voran.
Mein Vater war dann wirklich sicherer im Heim untergebracht. Dort gab es auch geschulte Pflegekräfte für Demenzpatienten, die nichts persönlich nahmen und sich alle Geschichten 1000x anhörten und immer freundlich blieben.
Ich hatte Glück, dass der Hausarzt die Phasen genau einordnen konnte und die Notbremse gezogen hat.
Ganz ehrlich, privat kann man das kaum leisten.
Holt Euch kompetente Beratung (Arzt, spezielles Pflegepersonal für Demenzpatienten) die Euch eine Einschätzung geben können, wie weit die Demenz schon vortgeschritten ist
Danach solltet ihr entscheiden, ob ein Pflegeheim nicht sinnvoller ist.