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Überforderung als pflegende Angehörige

Tagsüber ist Oma in der Tagespflege der Diakonie, eine Haushaltshilfe wäre dann perfekt, die "unbemannte" Wohnung in der Zeit zu reinigen. Am günstigsten wäre eben eine Privatperson, die für 15-20 Euro die Stunde was macht, über 1-2 Stunden vielleicht, wir lassen ja nichts verdrecken, aber Oma will keine Fremden einlassen, was ich auch verstehen kann und wir müssten sie dann übergehen.

Bei allem Verständnis - wenn die Oma nicht da ist, kann da putzen, wer von EUCH engagiert wird. Macht es euch doch nicht unnötig schwer.
 
Tagsüber ist Oma in der Tagespflege der Diakonie, eine Haushaltshilfe wäre dann perfekt, die "unbemannte" Wohnung in der Zeit zu reinigen. Am günstigsten wäre eben eine Privatperson, die für 15-20 Euro die Stunde was macht, über 1-2 Stunden vielleicht,

Das mit der Diakonie hört sich ja wirklich gut an, wenn sie sich dort wohl fühlt. Das wird vielleicht auch gegen die Demenz etwas helfen und auch dass sie an sich allgemein bessere Laune hat.

Wenn die Oma sowieso tagsüber in der Diakonie ist, dann bräuchte diese Putzkraft ja auch nicht jeden Tag kommen oder?

Würde da nicht einmal in der Woche reichen oder sogar alle paar Wochen??

Deine Mutter sollte rechtzeitig STOP und NEIN sagen, bevor ihr alles zu viel wird und sie noch zusammenklappt. Könntest du vielleicht deiner Mutter vermitteln, dass sie deswegen keine Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen haben muss. Das ist alles nur ihr gesunder notwendiger Egoismus, wenn sie Grenzen setzt.

Wenn ihre Geschwister keine Zeit und Energie mit der Oma verschwenden wollen, dann sollen sie sich wenigstens irgendwie finanziell beteiligen.

Ich hoffe für euch ihr findet schnellstmöglich Entlastung und Hilfe.🍀
 
Das ist ein sehr schwieriges Thema.
Ich habe die Demenz mit meinem Vater durchmachen müssen. Fing erst harmlos an mit verlegten Sachen, die natürlich niemals er verlegt hatte, ging dann auch in die Phase der Boshaftigkeit, er hatte auch den Zugang von Pflegepersonal verweigert und dann kam die Phase, in der er in seiner eigenen Gedankenwelt gelebt hat.
Obwohl ich schon die ganze Wohnung kindersicher gemacht hatte, kamen taglich neue Überraschungen. Lampe auseinander geschraubt, die noch mit der Steckdose verbunden war usw.
Irgendwann ging es auch zu Hause gar nicht mehr, da es zu gefährlich für ihn wurde, selbst wenn er nur ein paar Stunden alleine war. Zum Schluss wusste er auch nicht mehr, wo er war.
Mit der Thematik solltet ihr Euch befassen, der Verlauf geht auch leider unterschiedlich schnell voran.
Mein Vater war dann wirklich sicherer im Heim untergebracht. Dort gab es auch geschulte Pflegekräfte für Demenzpatienten, die nichts persönlich nahmen und sich alle Geschichten 1000x anhörten und immer freundlich blieben.
Ich hatte Glück, dass der Hausarzt die Phasen genau einordnen konnte und die Notbremse gezogen hat.
Ganz ehrlich, privat kann man das kaum leisten.
Holt Euch kompetente Beratung (Arzt, spezielles Pflegepersonal für Demenzpatienten) die Euch eine Einschätzung geben können, wie weit die Demenz schon vortgeschritten ist
Danach solltet ihr entscheiden, ob ein Pflegeheim nicht sinnvoller ist.
 
Liebe TE,

ich drösel das mal auf. Deine Oma hat Pflegegrad 4, der ambulante Pflegedienst kommt. Da das Pflegegeld in entsprechender Höhe gekürzt. Bei der Tagespflege allerdings nicht. Deine Oma hat Anspruch auf Verhinderungspflege 1.612 Euro, Kurzzeitpflege 1.774 Euro (wird die nicht genutzt
können 887 Euro auf die Verhinderungspflege dazu kommen: 1.612 + 887 = 2.499 Euro. Dazu kommen monatlich 125 Euro Entlastungsleistungen (die kann man aufsparen).

Wurde das alles schon verbraucht? Auch wenn deine Oma kein Pflegegeld mehr bekommt, hat sie Anspruch auf diese Leistungen. Eine Haushaltshilfe könnte man über die Verhinderungspflege abrechnen und ggf. auch über den Entlastungsbetrag (da können aber bestimmte Voraussetzungen wichtig sein)

Kuck mal hier rein: https://www.servapflegeservice.de/entlastungsleistungen-pflege.html

LG Jedi
 
Vielen Dank, Jedimeisterin! Das sind super nützliche Infos in dem Link, da geht es dann also für uns weiter, diese Leistungen hoffentlich bewilligt zu bekommen und dann eine Haushaltshilfe zu engagieren, der man besseren Gewissens einen Vertrauensvorschuss geben kann, als irgendwem aus einer Kleinanzeige.

Ich bedanke mich bei allen Ratgebern und wünsche noch ein schönes Wochenende.
 
Du kannst auf schwarz eine putzfrau finden, ob dies oder der das nicht ausnutzt, ist dann wieder eine frage.
caritas ist eine stelle an dem jeden geholfen wird. Caritas gibt es in jeder grossstadt.
 
Ich mache gerade ähnliches durch.

Eine Altersdepression äußert sich oft ähnlich wie eine Demenz, kann aber besser behandelt werden. Wurde Deine Oma daraufhin untersucht? Du erwähntest den Tod Deines Opas, ist das erst kürzlich passiert? Sowas kann traumatisch für alte Menschen sein und eine Depression auslösen. Alte Menschen werden aber oft vorschnell als dement abgestempelt.

Es gibt den Sozialverband VDK, da könnt Ihr Euch auch informieren, was für Rechte Deine Oma hat.
 

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