Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Überfordert mit Multitasking am Arbeitsplatz

Also dass jeder für jeden Arbeitsplatz geschaffen wäre, halte ich jetzt auch mal für ein Gerücht. Jemand, der von der körperlichen Konstitution her schwächelt, so wie ich, wird kaum großartig extrem harte körperliche Arbeit verrichten können. Genausowenig wie einige Leute, die nicht so viel in der Birne haben, ein Prof. in Jura werden können... 🙄

Also so ein Quatsch wieder. 😀
 
Also, ob du wirklich nicht multitasking-fähig bist, sei noch dahin gestellt. Wär interessant zu erfahren, in welcher Branche das ist, wie hoch der Anspruch des Unternehmens bzgl. der Freundlichkeit bzw. des EINGEHENS auf die Kunden ist, oder in welchem Zeitrahmen sich die Kontakte abspielen. Das kann durchaus eine mentale Anstrengung sein.
Auch die Telefonanlage, also die Technik spielt eine Rolle, da gibt es grosse Qualitätsunterschiede, es muss nicht alles an dir liegen!

Dann deine Chefin, "Führungskraft?", hm, vielleicht hätte sie ja mal fragen können, WARUM du dich nach hinten gesetzt hast. Das mit dem Unterlassen klingt leider nach dem klassischen Abkommandieren. Dadurch hilft sie aber nicht, sondern erhöht weiterhin den Druck. Es zeigt wenig Interesse an der Mitarbeiterin, eher der leider oft gepflegte Druck, ohne dem Mitarbeiter eine Stütze zu sein. Empathie eben, welche fast immer auch motivierend wirkt. Druck hingegen erzeugt Gegendruck, zum Beispiel "Kopfdruck" ...............

Wenn die Erwartungshaltung der Chefin nämlich die ist, dass du absolut Kunden orientiert funktionierst, heisst das, dass du mental involviert bist, so brauchst du gleichzeitig je einen Moment, um wieder die Aufgabe des Formulierens aufzunehmen. Durch dieses Invovieren gibst du den Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gutes Gefühl. WENN das so ist.............

Bevor du also an dir zu sehr zweifelst, könntest du meine o.a. mal überdenken. Ausserdem: wusstest du exakt, dass dieser Job auf dich zu kommt, oder bist du da einfach mal so rein gerutscht?

Letztlich aber müsste man mehr über deinen Arbeitsplatz wissen.

LG Eliza
 
@Lady Vader,

ich sagte doch theoretisch..klar ist es relativ unwahrscheinlich das jemand mit einer geistigen Behinderung Professor wird - jetzt stellt sich aber auch die Frage; will er das überhaupt?
Jedoch weiß ich von einem anderen Fall in Spanien wo ein Mensch mit Downsyndrom seinen Hochschulabschluß machte und studierte.
Jedoch sehe ich daß wir hier vom Thema abschweifen - dafür wäre vielleicht ein anderer Thread sinnvoller.

Ich persönlich gehe da von aus das Multitasking erlernbar und trainierbar ist. 🙂

Viele Grüße

Lumpi
 
Ich meine auch, eine gewisse Fähigkeit, auch mal parallel zwei Dinge tun zu können, ist wohl in fast jedem Beruf vonnöten.
Multitasking und permanente Überforderung sind zwei paar Schuhe. Wenn letzteres der Fall ist, tut man sich als Chef keinen Gefallen, wenn man noch mehr Druck aufbaut. Die Folge werden zwangsläufig mehr Fehler sein, die der Mitarbeiter macht.

Es wäre wirklich gut zu wissen, um welchen Beruf es geht. Mir ist auf Anhieb auch nicht so ganz klar, wo man am Tresen steht und Kundenfragen beantwortet und dabei permanent Anweisungen (für andere?) aufschreiben und wegschicken muss. So hatte ichs zumindest verstanden...

Wenn es nur um die Schwierigkeiten beim Ausformulieren geht (weil das ja wohl zu lange dauert und zuviel Zeit/Konzentration bindet), würde ich sagen, dass man DAS durchaus lernen/trainieren kann. Wenn ich mal unsicher bin, WIE ich etwas formulieren soll, überlege ich: Wie würde ICH diese Sache gern lesen? Wie würde sie mich beeindrucken bzw. wann würde ich sagen: gut geschrieben/gut auf den Punkt gebracht? Klappt eigentlich immer, wobei ich jobbedingt da natürlich auch bissl trainiert bin😉
 
Also ich arbeite als Empfangsdame in einer Einrichtung des Gesundheitswesens. Multitasking macht mir nichts aus, wenn ich Aufgaben abarbeiten muss wie Telefon, Auskünfte erteilen, handschriftlich verfasste Texte einfach nur abtippen, usw. das kann ich gut gleichzeitig machen, aber das eigenständige Formulieren von Text erfordert eine ganz andere geistige Konzentration als nur Text abtippen, weil ich beim Text abtippen nicht wirklich mitdenken muss, versteht ihr, was ich meine? Für mich liegt da ein großer Unterschied.


Ich finde nicht, dass ich mich allen äußeren beruflichen Anforderungen immer kompett unterwerfen muss, meine Bedürfnisse unterdrücken, meine seelische und geistige Konstitution ignorieren und zwangsweise anpassen soll, weil der Zeitgeist und der gesellschaftliche Mainstream leider gerade diese fürchterliche brutale Mentaltität, sich an die Arbeitswelt anzupassen, vertritt. Die Leute sind auch noch stolz darauf, sich von den Arbeitgebern total verschleißen und auspressen zu lassen, aber Hauptsache man hat Arbeit. Diese Mentaltität der Härte gegen sich selbst, ist natürlich sehr erfreulich für den Arbeitgeber, der macht noch mehr Geld, wenn einer für zwei arbeitet. Und die Leute tun es auch noch freiwillig, ganz ohne Gegenwehr.


Menschen haben unterschiedliche körperliche und geistige Dispositionen und Anlagen, so dass ihnen bestimmte Berufe leichter bzw. schwerer fallen. Ich wehre mich dagegen, dass ich Arbeitsbedingungen und Aufgaben, die mit meiner Reizfilterschwäche -die eine nicht wegzutrainierende körperliche Gegebenheit darstellt- nicht kompatibel sind, hinnehmen muss.


Das ist so, als wenn man einem Eichhörnchen das Fliegen beibringen will. Selbst wenn das Eichhörnchen sich ganz viel Mühe gibt und den ganzen Tag fleißig trainiert, es wird doch nicht ansatzweise die Flugmanöver eines Spatzen hinbekommen, sondern sich immer nur mit Mühe und Not in der Luft halten und völlig kaputt auf der Erde ankommen. Aber was tun, wenn die soziale Umwelt dem Eichhörnchen immer wieder zuruft „Du schaffst es!“, „Mach weiter!“, „Sei doch kein Weichei“, „Die kleinen Spatzen schaffen es doch auch!“ Da das Eichhörchen unter seinesgleichen nicht für bequem, verwöhnt, faul und willensschwach gelten will, nimmt es alle Kraft zusammen, schwingt sich in den Himmel auf und als ein Windstoß aufkommt, stützt es zu Boden und ist tot. Ich finde, das passiert mit den Menschen im Kapitalismus, zumindest den von Erwerbsarbeit abhängigen.
 
Hallo Lily Jane,

ich finde brauchst dich nicht zu Rechtfertigen wieso nicht Multitasking machen kannst, mit eigener Textverfassung. Ist schon Multitasking, wenn viele Dinge gleichzeitig machen kannst zur gleichen Zeit. Diese Fähigkeit hast ja. Es gibt Menschen, die das nicht können und nacheinander bearbeiten und erhalten Verständnis.

Es gibt administrative Aufgaben, die erfordern einen ruhen Raum um sorgfältige Erledigung zu erzielen. Deine/n Vorgesetzte/n möchte ja qualitative Erledigung deiner Arbeitsaufgaben, also wird die/derjenige auch Verständnis aufbringen......wieso suchst nicht ein Gespräch, ob es Möglichkeiten besteht, die Sonderaufgaben in einem ruhigen Raum erledigen zu können? Ein/e gute/r Chef/in wird mit dir Lösungsmöglichkeiten suchen....

LG
 
Hallo,

also, ich kann dich sehr gut verstehen. Meine letzte Arbeitsstelle hat mir im Grunde auch viel Spaß gemacht. Nur nach ein paar Jahren musste ich, meiner Gesundheit zu liebe, den Job aufgeben.
Gut, in meinem konkreten Fall kamen noch familiäre Probleme dazu.
Trotzdem war es im nachhinein eine richtige Entscheidung, obwohl ich seitdem keinen Job mehr gefunden habe.

Deshalb kann ich dir empfehlen: Bevor du dich ganz kaputt macht,
ziehe lieber den Stecker raus, auch auf die Gefahr hin, das du erstmal keinen Job hast. Ich versuche heute mein Leben so zu gestalten, das ich Job, Geld etc. nicht höher als meine Gesundheit bewerte, den Gesundheit ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

Auch schließe ich mich der Meinung einiger anderer an, was die Anforderungen heute in vielen Jobs angeht. Viele Chefs haben oft die Erwartung, das die Mitarbeiter genauso belastbar, flexibel etc. sind, wie sie und bilden sich daraus ihre Meinung, die
dann im schlimmsten Fall in Kündigungen enden. Dabei habe ich viele Chefs erlebt, die selbst höchst ungesund lebten und das kann ja nicht ertsrebenswert sein. Dazu kommen noch die gelockerten Arbeitnehmerrechte wie Kündigungsschutz, befristete Arbeitsverhältnisse, Minijobs etc., die einem Angst machen.

Also, versuche dir selbst die Frage zu benatworten, was dir lieber ist. Ein Job, der dich auf Dauer krank macht oder ein Leben, das du noch mit einer gewissen Lebensqualität leben kannst.

Liebe Grüße

Schummi
 
Gibts denn keine Kurse bei denen sowas lernen kann.
Vllt. auch Literatur?

Gibt es sicherlich, nur gibt es da auch jede Menge schwarzer Schafe denen es nur darum geht an den Betroffenen zu verdienen ohne das man wirklich etwas da von hat. Mein persönlicher Rat in der Hinsicht wäre, ein Musikinstrument zu erlernen.

Viele Grüße

Lumpi
 
Zum Beitrag #7:

Zitat:
"ich fuhr meinen pc herunter, ging in den freien RUHIGEN nachbarraum, loggte mich da am pc ein, und schloss die tür hinter mir zu und fabrizierten UNGESTÖRT einen absoluten knaller als entwurf... ab da war ruhe ..."

Ich möchte einfach nur einen Kommentar abgeben, nicht als Hilfe gemeint, aber die schönen Seiten des Lebens sind ja auch eine 🙂 🙂 🙂

Ich LIEBE Deine Konsequenz, wie Du einfach Deinem Bedürfnis folgst, der Erfolg Dir Recht gibt, Du Dich dadurch durchgesetzt hast und danach alle Deinem Beispiel folgen und Du also für jeden etwas gutes bewirkt hast. Ich glaube DAS ist der eigentliche Erfolg 🙂

Du hast eine super Schreibe. Das ganze liest sich wie eine Spielfilmszene - Kommödie ohne Holzhammer. Spitze!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben