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Überfordert auf der Arbeit - Soll ich kündigen

G

Gast

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Hallo zusammen,
Ich bin mir gerade nicht sicher, was ich machen soll. Ich habe nach meinem Abi vor 5 Jahren eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht, die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und seitdem in derselben Fa tätig.
Nun hatte ich schon in der Ausbildung das Gefühl, dass ich absolut nicht für den Job geeignet bin, hatte sogar schon eine neue Ausbildungsstelle. Dann bin ich in du Abteilung meiner Chefin gekommen. Sie hat mir zunächst viel Mut gemacht und ich dachte, ich könnte es vlt. doch schaffen ( habdeshalb die Ausbildungsstelle abgelehnt).
Aber schon ziemlich bald bemerkte ich, dass es nicht besser war als zuvor.an muss dazu sagen, dass meine Chefin selbst ein Burn-Out hatte und deshalb wirklich dringend Hilfe braucht und deshalb vlt. auch nicht sieht, dass es nix wird. Denn sie meinte zu mir, ich bräuchte nur mehr Erfahrung, dann würde es schon besser. Problem dabei ist, dass ich tief im inneren weiß, dass es nix wird.
Mein Bauchgefühl hat mich bei sowas selten getäuscht. Ich hab immer mehr das Gefühl, dass ich einfach gar nichts richtig hin bekomme. Meine Hoffnung ist, vlt. ein Neustart woanders, vlt mit anderen Aufgaben...
Jetzt kommt bald eine Kollegin aus längerer Krankheit zurück und braucht eine neue Stelle und ich bin immer wieder am Überlegen, ob ich nicht vorschlagen soll, dass sie meine kriegt. Mit der Option, dass ich sie eine Weile einlernen kann. Oder ob ich mir was suchen soll und kündigen, sobald ich was habe. Das ist mir allerdings ein Bisschen zuwider, da ich meine Chefin persönlich mag und sie nicht enttäuschen will, zusätzlich habe ich Angst, dass wenn ich gehe sie wieder alles alleine stämmen muss.
Was soll ich tun?
 

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Guppy

Aktives Mitglied
Hallo. Dein Chefin scheint selbst den Aufgaben nicht gerecht zu werden
und ist in ihrer Arbeit überfordert. Vielleicht sollte sie mehr auf Struktur
und Organisation aufbauen. Vielleicht auch weniger Aufträge annehmen.

Irgendwo sitzt da schon da der Wurm, unabhängig von deiner Unzufriedenheit.

Meine Hoffnung ist, vlt. ein Neustart woanders, vlt mit anderen Aufgaben.
Könnte gut funktionieren. Ist aber mit viel Mut verbunden. Erscheint mir als
eine gute Idee..

Jetzt kommt bald eine Kollegin aus längerer Krankheit zurück und braucht eine neue Stelle und ich bin immer wieder am Überlegen, ob ich nicht vorschlagen soll, dass sie meine kriegt.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Darauf wird sich deine Chefin möglicherweise
nicht einlassen. Jede Einarbeitung (er)fordert Zeit und ist somit eine Geldinvestition.

Außerdem wäre deine Kollegin nicht mehr für ihren Bereich zuständig und wer soll
dort die Aufgaben übernehmen? Deine Chefin?

Oder ob ich mir was suchen soll und kündigen, sobald ich was habe. Das ist mir allerdings ein Bisschen zuwider, da ich meine Chefin persönlich mag und sie nicht enttäuschen will, zusätzlich habe ich Angst, dass wenn ich gehe sie wieder alles alleine stämmen muss.
Diese Angst schimmert in jedem Arbeitnehmer. Das sind auch die Gründe,
weswegen sich die meisten Menschen für keine Selbstkündigung entscheiden.

Oder es sind die liebevollen Kollegen, die die Arbeit abbekommen oder die
emotionale Bindung zu den Chefs oder die resultierende Ent-täuschung.

Dann lieber doch in der eigenen schlechten Verfassung bleiben und
die zunehmend gesundheitlichen Folgen in Kauf nehmen.

Ist man sich selbst so wenig wert, dass die Entscheidung zu Gunsten
eines anderen fällt? Welchen Wert vertrittst du hier? Deine Unzufriedenheit
zur Zufriedenheit eines anderen?

Was du tun kannst?

- deine Unzufriedenheit weiterhin füttern
- deiner Chefin weiterhin dabei helfen
- eine Ausbildung suchen (fraglich, ob du dort glücklich wirst)
- einen ähnlichen Job anstreben
- deiner Chefin alles beichten und nach einer Lösung gemeinsam suchen
- mit der kranken Kollegin zusammenschließen und nach einer Lösung fordern
- usw.

Unabhängig von den Möglichkeiten. Deine Frage sollte doch heißen: Bin ich bereit
mein Arbeitsleben und mein Leben für diesen Beruf zu opfern? Bin ich bereit
meine Zeit zu opfern und kann ich einen anderen Beruf erlernen? usw.

Keiner kann dir deine Ent-scheidung abnehmen.

L.G.uppy
 

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