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Über meine Gruppentherapie

Ich an deiner Stelle würde den Therapeuten anschreiben und erklären wie du dich gefühlt hast, was diese Sitzung mit dir gemacht hat?

Du wirst ja sehen, wie der Therapeut darauf reagiert, ob er deine Gefühle nachvollziehen kann und dich und deine Gefüehle ernst nimmt.

Danach kannst du immer noch entscheiden, wie du weiter machst.
 
Aber da noch mitzumischen, finde ich unprofessionell.
Vielen Dank, ja, das hat mir irgendwie den Rest gegeben, als der Therapeut mich auch noch mit Vorwürfen bedacht hat. Ich hatte mir wahrscheinlich erhofft, dass von ihm eine Art Neutralisierung oder Versachlichung der Situation erfolgen würde. Er hatte immer noch auf mich eingeredet, als ich schon ganz verstummt war (ich konnte irgendwann gar nichts mehr sagen, weil sich alles falsch angefühlt hat). Ich bin dann rot angelaufen und habe zu schwitzen angefangen, aber ich konnte nicht mehr richtig reagieren.
 
Dann wäre es aber vielleicht (kannst nur DU beurteilen) umso wichtiger einen für Dich positiven Abschluss zu finden! Je nachdem ob Du die Kraft dazu hast wäre es dann vielleicht doch wichtig in dieser Runde klar zu stellen, dass Du Dich als Opfer gefühlt hast und Du Dich gefragt hast ob das in deren Sinne war (haben sie sich erhöht, in dem sie Dich erniedrigt haben?)

Aber wie gesagt "neutrale Therapeuten" glaube ich persönlich, gibt es nicht..... denn dahinter steckt ein Mensch aus Fleisch und Blut - wie Du und ich! Und bei meinem Schmerztherapeuten hatte ich auch so einiges erlebt.

Vielleicht ist im Notfall eine Pause angesagt - aber alles hinwerfen, das würde ich mir gut überlegen.

Gruß von Grisu
 
Wie waren die Dynamik und die Reaktionen, wenn es um andere Teilnehmer ging?
Es hatte sich eine Dynamik entwickelt, die sich nur noch um mich drehte (obwohl das nicht meine Absicht war), Das Ganze hatte sich aus meiner an sich nur kurzen Statusschilderung "Wie geht es mir gerade?" entwickelt. Eigentlich hatte ich gar nicht vor gehabt, so ausgiebig über die Thematik zu reden, aber es ließ sich irgendwie nicht mehr einfangen.

Ich bin ja im Verlauf der Sitzung immer stiller geworden (weil mir so unwohl war), aber selbst das hat nichts gebracht, weil die anderen auch ohne mich weiter geredet haben (zu mir gewandt, aber immer weniger im Dialog mit mir, sondern eher in Form von Vorwürfen, Forderungen, "Ich verstehe nicht, warum du nicht..." etc.).
 
Ich meinte, wenn andere Teilnehmer in der Vergangenheit ihre Situation/Probleme geschildert hatten - wie war es da?
Meiner Wahrnehmung nach auf jeden Fall ruhiger, weniger vorwurfsvoll, empathischer.

Was meine eigenen Reaktionen auf die Schilderungen der anderen betrifft, versuche ich immer, möglichst verständnisvoll und einfühlsam zu reagieren. Vorwürfe vermeide ich definitiv, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie unangenehm es sich anfühlen kann, und wie wenig hilfreich ich sie empfinde. Stattdessen versuche ich meistens, einen Perspektivwechsel zu machen, um die Sichtweise der anderen Person besser verstehen zu können.

Und wenn ich irgendwie das Gefühl habe, die Schilderung der anderen Person nicht nachvollziehen zu können, dann halte ich mich mit eigenen Einschätzungen zurück, weil ich mir denke, dass ich nichts Adäquates beisteuern könnte.
 
Ich bin seit einigen Monaten Teilnehmer an einer von einem Psychotherapeuten geleiteten Gruppentherapie. Wir hatten bisher ca. 15 Sitzungen gehabt.

In der gestrigen Sitzung hatte ich eines meiner Themen angesprochen und habe damit in der Gruppe ziemlich viele negative Reaktionen ausgelöst. Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst...". Zumindest hat es sich für mich so angefühlt, und am Ende fühlte ich mich schuldig, unfähig, und auch schwach, hoffnungslos.
Es hatte sich eine Dynamik entwickelt, die sich nur noch um mich drehte (obwohl das nicht meine Absicht war), Das Ganze hatte sich aus meiner an sich nur kurzen Statusschilderung "Wie geht es mir gerade?" entwickelt. Eigentlich hatte ich gar nicht vor gehabt, so ausgiebig über die Thematik zu reden, aber es ließ sich irgendwie nicht mehr einfangen.

Ich bin ja im Verlauf der Sitzung immer stiller geworden (weil mir so unwohl war), aber selbst das hat nichts gebracht, weil die anderen auch ohne mich weiter geredet haben (zu mir gewandt, aber immer weniger im Dialog mit mir, sondern eher in Form von Vorwürfen, Forderungen, "Ich verstehe nicht, warum du nicht..." etc.).
Für mich liest sich das so, als hättest du einen Punkt angesprochen, bei dem alle Gruppenmitgleider, inklusive des Therapeuten, bei dir eine ganz offensichtliche für dich ungünstige Herangehensweise und auch eine gute Änderungsmöglichkeit gesehen haben, die sie dir nahebringen wollten, um dir zu helfen. Und dein Stillerwerden haben sie möglicherweise so interpretiert, dass du noch nicht richtig verstehst, was sie meinen, und sie es noch deutlicher formulieren müssen...

Eventuell hat dabei auch eine Rolle gespielt, dass du bisher ziemlich zurückhaltend warst und es noch nicht so viele Gelegenheiten gab, dir Ratschläge zu geben? Und manche Menschen tendieren ja auch etwas dazu, es negativ aufzufassen, wenn man ihre Tipps nicht annimmt, und äußern sich deshalb dann zunehmend drängender und vorwurfsvoller.

Der Therapeut hätte da eigentlich aufmerksamer reagieren und darauf achten sollen, inwieweit du gesprächsbereit bist und dass du nicht zu stark unter Druck gesetzt wirst. Anscheinend ist ihm das aber entgangen. Deshalb halte ich es auch für eine sehr gute Idee, wenn du ihm jetzt noch mal in Ruhe und mit mehr Abstand die Problematik schilderst, die für dich in der Situation bestand. Wenn er das versteht und zukünftig beachten will, kannst du hoffentlich mit einem besseren Gefühl zu den nächsten Sitzungen gehen... vielleicht läuft es dann tatsächlich besser und ein Pausieren ist gar nicht mehr nötig.
 

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