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Über meine Gruppentherapie

Arktur

Sehr aktives Mitglied
Ich bin seit einigen Monaten Teilnehmer an einer von einem Psychotherapeuten geleiteten Gruppentherapie. Wir hatten bisher ca. 15 Sitzungen gehabt.

In der gestrigen Sitzung hatte ich eines meiner Themen angesprochen und habe damit in der Gruppe ziemlich viele negative Reaktionen ausgelöst. Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst...". Zumindest hat es sich für mich so angefühlt, und am Ende fühlte ich mich schuldig, unfähig, und auch schwach, hoffnungslos.

Grundsätzlich hätte ich in diesem Zusammenhang einige praktische Fragen: kann man eine Gruppentherapie auch pausieren, und falls ja, wie lange? Wäre es grundsätzlich sinnvoll, über eine Pause nachzudenken, oder soll man sich vorwurfsvollen Meinungen aus therapeutischen Gründen aussetzen und stellen? Haben auch andere User hier Erfahrungen mit Gruppentherapie - gute oder schlechte?
 
Grundsätzlich hätte ich in diesem Zusammenhang einige praktische Fragen: kann man eine Gruppentherapie auch pausieren, und falls ja, wie lange? Wäre es grundsätzlich sinnvoll, über eine Pause nachzudenken, oder soll man sich vorwurfsvollen Meinungen aus therapeutischen Gründen aussetzen und stellen? Haben auch andere User hier Erfahrungen mit Gruppentherapie - gute oder schlechte?
Warum fragst du nicht den Psychotherapeuten? Er wäre der richtige Ansprechpartner. Einzeltherapie kann man bis zu 6 Monate pausieren, wird wahrscheinlich bei Gruppentherapie ähnlich sein.

Ich habe Erfahrungen mit Gruppentherapie aus der Klinik, wurde da auch sehr angegangen und das ging sehr an die Substanz. Dennoch war es lehrreich, ich bekam von allen eine Rückmeldung dazu und es wurde darüber gesprochen. Bei mir war es eine unbedachte Aussage, die andere sehr verletzt hatte.

Ob du dich dem Ganzen stellen willst, hängt davon ab, was du dir davon versprichst. Wenn du sagst, du profitierst sowieso nicht davon und die Chemie stimmt nicht, dann hat es wohl keinen Sinn.

In der Regel sind es aber Konflikte, die dir genauso im realen Leben passieren können. Nur im realen Leben, sagt dir keiner, was ihn so aufgebracht hat.

Schön wäre, wenn sich das klären ließe.
 
Ich bin seit einigen Monaten Teilnehmer an einer von einem Psychotherapeuten geleiteten Gruppentherapie. Wir hatten bisher ca. 15 Sitzungen gehabt.

In der gestrigen Sitzung hatte ich eines meiner Themen angesprochen und habe damit in der Gruppe ziemlich viele negative Reaktionen ausgelöst. Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst...". Zumindest hat es sich für mich so angefühlt, und am Ende fühlte ich mich schuldig, unfähig, und auch schwach, hoffnungslos.

Grundsätzlich hätte ich in diesem Zusammenhang einige praktische Fragen: kann man eine Gruppentherapie auch pausieren, und falls ja, wie lange? Wäre es grundsätzlich sinnvoll, über eine Pause nachzudenken, oder soll man sich vorwurfsvollen Meinungen aus therapeutischen Gründen aussetzen und stellen? Haben auch andere User hier Erfahrungen mit Gruppentherapie - gute oder schlechte?
Hallo Arktur,

das klingt nach einer sehr überfordernden Erfahrung. Magst du etwas genauer schreiben, was du erzählt hast und welche Reaktionen du bekommen hast? Ich kann es mir gerade noch gar nicht gut vorstellen.

Ich kenne es so, dass Therapeut*innen Therapie, ob Gruppe oder Einzel, nicht gerne pausieren, da es oft als ungünstig für den therapeutischen Prozess betrachtet wird. Wie das dein Therapeut handhabt, weiß ich aber natürlich nicht.
Ich kann das einerseits verstehen, im besten Fall können die Themen, die aufgegangen sind und die für dich schwierigen Reaktionen direkt weiter bearbeitet und genauer angeschaut werden. Aber ich verstehe auch den Wunsch nach einer Pause, so ging es mir auch mal.

Wenn du möchtest, können wir hier auch gerne gemeinsam überlegen, ob und wie du diese Erfahrung beim nächsten Mal rückmelden könntest. Wenn es dir öffentlich zu riskant ist, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben, ich habe viel Therapie Erfahrung, gute und schlechte, und habe auch schon selbst Gruppen im sozialen Bereich angeleitet.
 
In der gestrigen Sitzung hatte ich eines meiner Themen angesprochen und habe damit in der Gruppe ziemlich viele negative Reaktionen ausgelöst. Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst..."
Ich hatte nur einmal im Leben Gruppentherapie, wo ich in der Klinik war.
Also die vorgeschriebene Anzahl von sitzungen, weiss nicht mehr genau, wieviele das waren.
Für mich ist das nichts...... und mein Arzt hat das dann auch befürwortet.
Und ich habe da einige gesehen, die weinten und sich unverstanden fühlten.
Ging also nicht nur mir so 🥺
Nicht jeder ist so der Gruppentyp und möchte sein Innerstes vor anderen ausbreiten.
 
Nicht jeder ist so der Gruppentyp und möchte sein Innerstes vor anderen ausbreiten.
Ja, ich sehe auch die Gefahr von Gruppendynamik. Es fühlt sich auch anders an, ob "nur" der Therapeut eine bestimmte Meinung äußert, oder ob die Mehrheit einer Gruppe das tut. Insbesondere, wenn man - so wie ich - generell Angst davor hat, von einer Gruppe abgelehnt zu werden (und dies langjährige Befürchtungen und Ängste triggert).
 
Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst...".
Hallo Arktur,
ich kenne mich mit Gruppentherapie nicht aus, aber stelle es mir auch nicht so angenehm vor.
Aber ich denke, dass Vorwürfe, oder auch nur was danach klingt und erst recht vom Therapeuten völlig unangebracht sind. Einfach schon als Kommunikationsform.
Kann verstehen, dass du da pausieren möchtest, die Frage ist nur, kannst du dir vorstellen, auch wenn es möglich ist, nach 6 Monaten wieder dorthin zu gehen? Wenn dir das wichtig ist, würde ich versuchen, es jetzt zu klären, entweder mit dem Therapeuten allein oder in der Gruppe.
Wenn du offen bist und es so formulierst, wie du dich fühltest, wie du hier auch schriebst - niedergeschlagen etc. könnten sich die anderen dazu äußern. Wenn du dann wieder blöde Reaktionen bekommst, würde ich es ganz lassen.
Ich wünsche dir viel Kraft und geh sensibel mit dir um!
 
Wenn du dann wieder blöde Reaktionen bekommst, würde ich es ganz lassen.
Ja, davor habe ich momentan am meisten Angst. Gestern war es so, dass am Ende der Sitzung meine gesamte Motivation, mich zu äußern, in sich zusammengefallen war wie ein fehlerhaft zubereitetes Soufflé. In den letzten Minuten der Sitzung redeten alle auf mich ein, auch der Therapeut, aber ich konnte gar nichts mehr sagen und mir war ganz heiß geworden.
 
In der gestrigen Sitzung hatte ich eines meiner Themen angesprochen und habe damit in der Gruppe ziemlich viele negative Reaktionen ausgelöst. Am Ende der Sitzung fühlte ich mich sehr niedergeschlagen und mit Vorwürfen überhäuft. Selbst der Therapeut schien sich noch gegen mich zu stellen und machte mir ebenfalls Vorwürfe, im Sinne von "Warum haben Sie nicht längst...". Zumindest hat es sich für mich so angefühlt, und am Ende fühlte ich mich schuldig, unfähig, und auch schwach, hoffnungslos.
Hallo @Arktur
Du schreibst "fühlte ich mich", "schien", "hat sich so angefühlt".
Welche Informationen aus der Gruppe waren evtl. noch da, die du möglicherweise nicht in dich hinein lassen konntest?
Haben Gruppenmitglieder gelächelt, als sie auf dich reagierten? Haben sich welche (aus Unsicherheit?) der Dynamik einfach hingegeben? Waren vielleicht Fragen an dich dabei, die du gleichbedeutend als Vorwurf aufgefasst hast?
Welche Interpretationsmöglichkeiten der Situation könnte es noch geben?
 
In den letzten Minuten der Sitzung redeten alle auf mich ein, auch der Therapeut, aber ich konnte gar nichts mehr sagen und mir war ganz heiß geworden.
Ich würde tatsächlich den Therapeuten infrage stellen. Ich selbst habe keine Erfahrung mit Gruppentherapie, habe aber im Rahmen einer Reha eine solche mitbekommen. Das war übrigens eine reine Männergruppe, der Therapeut war sehr, sehr kompetent, empathisch und sehr beliebt. Im Laufe der Wochen habe ich mitbekommen, wie gestärkt die Teilnehmer aus dieser Gruppe herauskamen. Ja, es liefen auch mal Tränen, aber niemand wurde mit seiner Geschichte abgewertet oder bedrängt und so sollte eine Gruppentherapie ablaufen, finde ich.

Ist es dir möglich, dein Gefühl, das du am Ende der Sitzung hattest, mit dem Therapeuten zu besprechen?
 
Ich selbst hatte nur stationär Gruppentherapie. Ich habe es dort nur so erlebt, dass der jeweilige Therapeut Sorge dafür getragen hat, dass u. a. keine Gruppendynamiken entstanden sind.

Wenn ich mir vorstelle, ich wäre an deiner Stelle, dann könnte ich mir folgende Szenarien vorstellen:

Aktiv ansprechen - entweder es klärt sich im positiven Sinne. Nebeneffekt könnte sein, dass du daran wächst. Eine liebe ehemalige Userin (Psychologieforum) hatte mir mal gesagt, dass Psychotherapie auch eine Art Übungsfeld für Beziehungen/Kontakte im wirklichen Leben sein kann.

Das hatte ich zuvor noch nie so gesehen und fand ich sehr hilfreich. Tatsächlich sah ich Parallelen meines Verhaltens sowohl in der Therapie als auch in meinem Umfeld (damals eher vermeidendes Verhalten).

Wieder zu dir: Im worst case stellst du fest, dass die Therapie nicht passt - letztendlich wäre auch das eine positive Erkenntnis.

Zwei Dinge würde ich sicher nicht tun:
Monatelang pausieren und/oder zukünftig in der Gruppe vorbeugend passiv bleiben.
 

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