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Trennungswunsch, aber er lässt mich nicht mit dem Kind gehen

Eingeheiratet

Neues Mitglied
Hallo,
ich habe das Problem, dass mein Mann und ich wohl zu schnell geheiratet haben, ohne uns wirklich zu kennen. Mittlerweile ist unser Ehealltag unerträglich und wir gehen einander eigentlich nur aus dem Weg. Dass ich damit kein Einzelfall bin, ist mir bewusst, aber ich komme einfach in meiner Entscheidung nicht weiter. Wenn wir nicht einen mittlerweile 2-jährigen Sohn hätten, den ich eigentlich so gut wie alleine versorge, wäre ich längst ausgezogen, aber ich weiß, dass er mit allen Mitteln versuchen wird, das Kind für sich zu behalten. Das hat er schon öfters ausgesprochen.
Ich beginne mal von Vorne: wir haben uns kennengelernt und er hat mir immer versichert, dass er alles tun würde, um ein Kind zu bekommen (war bei mir schwierig), wie durch ein Wunder hat es auch gleich geklappt und unser absolutes Wunschkind kam vor 2 Jahren auf die Welt. Ab da ist dann alles eskaliert. Zuvor habe ich voll gearbeitet und es war schön, wenn ich ihm abends dann ein Essen gekocht habe, mir war nicht bewusst, dass er überhaupt nicht kochen oder putzen und waschen kann oder auch nur irgendwas im Haushalt macht. Das ist mir dann erst nach und nach bewusst geworden, denn egal wie es mir mit dem Schreibaby ging, um 12 musste ein perfektes Mittagessen am Tisch stehen, um halb sieben das Abendessen und zum Frühstück mussten wir um halb 9 geduldig auf sein Auftauchen aus dem Stall warten. Dass ein Baby aber einen eigenen Rhythmus hat, war ihm egal, "das war doch schon immer so" und seine Mutter hat es auch so gemacht und alle seine Bauernkollegen ebenso. Wenn ich etwas sage, was ich gerne geändert haben möchte, dann blockt er ab und wird richtig aggressiv. Ich darf keinerlei Kritik äußern oder auch meine Wünsche. Ich habe Angst, dass mein Kind ebenso wird wie er, ich will aber, dass er kein solcher Pascha und nicht so aggressiv wird. Wir wohnen in einem Haus mit seinen Eltern, zwar haben wir eine separate Wohnung, aber irgendwie werde ich doch immer überwacht und mit der perfekten Frau seines Bruders verglichen. Schon vor 1,5 Jahren habe ich ihm klar gemacht, dass ich so nicht weiter machen kann und will und dass ich gehe wenn er sich nicht ein bischen auf meine Bedürfnisse einlässt. Seither räumt er nach dem Frühstück die Butter in den Kühlschrsank und behauptet, ja nun mitzuhelfen. Das Kind wickelt er NIE, das drückt er mir dann in die Hand. Ich muss generell das Kind parat halten wenn er es vorzeigen will, damit er mit dem Kleinen angeben kann. Ich arbeite mittlerweile wieder und er passt angeblich derweil auf das Kind auf, ich weiß aber, dass er ihn nur bei seinen Eltern abstellt. Von Anfang an habe ich alles bezahlt, von sämtlichen Kindersachen bis zu allen Lebensmitteln. Er sagt, er zahlt ja dafür den Kredit für die Wohnung ab (die er sich ohne mich schon gebaut hatte). Ich war mit ihm schon vor einem Jahr bei einer Beratungsstelle, damit war für ihn das Thema erledigt, geändert hat sich nichts. Auch bei einer Rechtsberatung war ich schon, die hat mir aber mehr Angst gemacht, als mir zu helfen, denn sie meinte, dass einem Kind doch nichts besseres passieren könnte, als auf einem Bauernhof aufzuwachsen und ich mich einfach versuchen sollte anzupassen. Ich habe mein ganzes Leben hintenangestellt nur um hier hineinzupassen, aber ich kann das nicht mehr.
Welche Wege gibt es, dass ich mit ihm vielleicht doch normal reden kann und unser Streit nicht auf dem Rücken des Kindes ausgetragen wird? Mir geht es nicht darum, dass ich irgendwelche finanziellen Ansprüche habe, ich möchte nur mein Kind und mich da herausbekommen.
 
War die Beratungsstelle einfach die nächste auf dem Dorf um die Ecke? Was ist denn das für ein dämlicher Ratschlag! Nein, du musst nicht dich selbst und dein Leben verleugnen, aber ganz ohne Streit wird die Trennung wohl nicht gehen.

ich entnehme deinem Schreiben, dass für dich die Trennung schon fest steht und eine Eheberatung oder ähnliches schon versucht oder nicht mehr in Frage kommt. Ich kann verstehen, wenn Du dein Kind unter bestimmten Wertesystemen nicht aufwachsen lassen willst. Geht mir gerade ähnlich.

Mach erstmal offiziell weiter wie bisher, such Dir (ohne jemand was zu sagen) eine Familienanwltin, die dich fachkundig! berät. Du wirst verschiedene Unterlagen benötigen (Steuererklärungen etc) um eine Trennung vorzubereiten und das geht sicher leichter zu beschaffen, wenn du noch leicht an alles ran kommst.

Ob die Trennung auf dem Rücken des Kindes ausgetragen wird, beeinflusst ihr beide. Hast Du mit deinem Mann denn schon mal so deutlich wie hier gesprochen / eine Trennung thematisiert? Ist ihm das wirklich bewusst?
Wenn Du gehen willst, kann er Dich nicht aufhalten. Du bist erwachsen. Aber er kann es Dir und dem Kind natürlich auch extra schwer machen. Vielleicht kann ja jemand drittes vermitteln. Wie ist denn dein Verhältnis zu seinen Eltern?
 

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