Southstar89
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Traurig, oder? Du hast es richtig erkannt, emotional laufe ich in zwei Welten, ich weiß nicht, wie lange ich brauche, um das zu durchbrechen.leider kann ich am Handy nicht zitieren, wollte dir aber noch hierlassen, dass ich das mit dem Funktionieren gut kenne. Das hat mich geprägt und sich auf einige Beziehungen ausgewirkt. Immer richtig, immer gut sein wollen und doch nicht genug zu sein, so wurde es uns beigebracht. Liebe erbettelt man sich mit über sich hinauswachsen und eigene Grenzen zu missachten. Daraus entsteht ein recht ungesundes Verantwortungsgefühl. Wie man jetzt bei dir sieht, du hast dich räumlich getrennt, aber es kostet dich alle Kraft, dich emotional zu trennen.
Danke für den Tipp. Das fällt mir immer enorm schwer, da ich mir dann egoistisch vorkomme. Ich muss anfangen Dinge für mich zu tun, mal wieder mehr alleine Zeit mit mir verbringen und mich neu kennenlernen.Mein Tipp: Stelle dich ganz vorne an, sorge für dich und dein Wohlbefinden, setze Grenzen, da wo man dir oder du dir selbst schadest. Das lässt sich üben und lernen (eigene Erfahrung).
Ich kann keine Kinder mehr zeugen, das Thema ist durch. Ich will es auch nicht mehr, ich habe damit abgeschlossen.Nein bist du nicht. Mit 35 war ich mir zu jung für ein Kind. Ich wollte keines mehr danach. Dennoch bin ich deutlich später Vater geworden. Biologisch bin ich zwar ein rel. alter Vater. Aber bin gelassener als vor 20 Jahren. Das ist für das Kinde extrem gut.
Wahrscheinlich ist das die härteste Erkentniss und die Akzeptanz dieser Wahrheit.Es war das einzig richtige. Diese Frau hat dir nie gut getan. Von Anfang an nicht. Elf Jahre lang hatte sie die Chance etwas zu verändern, sich für eure Beziehung einzusetzen und an sich zu arbeiten. Irgendwann ist genug. Sie wird sich nie ändern. Liebe hin oder her, sie tut dir nicht gut und macht dich physisch und psychisch kaputt. Ihre emotionalen Manipulationsversuche sind nur leere Worte. Sobald du einknickst fällt sie wieder ins alte Fahrwasser zurück.
Wenn ich das mache sitzt sie auf der Straße. Der Wohnungsmarkt ist sehr dürftig, gerade was bezahlbare Miete angeht. Meine Deadline ist, dass sie bis August in eine neue Wohnung gezogen sein muss. Dann ist auch das Trennungsjahr vorbei und ich habe fair und gerecht gehandelt.Du solltest die Scheidung einreichen und die Wohnung künden. Du bist nicht für sie verantwortlich, sie ist erwachsen.
Danke für deine Worte, ich werde es verinnerlichen, auch wenn es mir schwer fällt....Hallo Southstar,
ich denke auch, dass die Trennung die richtige Entscheidung war und dass es für euch beide besser ist, wenn ihr getrennt bleibt. Dass das erstmal schwer, schmerzhaft und vor allem ungewohnt ist nach so vielen Jahren, kann ich gut nachfühlen. Ich glaube, es braucht einfach Zeit, bis man ein Stück weit "entwöhnt" ist, sich auf einen neuen Menschen einlassen kann. Im Vergleich zu 11 Jahren ist der Zeitraum, in dem ihr jetzt getrennt seid, einfach noch relativ kurz. Halte durch! 🙂
So ist es, sie hatte schon von Anfang an Probleme, diese haben sich über die Jahre immer mehr aufsummiert. Probleme wurden aber nicht gelöst oder benannt, sie wurden ignoriert und kompensiert. Sie hat es auch stets sehr einseitig gesehen und nie akzeptiert, dass sie auch einen Anteil zu tragen hat. Das war einfach schwarze Loch was sie mehr und mehr eingezogen hat. Leider konnte ich ihr nicht helfen, sie wollte einfach nicht hören, dass man diese Dinge angehen muss.Es liest sich nicht so, als hättet ihr euch gegenseitig gut getan, auch ihr schien es ja über viele Jahre nicht gut zu gehen und sie hat es innerhalb der Beziehung nicht wirklich auf die Reihe bekommen, an sich zu arbeiten/ sich weiterzuentwickeln, was auch für sie tragisch ist.
Ja hätte sie, aber ich glaube, das wäre keine gute Idee. Sie hat so viele Baustellen und müsste diese in den Griff bekommen. Dazu muss auch ein geeigneter Partner her. Alleine wird sie das menschlich und finanziell nicht stemmen können.Wenn sie Ende 30 ist, hätte sie evtl noch ein kurzes Zeitfenster, um ihren Kinderwunsch zu realisieren (auch wenn sie sagt, dass er jetzt plötzlich weg ist).
Sie hat sich ja erst so auf den Kinderwunsch eingeschossen, als ihre Probleme schlimmer wurden und der Bruch zu ihrer Familie kam.
Du hast recht damit, allerdings hat man bei einem Facharzt und nach einer Bauchspiegelung festgestellt, dass sie den schwersten Grad hat. Auch die Eierstöcke waren betroffen. Man hat sich ärztlich sehr darauf eingeschossen.Hier war ich doch etwas verwundert, dass du erst nach so vielen Jahren ein spermiogramm gemacht hast, wie kam das? Falls es bei ihr "nur" um Endometriose geht, ist das zwar ein Hemmnisse für eine Schwangerschaft aber meines Wissens nach kein Ausschlussgrund.
Die ersten zwei Jahre, als wir versucht haben ein Kind zu bekommen haben wir uns auch irgendwie keine richtigen Gedanken gemacht und es wurde eher "inkonsequent" umgesetzt.
Der Sex ließ auch nach und wurde auch nicht nach Eisprung vollzogen.
Als dann die Problematiken immer mehr schwieriger wurden habe ich es auch immer mehr in Frage gestellt, ob es richtig ist ein Kind zu bekommen.
Mich hat immer gestört, das sie sich selbst nie in Frage gestellt hat, ob es auch wirklich das ist, was sie möchte und was das eigentlich bedeutet.
Es ist süß, es ist klein, es ist abhängig, dann gehöre ich halt dazu. Das war immer so die Botschaft und das hat mich beunruhigt.
Sie leidet durch die Endo auch an Erschöpfung, deshalb war es für mich auch okay, das sie weniger arbeitet. Sie traut sich nicht Schnellstraßen oder Autobahnen zu fahren. Hat viele Ängste und Neurosen. Das alles hat mich halt auch belastet, ich musste schon damals viel mehr Verantwortung tragen und wenn dann noch ein Kind dazu kommt habe ich nochmal mehr zu tragen. Alles was sie normalerweise machen würde hätte ich begleiten müssen.
Mich hat es gestört, das sie nie mit mir richtig über das Thema gesprochen hat, uns oder auch sich in Frage gestellt hat und ob wir als Eltern geeignet sind und was es auch an Herausforderungen mit sich bringt.
Dazu hat sie mir das Gefühl gegeben, das ich nur als Vater und Versorger liebenswert bin. Wenn ich meine Sorgen geäußert habe wurde ich sofort mit Missachtung, Entzug von sämtlicher Nähe "bestraft". Das hat in mir dazu geführt, dass ich irgendwann blockiert habe, ich habe mich als Mensch gar nicht mehr gesehen und geliebt gefühlt.
Da habe ich angefangen zu blockieren, nicht bewusst, aber unbewusst.
Als dann meine Diagnose kam war ganz vorbei. Das war auch, wie ich im Nachhinein empfinde, einer der größten Knackpunkte. Sie war nur noch sauer auf mich und das letzte bisschen Intimität ging flöten oder hat sich so pragmatisch angefühlt, das es einfach nicht mehr stattfand.
Sowas kann man aber auch nur angehen, wenn man redet. Das ging mit ihr nicht. Wenn wurden Dinge im Nachhinein über Whatsapp völlig verdreht angesprochen und wenn man versucht hat, diesen Kommunikationsaustausch einzugehen wurde nicht mehr geantwortet.Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie stark sich das Thema Kinderwunsch/ eigene Traumata/ Unzufriedenheit in der Beziehung vermischen und aufsummieren und sehr unglücklich machen können.
Ich stimme dir voll und ganz zu, das ist ein sehr schwieriges Thema und hat einen großen Beitrag zum Bruch geleistet.