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Trennung nach 29 Jahren - Eigene Familie stellt sich gegen mich.

Du kannst natürlich auch die Ego-Schiene fahren, wie von Portion Control vorgeschlagen, dann musst du dich aber nicht über Gegenwind der Familie wundern. Wo du die Priorität setzt, ist dir überlassen.
Wenn du den Beitrag richtig gelesen hättest, würdest du kapieren das es nicht um eine Ego Schiene geht, sondern um eine Trennung die eben Rechte, Pflichten und Abstriche mit sich bringt.
Allerdings für beide Seiten. Es muss niemand zu Kreuze kriechen nur weil man sich trennt.

Aus welchem Groschenroman hast du so einen Unsinn?
 
"Es scheint, als wäre damit auch direkt klar, dass ich derjenige bin, der jetzt zurückstecken muss, ausziehen sollte und die finanziellen Konsequenzen möglichst allein tragen sollte."

Absolut richtig. Du willst die Veränderung, also bist du für deren Folgen verantwortlich. Wenn du mein Bruder wärest und meine Schwägerin nach fast 30 Jahren abschießen würdest, würden mich deine Befindlichkeiten 0,0 interessieren. Steh zu deiner Entscheidung, heul jetzt nicht rum und versuche nicht, aus dem Leid deiner Frau noch finanzielle Vorteile zu ziehen, sondern mache es für sie so einfach wie möglich. Dann würde ich eventuell als Schwester irgendwann deine Geschichte anhören. Wenn du sie aus dem Haus kickst und finanziell übervorteilst würde ich nicht mehr mit dir reden. Wer braucht denn so einen Bruder?

Du kannst natürlich auch die Ego-Schiene fahren, wie von Portion Control vorgeschlagen, dann musst du dich aber nicht über Gegenwind der Familie wundern. Wo du die Priorität setzt, ist dir überlassen.
sorry, was ist das für ein Bockmist? Unmöglich, wie der TN hier dargestellt wird! Hat er nicht klar mitgeteilt, dass es eine schwierige, lange Entscheidungsphase war? Wie trennt man sich denn bitte nach 30 Jahren, so dass alle Beteiligten "hipp hipp hurra" rufen???
@Frodo75: Habe ähnliches hinter mir bzw. stecke noch drin, aber eines ist sicher, in den meisten Fällen geht´s nicht ohne Schmerz, Verletzungen und Missverständnissen. Wie hier schon erwähnt wurde, Deine Frau und Dein Sohn sind die wichtigsten Personen, mit ihnen solltest Du versuchen, einen guten Weg zu finden. Sicherlich nicht sofort möglich, sollte aber unbedingt Dein Ziel sein. Und die Familie kommt dann danach. Geb´Dir und den Anderen Zeit, ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht....aber in einem Konstrukt zu verharren, dass einem die Lebenslust und Freude nimmt, macht keinen Sinn!
Alles Gute für Dich!
 
Ich (Frau) hatte mich vor ein paar Jahren auch nach ca. 30 Jahren Beziehung getrennt.

Meine Eltern und mein Bruder standen hinter mir. Ansonsten habe ich im Zuge der Trennung und danach viele Menschen aus meinem Umfeld verloren. Es hat lange weh getan!

Ein paar Gedanken....so, wie sie mir gerade in den Sinn kommen:

Verständnis hatten tatsächlich die Personen, die ähnliches durch haben. Sogar beispielsweise eine Frau, die eher eine Bekannte meines Exmannes war. Sie war auch "eine böse Frau" in den Augen der anderen....so wie ich.

In dem Zusammenhang: Ich selbst fand es für mich schwierig, mich einerseits ein stückweit zu erklären, andererseits wollte ich das auf eine "anständige" Art und Weise machen.....heißt, dass ich ihn nirgends schlecht gemacht habe. Umgekehrt war das leider anders! Keine Ahnung, ob ich rückblickend anders agiert hätte.

Ich wollte es ebenso wie du gütlich regeln, deshalb hatte ich einer Mediation zugestimmt. Zunächst hatten wir Umgangsregeln vereinbart (zunächst Kontaktpause, später keine Anrufe, ab einer bestimmten Uhrzeit usw.). In den Gesprächen habe ich dem Wunsch meines Ex entsprochen und ihm unsere Ehe, wie ich sie die letzten Jahre erlebt hatte, geschildert und ihm meine Trennungsgründe erläutert.

Trotzdem war er der Ansicht....hm....wie drücke ich das aus? .....meine Gründe nicht schwerwiegend genug seien! Als ob eine Trennung zustimmungspflichtig sei???!

Wir hatten in der Mediation vereinbart, uns gemeinsam(!) rechtlich beraten zu lassen. Ex sollte einen Termin ausmachen. Ich bin damals "blauäugig" ins offene Messer gelaufen. Er hatte sie derweil als seine Anwältin engagiert, mir das aber nicht gesagt.

In diesem Sinne - sei wachsam!

Zu dir:
Hast du deine "Hausaufgaben" gemacht? Deine wichtigen Unterlagen kopiert und woanders deponiert? Finanzen im Blick? Auch hier alles dokumentiert zum Stichtag der Trennung? Anwaltliche Beratung?
 
Dabei versuche ich gerade wirklich, eine faire Lösung zu finden. Es geht um unser gemeinsames Haus, um finanzielle Fragen, um die Zukunft unseres Sohnes. Ich möchte das alles sauber und respektvoll regeln, ohne unnötigen Druck aufzubauen – aber eben auch so, dass es für mich langfristig tragfähig ist.
Du willst alles kaputtmachen, aber bitteschön ohne Scherben und Schutt.
Ich denke nicht, dass das funktioniert.
Welches Recht solltest du übrigens haben, um irgendwelchen "Druck aufzubauen"?
Warum sollte es für dich "tragfähig" sein?
Hast du Angst vor Unterhaltszahlungen?
 
Natürlich musst du die Konsequenzen deiner Entscheidung treffen, wie wir das alle tun müssen als erwachsene Menschen, aber dieses "verdammen" dafür wie es teilweise hier so rüber kommt teile ich nicht. Wenn etwas nicht mehr zu retten ist, man nur noch gefrustet nebeneinander her lebt, um irgendeinen Schein zu wahren, wofür soll das gut sein? Ich kann das auch verstehen daß dich das tangiert, daß die eigene Familie keinerlei Verständnis für dich hat, aber ich finde es immer gut wenn man das selber für sich aufbringt!
Viellecht kannst du mal mit deiner Familie reden, und ihnen sagen wie es dir damit ergeht. Aber ich finde es erstmal sinnvoller, etwas Abstand zu bekommen, und Wunden heilen zu lassen. Es gibt nicht das perfekte Leben. Genausowenig wie es perfekte Menschen gibt.
Ja, und man sollte natürlich schauen das man die Dinge regelt, die zu regeln sind, gleichermaßen fair wenn möglich.
Alles Gute für dich!
 
Warum hast du dich getrennt..?

Natürlich wird sich deine Frau nach solch einer langen Ehe sehr alleine gelassen vorkommen oder hat sie oder du jemand Neues kennengelernt..?
 
Hast du deiner Familie denn deine Beweggründe erklärt? Was ist mit dem Sohn , ist er noch minderjährig?
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Mutter, meine Geschwister – sie stellen sich sehr klar auf die Seite meiner Frau.

Aber dass kaum jemand fragt, wie es mir eigentlich geht oder was mich zu dieser Entscheidung gebracht hat.
Hast du vor der Trennung denn mal mit jemanden aus deiner Familie darüber gesprochen, dass die Ehe dich nicht mehr glücklich macht? Und vor allem mit deiner Frau?
Wurde dein Familie da jetzt evtl. aus ihrer Sicht vor vollendete Tatsachen gestellt?

Ich habe das Gefühl, dass meine Beweggründe gar nicht wirklich gesehen werden.
Hast du die je kommuniziert?

Ich frage mich, wie still dein Prozess bis zur Entscheidung womöglich gewesen war.
Hast du mit deiner Frau vor der Trennung Gespräche geführt, habt ihr Paartherapie gemacht, gemeinsam über anderen Ansätzen und Ideen nachgedacht?
 
Solange eine Trennung fair vonstatten geht, sollte sich die Familie dazu gar nicht positionieren und versuchen, neutral zu bleiben. Das bedeutet ja nicht, dass sie nicht unterstützen und trösten darf. Aber Schuldzuweisungen auszusprechen, Vorschriften machen zu wollen oder gar zu sanktionieren fänd ich völlig unmöglich.
Was zwischen euch beiden passiert ist, wisst ihr beide am besten. Und wenn es für einen von beiden gefühlsmäßig nicht mehr reicht, dann ist das zwar schade, tut dem anderen womöglich auch weh; trotzdem darf man sich trennen, wenn man es für richtig hält.
Ich würde mir hier jegliche Einmischung seitens der Familie verbitten und würde auch meine/n Partner/-in auffordern aufzuhören, Stimmung zu machen (so er/sie es denn tut - und dazu gehört für mich nicht nur Gezeter, sondern auch Gejammer). Das fänd ich nämlich mindestens genauso unfair wie eine unredliche Handhabung der Sachfragen zu Finanzen, Unterhalt, Sorgerecht etc.

@Löwinherz: Eine Schwester oder einen Bruder, der sich hier einmischen würde, würde ich achtkantig rausschmeißen und ihm/ihr klarmachen, dass es ihn/sie wirklich null/nada/niente zu interessieren hat, wie ich mein Leben lebe. Und ob der dann nicht mehr mit mir reden würde, wäre mir herzlich latte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einer Trennung ist doch sehr selten nur einer "schuld".

Du wirst deine Gründe haben, und mit deiner Frau hast du sicherlich alles versucht.

Ich finde nicht, dass man vor einer Trennung die ganze Familie einbeziehen muss. Die Trennung betrifft doch in erster Linie die beiden Partner.

Eine Trennung ist nie schön, für keinen, auch nicht für den, der sich trennen möchte.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.
 

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