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Nick Russo
Gast
Hallo...
Vielen Dank für Eure Antworten. Es hilft mir, mich mit der Sicht Anderer auf die eigenen Dinge auseinanderzusetzen.
@Artemisia:
So habe ich das noch nie gesehen... Allerdings weiß ich auch eigentlich nicht viel über den Typen. Ich weiß, was er beruflich macht, wie alt er ist und dass er eine Frau und eine Tochter hat. Wie die heißt und wie alt die ist, weiß ich auch. Und das war's...
Ich habe mit meiner Ex-Freundin über die Situation gesprochen. Ich sehe es so, dass der Typ 45 Jahre alt ist - das könnte schon so das Alter sein, wo sich Männer nochmal "umorientieren", oder? Doch meine Ex-Freundin meinte daraufhin nur, dass sie wüsste, wie das nach außen aussieht, dass es bei ihm aber anders sei. Und sie sagt immer, dass er sie verstünde.
Ich habe also einfach 1 und 1 zusammengezählt und herauskommt, dass der Typ vielleicht selber in einer unglücklichen Beziehung steckt.
Ich gehe noch regelmäßig zur Psychotherapie (die ich ursprünglich wegen meiner Depression begonnen habe). Die Therapeutin meinte, dass es gar nicht so selten sei, dass sich Partner dann trennen, wenn sie erkennen, dass der Andere wieder auf eigenen Füßen stehen kann...
Trotzdem finde ich Deine Idee sehr interessant und es macht durchaus Sinn, mir darüber mal den Kopf zu zerbrechen.
Vielen Dank!
@Blaubaer28 (oder Christine)
Ich danke Dir für Dein Mitgefühl und Deine aufmunternden Worte. Sie spenden mir Trost und helfen ein mir ein wenig. Es tut mir sehr leid, dass Du früher so eine schwierige Beziehung hattest - doch glaube ich, dass es so allemal besser ist - für Dich und Deine Kinder.
Und ich denke, dass Kinder schon lange kein Hinderungsgrund mehr sind für eine neue Partnerschaft. Ich hoffe sehr für Dich und ich glaube fest daran, dass Du Deinen Weg gehst. Für manches braucht der Mensch einfach Zeit. Und ich wünsche Dir von Herzen, dass Deine Worte auch für Dich zutreffen und dass Du wieder jemanden findest, der Deiner würdig ist.
@Sehnsüchtige
Es war wirklich so, dass ich für meine Ex-Freundin nicht mehr da war. Alles, mein Denken und Handeln, kreiste nur noch um mich. wir haben uns immer viel mit Freunden getroffen. Vor meiner Erkrankung wurden immer Dialoge geführt, jeder erzählte, was ihn beschäftigte und so kam jeder mal "an die Reihe" - eben auch meine Ex-Freundin. Durch meine Depression änderte sich auch das. Ich beherrschte alle Gespräche mit meinen Problemen. Es ging sogar so weit, dass, wenn sie sich mit Freundinnen traf, diese kaum noch nach ihr gefragt haben, sondern vor allem immer nach mir.
Sie war alleine und sie war sehr einsam. Ich verstand sie nicht und ich habe sie auch nicht mehr richtig "gesehen" - sie war halt da. Ich weiß jetzt, dass ich sie liebe und dass ich sie auch damals geliebt habe - gezeigt habe ich es ihr aber nicht.
Ich habe einfach zu lange gewartet, mir professionelle Hilfe zu suchen. Die Therapie hat mir schon sehr geholfen. Ich habe den Mut gefunden, mich selbstständig zu machen, ich kann Entscheidungen fällen, ich kann anderen wieder zuhören (zumindest konnte ich das wieder).
Während der Beziehung hat sie sich weiterentwickelt - ich bin stehengeblieben.
Jetzt, nach der Trennung, hole ich vieles in einem irren Tempo nach. Auf einmal bin ich alleine, muss mich um vieles selber kümmern. Allerdings bekomme ich unglaublich große Hilfe von meinem Bruder, seiner Frau, meinen Freunden und meiner Familie. So ganz allein bin ich also nicht...
Trotzdem - ich werde jetzt zum ersten Mal in meinem Leben eine eigene Wohnung haben - und das mit 33!
Ich weiß, dass diese Trennung - trotz der Schmerzen und des Kummers - richtig war. Es klingt merkwürdig, aber es fühlt sich beim Schreiben nicht falsch an. Ich glaube, vorher war ich noch ein Kind und jetzt werde ich erwachsen... Schade nur, dass es so weh tun muss.
Ich weiß inzwischen, dass ich auch ohne sie leben kann und dass es auch ohne sie geht. Es gibt nur einen Menschen in meinem Leben, der mich immer begleiten wird, und das bin ich.
Aber es ist so, dass sie mich vervollständigt. Und ich vermisse sie so sehr. So sehr...
Du hast vielleicht recht wenn Du sagts, dass ich mich auf mich konzentrieren soll. Nur ist es so, dass ich mich die letzten Jahre schon ausschließlich auf mich konzentriert habe und ich möchte so gerne endlich für jemand anderes da sein. Ich wünsche mir, endlich mal für einen anderen Mensche der "Fels in der Brandung" zu sein. Für jemand anderen das "Zuhause" zu sein; der zu sein, der das Schlimme wieder gut macht und der im Sturm die Ruhe ist... Das war ich alles so lange Zeit nicht mehr und ich weiß, dass ich das jetzt sein könnte.
Aber, um mit den Worten meiner Ex-Freundin zu sprechen: "Manchmal kommt es vielleicht einfach zu spät!?"
Ich werde mich jetzt noch mit einem Freund treffen. Ein wenig im Café sitzen, sprechen, über belangloses, berufliches und privates...
Heute ging es mir wieder sehr schlecht - vor allem in diesem Augenblick.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend. Und natürlich auch ein schönes Wochenende.
Nick
Vielen Dank für Eure Antworten. Es hilft mir, mich mit der Sicht Anderer auf die eigenen Dinge auseinanderzusetzen.
@Artemisia:
So habe ich das noch nie gesehen... Allerdings weiß ich auch eigentlich nicht viel über den Typen. Ich weiß, was er beruflich macht, wie alt er ist und dass er eine Frau und eine Tochter hat. Wie die heißt und wie alt die ist, weiß ich auch. Und das war's...
Ich habe mit meiner Ex-Freundin über die Situation gesprochen. Ich sehe es so, dass der Typ 45 Jahre alt ist - das könnte schon so das Alter sein, wo sich Männer nochmal "umorientieren", oder? Doch meine Ex-Freundin meinte daraufhin nur, dass sie wüsste, wie das nach außen aussieht, dass es bei ihm aber anders sei. Und sie sagt immer, dass er sie verstünde.
Ich habe also einfach 1 und 1 zusammengezählt und herauskommt, dass der Typ vielleicht selber in einer unglücklichen Beziehung steckt.
Ich gehe noch regelmäßig zur Psychotherapie (die ich ursprünglich wegen meiner Depression begonnen habe). Die Therapeutin meinte, dass es gar nicht so selten sei, dass sich Partner dann trennen, wenn sie erkennen, dass der Andere wieder auf eigenen Füßen stehen kann...
Trotzdem finde ich Deine Idee sehr interessant und es macht durchaus Sinn, mir darüber mal den Kopf zu zerbrechen.
Vielen Dank!
@Blaubaer28 (oder Christine)
Ich danke Dir für Dein Mitgefühl und Deine aufmunternden Worte. Sie spenden mir Trost und helfen ein mir ein wenig. Es tut mir sehr leid, dass Du früher so eine schwierige Beziehung hattest - doch glaube ich, dass es so allemal besser ist - für Dich und Deine Kinder.
Und ich denke, dass Kinder schon lange kein Hinderungsgrund mehr sind für eine neue Partnerschaft. Ich hoffe sehr für Dich und ich glaube fest daran, dass Du Deinen Weg gehst. Für manches braucht der Mensch einfach Zeit. Und ich wünsche Dir von Herzen, dass Deine Worte auch für Dich zutreffen und dass Du wieder jemanden findest, der Deiner würdig ist.
@Sehnsüchtige
Es war wirklich so, dass ich für meine Ex-Freundin nicht mehr da war. Alles, mein Denken und Handeln, kreiste nur noch um mich. wir haben uns immer viel mit Freunden getroffen. Vor meiner Erkrankung wurden immer Dialoge geführt, jeder erzählte, was ihn beschäftigte und so kam jeder mal "an die Reihe" - eben auch meine Ex-Freundin. Durch meine Depression änderte sich auch das. Ich beherrschte alle Gespräche mit meinen Problemen. Es ging sogar so weit, dass, wenn sie sich mit Freundinnen traf, diese kaum noch nach ihr gefragt haben, sondern vor allem immer nach mir.
Sie war alleine und sie war sehr einsam. Ich verstand sie nicht und ich habe sie auch nicht mehr richtig "gesehen" - sie war halt da. Ich weiß jetzt, dass ich sie liebe und dass ich sie auch damals geliebt habe - gezeigt habe ich es ihr aber nicht.
Ich habe einfach zu lange gewartet, mir professionelle Hilfe zu suchen. Die Therapie hat mir schon sehr geholfen. Ich habe den Mut gefunden, mich selbstständig zu machen, ich kann Entscheidungen fällen, ich kann anderen wieder zuhören (zumindest konnte ich das wieder).
Während der Beziehung hat sie sich weiterentwickelt - ich bin stehengeblieben.
Jetzt, nach der Trennung, hole ich vieles in einem irren Tempo nach. Auf einmal bin ich alleine, muss mich um vieles selber kümmern. Allerdings bekomme ich unglaublich große Hilfe von meinem Bruder, seiner Frau, meinen Freunden und meiner Familie. So ganz allein bin ich also nicht...
Trotzdem - ich werde jetzt zum ersten Mal in meinem Leben eine eigene Wohnung haben - und das mit 33!
Ich weiß, dass diese Trennung - trotz der Schmerzen und des Kummers - richtig war. Es klingt merkwürdig, aber es fühlt sich beim Schreiben nicht falsch an. Ich glaube, vorher war ich noch ein Kind und jetzt werde ich erwachsen... Schade nur, dass es so weh tun muss.
Ich weiß inzwischen, dass ich auch ohne sie leben kann und dass es auch ohne sie geht. Es gibt nur einen Menschen in meinem Leben, der mich immer begleiten wird, und das bin ich.
Aber es ist so, dass sie mich vervollständigt. Und ich vermisse sie so sehr. So sehr...
Du hast vielleicht recht wenn Du sagts, dass ich mich auf mich konzentrieren soll. Nur ist es so, dass ich mich die letzten Jahre schon ausschließlich auf mich konzentriert habe und ich möchte so gerne endlich für jemand anderes da sein. Ich wünsche mir, endlich mal für einen anderen Mensche der "Fels in der Brandung" zu sein. Für jemand anderen das "Zuhause" zu sein; der zu sein, der das Schlimme wieder gut macht und der im Sturm die Ruhe ist... Das war ich alles so lange Zeit nicht mehr und ich weiß, dass ich das jetzt sein könnte.
Aber, um mit den Worten meiner Ex-Freundin zu sprechen: "Manchmal kommt es vielleicht einfach zu spät!?"
Ich werde mich jetzt noch mit einem Freund treffen. Ein wenig im Café sitzen, sprechen, über belangloses, berufliches und privates...
Heute ging es mir wieder sehr schlecht - vor allem in diesem Augenblick.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend. Und natürlich auch ein schönes Wochenende.
Nick