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Trennung mit Kind

Coco7

Neues Mitglied
Hallo zusammen.

Dies ist das erste Mal, dass ich versuche mir Rat von Außenstehenden zu suchen, die objektiv sein können und mir möglicherweise Ängste nehmen zu können und ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal wo ich anfangen und wo ich aufhören soll, damit man sich ein eventuelles Bild meiner Situation machen kann.
Ich versuche es einfach mal.
Ich bin 40 Jahre alt, bin verheiratet und wir haben eine gemeinsame 3,5 Jahre alte Tochter.
Mit meinem Mann bin ich seit fast 18 Jahren zusammen.

Ich habe in den 18 Jahren viel ertragen, wurde von meinem Mann hängen gelassen, allein gelassen in jeglichen Lebenssituationen die man sich nur vorstellen kann, würde verbal beleidigt bis tief in meine Seele, ich bin das Problem, ich bin alles Schuld, ich habe immer 4 PS zu viel, nie ist etwas gut genug.
Ich habe angefangen an mir selbst zu zweifeln, angefangen zu überleben, ob da was wahres dran sein könnte, was er mir an den Kopf wirft.
Ich habe tausende von Gesprächen mit ihm gesucht, in denen ich die (Ironie ich weiß es heute selber) Beziehung retten wollte und versucht auf allen möglichen Ebenen mit meinem Mann zu kommunizieren, Samthandschuhe, weinend, nach Hilfe betteln usw., aber er rollt nur immer mit den Augen, was ich jetzt schon wieder habe, er hat da jetzt auf keinen Fall Bock drauf, es ist immer dieselbe S****, ich bin zu sensibel usw usw.
Erst seit 2-3 Jahren habe ich angefangen wieder zu mir selbst zu finden
Ich bin ein intelligenter, optimistischer, Lebensfroher Mensch, der gern lacht und das Leben genießt.
Mein Mann hat mich ziemlich lange runtergedrückt und es immer wieder geschafft mich zu verunsichern. Ich blieb, und blieb und blieb und blieb immer wieder bei ihm, obwohl alle Fasern meines Körpers geschriehen haben GEH ENDLICH.

Ich sage es wie es ist, wir funktionieren nur beim Sex. Wir kennen uns in und auswendig in diesem Bereich und sind beide offen für alles.
Er hat eine Art von Charme, der ich manchmal nicht widerstehen kann, denn er ist für mich ein sehr attraktiver Mann und es gibt keinen anderen Mann der mich anzieht, nicht einmal in den 18Jahren habe ich auch nur bei einem anderen Mann gedacht, dass er attraktiv ist.

Ich habe mich nun immer weiter von ihm distanziert, suche keine Gespräche mehr, halte Kontakt mit meinen Freundinnen, kümmere mich mit Herzblut um unsere Tochter.
Er ist ein toller Papa und würde auch für die Kleine alles tun. Die beiden haben momentan ein sehr inniges Verhältnis zueinander, was ich wirklich toll finde und niemals auseinander treiben würde.
Ich möchte mich trennen und mit unserer Tochter in unserer Mietwohnung wohnen bleiben und er hätte die Möglichkeit unweit von uns im selben Ort eine Wohnung zu beziehen, die sogar über seinem besten Kumpel im Haus liegt.
Ich habe ihm gesagt, dass er unsere Tochter jederzeit sehen könnte, ich niemals etwas tun würde, was unserer Tochter schaden würde.
Er meint ich habe mich so verändert, ich wäre ein ganz anderer Mensch geworden.
Er wollte von mir eine Aufstellung, wie ich mir die Wohnung hier leisten wollen würde (um so wieder zu zeigen, wer VZ arbeiten geht und Kohle hat und wer nicht)
Ich habe ihm die Aufstellung gemacht mit einem Unterpunkt "Unterhalt für unsere Tochter" mit einem ?, weil ich nicht weiß wie genau dieser Betrag aussehen wird. Er meinte ich könnte es ja bei Gericht einklagen, dass unsere Tochter bei mir wohnt, denn sie kann genauso bei ihm leben.
Am nächsten Morgen habe ich "Kommentare" in meiner Auflistung gelesen, in denen er geschrieben hat, das ich gar keinen Unterhalt bekommen, seine Tochter wohnt bei ihm.
Ich hatte auch einen weiteren Unterpunkt "Trennungsunterhalt", dazu hat er geschrieben inklusive gemalten Mittelfinger, dass ich garnichts bekomme und ich es nicht zu weit treiben solle.

Nun habe ich wieder Angst mich zu trennen, weil ich große Sorgen habe, dass er mir unsere Tochter wegnehmen möchte.
Er hat etwas gegen mich aus unserer gemeinsamen Vergangenheit in der Hand und ich traue ihm zu 10000% zu genau das gegen mich zu verwenden.
Ich muss dazu sagen, dass ich ihm im letzten Gespräch mit der Auflistung gesagt habe, dass ich nie etwas tun oder sagen würde was ihm schadet und für unsere Tochter das Beste möchte und mir es nur darum geht, dass sie glücklich ist und beide Elternteile in ihrer Nähe hat. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nie mit unserer Tochter wegziehen (also weiter weg) würde, sodass sie ihren Papa seltener sehen könnte. Das würde ich auch alles genauso unterschreiben, aber das interessiert ihn einfach nicht.
Er schießt einfach nur gegen mich und ich habe wirklich Angst, dass wenn ich mich offiziell trenne, er nicht ausziehen wird oder unsere Tochter mitnehmen möchte, und wenn er merkt, dass er das nicht darf, weil wir das gemeinsame Sorgerecht haben und es im Gesetz so geregelt ist, wird er mich ebenso wenig ausziehen lassen mit unserer Tochter oder er wird große Geschütze gegen mich auffahren und mir versuchen Sachen aus der Vergangenheit nachzureden oder auf den Tisch zu packen.

Ich weiß es ist viel, was ich jetzt geschrieben habe, aber ich habe es tatsächlich ohne Pause runtergeschrieben, wie es mir in den Kopf gekommen ist und ich hoffe ihr habt die Muße es bis zum Ende zu lesen und mir vielleicht ein bisschen aus eurer objektiven Sicht zu sagen was ihr denkt.

Ich danke Euch sehr im Voraus und wünsche Euch ein schönes restliches Wochenende.

Liebe Grüße
Janina
 
A

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Re: Trennung mit Kind
Hallo Coco7,

schau mal hier:
Trennung mit Kind. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo,

deine Ängste kann dir nur eine Rechtsberatung nehmen.

Dein Mann erzählt dir viel wenn der Tag lang ist.
Er will dir nur Angst machen, was ihm offensichtlich auch gelingt.

Allerdings musst du dann auch die Kraft finden, dass was dein Mann gegen dich in der Hand hat, aus deiner Vergangenheit, dass offen in der Kanzlei auf den Tisch zu legen.

Mit einem geeigneten Rechtsanwalt wirst du selbstsicherer
deinem Mann gegenüber auftreten können. Denn du hast ganz klar Rechte.

Alles Gute für dich und dein Kind.
Gruß, Muir
 
Sorry, aber du gibst deinem Mann vor, wie es für euch nach Trennung zu laufen hat. Ihr habt ein kleines Kind und das hat oberste Priorität.

Das Kind liebt beide Elternteile, also muss eine Einigung im Sinne eures Kindes getroffen werden.
Ihr könntet euer Kind z.B. im Wechselmodell betreuen, 1 Woche Mama, 1 Woche Papa oder wie es möglich ist. Dann habt ihr gegenseitig keinen Unterhaltsanspruch. Dass der Papa in der Nähe wohnen könnte, wäre ideal.

Wenn ihr zu keiner erwachsenen vernünftigen Lösung kommt, wäre eine anwaltliche Beratung angebracht. Aber hört auf, Krieg auf dem Rücken eures Kindes zu führen.
 
Hallo,
vielen Dank für eure bisherigen Beiträge.
Ich führe keinen Krieg auf dem Rücken unserer Tochter, im Gegenteil, ich sage ihm auch nicht, wie die Trennung ablaufen soll.
Ich habe ihm gesagt, dass ich keinen Rosenkrieg möchte, sondern nur darauf bedacht bin, dass es unsere Tochter so schön wie möglich hat und wir als Eltern agieren sollen und net als verletzte Partner, der dem anderen eins auswischen will. Das war keine Art ihm zu sagen wie es laufen soll, sondern ein Appell mit Hoffnung, dass er seine eigene Verletztheit im Sinne unserer Tochter runterschluckt und in ihrem Sinne handelt.
Rosenkrieg ist für mich absoluter egoistischer Kindergarten und jeder, der eine Trennung der Eltern mitgemacht hat, weiß genau wie schlimm das für ein Kind ist, wenn man nicht mehr beide Eltern um sich herum hat oder sieht wie die eigenen Eltern sich streiten.
Ich streite nicht in Gegenwart unserer Tochter mit ihm, versuche durchgehend zu besänftigen.
Ich möchte einfach nur noch meine Ruhe und wieder atmen können.

Dank Euch habe ich mir das mit der Rechtsberatung noch Mal durch den Kopf gehen lassen und werde wohl am Montag einen Termin dazu ausmachen.

Und ja er schafft es definitiv noch mir Angst zu machen und mich zu verunsichern.

Liebe Grüße
Janina
 
Als erstes möchte ich dir sagen das ich es richtig und gut finde das du dich trennst.
Du hast jahrelang versucht dich mitzuteilen, bist nicht ernst genommen worden, warst zu sensibel oder man wollte dich nicht verstehen.

Es ist traurig wie er auf die Trennung reagiert und zeigt umso mehr das du auf dem richtigen Weg bist.
Da kommt keine Frage nach dem Warum oder was kann ich tun, um die Beziehung weiterzuführen. Es wird nicht darauf eingegangen was dir in der Beziehung fehlt oder was du brauchst. Da heißt es nur, du hast dich verändert.

Nein, du hast dich nicht verändert, sondern dich jahrelang klein gemacht, zurückgesteckt und gelernt mit dem Frust zu leben. Nur irgendwann geht es nicht mehr, ohne sich selbst komplett aufzugeben .
Oder anders gesehen; JA du hast dich verändert, weil er es jahrelang nicht getan hat und nie dazu bereit war dich zu sehen.

Und die Tatsache das es ihm nicht um eine saubere oder vernünftige Trennung geht, sondern er dir jetzt Angst macht das er dir die Tochter wegnimmt, zeigt seinen Charakter. Sein Ego ist angekrazt und statt sich mal zu überlegen irgendwas zu ändern oder in Ruhe über alles nachzudenken, verhält er sich wie ein bockiges Kind. Er spielt mit deinen Ängsten und ist überheblich. Ich glaube er hat dich als Selbstverständlichkeit gesehen und nicht als Partner auf Augenhöhe.
Lass dich nicht einschüchtern.

Hebe alle Unterlagen, Zettel, Chatverläufe etc. auf und mach dir zur Sicherheit Kopien.
Und wenn es nicht anders geht, dann freunde dich mit dem Gedanken an, das du mit deiner Tochter ausziehst. Natürlich wird das schwieriger und schon der Gedanke daran macht Angst. Aber genau das weiß er und er hält dich nicht für stark genug das durchzuziehen. Wenn du jetzt bei ihm bleibst, wird die Beziehung zwischen euch richtig ungesund, oder glaubst du sein Ego könnte dir diesen Fluchtversuch verzeihen?
 
Er müsste von sich aus gerne dazu bereit sein, dass ihr getrennte Wohnungen habt, weil ihr als Paar nicht kompatibel seid, aber sonst sehr wohl- kann er das nicht einsehen, dass es euch beiden dann besser geht, wenn ihr nicht mehr zusammen wohnt?

Mach ihm halt schmackhaft, was er alles gewinnt, wenn ihr frei seid von diesem ewigen Unfrieden bei euch daheim.
 
ich sage ihm auch nicht, wie die Trennung ablaufen soll.
Du gibst ihm aber vor, dass das Kind selbstverständlich bei dir leben wird und legst ihm schon eine Unterhaltsberechnung vor. Wie hättest du umgekehrt reagiert?

Es wäre gut, wenn ihr euch einigen könntet, es gibt ja viele verschiedene Modelle, dass das Kind regelmäßigen Kontakt zu Mutter, Vater und Großeltern (?) hat. Gerichtlich um das Kind streiten zu müssen, wäre die aller letzte Option.

Ich frage mich zudem, warum du mit deinem Mann, der dich seit 18 Jahren demütigt, runtermacht und dich wie den letzten Dreck behandelt, nach 15 Jahren mit diesem noch ein Kind bekommst.
Mir würde es schwerfallen, mit einem Mann, der mich so behandelt, noch Sex zu haben, egal wie gut der ist.

Ich wünsche dir alles Gute und dass die Trennung für euch alle drei ohne großen Schaden, besonders für euer Kind, vollzogen werden kann.
 

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