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Trauer um meine Exreundin

Ich hab vorhin noch an Dich gedacht, ob Du doch hingefahren bist... Ich freu mich für Dich, dass dieser Tag halbwegs entspannt und ohne Eskalationen über die Bühne ging!!
 
Lieber Koblenzer, da ich in Trauerdingen selbst ziemlich hilflos bin und noch offene 'Baustellen' in mir trage, fühle ich mich hier oft hilflos und würde gerne mein Mitgefühl ausdrücken, ohne zu wissen, wie ich das tun kann. Deshalb möchte ich dich einfach wissen lassen: ich lese deine Beiträge gerne, ich fühle mit dir und kann deine Gefühle nachvollziehen. Ich wünsche dir viel Kraft und Fürsorge vor allem auch für dich selbst.


wie könnte ich das besser ausdrücken, als wiedermal fritzie.... danke :blume:, es gibt vieles, was du in worte kleiden kannst, wo bei mir nur eine wand auftaucht..... stille ohne ruhe....

ja, koblenzer, eine stille mitleserin, die bewusst momente suchen muss, indem sie sich abgrenzen kann, von all dem, trotz allem ohne viel distanz.......

freue mich, daß du merkst, hier verstanden und angenommen zu werden, vor allem nicht allein zusein

liebe grüsse

cd
 
Hallo an alle.


Viele von euch haben sich schon gefragt, warum ich nichts mehr geschrieben habe. Einige haben mich sogar angeschrieben und sich erkundigt. Vielen Dank dafür!


Es ist viel passiert in den letzten 1,5 Wochen. Von meinem Besuch bei meiner Ex in Bonn habe ich euch ja berichtet. Dienstags bekam ich dann eine Nachricht von ihrer Mutter. Sie hätte erfahren, dass Katrin Montags das Krankenhaus verlassen hätte. Sie brauchte dringend ihren Wohnungsschlüssel.


Ich hab dann früher Feierabend gemacht und bin nach Koblenz gefahren und habe sie gesucht. Nach fast 2 Stunden hab ich sie dann in der Stadt gefunden. Ich gab ihr ihren Wohnungsschlüssel und wir gingen durch die Stadt, sprachen miteinander und gingen etwas Essen. (Wahrscheinlich war das ein Fehler.) Sie sagte, dass sie nicht abgehauen sei, sondern nur bis zum 16.06. rauskäme und dass dann ihre (Nuklearmedizinische) Behandlung beginnt.Sie erklärte mir auch, dass sie absolut kein Geld mehr hätte. Ich versprach ihr, mich darum zu kümmern und ihr von ihrer Mutter welches zu besorgen. Sie gab mir eindeutig zu verstehen, dass sie zurück zu mir will. Sie wollte sogar, dass ich bei ihr schlafe. Hab ich aber abgelehnt. Ich würde ihr helfen, sie wäre immer in meinem Herzen gewesen, es ist mir nicht egal, was mit ihr geschieht, u.s.w. sagte ich zu ihr. Aber sie war trotzdem enttäuscht.


Letzte Woche Mittwoch gab mir ihre Mutter dann etwas Geld für sie und ich wollte es ihr vorbei bringen. Sie war aber nicht zu Hause. Nachdem ich mehrmals ergebnislos bei ihr vorbei geschaut hatte, hab ich mir ihre neue Handynummer besorgt und sie angerufen. Irgendwann ging sie dann dran. Es traf mich wie ein Schock, sie hatte sich wieder im Bordell einquartiert. Und das in ihrem Zustand!!! Da hätte ich besser aufgelegt und mich nie wieder gemeldet! Aber was mach ich?....


…. Ich fahre natürlich hin und hol sie da raus. Sie hätte es nur wegen dem Geld getan, sie hätte nicht gedacht, dass ich ihr so schnell Geld besorgen könnte etc. Sie packt ihre Sachen und ich brachte sie nach Hause. Sie war fix und fertig. Total durcheinander, verwirrt, psychotisch. Sie überredete mich, bei ihr zu bleiben. Am nächsten Tag hatte ich frei und wir unternahmen was gemeinsam. Sie rief ihre Betreuerin an und erzählte ihr, wir wären wieder zusammen. Ich sehe das zwar etwas anders, aber ich brachte es einfach nicht fertig ihr zu sagen, dass es nicht so ist.


Schwierige Situation. Ich habe es Vorgestern mit meinem Therapeuten besprochen. Er meint, ich sollte halt zumindest bis heute, also bis sie wieder in der Uniklinik Bonn ist, bei ihr bleiben und mich dann versuchen zurückzuziehen. Leicht gesagt. Sie hat mich gerade angerufen, sie ist jetzt in der Klinik angekommen. Heute sind Voruntersuchungen (CT) und morgen geht’s los. Einerseits hat sie Angst zu sterben, andererseits denkt sie sie schafft es. Ich konnte ihr nicht sagen, dass sie es nicht schaffen wird!!


Ich weiß momentan echt noch nicht, was ich jetzt machen soll. Ich will zwar nicht mehr mit ihr zusammen sein, aber ich bring es irgendwie nicht fertig sie in der schwersten und letzten Phase ihres Lebens fallen zu lassen. Auch wenn sie es eigentlich selbst Schuld wäre. Schuld? Krankheit? Schicksal? Ich bin kein Richter.


Ihr werdet jetzt wahrscheinlich schreiben, ich muss auf mich selbst achten.
„selbst achten“ Daraus kann man aber auch Selbstachtung zusammensetzen. Und genau die will ich nicht verlieren.


Bin gespannt auf eure Meinung.


Liebe Grüße, der Koblenzer
 
Lieber Koblenzer, das Leben lädt einem manchmal schon sehr schwere Aufgaben auf die Seele, nicht wahr? Vielleicht sogar so große, daß wir unter ihnen zusammenbrechen.

Dein Eindruck machst du aber nicht. Du weißt und scheinst dich unter Schmerzen abgefunden zu haben, daß deine Ex ihrem Tod entgegen geht. Abschied, den du bereits innerlich - ja was? Begonnen hast zu nehmen? Schon genommen hast?

Natürlich wirst du auf dich achten, das traue ich dir zu. Dazu gehört vielleicht auch, deiner Ex in den letzten Monaten ihres Seins seelischen Halt zu bieten, wenn das zu dem gehört, was dir deine Selbstachtung gebietet. Hast du dafür genug Kraft? Im Wissen, daß dies eine letzte Wegstrecke ist?
 
AW: Kraft

Hallo Fritzie

Ob ich die Kraft habe, werde ich erst wissen wenn ich den Weg weiter gehe. Wie weit ich gehen werde kann ich im Moment noch nicht sagen.

Wie auch immer ich mich entscheiden werde, ich tue was ich tun muss. Die Entscheidungen kann mir keiner abnehmen. Trotzdem bin ich auch weiterhin dankbar für Ratschläge, deren objektiver Betrachtungswinkel mir bei der Entscheidungsfindung ein große Hilfe ist.


Liebe Grüße, der Koblenzer
 
Hallo Koblenzer,

Ich habe auch nicht den Eindruck, daß Du deshalb Deine Selbst-achtung verlierst. Im Gegenteil. Das gehört zu Dir und Du hast das für Dich auch so entschieden. Du würdest vermutlich eher an Deiner Selbstachtung zweifeln, wenn Du jetzt den Kontakt beenden würdest.

lostsouls

Lostsouls, Danke für deine ehrliche Antwort und deine Sichtweise.

Richtig. Genau so habe ich es gemeint, dass ich die Selbstachtung vielleicht verliere, wenn ich mich dem nicht stelle und den Kontakt abbreche. Ich brauche aber wohl noch ein paar Tage um mir über alles klar zu werden. Auch meine Psych. Gesundheit steht auf dem Spiel. Meine Ärztin und mein Psychologe schlagen Alarm. Aber es muss mir gelingen einen Weg zu finden!

Heute rief mich ihre Mutter an und hat sich unter Tränen bei mir bedankt, dass ich es möglich gemacht habe dass Katrin sich gestern mit ihrer für ein paar Stunden getroffen hat. Mir war es halt gelungen mit einfühlsamen Gesprächen Katrin dazu zu bewegen. Ihre Mutter habe ich Instruiert Katrin auf keinen Fall mit Vorwürfen oder Behandlungsvorschlägen zu belasten. So war dann das gestrige Treffen ein erster erfolgreicher Annähreungsversuch für Mutter und Tochter. Wenn auch die Wahnvorstellungen bzgl. ihre Mutter nach wie vor bestehen. Ich bin sehr froh, dass ich das erreichen konnte.

Ob es mir gelingen wird Katrin noch weiter zu stabilisieren weiß ich nicht. Aber wenn man bedenkt wie dass letzte Treffen mit ihrer Mutter ablief, hab ich schon viel erreicht. Sie wollte sie nie wieder sehen. Für die Mutter ein unbeschreiblicher Schmerz. Ich bin selbst Vater, und hoffe so etwas niemals mit meinen Kindern erleben zu müssen.
 
Hallo meine lieben.

Am Donnerstag wurde Katrin wieder in der Uniklinik aufgenommen. Voruntersuchungen wurden gemacht, und am Freitag wurde dann die Nuklearmedizinische Behandlung durchgeführt. (SIRT)

Gestern war ich sie besuchen, wir sind in die Stadt gefahren. Sie war ziemlich schwach. Wahrscheinlich wird sie heute wieder entlassen, sofern der Wert der Betastrahlung genügend abgenommen hat. Die Behandlung mit den Radioaktiven Yttriumkügelchen könnte ihr Lebenserwartung auf 6 - 12 Monate verlängern.

In einer Woche hab ich 8 Tage Urlaub, wir werden wahrscheinlich nach Timmendorferstrand fahren. (Falls keine Nebenwirkungen auftreten werden)

Was mich betrifft, habe ich beschlossen sie zu unterstützen und ihr zu helfen. Sollte sie sich wieder gegen mich wenden, werde ich mich jedoch zurückziehen. Ich befinde mich halt Psychisch gesehen am Limit.

Wenn ich mich hier ein paar Tage nicht melde, macht euch keine Sorgen. Ich werde halt versuchen viel Zeit mit ihr zu verbringen.

Liebe Grüße und Danke für euer Mitgefühl, der Koblenzer
 
hallo, koblenzer, hoffentlich könnt ihr die zeit dort genießen, meer, sand, kleine spaziergänge. ich denke, ich schreibe im sinne aller: WIR denken an dich, an euch!!gute gedanken !!! frara
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo meine lieben.

Am Donnerstag wurde Katrin wieder in der Uniklinik aufgenommen. Voruntersuchungen wurden gemacht, und am Freitag wurde dann die Nuklearmedizinische Behandlung durchgeführt. (SIRT)

Gestern war ich sie besuchen, wir sind in die Stadt gefahren. Sie war ziemlich schwach. Wahrscheinlich wird sie heute wieder entlassen, sofern der Wert der Betastrahlung genügend abgenommen hat. Die Behandlung mit den Radioaktiven Yttriumkügelchen könnte ihr Lebenserwartung auf 6 - 12 Monate verlängern.

In einer Woche hab ich 8 Tage Urlaub, wir werden wahrscheinlich nach Timmendorferstrand fahren. (Falls keine Nebenwirkungen auftreten werden)

Was mich betrifft, habe ich beschlossen sie zu unterstützen und ihr zu helfen. Sollte sie sich wieder gegen mich wenden, werde ich mich jedoch zurückziehen. Ich befinde mich halt Psychisch gesehen am Limit.

Wenn ich mich hier ein paar Tage nicht melde, macht euch keine Sorgen. Ich werde halt versuchen viel Zeit mit ihr zu verbringen.

Liebe Grüße und Danke für euer Mitgefühl, der Koblenzer


.........finde das, was du tust, absolut beeindruckend, menschen wie dich kennenzulernen, hinterlässt eine echte dankbarkeit bei mir, wenn auch nur anhand dessen, was du hier sehr eindrucksvoll rüberbringst....
einen fast verlorenen glauben an das, was grosse mitmenschlichkeit und nächstenliebe wirklich bedeuten können, wieder erinnern....
und ja, was frara sagt... du kannst sicher alle, die dir hier schreiben mitnehmen, auf deinen weg....
alles gute dir
 

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