K
Kaname
Gast
Hi Rikku,
schön, dass du schreibst !
Es wird immer Menschen geben, die dir mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Ablehnung entgegenkommen, aber genauso wird es auch Menschen geben, die tolerant sind und dich annehmen...man führt sich meistens das Negative vor Augen, was einem passieren kann. Dabei vergisst man leider öfters Menschen wie deine Mutter, die einen unterstützen und einem Halt bieten.
Vielen Dank, es war auch ziemlich holprig, bis ich hier angekommen bin, wo ich jetzt stehe, aber es ist ein gutes Gefühl. Ich bin ich und das bleibe ich auch 😉
Das habe ich damals auch immer gedacht, wenn ich andere Transmänner gesehen hab..'wieso bist du noch nicht so weit?'.
ABER: bedenke bitte, dass man das in RUHE angehen sollte. Das ist ein Schritt für´s Leben, da irgendwas zu übereilen könnte miese Folgen haben.
Wenn man sich sicher ist und man alles mit Bedenken macht, dann geht das.
Ich mach ja auch einen Schritt nach dem anderen..kenne jemanden, der würde am liebsten alles auf einmal machen..glaub mir, das würde er gar nicht verkraften. So viele Veränderungen auf einmal können nicht gut für die Seele sein.
Also schließe ich immer erst mit einer Geschichte, wie der Vornämensänderung ab, ehe ich mich auf´s nächste vorbereite...so geht das auch alles nahtlos über, ohne, dass man irgendwie Stress hat.
Die Sprüche kenne ich auch...eine Kollegin hat hinter meinem Rücken über mich gelästert...wurde mir von einer anderen Kollegin gesagt. Sie tat immer nett, meinte aber wohl 'da kommt unsere Schwuchtel' oder 'wo bleibt denn ES?'
Als wäre ich etwas Undefinierbares.
Es tut anfangs weh, deswegen auch die Psychotherapie als Begleitung, aber irgendwann steht man dazu und ich kann inzwischen auch über die Dummheit anderer lachen.
Was ich noch sagen möchte:
manche stellen es sich echt leicht vor, Hormone zu bekommen...ist es aber nicht.
Es ist nicht nur eine Spritze voller Testosteron, die man in den Allerwertesten bekommt...abgesehen von den körperlichen Veränderungen, die man ja haben möchte ( wie tiefe Stimme, Bartwuchs etc ), treten auch Nebenwirkungen auf ( harmlos: Akne ), aber die wirkliche Gefahr besteht in der Depression.
Viele Trans-Menschen, die ich kenne, mussten irgendwann Antidepressiva nehmen.
Ich bin auch mit viel Euphorie daran gegangen...als ich die Indikation bekommen habe, wollte ich schnellstmöglich meine erste Spritze haben. Als der Arzt zu mir meinte, es können Depressionen auftreten...es hat mich in die Realität zurückgeholt. Sagen wir so.
Denn so toll es ist, Testo zu kriegen: es ist nunmal auch ein Medikament und leider gibt es keine ohne Nebenwirkungen.
Es muss aber nicht sein..es KANN. Das würde dir aber ein Arzt noch mal sagen.
Das war jetzt etwas voreilig, aber ich wollte es gesagt haben.
Da ich inzwischen etwas Erfahrung habe, kannst du auch gern irgendwas fragen, sollte was offen sein 😉
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute !
Liebe Grüße
Lucas
schön, dass du schreibst !
Es wird immer Menschen geben, die dir mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Ablehnung entgegenkommen, aber genauso wird es auch Menschen geben, die tolerant sind und dich annehmen...man führt sich meistens das Negative vor Augen, was einem passieren kann. Dabei vergisst man leider öfters Menschen wie deine Mutter, die einen unterstützen und einem Halt bieten.
Vielen Dank, es war auch ziemlich holprig, bis ich hier angekommen bin, wo ich jetzt stehe, aber es ist ein gutes Gefühl. Ich bin ich und das bleibe ich auch 😉
Das habe ich damals auch immer gedacht, wenn ich andere Transmänner gesehen hab..'wieso bist du noch nicht so weit?'.
ABER: bedenke bitte, dass man das in RUHE angehen sollte. Das ist ein Schritt für´s Leben, da irgendwas zu übereilen könnte miese Folgen haben.
Wenn man sich sicher ist und man alles mit Bedenken macht, dann geht das.
Ich mach ja auch einen Schritt nach dem anderen..kenne jemanden, der würde am liebsten alles auf einmal machen..glaub mir, das würde er gar nicht verkraften. So viele Veränderungen auf einmal können nicht gut für die Seele sein.
Also schließe ich immer erst mit einer Geschichte, wie der Vornämensänderung ab, ehe ich mich auf´s nächste vorbereite...so geht das auch alles nahtlos über, ohne, dass man irgendwie Stress hat.
Die Sprüche kenne ich auch...eine Kollegin hat hinter meinem Rücken über mich gelästert...wurde mir von einer anderen Kollegin gesagt. Sie tat immer nett, meinte aber wohl 'da kommt unsere Schwuchtel' oder 'wo bleibt denn ES?'
Als wäre ich etwas Undefinierbares.
Es tut anfangs weh, deswegen auch die Psychotherapie als Begleitung, aber irgendwann steht man dazu und ich kann inzwischen auch über die Dummheit anderer lachen.
Was ich noch sagen möchte:
manche stellen es sich echt leicht vor, Hormone zu bekommen...ist es aber nicht.
Es ist nicht nur eine Spritze voller Testosteron, die man in den Allerwertesten bekommt...abgesehen von den körperlichen Veränderungen, die man ja haben möchte ( wie tiefe Stimme, Bartwuchs etc ), treten auch Nebenwirkungen auf ( harmlos: Akne ), aber die wirkliche Gefahr besteht in der Depression.
Viele Trans-Menschen, die ich kenne, mussten irgendwann Antidepressiva nehmen.
Ich bin auch mit viel Euphorie daran gegangen...als ich die Indikation bekommen habe, wollte ich schnellstmöglich meine erste Spritze haben. Als der Arzt zu mir meinte, es können Depressionen auftreten...es hat mich in die Realität zurückgeholt. Sagen wir so.
Denn so toll es ist, Testo zu kriegen: es ist nunmal auch ein Medikament und leider gibt es keine ohne Nebenwirkungen.
Es muss aber nicht sein..es KANN. Das würde dir aber ein Arzt noch mal sagen.
Das war jetzt etwas voreilig, aber ich wollte es gesagt haben.
Da ich inzwischen etwas Erfahrung habe, kannst du auch gern irgendwas fragen, sollte was offen sein 😉
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute !
Liebe Grüße
Lucas