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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Toxische Kommunikation in der Supervision

Du schaffst das. Bereite dir etwas vor, was du sagen kannst zB: Ich hätte gerne noch eine sachliche Reaktion von jemand anderem… oder: das beantwortet nicht mein Anliegen… etwas in die Richtung, denn du hast dein Problem ja zur Diskussion für alle gestellt und nicht nur für diese eine Kollegin.
Danke! Das werde ich versuchen. Ich hoffe, dass bis dahin meine Emotionen runtergefahren sind, aber sich in der Hinsicht gut vorzubereiten ist sicherlich hilfreich..
 
Okay, danke für deine Antwort. Jetzt verstehe ich die Situation etwas besser.

Auf solche Aussagen „Erwidert wurde von dieser Frau, dass es ja so schrecklich sein muss wie in einer Ehe mit Gewalt und ich schaffe es nicht mich zu befreien.“ könntest du zukünftig so antworten:
- Das ist eine sehr unangemessene Aussage. Ich möchte nicht, dass Sie so mit mir sprechen.
- Wie genau ist das gemeint? Wollen Sie damit sagen, dass es mein Fehler ist, hier zu arbeiten?
- Lassen Sie uns doch über Lösungen sprechen, statt solche Vergleiche zu ziehen.
Du könntest dich auch an die Gruppe richten und fragen:
- Finden Sie alle diese Art der Kommunikation angebracht?

Falls nichts konstruktives oder gar wieder verbale Ausrutscher auf deine sachlichen Aussagen zurückkommen, dann sage einfach: „Schade, dass eine sachliche Diskussion nicht möglich ist, dann kann ich ja jetzt gehen.“


Dann besteht leider wenig Hoffnung, dass sich etwas ändert. Auf Dauer wirst du da nicht glücklich. Versuche lieber dich woanders zu bewerben. Habt ihr eine hohe Fluktuation? Aufgrund der Kommunikation zwischen den Kollegen würde mich das ja nicht wundern.


Woran könnte es liegen, dass er ihr Verhalten toleriert? Hast du eine Vermutung?

Du könntest natürlich auch mit dem Chef reden, aber die Frage ist auch hier, ob dies überhaupt etwas bringt. Wenn, dann würde ich ihm gegenüber eher allgemein bleiben und keine konkreten Namen nennen, weil dies als petzen ausgelegt werden könnte. Hier mal ein Beispiel, wie du die Situation gegenüber dem Chef ansprechen könntest:
„Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass die Kommunikation im Team in bestimmten Situationen sehr problematisch ist. Ich habe das Gefühl, dass sachliche Kritik oder offene Diskussionen nicht immer möglich sind, weil es schnell persönlich oder emotional wird.
Ich merke, dass so ein Kommunikationsstil das Arbeitsklima belastet. Ich habe das Gefühl, dass einige Kollegen sich deshalb gar nicht mehr trauen, offen Dinge anzusprechen.
Ich denke, dass es für das Team und die Zusammenarbeit wichtig wäre, dass auch kritische Themen besprechbar bleiben, ohne dass man Angst haben muss, verbal angegriffen oder abgewertet zu werden.
Gibt es aus Ihrer Sicht etwas, das wir als Team verbessern könnten, damit solche Situationen nicht mehr vorkommen?“
Danke! Das sind auch sehr hilfreiche Gedanken und Tipps. Es gibt eine hohe Fluktuation, was aber auch an den befristeten Verträgen liegt. Und die Tatsache, dass die Kommunikation toleriert wird, obwohl es viele, aber eben nicht alle stört (ich würde behaupten, die die das meiste Sagen haben, stört es nicht bzw finden es normal), führt auch zu keiner Änderung. Da heißt es nur, so ist es hier eben (ich sage mal üebrsetzt, akzeptiere, dass es hier so ist oder geh).
Mein Chef würde das nicht sagen, ist aber selbst konfliktscheu und auch auf die Kraft dieser Frau angewiesen, die ja auch in einigen Bereichen vieles bewirkt. Da wird das eben toleriert.
 
Dass du noch emotional geladen bist, ist total verständlich – du wurdest ja auch unfair behandelt. Vielleicht wäre es gut, dir vorher zu überlegen, was du in der Situation sagen möchtest, damit du nicht aus der Emotion heraus reagierst und hinterher etwas bereust. Vielleicht hilft es, dir eine klare Grenze zu setzen: Wo willst du dich äußern, wo hältst du dich bewusst raus? Du könntest dir z. B. einen Satz zurechtlegen, um sachlich zu bleiben, falls du merkst, dass du wütend wirst. Sowas wie: „Ich möchte hier sachlich über das Thema sprechen, bitte bleibt auch dabei.“ Oder du nimmst dir vor, im Zweifel erst einmal ruhig durchzuatmen, bevor du etwas sagst.

Bedenke: Menschen, die verbal angreifen oder provozieren, erwarten oft eine emotionale Reaktion. Wenn du ruhig und sachlich bleibst, nimmst du ihnen die Angriffsfläche und kannst sie sogar aus dem Konzept bringen.
Ich hoffe, ich schaffe das. Sie hat mich halt auch wirklich mit der Aussage auf mehreren Ebenen getroffen, auch getriggert. Das weiß ich auch. Ich hoffe, es passiert in der Form erstmal nicht nochmal, denn dann fällt es mir sehr schwer nicht emotional zu reagieren. Ich werde mir auf jeden Fall vornehmen, erstmal eine Pause zu machen, bevor ich antworte und durchzuatmen...am besten, ich sag wenig bis gar nichts erstmal, denke ich jetzt.
 
Das Problem scheint zu sein, dass sie rhetorisch in dem Moment stärker als du/ihr zu sein scheint, denn hier im Forum kannst du ja durchaus plausibel sagen, was dich stört z. B. dass du den Vergleich unpassend findest. Du hättest ja auch sagen können, dass sie bei Vergleichen doch bitte im beruflichen Kontext bleiben soll.

Ich frage mich auch, ob sie beim gewählten Beispiel etwas in dir getriggert hat. Das Beispiel mit der Gewalt in der Ehe war sicherlich hart gewählt. Ich hätte ihr wohl gesagt, dass ich damit nichts anfangen könnte, da ich Gewalt in der Partnerschaft weder kenne noch dulden würde.. und auch dann wieder darum gebeten hätte, im beruflichen Kontext zu bleiben.
Genau das hättest du ja sagen können. Zu hinterfragen, wie sie das meint oder eben auch, dass man Gefühle nicht wegargumentieren kann, sondern nach Lösungen suchen soll, dass sie gar nicht erst entstehen, denn sie sind ja zweifelsohne da.

Hast du das mal im 4-Augen-Gespräch mit der Supervsorin thematisiert? "Ich würde mir wünschen, dass Sie hier stärker eingreifen und dafür sorgen, dass die Interessen beider Parteien gewährleistet bleiben, dazu die Sachebene nicht verlassen wird." Sie ist ja auch nur ein Mensch und womöglich ihrer Aufgabe nicht gewachsen? Gibt es Alternativen zu ihr, die ihre Rolle besser ausfüllen? Einen dprachlosen Beisitzer braucht ihr nicht - das würde ich ihr auch zurückspielen. Was ist mit einem professionellen Mediator?

Vielleicht hättet ihr von Beginn an erst einmal Spielregeln vereinbaren sollen wie z. B. dass andersartige Meinungen und Gefühle grundsätzlich eine Daseinsberechtigung haben und ihnen mit Respekt zu begegnen ist. Damit wäre es ein Leichtes gewesen, STOP! zu sagen, wenn sie so abdriftet.

Tatsächlich glaube ich, dass vom Chef nicht viel Rückendeckung zu erwarten ist und dass ihr selber eine Lösung finden müsst. Gab es eine Nachbesprechung zwischen euch als Grupope, die ihr das Problem habt? Manchmal findet man auch auf diesem Weg eine Lösung bzw. Strategie für die nächste Runde.

Du musst dir überlegen, ob du den Kampf weiter kämpfen möchtest. Wenn ja kannst du auch versuchen, dir ein dickeres Fell zuzulegen und entschlossener Grenzen aufzuzeigen. "Das geht jetzt zu weit!" "Bitte lassen Sie uns bei der Sache bleiben." Oder auch "Wenn erwachsene Menschen regelmäßig so behandelt werden, dass ihnen die Tränen kommen, läuft etwas falsch. Lassen Sie uns bitte nach Lösungen überlegen, wie dies zukünftig anders laufen kann."

Habt ihr eigentlich einen Betriebsrat und könnt den mit ins Boot holen? Sie dürfte sich hüten in dessen Anwesenheit so ausfallend zu werden. So oder so müsst ihr euch für die nächste Runde besser wappnen. Indem ihr kampflos das Feld räumt, ändert ihr an den Missständen nichts.
Danke!! Ja, sie hat auf jeden Fall auch etwas in mir getriggert. Davon abgesehen, bin ich aber auch ein Mensch, der sich gerne für andere einsetzt. Ich finde so eine Äußerung auch frauenfeindlich. Sie ist in ihren Aussagen von den Machtstrukturen der Klinik beeinflusst. Das ist deutlich spürbar.

Danach gab es keine Besprechung mehr in der Gruppe. Ich habe mit einzelnen gesprochen, die mich einerseits bestärkt haben, andererseits gesagt haben, das hat die schon wieder vergessen, du hast keinerlei Bedeutung als Mensch für sie usw.

Der Betriebsrat wäre noch eine Möglichkeit. Ich weiß aber noch nicht, ob ich diesen Weg gehen möchte. Ich habe mich auch gefragt, ob ich nochmal mit der Supervisorin sprechen kann, aber ich weiß gar nicht, ob das möglich ist.

Oder ein Gespräch mit ihr und einer anderen Person...Zu der Frage, ob es Regeln bei der Supervision gibt-die gibt es nicht bzw. wurden nie benannt. Es ist wohl eine Art Gruppenanalyse. Ich weiß nicht, ob das dazu gehört, dass man die Dynamik so lässt wie sie ist-empfinde ich allerdings für unser Team als wenig bis gar nicht hilfreich-eher noch kontraproduktiv.

Ich werde über deine genannten Überlegungen nachdenken und fragen, was möglich ist. Vielen Dank!
 
Ich unterstreichen es von Blaumeise.

Es tut mir leid dass Du das erleben musstest. Ich arbeite auch im KH und habe dies in der Vergangenheit auch so erlebt. Meinem Alter und dass ich schon mal einen BO hatte, bin ich nun in der glücklichen Lage, dass ich mich in dem Kram nicht mehr einmische. Mein Fokus liegt auf der Patienten Versorgung und nicht in dem Kindergarten Spiel. Ich WILL damit nichts mehr zu tun haben.

Ich sehe, Du möchtest standhaft sein. Daran ist nichts verkehrt und deswegen finde ich Blaumeises Stil gut....mehr kannst du nix machen

In einer Besprechung wurde ich auch mal fix und foxy gemacht. Ich war damals noch empfindsamer bzw viel geweint. Ich habe mich 4 Wochen krank schreiben lassen. Danach zum Chef und ich habe gesagt: dass ich solch ein Verhalten vor versammelter Mannschaft nicht erdulde

Ab dem Moment waren alle plötzlich überfreundlich....

Ich kann Dir nur sagen, dass die ganze KH Politik zum verzweifeln ist und ich mich viel eingebracht habe um Strukturen zu ändern. Mein Fokus habe ich geändert und ich habe wundervolle Patienten, die mich wertschätzen. Das zählt für mich.

Ich verstehe die Welt sowieso teilweise nicht und deswegen " sollen die doch machen"......

Das sind meine 2 Cent dazu.

Ich wünsche Dir viel Glück und dass Du Deinen Weg findest. Aber wie gesagt, manchmal muss man sich eingestehen, dass es keine Änderungen gewünscht werden. Die eigene Kapitulation gegen Wände ist keine Niederlage, sondern ein unschätzbarer Gewinn

Kolya
Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen! Ich kann das so nachempfinden...auch dieser Wille etwas ändern zu wollen, vor allem die Strukturen und zu merken, wie machtlos man ist und dass der Fokus weiterhin auf den Patienten liegen sollte...ohne die Strukturen und diese steile Hierarchie wäre das ein schönes Arbeiten.
Wie schön, dass du deinen eigenen Weg gut gefunden hast nach dieser Scheißerfahrung! Und auch, dass das Gespräch mit dem Chef etwas bewirkt hat...Da fürchte ich momentan, dass das bei mir nicht viel bringt, dafür sind da die Abhängigkeiten untereinander zu stark-so ein Gefühl habe ich zumindest.
Danke!
 
Oder ein Gespräch mit ihr und einer anderen Person...Zu der Frage, ob es Regeln bei der Supervision gibt-die gibt es nicht bzw. wurden nie benannt. Es ist wohl eine Art Gruppenanalyse. Ich weiß nicht, ob das dazu gehört, dass man die Dynamik so lässt wie sie ist-empfinde ich allerdings für unser Team als wenig bis gar nicht hilfreich-eher noch kontraproduktiv.

Liebe @paula29,
Ich empfinde eine solche Art der Teamsupervision als katastrophal!
Es gehört zu den Kernaufgaben eines Supervisors, Aussagen zu klarifizieren, Gefühle zu validieren und in jedem Fall einzugreifen, wenn Situationen derartig aus dem Ruder laufen, wie von Dir beschrieben.
Ein Supervisor, der zulässt, dass ein Teammitglied so dermaßen angegangen wird, während alle anderen die Schnauze halten, ist ein Kack-Supervisor.
Das Mindeste wäre gewesen, die Dame zu unterbrechen und Dich zu fragen: "Wie geht es Ihnen mit dieser Aussage?" "Was denken die anderen, wenn sie so etwas hören?".
Aber das Ganze einfach laufen zu lassen und am Ende die Kohle abzugreifen ist aus meiner Sicht absolut unprofessionell.
Mal ehrlich: Was soll den bitte so eine Supervision bringen? Am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass niemand mehr offen reden möchte, weil er befürchten muss, angegriffen zu werden und dem Team schutzlos ausgeliefert zu sein. Also wird es so laufen, dass die 1, 2 Teamhyänen vor sich hinstänkern und alle anderen auf den Boden oder an die Decke schauen und schweigen und hoffen, dass der Minutenzeiger auf der Uhr bitte weiterkriecht und das Ganze bald vorbei ist.
Rausgeschmissenes Geld und nutzlos, für einige Kollegen wie Dich sogar schädlich.

Ich finde die Beiträge von @Blaumeise in diesem Thread sehr hilfreich.
An Deiner Stelle würde ich versuchen, sowohl dem Chef, als auch der Supervisorin rückzumelden, wie schlecht Du Dich in und nach der Supervision gefühlt hast. Einfach nur, um Dich zu entlasten. Dass die zwei Klatschköppe irgendetwas ändern, glaube ich nicht. Aber es dient vielleicht Deiner Psychohygiene.
Krankenhäuser sind Kack-Arbeitsplätze. Man kommt da rein voller guter Ideen und Motivation und wird zerrieben von erbärmlichen Arbeitsbedingungen und toxischen Mitarbeitern. Letztere stehen in der Nahrungskette naturgemäß über einem.
Wenn Du Dich wieder ein bisschen gefangen hast, würde ich Dir raten, in Ruhe darüber nachzudenken, ob Du langfristig bei diesem Arbeitgeber bleiben möchtest.

Alles Gute für Dich!
 
Liebe Paula,
ich würde dir eine Maßnahme nahelegen, die ein bisschen wie aus dem vorigen Jahrhundert wirkt...kauf dir ein Notizbuch und nimm es mit zu allen Arten von Teamsitzungen.
Wenn diese Frau verbal entgleist, schaust du sie nur an, schlägst das Buch auf und notierst dir Datum und die Formulierung .

Nicht erklären, nicht rechtfertigen, nur aufschreiben. Das ist ja wohl nicht verboten.
Wenn du gefragt wirst, was du damit vorhast: du willst dir lediglich Notizen machen.

Viele Jahre als Elternsprecher an den Schulen meiner Brut haben mich gelehrt, dass Menschen plötzlich sehr sorgsam ihre Worte wählen , wenn jemand mitschreibt.
Vor allem, wenn vollkommen unklar bleibt, wozu das gut ist.

Wenn du mutig genug dazu bist, gern auch nochmal mit bewusst freundlicher Rückfrage "Sie haben gerade XYZ gesagt, das habe ich so richtig verstanden, ja?"

Schau mal, was dann passiert. Das würde mich ehrlich interessieren, wie alle im Raum, die Supervisorin inklusive, darauf reagieren.

Wenn du auf die Angelegenheit hin noch dumm angeredet wirst nach dem Motto "Schreib ruhig auf, ist mir völlig egal" , nur lieb lächeln und nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Bei mir hat das wirklich immer funktioniert . Jeder, der mir gegenüber saß, war früher oder später verunsichert und erheblich pflegeleichter im Umgang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe @paula29,
Ich empfinde eine solche Art der Teamsupervision als katastrophal!
Es gehört zu den Kernaufgaben eines Supervisors, Aussagen zu klarifizieren, Gefühle zu validieren und in jedem Fall einzugreifen, wenn Situationen derartig aus dem Ruder laufen, wie von Dir beschrieben.
Ein Supervisor, der zulässt, dass ein Teammitglied so dermaßen angegangen wird, während alle anderen die Schnauze halten, ist ein Kack-Supervisor.
Das Mindeste wäre gewesen, die Dame zu unterbrechen und Dich zu fragen: "Wie geht es Ihnen mit dieser Aussage?" "Was denken die anderen, wenn sie so etwas hören?".
Aber das Ganze einfach laufen zu lassen und am Ende die Kohle abzugreifen ist aus meiner Sicht absolut unprofessionell.
Mal ehrlich: Was soll den bitte so eine Supervision bringen? Am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass niemand mehr offen reden möchte, weil er befürchten muss, angegriffen zu werden und dem Team schutzlos ausgeliefert zu sein. Also wird es so laufen, dass die 1, 2 Teamhyänen vor sich hinstänkern und alle anderen auf den Boden oder an die Decke schauen und schweigen und hoffen, dass der Minutenzeiger auf der Uhr bitte weiterkriecht und das Ganze bald vorbei ist.
Rausgeschmissenes Geld und nutzlos, für einige Kollegen wie Dich sogar schädlich.

Ich finde die Beiträge von @Blaumeise in diesem Thread sehr hilfreich.
An Deiner Stelle würde ich versuchen, sowohl dem Chef, als auch der Supervisorin rückzumelden, wie schlecht Du Dich in und nach der Supervision gefühlt hast. Einfach nur, um Dich zu entlasten. Dass die zwei Klatschköppe irgendetwas ändern, glaube ich nicht. Aber es dient vielleicht Deiner Psychohygiene.
Krankenhäuser sind Kack-Arbeitsplätze. Man kommt da rein voller guter Ideen und Motivation und wird zerrieben von erbärmlichen Arbeitsbedingungen und toxischen Mitarbeitern. Letztere stehen in der Nahrungskette naturgemäß über einem.
Wenn Du Dich wieder ein bisschen gefangen hast, würde ich Dir raten, in Ruhe darüber nachzudenken, ob Du langfristig bei diesem Arbeitgeber bleiben möchtest.

Alles Gute für Dich!
Vielen Dank! Heute ist der erste Tag, an dem ich mich gefasster fühle. Ich hatte schon eine Email an meinen Chef vorbereitet, diese aber wieder verworfen.
Ich werde erstmal einen Termin bei einer Frauenbeauftragten/Gleichstellungsbeauftragten bekommen und dann sehe ich weiter. Wenn das vor der Teamsitzung nicht klappt, versuche ich mir die dementsprechenden Sätze sachlich vorzubereiten...
Insgesamt ist es für mich aber auch eine Überlegung zu gehen. Danke für die mutmachenden Worte!
 
Liebe Paula,
ich würde dir eine Maßnahme nahelegen, die ein bisschen wie aus dem vorigen Jahrhundert wirkt...kauf dir ein Notizbuch und nimm es mit zu allen Arten von Teamsitzungen.
Wenn diese Frau verbal entgleist, schaust du sie nur an, schlägst das Buch auf und notierst dir Datum und die Formulierung .

Nicht erklären, nicht rechtfertigen, nur aufschreiben. Das ist ja wohl nicht verboten.
Wenn du gefragt wirst, was du damit vorhast: du willst dir lediglich Notizen machen.

Viele Jahre als Elternsprecher an den Schulen meiner Brut haben mich gelehrt, dass Menschen plötzlich sehr sorgsam ihre Worte wählen , wenn jemand mitschreibt.
Vor allem, wenn vollkommen unklar bleibt, wozu das gut ist.

Wenn du mutig genug dazu bist, gern auch nochmal mit bewusst freundlicher Rückfrage "Sie haben gerade XYZ gesagt, das habe ich so richtig verstanden, ja?"

Schau mal, was dann passiert. Das würde mich ehrlich interessieren, wie alle im Raum, die Supervisorin inklusive, darauf reagieren.

Wenn du auf die Angelegenheit hin noch dumm angeredet wirst nach dem Motto "Schreib ruhig auf, ist mir völlig egal" , nur lieb lächeln und nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Bei mir hat das wirklich immer funktioniert . Jeder, der mir gegenüber saß, war früher oder später verunsichert und erheblich pflegeleichter im Umgang.
Ganz lieben Dank! Das ist auch nochmal ein sehr guter Hinweis. Das werde ich bei der Teamsitzung ausprobieren und das kann mir ja wirklich niemand verbieten. Außerdem ist es dann für mich protokolliert. Das kann wirklich helfen.
Mir fällt das im Nachhinein schwer mich an alles zu erinnern, insbesondere, wenn es mich emotional aufwühlt.
Danke dir!
 

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