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Toxische Kommunikation in der Supervision

So ganz schlau werde ich nicht aus deiner Schilderung. Kannst du nochmal konkret schildern, was vorgefallen ist? Was meinst du mit „persönlich angegriffen“? Hat sie dich beleidigt? Hat sie dich vorgeführt?

Wie wäre es mal mit einem persönlichen Gespräch mit ihr? Ohne andere Kollegen.

Und der Teambesprechung fernzubleiben ist auch keine Lösung. Egal was gesagt wird: Bleibe sachlich und ruhig. Auch wenn es schwer fällt.
Ich habe über befristete Verträge, die Personalabteilung, die Kommunikation und den Umgang mit meiner Berfusgruppe gesprochen. Erwidert wurde von dieser Frau, dass es ja so schrecklich sein muss wie in einer Ehe mit Gewalt und ich schaffe es nicht mich zu befreien.
Sie hat immer wieder solche verbalen Entgleisungen. Das ganze Team weiß es. Gemacht wird nichts. Der Chef toleriert es. Sie hat die Hosen an.
 
Ich merke, dass ich nicht weglaufen will, mich dem stellen möchte, aber ich weiß, es wird für sie keine Konsequenz geben. Sie kann immer so weiter machen. Ich habe Sorge, dass ich an dem Teamtag was sage, was ich bereue, also selbst voll unsachlich werde. Das will ich nicht. Ich bin aber noch voll emotional geladen.
 
Du schaffst das. Bereite dir etwas vor, was du sagen kannst zB: Ich hätte gerne noch eine sachliche Reaktion von jemand anderem… oder: das beantwortet nicht mein Anliegen… etwas in die Richtung, denn du hast dein Problem ja zur Diskussion für alle gestellt und nicht nur für diese eine Kollegin.
 
Ich habe über befristete Verträge, die Personalabteilung, die Kommunikation und den Umgang mit meiner Berfusgruppe gesprochen. Erwidert wurde von dieser Frau, dass es ja so schrecklich sein muss wie in einer Ehe mit Gewalt und ich schaffe es nicht mich zu befreien.
Sie hat immer wieder solche verbalen Entgleisungen. Das ganze Team weiß es. Gemacht wird nichts. Der Chef toleriert es. Sie hat die Hosen an.
Okay, danke für deine Antwort. Jetzt verstehe ich die Situation etwas besser.

Auf solche Aussagen „Erwidert wurde von dieser Frau, dass es ja so schrecklich sein muss wie in einer Ehe mit Gewalt und ich schaffe es nicht mich zu befreien.“ könntest du zukünftig so antworten:
- Das ist eine sehr unangemessene Aussage. Ich möchte nicht, dass Sie so mit mir sprechen.
- Wie genau ist das gemeint? Wollen Sie damit sagen, dass es mein Fehler ist, hier zu arbeiten?
- Lassen Sie uns doch über Lösungen sprechen, statt solche Vergleiche zu ziehen.
Du könntest dich auch an die Gruppe richten und fragen:
- Finden Sie alle diese Art der Kommunikation angebracht?

Falls nichts konstruktives oder gar wieder verbale Ausrutscher auf deine sachlichen Aussagen zurückkommen, dann sage einfach: „Schade, dass eine sachliche Diskussion nicht möglich ist, dann kann ich ja jetzt gehen.“

Sie hat immer wieder solche verbalen Entgleisungen. Das ganze Team weiß es. Gemacht wird nichts.
Dann besteht leider wenig Hoffnung, dass sich etwas ändert. Auf Dauer wirst du da nicht glücklich. Versuche lieber dich woanders zu bewerben. Habt ihr eine hohe Fluktuation? Aufgrund der Kommunikation zwischen den Kollegen würde mich das ja nicht wundern.

Der Chef toleriert es. Sie hat die Hosen an.
Woran könnte es liegen, dass er ihr Verhalten toleriert? Hast du eine Vermutung?

Du könntest natürlich auch mit dem Chef reden, aber die Frage ist auch hier, ob dies überhaupt etwas bringt. Wenn, dann würde ich ihm gegenüber eher allgemein bleiben und keine konkreten Namen nennen, weil dies als petzen ausgelegt werden könnte. Hier mal ein Beispiel, wie du die Situation gegenüber dem Chef ansprechen könntest:
„Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass die Kommunikation im Team in bestimmten Situationen sehr problematisch ist. Ich habe das Gefühl, dass sachliche Kritik oder offene Diskussionen nicht immer möglich sind, weil es schnell persönlich oder emotional wird.
Ich merke, dass so ein Kommunikationsstil das Arbeitsklima belastet. Ich habe das Gefühl, dass einige Kollegen sich deshalb gar nicht mehr trauen, offen Dinge anzusprechen.
Ich denke, dass es für das Team und die Zusammenarbeit wichtig wäre, dass auch kritische Themen besprechbar bleiben, ohne dass man Angst haben muss, verbal angegriffen oder abgewertet zu werden.
Gibt es aus Ihrer Sicht etwas, das wir als Team verbessern könnten, damit solche Situationen nicht mehr vorkommen?“
 
Ich merke, dass ich nicht weglaufen will, mich dem stellen möchte, aber ich weiß, es wird für sie keine Konsequenz geben. Sie kann immer so weiter machen. Ich habe Sorge, dass ich an dem Teamtag was sage, was ich bereue, also selbst voll unsachlich werde. Das will ich nicht. Ich bin aber noch voll emotional geladen.
Dass du noch emotional geladen bist, ist total verständlich – du wurdest ja auch unfair behandelt. Vielleicht wäre es gut, dir vorher zu überlegen, was du in der Situation sagen möchtest, damit du nicht aus der Emotion heraus reagierst und hinterher etwas bereust. Vielleicht hilft es, dir eine klare Grenze zu setzen: Wo willst du dich äußern, wo hältst du dich bewusst raus? Du könntest dir z. B. einen Satz zurechtlegen, um sachlich zu bleiben, falls du merkst, dass du wütend wirst. Sowas wie: „Ich möchte hier sachlich über das Thema sprechen, bitte bleibt auch dabei.“ Oder du nimmst dir vor, im Zweifel erst einmal ruhig durchzuatmen, bevor du etwas sagst.

Bedenke: Menschen, die verbal angreifen oder provozieren, erwarten oft eine emotionale Reaktion. Wenn du ruhig und sachlich bleibst, nimmst du ihnen die Angriffsfläche und kannst sie sogar aus dem Konzept bringen.
 
Es ging generell darum, was ich an der Personalabteilung kritisiere und den Umgang mit Mitarbeitenden und u.a. um befristete Verträge. Ich möchte nicht im Detail darauf eingehen, weil ich ja meinen AG nicht nennen möchte. Als Antwort kam dann in einem aggressiven Tonfall, dass es ja so schrecklich alles sein muss, dass sie es nicht verstehe. Wie das sein könne. Es müsste ja so sein, als ob man in einer gewalttätigen Ehe sei und es nicht schafft sich zu befreien.
Das hatte inhaltlich absolut nichts mit dem zu tun, was ich sagte. Insbesondere habe ich ja auch sachlich Kritik geäußert. Die Art, wie sie es gesagt hat und was sie gesagt hat, ging mir zu weit. Die Supervisorin sagte nichts. Es ging dann direkt mit anderen Themen weiter.

Es kommt eventuell auch darauf an, wie du Kritik anbringst und formulierst. Was für dich sachlich war, war für die anderen vielleicht unverschämt.
 
Das Problem scheint zu sein, dass sie rhetorisch in dem Moment stärker als du/ihr zu sein scheint, denn hier im Forum kannst du ja durchaus plausibel sagen, was dich stört z. B. dass du den Vergleich unpassend findest. Du hättest ja auch sagen können, dass sie bei Vergleichen doch bitte im beruflichen Kontext bleiben soll.

Ich frage mich auch, ob sie beim gewählten Beispiel etwas in dir getriggert hat. Das Beispiel mit der Gewalt in der Ehe war sicherlich hart gewählt. Ich hätte ihr wohl gesagt, dass ich damit nichts anfangen könnte, da ich Gewalt in der Partnerschaft weder kenne noch dulden würde.. und auch dann wieder darum gebeten hätte, im beruflichen Kontext zu bleiben.
Die Art, wie sie es gesagt hat und was sie gesagt hat, ging mir zu weit.
Genau das hättest du ja sagen können. Zu hinterfragen, wie sie das meint oder eben auch, dass man Gefühle nicht wegargumentieren kann, sondern nach Lösungen suchen soll, dass sie gar nicht erst entstehen, denn sie sind ja zweifelsohne da.
Die Supervisorin sagte nichts. Es ging dann direkt mit anderen Themen weiter.
Hast du das mal im 4-Augen-Gespräch mit der Supervsorin thematisiert? "Ich würde mir wünschen, dass Sie hier stärker eingreifen und dafür sorgen, dass die Interessen beider Parteien gewährleistet bleiben, dazu die Sachebene nicht verlassen wird." Sie ist ja auch nur ein Mensch und womöglich ihrer Aufgabe nicht gewachsen? Gibt es Alternativen zu ihr, die ihre Rolle besser ausfüllen? Einen sprachlosen Beisitzer braucht ihr nicht - das würde ich ihr auch zurückspielen. Was ist mit einem professionellen Mediator?

Vielleicht hättet ihr von Beginn an erst einmal Spielregeln vereinbaren sollen wie z. B. dass andersartige Meinungen und Gefühle grundsätzlich eine Daseinsberechtigung haben und ihnen mit Respekt zu begegnen ist. Damit wäre es ein Leichtes gewesen, STOP! zu sagen, wenn sie so abdriftet.

Tatsächlich glaube ich, dass vom Chef nicht viel Rückendeckung zu erwarten ist und dass ihr selber eine Lösung finden müsst. Gab es eine Nachbesprechung zwischen euch als Grupope, die ihr das Problem habt? Manchmal findet man auch auf diesem Weg eine Lösung bzw. Strategie für die nächste Runde.

Du musst dir überlegen, ob du den Kampf weiter kämpfen möchtest. Wenn ja kannst du auch versuchen, dir ein dickeres Fell zuzulegen und entschlossener Grenzen aufzuzeigen. "Das geht jetzt zu weit!" "Bitte lassen Sie uns bei der Sache bleiben." Oder auch "Wenn erwachsene Menschen regelmäßig so behandelt werden, dass ihnen die Tränen kommen, läuft etwas falsch. Lassen Sie uns bitte nach Lösungen überlegen, wie dies zukünftig anders laufen kann."

Habt ihr eigentlich einen Betriebsrat und könnt den mit ins Boot holen? Sie dürfte sich hüten in dessen Anwesenheit so ausfallend zu werden. So oder so müsst ihr euch für die nächste Runde besser wappnen. Indem ihr kampflos das Feld räumt, ändert ihr an den Missständen nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf solche Aussagen „Erwidert wurde von dieser Frau, dass es ja so schrecklich sein muss wie in einer Ehe mit Gewalt und ich schaffe es nicht mich zu befreien.“ könntest du zukünftig so antworten:
- Das ist eine sehr unangemessene Aussage. Ich möchte nicht, dass Sie so mit mir sprechen.
- Wie genau ist das gemeint? Wollen Sie damit sagen, dass es mein Fehler ist, hier zu arbeiten?
- Lassen Sie uns doch über Lösungen sprechen, statt solche Vergleiche zu ziehen.
Du könntest dich auch an die Gruppe richten und fragen:
- Finden Sie alle diese Art der Kommunikation angebracht?
Ich unterstreichen es von Blaumeise.

Es tut mir leid dass Du das erleben musstest. Ich arbeite auch im KH und habe dies in der Vergangenheit auch so erlebt. Meinem Alter und dass ich schon mal einen BO hatte, bin ich nun in der glücklichen Lage, dass ich mich in dem Kram nicht mehr einmische. Mein Fokus liegt auf der Patienten Versorgung und nicht in dem Kindergarten Spiel. Ich WILL damit nichts mehr zu tun haben.

Ich sehe, Du möchtest standhaft sein. Daran ist nichts verkehrt und deswegen finde ich Blaumeises Stil gut....mehr kannst du nix machen

In einer Besprechung wurde ich auch mal fix und foxy gemacht. Ich war damals noch empfindsamer bzw viel geweint. Ich habe mich 4 Wochen krank schreiben lassen. Danach zum Chef und ich habe gesagt: dass ich solch ein Verhalten vor versammelter Mannschaft nicht erdulde

Ab dem Moment waren alle plötzlich überfreundlich....

Ich kann Dir nur sagen, dass die ganze KH Politik zum verzweifeln ist und ich mich viel eingebracht habe um Strukturen zu ändern. Mein Fokus habe ich geändert und ich habe wundervolle Patienten, die mich wertschätzen. Das zählt für mich.

Ich verstehe die Welt sowieso teilweise nicht und deswegen " sollen die doch machen"......

Das sind meine 2 Cent dazu.

Ich wünsche Dir viel Glück und dass Du Deinen Weg findest. Aber wie gesagt, manchmal muss man sich eingestehen, dass es keine Änderungen gewünscht werden. Die eigene Kapitulation gegen Wände ist keine Niederlage, sondern ein unschätzbarer Gewinn

Kolya
 
dass sie rhetorisch in dem Moment stärker als du/ihr zu sein scheint, denn hier kannst du ja durchaus sagen, was dich stört z. B. dass du den Vergleich unpassend findest. Du hättest ja auch sagen können, dass sie bei Vergleichen doch bitte im beruflichen Kontext bleiben soll.
Was heisst denn "rhetorisch stärker?"

Entweder will man mich verstehen, weil Probleme zu lösen sind oder man eignet sich rhetorische Raffinessen an, um gut bezahlt zu werden als Super-weiss-derGeier-was" und Probleme abschmettert, aus was für Gründe auch immer....Bequemlichkeit, Macht, Bezahlung....was hat die überhaupt für einen Auftrag....

Paula spricht ein verständliches Deutsch, antwortet auf Rückfragen, hier im Forum zumindest, freundlich....warum soll sie rhorisch stärker werden? Um sich zu wehren? Da wird eine Supervisor Frau eingestellt, die niederschmettert statt ihren Job zu machen....da hat Paula jetzt mit der SuperFrau ein weiteres Problem. Ist das was als Ergebnis gewünscht ist? Stärker um zu zeigen, das man die Stärkere ist? Die Fronten werden ja noch mehr verstärkt

Wahrscheinlich wurde sie genau von den freundlichen Personaler eingestellt....

Aber wie gesagt, ich bin im Paralleluniversum gelandet....ich bin stärker, du bist stärker, das Problem überfordert uns, nein nicht zugeben, ich bin stärker....

Kolya
 
Zuletzt bearbeitet:
Was heisst denn "rhetorisch stärker?"
Rhetorisch stärker heißt, dass sich die TE am Ende des Meetings sehr ungut fühlte, die Personalerin hingegen mal wieder "eine Schlacht mehr gewonnen" hatte.
Entweder will man mich verstehen, weil Probleme zu lösen sind oder man eignet sich rhetorische Raffinessen an, um gut bezahlt zu werden als Super-weiss-derGeier-was" und Probleme abschmettert, aus was für Gründe auch immer....Bequemlichkeit, Macht, Bezahlung....was hat die überhaupt für einen Auftrag....
Ob das rhetorische "Raffinessen" sind möchte ich mal dahin gestellt sein lassen bzw. wohl eher nicht oder maximal im destruktiven Sinn. Sie nutzt ja ihre Rhetorik, um Leute mundtot oder zumindest nieder zu machen. Tatsache ist aber, dass sie in Auseinandersetzungen so stark ist, dass die anderen unterliegen. Damit ist keine konstruktive Konfliktlösung möglich, sondern lediglich eine, die in ihrem eigenen Sinn ist. Und offenbar wird das von der Leitungsebene gedeckt, sonst würde man sie mal entsprechend zurechtweisen, dass es so nicht geht.
Paula spricht ein verständliches Deutsch, antwortet auf Rückfragen, hier im Forum zumindest, freundlich....warum soll sie rhorisch stärker werden? Um sich zu wehren? Da wird eine Supervisor Frau eingestellt, die niederschmettert statt ihren Job zu machen....da hat Paula jetzt mit der SuperFrau ein weiteres Problem. Ist das was als Ergebnis gewünscht ist? Stärker um zu zeigen, das man die Stärkere ist? Die Fronten werden ja noch mehr verstärkt
Ich schrieb doch gar nichts davon, dass Paulas Rhetorik schlecht ist. Der von mir genutzte Begriff der "Stärke" war nicht positiv besetzt; setze ihn von mir aus gerne gleich mit schlagkräftigerer Rhetorik, aber bitte nicht mit einer Wertung im Sinne von besser. Hast du schon mal von Schwarzer Rhetorik gehört? Die scheint die Personalerin zu beherrschen, denn sonst würden ihre Gesprächspartner nicht so verstört und ungesund reagieren. Womöglich ist auch genau diese Kenntnis darüber ein Schlüssel, wie es zukünftig besser laufen könnte. Der verlinkte Artikel gibt da den einen oder anderen Tipp, der dir @paula29 sicherlich helfen könnte. 😉
 
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