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Total verkorkster Lebenslauf

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G

Gast

Gast
Liebe Community,

ich bin ziemlich verzweifelt und benötige dringend euren Rat.
Ich fühle mich beruflich ziemlich in der Sackgasse und habe das Gefühl, ich kann meinen Lebenslauf gar nicht mehr retten.

Kurz im Schnelldurchlauf meine Situation:
In der Schule war ich immer sehr erfolgreich und habe mein Abi sehr gut abgeschlossen. Da ich in vielen Fächern sehr gut war, tat ich mich absolut nicht leicht, einen beruflichen Schwerpunkt zu finden. Mir hat Mathe Spaß gemacht (logisches Denken, Rechnen, Ergebnisse erhalten), Deutsch (argumentieren, präsentieren, Texte verfassen, Schülerzeitung), Geschichte, Erdkunde. Sprachen fand ich schön, ich war mir aber immer zu unsicher, um da wirklich das Gefühl zu haben, das liegt mir. Ich fand es immer peinlich, dort Fehler zu machen, z.B. was die Aussprache anbelangt. Hängt vielleicht auch etwas damit zusammen, dass ich bis zur 9. Klasse keine gute Klassengemeinschaft hatte. Die meisten haben mir gute Noten nicht gegönnt, ich hatte immer Angst in die Schule zu gehen. Ab der 9. (da habe ich mich für eine dritte Fremdsprache entschieden) hatte ich einen Traum-Klassenverbund. Ich bin wahnsinnig gerne in die Schule gegangen. Ich war schon fast misstrauisch, weil ich mich gewundert habe, warum alle so nett waren, das kannte ich zuvor gar nicht.

Nach der Schule wusste ich nicht, was ich beruflich machen soll. Ich bin bei uns in der Familie die erste, die überlegt hat, ein Studium zu absolvieren. Ich hatte irgendwie auch Angst vor den großen Unis, weil ich niemanden kannte, der dort studiert hat. Ich konnte mir folgende Dinge vorstellen:
1. ein duales Studium (wegen der Sicherheit, reiner Vernunftgedanke, zudem hoffte ich, dort z.B. BWL zu machen, ggf. meine Stärken in Mathe einbringen zu können, ich bin aber auch ein Angsthase)
2. Risiko und auf Journalismus setzen (habe ich schon in der Schülerzeitung und in Kurzpraktika mega-spannend gefunden, aber extrem riskant und was, wenn man mal eine Familie gründen will?)
3. Lehramt (Geschichte, Deutsch, Politik, könnte ggf. auch noch zum Journalismus führen)

Entschieden habe ich mich aus Vernunft für ein duales Studium beim Bundesland zum gehobenen Dienst in der Kommunal- bzw. Landesverwaltung. Das vorgeschaltete Pflichtpraktikum bei einer Stadt war grausam. Die Leute dort wussten zum Teil nicht, dass ihnen eine Praktikantin zugewiesen wurde, mir wurde nichts erklärt. Ich fand es schlimm. Ich dachte aber, das halbe Jahr ziehst du durch und danach muss du dort nie wieder hin. Das Studium selbst danach war ok. Die anderen Praktika habe ich in anderen Städten/Gemeinden gemacht, die waren sehr schön. Allerdings habe ich da Schwerpunkte gesetzt, die auch zu meinen Interessen passen (Pressestelle, Stadtmarketing, Finanzen, Führungsunterstützung Bürgermeister, Personal und Organisation). Nach dem Studium habe ich eine Stelle gesucht und nicht gleich eine gefunden.

Dann wurde mir eine Stelle als Pressesprecherin (befristet, 1 Jahr) angeboten. Das habe ich gemacht und es hat mir sehr gut gefallen. Problem dabei war, dass kaum eine Aussicht auf Verlängerung der Stelle gab, da diese über Fördermittel finanziert wurde, die in Kürze wegfallen sollten. Außerdem war die Stelle hinsichtlich der Entfernung zu meiner Wohnung nicht sehr ideal (was ich aber ohne Murren in Kauf genommen habe und auch weiterhin hätte, wäre sie sicherer gewesen).
Ich habe daher nach ca. einem halben Jahr die Augen offen gehalten für Neues.

Nach ca. 8 Monaten bin ich dann gewechselt - zu einer kleinen Gemeinde in die Finanzverwaltung als stv. Amtleiterin.
Ich habe immer der Pressearbeit nachgetrauert. Im Nachhinein war das unfair. Die Stelle in der Finanzverwaltung war sehr gut, ich habe meine Arbeit dort sehr gut gemacht, es lag mir eigentlich, das haben auch alle anderen rückgemeldet. Ich habe der Stelle aber vermutlich einfach gedanklich keine Chance gelassen. Auch das Miteinander dort war echt klasse und harmonisch.

Nach 1 1/2 Jahren bin ich daher gewechselt. Als stv. Amtsleiterin einer anderen kleinen Gemeinde habe ich dann im Hauptamt angefangen zu arbeiten - mit den Schwerpunkten: Personal, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit. Inhaltlich interessant, wobei ich schnell die m.E. anspruchsvolleren Aufgaben aus der Finanzverwaltung vermisst habe. Es war aber was, wo ich meine Stärken in der Öffentlichkeitsarbeit ausleben konnte.
Nur war die Stimmung dort absolut grausam. Ich hatte 3-4 Kollegen, die echt nett waren, ansonsten gab es nur Intrigen. Ich hatte jeden Morgen Angst ins Büro zu fahren. Die Stimmung dort war komplett verkorkst, das haben mehrere so empfunden, mehrere haben darauf hin auch den Absprung geschafft. Ich bin nach einem Jahr wieder gegangen, allerdings war es auch etwas eine Flucht. - Ich bin jetzt auch nicht auf meiner Traumstelle und würde am liebsten nach 1-1 1/2 Jahren wieder wo hin, wo es mir wirklich gefällt (Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Personal - eins von den drei Themen).

Mein Problem jetzt:

- Ich habe unglaublich Angst vor einem weiteren Wechsel - egal wann. Denn was, wenn es dann schon wieder nicht passt?

- Alle anderen, die gleichzeitig mit dem Studium fertig waren, haben mich mittlerweile "überholt" - das nagt an mir. Ich war doch immer sehr gut, jetzt habe ich durch blöde Entscheidungen, die ich im Nachhinein nicht mehr so treffen würde, mir meinen ganzen Lebenslauf verbaut.

- Mein Lebenslauf ist total verkorkst. Wer stellt mich noch ein? Ich bin doch ein totaler Jobhopper und werde sicher nur noch auf den Stellen genommen, bei denen es keine Konkurrenz gibt und deshalb meist auch in der Branche schon als "Schlecht" verschrien sind (oft aus gutem Grund). Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dann wäre ich im Finanzbereich geblieben. Das war eigentlich im Nachhinein betrachtet auch das schönste Praktikum während des Studiums.

- Nach der letzten Stelle, bei der die Stimmung so schlecht war, ist mein Selbstvertrauen total im Keller. Früher dachte ich, dass ich irgendwann mal eine Führungsposition inne habe. Jetzt traue ich es mir nicht mehr zu, das regt mich sehr auf. Denn ich will eigentlich nicht nur auf stv.-Stellen sein. Durch das Gewechsel werde ich da aber eher nicht davon wegkommen.

- Wie lange muss man auf einer Stelle bleiben, ohne dass im Lebenslauf komisch kommt?

- Wie komme ich wieder z.B. in den Finanzbereich - ich bin jetzt schon 2 Jahre aus dem Fachbereich draußen und dort gibt es in den Kommunen gerade sehr große fachliche Anpassungen. Die einzigen Verbindungen, die ich hierzu noch habe, sind eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit in BWL und zwei Schulungen die ich berufsbegleitend belegt habe (Kurzschulungen von insg. 4 Tagen). Ich hätte dort nie weg sollen. Mittlerweile würden vermutlich sogar direkte Studienabgänger eher eingestellt werden als ich.

- Ich bin jetzt 28 Jahre alt. - Irgendwann will ich vielleicht auch mal Kinder. Wie soll ich da nochmal einen Jobwechsel und eine längere Tätigkeit auf dieser Stelle noch unterbringen?

- Ich bin Beamtin - das heißt, wenn ich alles hinwerfe und z.B. die Chance nutzen würde, um nochmal ein Studium dranzuhängen, müsste ich meinen Status aufgeben und - wenn ich danach wieder als Beamtin anfangen würde, wieder bei der Eingangsbesoldung anfangen... Das will ich eigentlich auch nicht.

- Wie begründe ich die Wechsel in Gesprächen?

Was auch schlimm ist. - Ich schäme mich so sehr für meinen Lebenslauf. Ich schäme mich für mein bisheriges Unvermögen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich fühle mich, als hätte ich so viel Zeit vergeudet.
Ich habe schon bei einer Therapeutin verschiedene Gespräche gehabt (Berufsberaterin), habe dann aber eher über praktische Dinge (z.B. wie traue ich mich nach den schlechten Erfahrungen im letzten Job wieder, Probleme im neuen Job anzusprechen usw.) redet und kaum über die oben genannten Probleme.
Ich erkenne mich halt selbst nicht wieder. Nach dem Abi, nach der ersten und zweiten Berufsstation, da war ich so selbstbewusst. Jetzt fühle ich mich wie ein Wrack. Dabei habe ich eigentlich immer viel geleistet, sehr viele Projekte erfolgreich abgeschlossen, aber was hilft mir das jetzt? Vielleicht habe ich manchmal auch einfach zuviel gewollt und zu schnell.
Es ist auch alles sehr viel gerade - die Job-Probleme (schon wieder das Gefühl, falsch zu sein), meine Beziehung läuft derzeit nicht ideal, ein Umzug steht an, meine Lehrtätigkeit im BWL (die ich aber nicht aufgeben will, weil ich keine Verbindung zum Finanzbereich kappen will)...

Jetzt ist es doch sehr lange geworden...
Könnt ihr mir Tipps geben?

Ich danke euch von Herzen vorab.

Eure verzweifelte
Themenerstellerin
 
ich wundere mich immer, das die Leute lieber auf das Geld als auf ihr Glück achten, was ist dir denn wichtiger ?
 
Hallo Teman,

für mich ist Glück wichtiger als Geld. Was für mich aber auch wichtig ist - da bin ich zu sehr "Angsthase" - ist eine gewisse Sicherheit. Ich müsste jetzt nicht zwingend Beamtin sein oder im öffentlichen Dienst arbeiten, aber ich könnte jetzt auch nicht freier Redakteur oder ähnliches sein.

Ich denke, dass ich im Bereich Finanzen (da könnte ich meine Genauigkeit voll ausleben) oder im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (da könnte ich meine Liebe zum Schreiben einsetzen) oder im Bereich Personal/Ausbildung (meine Nebentätigkeit als Lehrbeauftragte macht mir sehr viel Spaß) gut aufgehoben wäre.

Ansonsten ist mir noch ein gutes Miteinander wichtig. Ich mache auch gerne mal gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen Mittagspause. Ich möchte, dass die anderen wissen, dass sie sich auf mich verlassen können. Wenn ich eine Aufgabe übernehme, klemme ich mich auch richtig dahinter, auch weil ich weiß, dass da auch noch mehr Leute "dran hängen".

Nur ist halt die Frage, wie ich mit meinem Hin-und-Her die Leute, die mich einstellen müssen, überhaupt noch überzeugen kann...

Was sicherlich stimmt: Nach der Schule habe ich viel zu wenig darauf geachtet, was wirklich wichtig ist.
Nach meiner letzten Erfahrung bei der Stelle, in der es nur Intrigen gab:
Intrigen und Mobbing belastet mich - vielleicht weil ich es aus der Schulzeit kenne - vielleicht nochmal mehr als andere. Es gab Leute, die da auch darunter litten - aber die konnten es eher wegstecken und haben es nicht so persönlich genommen, während ich mein komplettes Selbstbewusstsein damit verloren habe.
Ich versuche, trotzdem was Gutes in dieser Zeit auf dieser Stelle zu sehen. Ich habe dort auch sehr nette Kollegen kennengelernt, mit denen ich heute noch befreundet bin und auf die ich mich verlassen kann.

Hohes Arbeitsaufkommen macht mir eher wenig aus. Das kann schon mal stressen, so was stecke ich aber eher weg.

Viele Grüße
 
Da du viele Bereich kennegelernt hast, kann dir im VG die Frage gestellt werden, wieso du wieder etwas Neues machen willst.

Mein Lebenslauf ist auch keine gerade Linie. Ich habe zwar keine Lücken jedoch habe ich Mediengestaltung, naturwissenschaftliches Studium und eine kaufmännische Ausbildung. Ich muss mich jedes Mal über die unterschiedlichen Bereich rechtfertigen... Ehrlichkeit hat mir persönlich nichts gebracht.

Wie wäre es denn mit einem berufsbegleitendem Studium? Da du ja Beamtin bist, ist ein Studium finanzierbar. Nachdem Studium hast du bessere Chancen bei deinem jetzigen Arbeitgeber in den Finanzbereich o.ä. zu kommen.

Ich habe mich kürzlich an der FOM für ein berufsbegleitende Studium eingeschrieben. Laut vielen Berichten und Kontaktpersonen ist ein Studium an der FOM anerkannt. Große Konzerne wie Bayer, Evonik, Thyssenkrupp schicken ihre Leute dort hin. Mit knapp 13.000 für 7 Semester ist das Studium nicht günstig aber die Hauptsache, dass man einen Schein vorweisen kann.
 
Ehrlich, das ist doch jammern auf hohem Niveau. Was ist denn bitte an deinem Lebenslauf verkorkst? Ich dachte erst, hier würde jemand schreiben, der lange arbeitslos und/ oder krank war und/ oder wenig Berufserfahrung sammeln konnte o.ä. DAS verstehe ich unter einem total verkorksten Lebenslauf.

Deine Jobwechsel lassen sich doch dazu noch ziemlich gut und nachvollziehbar erklären. Der erste Job war befristet. Da ist es doch logisch, dass man sich was neues sucht. Ich hatte auch schon zwei befristete Stellen im ÖD. In Vorstellungsgesprächen sagte ich dann eben, dass nach der ersten Stelle ein Einstellungsstop bestand, so, dass keine Weiterbeschäftigung möglich war. Die zweite befristete Stelle war Projektgebunden und daher befristet. Du könntest sagen, dass deine Stelle mit Fördermitteln finanziert wurde, welche dann eingestellt wurden und du zwangsläufig etwas neues suchen musstest.
Gut, bei deiner zweiten Stelle war es wohl einfach eine Fehlentscheidung, dass du gewechselt bist. Kann passieren. Dass du dann anschließend einen Job ergattert hast, wo das Betriebsklima nicht so dolle war, war wohl einfach Pech. Erkläre einfach in einem Vorstellungsgespräch, dass dir ein gutes Betriebsklima sehr wichtig ist und da das bei deiner dritten Stelle nicht gegeben war, bist du eben gegangen.

Die Stelle, die du jetzt hast, ist auch nicht deine Traumstelle, aber hier solltest du wirklich genau überlegen, ob ein Wechsel zur jetzigen Zeit klug ist. Ich würde dir raten mind. noch 3-5 Jahre durchzuhalten und erst dann zu wechseln. Dann lässt sich ein Wechsel auch besser erklären, z.B. dass du eine neue Herausforderung suchst o.ä. Wenn du hingegen in naher Zukunft wechseln willst, könnte dir das dann wirklich als Jobhopping ausgelegt werden.

Das Gute bei dir ist immerhin, dass du der Branche (öffentliche Verwaltung) treu geblieben bist. Was anderes wäre es, wenn du mehrmals die Branche gewechselt hättest. Das künftigen Arbeitgebern zu erklären wird tatsächlich schwierig.
Weiter hast du auch immer recht schnell einen neuen Job gefunden, wenn du danach gesucht hast. Daher sehe ich für dich in Zukunft auch weniger das Problem etwas neues zu finden, falls du noch einmal wechselst.
 
Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für eure Antworten. Ein berufsbegleitendes Studium habe ich mir auch schon überlegt. Allerdings gibt es für uns Verwaltungsleute nur einen Master in Public Management, der bislang noch keinem, mit dem ich gesprochen habe wirklich was gebracht hat. Der Master ist sehr generalistisch aufgebaut. Vertiefen würde ich mich da im Bereich Finanzen nicht.
Ich habe bereits ein Kontaktstudium im Bereich Öffentlichkeitsarbeit absolviert. So etwas gab es eine zeitlang auch für den Finanzbereich - derzeit wird es aber nicht mehr angeboten. Ich versuche nun über Schulungen, die ein bis zwei Tage dauern, wieder Anschluss an den Finanzbereich zu schaffen.

Ich sehe hier halt die Gefahr, dass ich abgehängt werde. Die Gemeinden stellen gerade alle auf die doppelte Buchführung um, Vorlesungen zur Umstellung hatte ich im dualen Studium bereits. Aber wenn man das in der Praxis dann nicht anwendet, vergisst man alles wieder sehr schnell. Wobei ich sagen muss, dass ich mir aus dem Finanzbereich durchaus leichter Dinge merken kann.

Ich hatte dann auch noch die Idee, zu fragen ob ich auf 450 €-Basis bei einer Gemeinde im Finanzbereich unterstützen kann. Aber ich weiß halt nicht, wie das zeitlich gehen soll. Ich habe in der Realität eher eine 45-50 Stundenwoche, daher werde ich kaum noch ein größeres Engagement zu üblichen Dienstzeiten unterbringen. Hätte aber für mich durchaus den Reiz, dass ich wieder Praxisbezug vorweisen könnte.

Eure Anmerkungen, wie ich die Jobwechsel begründen kann, stimmen schon. Eigentlich kann man das bisher gut erklären.
Nur schäme ich mich für die kurzen Stationen schon sehr. Ich war mal in einem Gespräch für eine neue Stelle und da wurde ich gefragt, ob das eine Flucht ist/war. Das stimmt ja schon. Ich bin von der Stelle mit dem schlimmen Arbeitsklima weggeflüchtet bzw. wollte wegflüchten. Aber wenn man sowas zu mir sagt, dann denke ich gleich wieder - "mich will so doch eh keiner. Die denken, dass ich nichts kann und deshalb immer gleich gehe usw." Ich bin mir total unsicher. Manchmal denke ich schon, ich bin nicht für das Arbeitsleben geschaffen und unfähig.

Es stimmt schon, ein Wechsel zur jetzigen Zeit ist vielleicht nicht klug. Das ist auch meine Befürchtung, dass ich mir damit dann total ein Bein stelle. Und ich habe halt keine stringente Linie - ich bin nicht im Finanzbereich geblieben und könnte mir nun vorstellen wieder hinzuwechseln (oder in einen anderen genannten Bereich, die mir mehr liegen). Das hilft sicher auch nicht. Ob ich es tatsächlich 3-5 Jahre hier durchhalte, weiß ich wirklich nicht.

Mir machen hier derzeit folgende Dinge stark zu schaffen:
- inhaltlich sehe ich hier nicht meine Stärken und Interessen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich bestimmte Dinge auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Bei den anderen Gebieten, die ich bearbeitet habe, hatte ich inhaltlich eher das Gefühl, ich kann es bewältigen und es liegt mir tatsächlich.

- ich bin hier als Stellvertreterin eingestellt, bin aber eigentlich auch gleichzeitig Sekretärin der Abteilungsleitung. Ich weiß manchmal nicht wie ich das alles unter einen Hut bekommen soll. Eine Kraft, die eigentlich als Zuarbeit/Unterstützung eingestellt wurde, hätte eigentlich einige Sekretariatstätigkeiten übernehmen sollen, das ist aber nicht der Fall, weil meine Chefin meint, dass die andere Kraft das nicht kann (Mag ja vielleicht sogar sein, aber eigentlich müsste man doch dann mit ihr ein Gespräch führen und erörtern was nicht klappt und wie man sie z.B. mit Schulungen unterstützen könnte).

- Ich bin im Zimmer mit der Kraft, die Zuarbeiten soll und sie verhält sich äußerst unkollegial. Lautes Telefonieren, wenn ich telefoniere, Privatgespräche mit anderen wenn ich mich konzentrieren sollte, in der Nase und im Ohr bohren, mit dem Finger im Mund stochern usw. sind nur eine Auswahl aus dem Katalog. Ich habe schon verschiedenes versucht - bitte um mehr Ruhe, Anbieten von Taschentüchern... es bringt nichts.

- Hier im Haus gibt es kein richtiges Miteinander, so habe ich das Gefühl. Jeder macht alleine Mittag, man kennt sich untereinander nicht wirklich. Ich hatte mal versucht, ein gemeinsames Mittagessen mit einer Kollegin einzuführen. Das ist aber auch schnell wieder eingeschlafen, weil es hier irgendwie Gewohnheit ist, dass jeder am Arbeitsplatz Mittag macht.

Gut, solche Probleme gibt es immer. Ein gutes Miteinander und vor allem auch das Inhaltliche ist mir eigentlich schon wichtig.
Ich habe mir jetzt eine Übersicht gemacht, auf der ich die Monate, die ich noch habe bis ca. 2 1/2 Jahre rum sind, abgebildet habe... Jetzt hake ich nach und nach ab. Immerhin bin ich schon bei sieben Monaten...
Wahrscheinlich ist es Blödsinn, dass ich so denke - ich weiß - ich weiß aber nicht, wie ich das umstellen soll...

Liebe Grüße und euch nochmals vielen Dank für eure Anregungen
 
Liebe Community,

ich bin ziemlich verzweifelt und benötige dringend euren Rat.
Ich fühle mich beruflich ziemlich in der Sackgasse und habe das Gefühl, ich kann meinen Lebenslauf gar nicht mehr retten.

Kurz im Schnelldurchlauf meine Situation:
In der Schule war ich immer sehr erfolgreich und habe mein Abi sehr gut abgeschlossen. Da ich in vielen Fächern sehr gut war, tat ich mich absolut nicht leicht, einen beruflichen Schwerpunkt zu finden. Mir hat Mathe Spaß gemacht (logisches Denken, Rechnen, Ergebnisse erhalten), Deutsch (argumentieren, präsentieren, Texte verfassen, Schülerzeitung), Geschichte, Erdkunde. Sprachen fand ich schön, ich war mir aber immer zu unsicher, um da wirklich das Gefühl zu haben, das liegt mir. Ich fand es immer peinlich, dort Fehler zu machen, z.B. was die Aussprache anbelangt. Hängt vielleicht auch etwas damit zusammen, dass ich bis zur 9. Klasse keine gute Klassengemeinschaft hatte. Die meisten haben mir gute Noten nicht gegönnt, ich hatte immer Angst in die Schule zu gehen. Ab der 9. (da habe ich mich für eine dritte Fremdsprache entschieden) hatte ich einen Traum-Klassenverbund. Ich bin wahnsinnig gerne in die Schule gegangen. Ich war schon fast misstrauisch, weil ich mich gewundert habe, warum alle so nett waren, das kannte ich zuvor gar nicht.

Nach der Schule wusste ich nicht, was ich beruflich machen soll. Ich bin bei uns in der Familie die erste, die überlegt hat, ein Studium zu absolvieren. Ich hatte irgendwie auch Angst vor den großen Unis, weil ich niemanden kannte, der dort studiert hat. Ich konnte mir folgende Dinge vorstellen:
1. ein duales Studium (wegen der Sicherheit, reiner Vernunftgedanke, zudem hoffte ich, dort z.B. BWL zu machen, ggf. meine Stärken in Mathe einbringen zu können, ich bin aber auch ein Angsthase)
2. Risiko und auf Journalismus setzen (habe ich schon in der Schülerzeitung und in Kurzpraktika mega-spannend gefunden, aber extrem riskant und was, wenn man mal eine Familie gründen will?)
3. Lehramt (Geschichte, Deutsch, Politik, könnte ggf. auch noch zum Journalismus führen)

Entschieden habe ich mich aus Vernunft für ein duales Studium beim Bundesland zum gehobenen Dienst in der Kommunal- bzw. Landesverwaltung. Das vorgeschaltete Pflichtpraktikum bei einer Stadt war grausam. Die Leute dort wussten zum Teil nicht, dass ihnen eine Praktikantin zugewiesen wurde, mir wurde nichts erklärt. Ich fand es schlimm. Ich dachte aber, das halbe Jahr ziehst du durch und danach muss du dort nie wieder hin. Das Studium selbst danach war ok. Die anderen Praktika habe ich in anderen Städten/Gemeinden gemacht, die waren sehr schön. Allerdings habe ich da Schwerpunkte gesetzt, die auch zu meinen Interessen passen (Pressestelle, Stadtmarketing, Finanzen, Führungsunterstützung Bürgermeister, Personal und Organisation). Nach dem Studium habe ich eine Stelle gesucht und nicht gleich eine gefunden.

Dann wurde mir eine Stelle als Pressesprecherin (befristet, 1 Jahr) angeboten. Das habe ich gemacht und es hat mir sehr gut gefallen. Problem dabei war, dass kaum eine Aussicht auf Verlängerung der Stelle gab, da diese über Fördermittel finanziert wurde, die in Kürze wegfallen sollten. Außerdem war die Stelle hinsichtlich der Entfernung zu meiner Wohnung nicht sehr ideal (was ich aber ohne Murren in Kauf genommen habe und auch weiterhin hätte, wäre sie sicherer gewesen).
Ich habe daher nach ca. einem halben Jahr die Augen offen gehalten für Neues.

Nach ca. 8 Monaten bin ich dann gewechselt - zu einer kleinen Gemeinde in die Finanzverwaltung als stv. Amtleiterin.
Ich habe immer der Pressearbeit nachgetrauert. Im Nachhinein war das unfair. Die Stelle in der Finanzverwaltung war sehr gut, ich habe meine Arbeit dort sehr gut gemacht, es lag mir eigentlich, das haben auch alle anderen rückgemeldet. Ich habe der Stelle aber vermutlich einfach gedanklich keine Chance gelassen. Auch das Miteinander dort war echt klasse und harmonisch.

Nach 1 1/2 Jahren bin ich daher gewechselt. Als stv. Amtsleiterin einer anderen kleinen Gemeinde habe ich dann im Hauptamt angefangen zu arbeiten - mit den Schwerpunkten: Personal, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit. Inhaltlich interessant, wobei ich schnell die m.E. anspruchsvolleren Aufgaben aus der Finanzverwaltung vermisst habe. Es war aber was, wo ich meine Stärken in der Öffentlichkeitsarbeit ausleben konnte.
Nur war die Stimmung dort absolut grausam. Ich hatte 3-4 Kollegen, die echt nett waren, ansonsten gab es nur Intrigen. Ich hatte jeden Morgen Angst ins Büro zu fahren. Die Stimmung dort war komplett verkorkst, das haben mehrere so empfunden, mehrere haben darauf hin auch den Absprung geschafft. Ich bin nach einem Jahr wieder gegangen, allerdings war es auch etwas eine Flucht. - Ich bin jetzt auch nicht auf meiner Traumstelle und würde am liebsten nach 1-1 1/2 Jahren wieder wo hin, wo es mir wirklich gefällt (Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Personal - eins von den drei Themen).

Mein Problem jetzt:

- Ich habe unglaublich Angst vor einem weiteren Wechsel - egal wann. Denn was, wenn es dann schon wieder nicht passt?

- Alle anderen, die gleichzeitig mit dem Studium fertig waren, haben mich mittlerweile "überholt" - das nagt an mir. Ich war doch immer sehr gut, jetzt habe ich durch blöde Entscheidungen, die ich im Nachhinein nicht mehr so treffen würde, mir meinen ganzen Lebenslauf verbaut.

- Mein Lebenslauf ist total verkorkst. Wer stellt mich noch ein? Ich bin doch ein totaler Jobhopper und werde sicher nur noch auf den Stellen genommen, bei denen es keine Konkurrenz gibt und deshalb meist auch in der Branche schon als "Schlecht" verschrien sind (oft aus gutem Grund). Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dann wäre ich im Finanzbereich geblieben. Das war eigentlich im Nachhinein betrachtet auch das schönste Praktikum während des Studiums.

- Nach der letzten Stelle, bei der die Stimmung so schlecht war, ist mein Selbstvertrauen total im Keller. Früher dachte ich, dass ich irgendwann mal eine Führungsposition inne habe. Jetzt traue ich es mir nicht mehr zu, das regt mich sehr auf. Denn ich will eigentlich nicht nur auf stv.-Stellen sein. Durch das Gewechsel werde ich da aber eher nicht davon wegkommen.

- Wie lange muss man auf einer Stelle bleiben, ohne dass im Lebenslauf komisch kommt?

- Wie komme ich wieder z.B. in den Finanzbereich - ich bin jetzt schon 2 Jahre aus dem Fachbereich draußen und dort gibt es in den Kommunen gerade sehr große fachliche Anpassungen. Die einzigen Verbindungen, die ich hierzu noch habe, sind eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit in BWL und zwei Schulungen die ich berufsbegleitend belegt habe (Kurzschulungen von insg. 4 Tagen). Ich hätte dort nie weg sollen. Mittlerweile würden vermutlich sogar direkte Studienabgänger eher eingestellt werden als ich.

- Ich bin jetzt 28 Jahre alt. - Irgendwann will ich vielleicht auch mal Kinder. Wie soll ich da nochmal einen Jobwechsel und eine längere Tätigkeit auf dieser Stelle noch unterbringen?

- Ich bin Beamtin - das heißt, wenn ich alles hinwerfe und z.B. die Chance nutzen würde, um nochmal ein Studium dranzuhängen, müsste ich meinen Status aufgeben und - wenn ich danach wieder als Beamtin anfangen würde, wieder bei der Eingangsbesoldung anfangen... Das will ich eigentlich auch nicht.

- Wie begründe ich die Wechsel in Gesprächen?

Was auch schlimm ist. - Ich schäme mich so sehr für meinen Lebenslauf. Ich schäme mich für mein bisheriges Unvermögen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich fühle mich, als hätte ich so viel Zeit vergeudet.
Ich habe schon bei einer Therapeutin verschiedene Gespräche gehabt (Berufsberaterin), habe dann aber eher über praktische Dinge (z.B. wie traue ich mich nach den schlechten Erfahrungen im letzten Job wieder, Probleme im neuen Job anzusprechen usw.) redet und kaum über die oben genannten Probleme.
Ich erkenne mich halt selbst nicht wieder. Nach dem Abi, nach der ersten und zweiten Berufsstation, da war ich so selbstbewusst. Jetzt fühle ich mich wie ein Wrack. Dabei habe ich eigentlich immer viel geleistet, sehr viele Projekte erfolgreich abgeschlossen, aber was hilft mir das jetzt? Vielleicht habe ich manchmal auch einfach zuviel gewollt und zu schnell.
Es ist auch alles sehr viel gerade - die Job-Probleme (schon wieder das Gefühl, falsch zu sein), meine Beziehung läuft derzeit nicht ideal, ein Umzug steht an, meine Lehrtätigkeit im BWL (die ich aber nicht aufgeben will, weil ich keine Verbindung zum Finanzbereich kappen will)...

Jetzt ist es doch sehr lange geworden...
Könnt ihr mir Tipps geben?

Ich danke euch von Herzen vorab.

Eure verzweifelte
Themenerstellerin

Der lebenslauf ist doch nicht verkorkst. Du kannst nach neuen Stellen suchen und schauen, wie es läuft. Wenn du eine hast, kanst du kündigen.
 
Hallo zusammen,

ich schon wieder.... Mittlerweile haben sich neue Gegebenheiten an meiner derzeitigen Stelle ergeben. Wir bekommen jetzt einen weiteren Arbeitsplatz im Zimmer, so dass wir zu dritt sitzen, was in dem Zimmer echt extrem eng wird. Außerdem steht bei uns noch der Kühlschrank, der von drei Abteilungen genutzt wird sowie ein Farbdrucker, der von zwei Abteilungen genutzt wird, im Raum. Das heißt, es wird noch lauter als bisher. Die Sitzordnung soll komplett abgeändert werden, m.E. hat das mit gesundem Arbeiten gar nichts mehr zu tun.
Auch nicht wirklich ideal.

Ich habe mittlerweile das Gefühl ich komme immer an Stellen, die irgendwie nicht passen (bis auf meine zweite der ich selbstverschuldet zu wenig Chancen gegeben habe). :-(
Am Wochenende war ich auf einer Finanz-Schulung. Da habe ich wieder gemerkt, dass mir das eigentlich sehr liegen könnte.
Klar- direkt einen Chefposten wöllte ich nicht, aber zuerst mal eine Stellvertreter Position, die dann für längere Zeit inne haben und dann schauen, wie es weiter geht, das könnte ich mir gut vorstellen.

Mittlerweile bin ich halt völlig verunsichert. Ich traue mich nichts mehr. Denke mittlerweile ich bin unfähig und es liegt an mir, dass nichts so richtig passt. Vielleicht ist das ja echt so und ich bin zu nichts nütze :-(.
Könnte gerade ständig heulen.

Danke euch allen für eure lieben und aufmunternden Worte.

Liebe Grüße
 
Hallo Gast,

Wenn du unzufrieden bist, änder was - die Gegebenheiten kannst du nur bedingt ändern , was sollte dich also davon abhalten, dir das zu holen, was du dir wünschst?
 
Ich hatte bis Ende 20 auch einen katastrophalen Lebenslauf. Lange arbeitslos, abgebrochene Ausbildungen und Studiengänge.

Ich habe mich dann für einen Reset im Ausland entschlossen. Allerdings mit der Bereitschaft, mich zunächst auf ein wesentlich geringeres Lebensniveau einzulassen als das deutsche. Im Gegenzug erhielt ich Zugang zu einer anderen Lebensweise, wo vieles unbürokratischer läuft. Ich hatte gut getimt (Sommerurlaubszeit) und bekam so relativ zügig eine einfache Arbeit als Ferienaushilfe in einem Industrielager, einfach durch anrufen und vorbeischauen, der dritte Satz des Lagerleiters war "ok, Du kommst in die Spätschicht, Beginn 15 Uhr, bis Montag, Vertrag mach ich bis dahin fertig".

Ich stellte mich wohl ganz gut an (deutsche Arbeitsgewohnheiten sind anderswo durchaus ein Vorteil der wahrgenommen wird) und wurde nach den Ferien fest eingestellt. Vom Gehalt konnte ich landestypisch normal leben und erstmal zwei Jahre in eine Normalität kommen. In Deutschland hatte ich mich ja immer als Problemfall empfunden. Ich wechselte dann später vom Lager in die Vertriebsabteilung der Firma, und machte nebenbei kaufmännische Fernkurse, was dort nicht (wie im IHK durchgeprüften Deutschland) als drittklassig, sondern als Engagement bewertet wurde. Nach drei Jahren im Vertrieb warb mich ein Kunde ab der primär deutsche Abnehmer hat.

Der Wechsel ins Büro erforderte eine formale Bewerbung und da ist der Punkt wo ich mir selbst der nächste sein musste. Ich strich 2 der drei abgebrochenen Ausbildungen und schrieb statt dessen unverfängliche Jobs hin bzw. streckte meine durchaus realen Nebenjobs wie Kellnern und Handlanger. Wichtig war mir, nicht richtig hochzustapeln und Abschlüsse zu erfinden oder fette Jobs mit hoher Qualifikation, also mich nicht aufzuplustern. Zu meinen zwei Semestern ohne Abschluss stand ich. Ich wollte lediglich einigermaßen plausibel aussehen und da in vielen Ländern auch einfache Tätigkeiten durchaus als normale und dauerhafte Perspektive zählen, fiel ich noch nicht mal großartig auf. Was die interessierte war dass ich als guter Arbeiter galt, deutsche Sprache, sauber formulieren und einen Computer bedienen konnte.

Mittlerweile ist mir die Büroarbeit ein bisschen über und ich überlege, ins Café meiner Freundin mit einzusteigen oder einen Spezialitätenladen mit Versandoption aufzumachen. Oder beides.

Du siehst, man kann aus festgefahrener Lage herauskommen. Es setzt voraus, die Erwartung nach einem gnädigen Herrn aufzugeben der einen endlich anerkennt. Neue Orte und Umstände auf sich zu nehmen. Ein bisschen Risiko und das nötige Maß an Kaltblütigkeit zu akzeptieren. Und auch ganz klassisch etwas zu leisten, wie eine Sprache zu erlernen oder sein Zigaretten und Bierchen Geld für einen Neuanfang zu sparen. Mag auch sein dass ein Saisonvertrag in der deutschen Industrie für manchen ebenfalls noch solche verspäteten Einstiege ermöglicht.

Ich frage mich halt, wenn manche deutsche mit dem deutschen System teils nicht zurecht kommen bzw von ihm aussortiert worden sind (bei unseren hohen Ansprüchen passiert das ja recht schnell) warum bewegen sie sich dann nicht? Legionen von Polen und Spaniern gehen nach Deutschland. Aber als deutscher Arbeitsloser mal in Litauen als Waldarbeiter oder in Portugal als Kranführer arbeiten geht nicht? Einfach als Einstieg oder als neue Erfahrung, als Möglichkeit zu reisen?

Auch Du wirst meinen Post sicherlich abwegig finden, abwegig in dem Sinne dass es für Dich überhaupt nicht infrage kommt,[...] Schade.
 

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