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Gast
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Liebe Community,
ich bin ziemlich verzweifelt und benötige dringend euren Rat.
Ich fühle mich beruflich ziemlich in der Sackgasse und habe das Gefühl, ich kann meinen Lebenslauf gar nicht mehr retten.
Kurz im Schnelldurchlauf meine Situation:
In der Schule war ich immer sehr erfolgreich und habe mein Abi sehr gut abgeschlossen. Da ich in vielen Fächern sehr gut war, tat ich mich absolut nicht leicht, einen beruflichen Schwerpunkt zu finden. Mir hat Mathe Spaß gemacht (logisches Denken, Rechnen, Ergebnisse erhalten), Deutsch (argumentieren, präsentieren, Texte verfassen, Schülerzeitung), Geschichte, Erdkunde. Sprachen fand ich schön, ich war mir aber immer zu unsicher, um da wirklich das Gefühl zu haben, das liegt mir. Ich fand es immer peinlich, dort Fehler zu machen, z.B. was die Aussprache anbelangt. Hängt vielleicht auch etwas damit zusammen, dass ich bis zur 9. Klasse keine gute Klassengemeinschaft hatte. Die meisten haben mir gute Noten nicht gegönnt, ich hatte immer Angst in die Schule zu gehen. Ab der 9. (da habe ich mich für eine dritte Fremdsprache entschieden) hatte ich einen Traum-Klassenverbund. Ich bin wahnsinnig gerne in die Schule gegangen. Ich war schon fast misstrauisch, weil ich mich gewundert habe, warum alle so nett waren, das kannte ich zuvor gar nicht.
Nach der Schule wusste ich nicht, was ich beruflich machen soll. Ich bin bei uns in der Familie die erste, die überlegt hat, ein Studium zu absolvieren. Ich hatte irgendwie auch Angst vor den großen Unis, weil ich niemanden kannte, der dort studiert hat. Ich konnte mir folgende Dinge vorstellen:
1. ein duales Studium (wegen der Sicherheit, reiner Vernunftgedanke, zudem hoffte ich, dort z.B. BWL zu machen, ggf. meine Stärken in Mathe einbringen zu können, ich bin aber auch ein Angsthase)
2. Risiko und auf Journalismus setzen (habe ich schon in der Schülerzeitung und in Kurzpraktika mega-spannend gefunden, aber extrem riskant und was, wenn man mal eine Familie gründen will?)
3. Lehramt (Geschichte, Deutsch, Politik, könnte ggf. auch noch zum Journalismus führen)
Entschieden habe ich mich aus Vernunft für ein duales Studium beim Bundesland zum gehobenen Dienst in der Kommunal- bzw. Landesverwaltung. Das vorgeschaltete Pflichtpraktikum bei einer Stadt war grausam. Die Leute dort wussten zum Teil nicht, dass ihnen eine Praktikantin zugewiesen wurde, mir wurde nichts erklärt. Ich fand es schlimm. Ich dachte aber, das halbe Jahr ziehst du durch und danach muss du dort nie wieder hin. Das Studium selbst danach war ok. Die anderen Praktika habe ich in anderen Städten/Gemeinden gemacht, die waren sehr schön. Allerdings habe ich da Schwerpunkte gesetzt, die auch zu meinen Interessen passen (Pressestelle, Stadtmarketing, Finanzen, Führungsunterstützung Bürgermeister, Personal und Organisation). Nach dem Studium habe ich eine Stelle gesucht und nicht gleich eine gefunden.
Dann wurde mir eine Stelle als Pressesprecherin (befristet, 1 Jahr) angeboten. Das habe ich gemacht und es hat mir sehr gut gefallen. Problem dabei war, dass kaum eine Aussicht auf Verlängerung der Stelle gab, da diese über Fördermittel finanziert wurde, die in Kürze wegfallen sollten. Außerdem war die Stelle hinsichtlich der Entfernung zu meiner Wohnung nicht sehr ideal (was ich aber ohne Murren in Kauf genommen habe und auch weiterhin hätte, wäre sie sicherer gewesen).
Ich habe daher nach ca. einem halben Jahr die Augen offen gehalten für Neues.
Nach ca. 8 Monaten bin ich dann gewechselt - zu einer kleinen Gemeinde in die Finanzverwaltung als stv. Amtleiterin.
Ich habe immer der Pressearbeit nachgetrauert. Im Nachhinein war das unfair. Die Stelle in der Finanzverwaltung war sehr gut, ich habe meine Arbeit dort sehr gut gemacht, es lag mir eigentlich, das haben auch alle anderen rückgemeldet. Ich habe der Stelle aber vermutlich einfach gedanklich keine Chance gelassen. Auch das Miteinander dort war echt klasse und harmonisch.
Nach 1 1/2 Jahren bin ich daher gewechselt. Als stv. Amtsleiterin einer anderen kleinen Gemeinde habe ich dann im Hauptamt angefangen zu arbeiten - mit den Schwerpunkten: Personal, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit. Inhaltlich interessant, wobei ich schnell die m.E. anspruchsvolleren Aufgaben aus der Finanzverwaltung vermisst habe. Es war aber was, wo ich meine Stärken in der Öffentlichkeitsarbeit ausleben konnte.
Nur war die Stimmung dort absolut grausam. Ich hatte 3-4 Kollegen, die echt nett waren, ansonsten gab es nur Intrigen. Ich hatte jeden Morgen Angst ins Büro zu fahren. Die Stimmung dort war komplett verkorkst, das haben mehrere so empfunden, mehrere haben darauf hin auch den Absprung geschafft. Ich bin nach einem Jahr wieder gegangen, allerdings war es auch etwas eine Flucht. - Ich bin jetzt auch nicht auf meiner Traumstelle und würde am liebsten nach 1-1 1/2 Jahren wieder wo hin, wo es mir wirklich gefällt (Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Personal - eins von den drei Themen).
Mein Problem jetzt:
- Ich habe unglaublich Angst vor einem weiteren Wechsel - egal wann. Denn was, wenn es dann schon wieder nicht passt?
- Alle anderen, die gleichzeitig mit dem Studium fertig waren, haben mich mittlerweile "überholt" - das nagt an mir. Ich war doch immer sehr gut, jetzt habe ich durch blöde Entscheidungen, die ich im Nachhinein nicht mehr so treffen würde, mir meinen ganzen Lebenslauf verbaut.
- Mein Lebenslauf ist total verkorkst. Wer stellt mich noch ein? Ich bin doch ein totaler Jobhopper und werde sicher nur noch auf den Stellen genommen, bei denen es keine Konkurrenz gibt und deshalb meist auch in der Branche schon als "Schlecht" verschrien sind (oft aus gutem Grund). Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dann wäre ich im Finanzbereich geblieben. Das war eigentlich im Nachhinein betrachtet auch das schönste Praktikum während des Studiums.
- Nach der letzten Stelle, bei der die Stimmung so schlecht war, ist mein Selbstvertrauen total im Keller. Früher dachte ich, dass ich irgendwann mal eine Führungsposition inne habe. Jetzt traue ich es mir nicht mehr zu, das regt mich sehr auf. Denn ich will eigentlich nicht nur auf stv.-Stellen sein. Durch das Gewechsel werde ich da aber eher nicht davon wegkommen.
- Wie lange muss man auf einer Stelle bleiben, ohne dass im Lebenslauf komisch kommt?
- Wie komme ich wieder z.B. in den Finanzbereich - ich bin jetzt schon 2 Jahre aus dem Fachbereich draußen und dort gibt es in den Kommunen gerade sehr große fachliche Anpassungen. Die einzigen Verbindungen, die ich hierzu noch habe, sind eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit in BWL und zwei Schulungen die ich berufsbegleitend belegt habe (Kurzschulungen von insg. 4 Tagen). Ich hätte dort nie weg sollen. Mittlerweile würden vermutlich sogar direkte Studienabgänger eher eingestellt werden als ich.
- Ich bin jetzt 28 Jahre alt. - Irgendwann will ich vielleicht auch mal Kinder. Wie soll ich da nochmal einen Jobwechsel und eine längere Tätigkeit auf dieser Stelle noch unterbringen?
- Ich bin Beamtin - das heißt, wenn ich alles hinwerfe und z.B. die Chance nutzen würde, um nochmal ein Studium dranzuhängen, müsste ich meinen Status aufgeben und - wenn ich danach wieder als Beamtin anfangen würde, wieder bei der Eingangsbesoldung anfangen... Das will ich eigentlich auch nicht.
- Wie begründe ich die Wechsel in Gesprächen?
Was auch schlimm ist. - Ich schäme mich so sehr für meinen Lebenslauf. Ich schäme mich für mein bisheriges Unvermögen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich fühle mich, als hätte ich so viel Zeit vergeudet.
Ich habe schon bei einer Therapeutin verschiedene Gespräche gehabt (Berufsberaterin), habe dann aber eher über praktische Dinge (z.B. wie traue ich mich nach den schlechten Erfahrungen im letzten Job wieder, Probleme im neuen Job anzusprechen usw.) redet und kaum über die oben genannten Probleme.
Ich erkenne mich halt selbst nicht wieder. Nach dem Abi, nach der ersten und zweiten Berufsstation, da war ich so selbstbewusst. Jetzt fühle ich mich wie ein Wrack. Dabei habe ich eigentlich immer viel geleistet, sehr viele Projekte erfolgreich abgeschlossen, aber was hilft mir das jetzt? Vielleicht habe ich manchmal auch einfach zuviel gewollt und zu schnell.
Es ist auch alles sehr viel gerade - die Job-Probleme (schon wieder das Gefühl, falsch zu sein), meine Beziehung läuft derzeit nicht ideal, ein Umzug steht an, meine Lehrtätigkeit im BWL (die ich aber nicht aufgeben will, weil ich keine Verbindung zum Finanzbereich kappen will)...
Jetzt ist es doch sehr lange geworden...
Könnt ihr mir Tipps geben?
Ich danke euch von Herzen vorab.
Eure verzweifelte
Themenerstellerin
ich bin ziemlich verzweifelt und benötige dringend euren Rat.
Ich fühle mich beruflich ziemlich in der Sackgasse und habe das Gefühl, ich kann meinen Lebenslauf gar nicht mehr retten.
Kurz im Schnelldurchlauf meine Situation:
In der Schule war ich immer sehr erfolgreich und habe mein Abi sehr gut abgeschlossen. Da ich in vielen Fächern sehr gut war, tat ich mich absolut nicht leicht, einen beruflichen Schwerpunkt zu finden. Mir hat Mathe Spaß gemacht (logisches Denken, Rechnen, Ergebnisse erhalten), Deutsch (argumentieren, präsentieren, Texte verfassen, Schülerzeitung), Geschichte, Erdkunde. Sprachen fand ich schön, ich war mir aber immer zu unsicher, um da wirklich das Gefühl zu haben, das liegt mir. Ich fand es immer peinlich, dort Fehler zu machen, z.B. was die Aussprache anbelangt. Hängt vielleicht auch etwas damit zusammen, dass ich bis zur 9. Klasse keine gute Klassengemeinschaft hatte. Die meisten haben mir gute Noten nicht gegönnt, ich hatte immer Angst in die Schule zu gehen. Ab der 9. (da habe ich mich für eine dritte Fremdsprache entschieden) hatte ich einen Traum-Klassenverbund. Ich bin wahnsinnig gerne in die Schule gegangen. Ich war schon fast misstrauisch, weil ich mich gewundert habe, warum alle so nett waren, das kannte ich zuvor gar nicht.
Nach der Schule wusste ich nicht, was ich beruflich machen soll. Ich bin bei uns in der Familie die erste, die überlegt hat, ein Studium zu absolvieren. Ich hatte irgendwie auch Angst vor den großen Unis, weil ich niemanden kannte, der dort studiert hat. Ich konnte mir folgende Dinge vorstellen:
1. ein duales Studium (wegen der Sicherheit, reiner Vernunftgedanke, zudem hoffte ich, dort z.B. BWL zu machen, ggf. meine Stärken in Mathe einbringen zu können, ich bin aber auch ein Angsthase)
2. Risiko und auf Journalismus setzen (habe ich schon in der Schülerzeitung und in Kurzpraktika mega-spannend gefunden, aber extrem riskant und was, wenn man mal eine Familie gründen will?)
3. Lehramt (Geschichte, Deutsch, Politik, könnte ggf. auch noch zum Journalismus führen)
Entschieden habe ich mich aus Vernunft für ein duales Studium beim Bundesland zum gehobenen Dienst in der Kommunal- bzw. Landesverwaltung. Das vorgeschaltete Pflichtpraktikum bei einer Stadt war grausam. Die Leute dort wussten zum Teil nicht, dass ihnen eine Praktikantin zugewiesen wurde, mir wurde nichts erklärt. Ich fand es schlimm. Ich dachte aber, das halbe Jahr ziehst du durch und danach muss du dort nie wieder hin. Das Studium selbst danach war ok. Die anderen Praktika habe ich in anderen Städten/Gemeinden gemacht, die waren sehr schön. Allerdings habe ich da Schwerpunkte gesetzt, die auch zu meinen Interessen passen (Pressestelle, Stadtmarketing, Finanzen, Führungsunterstützung Bürgermeister, Personal und Organisation). Nach dem Studium habe ich eine Stelle gesucht und nicht gleich eine gefunden.
Dann wurde mir eine Stelle als Pressesprecherin (befristet, 1 Jahr) angeboten. Das habe ich gemacht und es hat mir sehr gut gefallen. Problem dabei war, dass kaum eine Aussicht auf Verlängerung der Stelle gab, da diese über Fördermittel finanziert wurde, die in Kürze wegfallen sollten. Außerdem war die Stelle hinsichtlich der Entfernung zu meiner Wohnung nicht sehr ideal (was ich aber ohne Murren in Kauf genommen habe und auch weiterhin hätte, wäre sie sicherer gewesen).
Ich habe daher nach ca. einem halben Jahr die Augen offen gehalten für Neues.
Nach ca. 8 Monaten bin ich dann gewechselt - zu einer kleinen Gemeinde in die Finanzverwaltung als stv. Amtleiterin.
Ich habe immer der Pressearbeit nachgetrauert. Im Nachhinein war das unfair. Die Stelle in der Finanzverwaltung war sehr gut, ich habe meine Arbeit dort sehr gut gemacht, es lag mir eigentlich, das haben auch alle anderen rückgemeldet. Ich habe der Stelle aber vermutlich einfach gedanklich keine Chance gelassen. Auch das Miteinander dort war echt klasse und harmonisch.
Nach 1 1/2 Jahren bin ich daher gewechselt. Als stv. Amtsleiterin einer anderen kleinen Gemeinde habe ich dann im Hauptamt angefangen zu arbeiten - mit den Schwerpunkten: Personal, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit. Inhaltlich interessant, wobei ich schnell die m.E. anspruchsvolleren Aufgaben aus der Finanzverwaltung vermisst habe. Es war aber was, wo ich meine Stärken in der Öffentlichkeitsarbeit ausleben konnte.
Nur war die Stimmung dort absolut grausam. Ich hatte 3-4 Kollegen, die echt nett waren, ansonsten gab es nur Intrigen. Ich hatte jeden Morgen Angst ins Büro zu fahren. Die Stimmung dort war komplett verkorkst, das haben mehrere so empfunden, mehrere haben darauf hin auch den Absprung geschafft. Ich bin nach einem Jahr wieder gegangen, allerdings war es auch etwas eine Flucht. - Ich bin jetzt auch nicht auf meiner Traumstelle und würde am liebsten nach 1-1 1/2 Jahren wieder wo hin, wo es mir wirklich gefällt (Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Personal - eins von den drei Themen).
Mein Problem jetzt:
- Ich habe unglaublich Angst vor einem weiteren Wechsel - egal wann. Denn was, wenn es dann schon wieder nicht passt?
- Alle anderen, die gleichzeitig mit dem Studium fertig waren, haben mich mittlerweile "überholt" - das nagt an mir. Ich war doch immer sehr gut, jetzt habe ich durch blöde Entscheidungen, die ich im Nachhinein nicht mehr so treffen würde, mir meinen ganzen Lebenslauf verbaut.
- Mein Lebenslauf ist total verkorkst. Wer stellt mich noch ein? Ich bin doch ein totaler Jobhopper und werde sicher nur noch auf den Stellen genommen, bei denen es keine Konkurrenz gibt und deshalb meist auch in der Branche schon als "Schlecht" verschrien sind (oft aus gutem Grund). Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dann wäre ich im Finanzbereich geblieben. Das war eigentlich im Nachhinein betrachtet auch das schönste Praktikum während des Studiums.
- Nach der letzten Stelle, bei der die Stimmung so schlecht war, ist mein Selbstvertrauen total im Keller. Früher dachte ich, dass ich irgendwann mal eine Führungsposition inne habe. Jetzt traue ich es mir nicht mehr zu, das regt mich sehr auf. Denn ich will eigentlich nicht nur auf stv.-Stellen sein. Durch das Gewechsel werde ich da aber eher nicht davon wegkommen.
- Wie lange muss man auf einer Stelle bleiben, ohne dass im Lebenslauf komisch kommt?
- Wie komme ich wieder z.B. in den Finanzbereich - ich bin jetzt schon 2 Jahre aus dem Fachbereich draußen und dort gibt es in den Kommunen gerade sehr große fachliche Anpassungen. Die einzigen Verbindungen, die ich hierzu noch habe, sind eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit in BWL und zwei Schulungen die ich berufsbegleitend belegt habe (Kurzschulungen von insg. 4 Tagen). Ich hätte dort nie weg sollen. Mittlerweile würden vermutlich sogar direkte Studienabgänger eher eingestellt werden als ich.
- Ich bin jetzt 28 Jahre alt. - Irgendwann will ich vielleicht auch mal Kinder. Wie soll ich da nochmal einen Jobwechsel und eine längere Tätigkeit auf dieser Stelle noch unterbringen?
- Ich bin Beamtin - das heißt, wenn ich alles hinwerfe und z.B. die Chance nutzen würde, um nochmal ein Studium dranzuhängen, müsste ich meinen Status aufgeben und - wenn ich danach wieder als Beamtin anfangen würde, wieder bei der Eingangsbesoldung anfangen... Das will ich eigentlich auch nicht.
- Wie begründe ich die Wechsel in Gesprächen?
Was auch schlimm ist. - Ich schäme mich so sehr für meinen Lebenslauf. Ich schäme mich für mein bisheriges Unvermögen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich fühle mich, als hätte ich so viel Zeit vergeudet.
Ich habe schon bei einer Therapeutin verschiedene Gespräche gehabt (Berufsberaterin), habe dann aber eher über praktische Dinge (z.B. wie traue ich mich nach den schlechten Erfahrungen im letzten Job wieder, Probleme im neuen Job anzusprechen usw.) redet und kaum über die oben genannten Probleme.
Ich erkenne mich halt selbst nicht wieder. Nach dem Abi, nach der ersten und zweiten Berufsstation, da war ich so selbstbewusst. Jetzt fühle ich mich wie ein Wrack. Dabei habe ich eigentlich immer viel geleistet, sehr viele Projekte erfolgreich abgeschlossen, aber was hilft mir das jetzt? Vielleicht habe ich manchmal auch einfach zuviel gewollt und zu schnell.
Es ist auch alles sehr viel gerade - die Job-Probleme (schon wieder das Gefühl, falsch zu sein), meine Beziehung läuft derzeit nicht ideal, ein Umzug steht an, meine Lehrtätigkeit im BWL (die ich aber nicht aufgeben will, weil ich keine Verbindung zum Finanzbereich kappen will)...
Jetzt ist es doch sehr lange geworden...
Könnt ihr mir Tipps geben?
Ich danke euch von Herzen vorab.
Eure verzweifelte
Themenerstellerin