Berufe wie Soldat, Notarzt, Seemann oder Polizist bedeuten traditionell, daß man mit der Arbeit mehr verheiratet ist als mit dem eigenen Partner, weil man nie weiß wann man eigentlich daheim sein wird oder zu welchen ungöttlichen Zeiten man gerade arbeiten muß, meistens dann wenn es am wenigsten paßt. Eine Partnerin muß entweder damit klarkommen, indem sie genug eigene Beschäftigung hat die sie vom Mann unabhängig macht, oder sich jemand anderen suchen. Und der Mann muß dann froh sein, wenn sie trotzdem bei ihm bleibt, auch wenn er nur sporadisch mal auftaucht. Das sind die Nachteile dieser Berufe, die man von Anfang an kennen sollte.
So wie Du Deine Frau beschreibst, wird sie nicht diejenige sein, die die Trennung vollzieht und sich einen anderen sucht, es geht allein von Dir aus. Deine Unzufriedenheit, weil nicht alles so läuft wie geplant.
Es wirkt als hättest Du die Bundeswehr als sichere und kostenfreie Möglichkeit gesehen, mal Abenteuer zu erleben, ins Ausland zu kommen und die Welt zu sehen, aber die ständige Routine erdrückt Dich eher. Die Bundeswehr ist halt nicht gerade die Fremdenlegion, die ständig dahin geschickt wird wo gerade die Action abgeht.
Vielleicht wärst Du besser dran, wenn Du erst mal alles laufen läßt wie es ist, diese Fortbildung noch mitnimmst und dann entscheidest, ob Du vielleicht die BW verläßt und in einem anderen Beruf unterkommst, für den Du dann qualifiziert bist. Irgendwas wo mehr Herausforderungen zu bewältigen sind, denn Du klingst als ob Dir im momentanen Leben die Decke auf den Kopf fällt, weitaus mehr als Deiner Partnerin die mit dem Kind momentan auch nicht weiterkommen wird.