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Toleranz - was heißt das für euch?

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Ein bißchen Toleranz den eigenen Fehlern gegenüber schadet sicher nicht. 😉 Niemand ist perfekt - das ist ja gerade das Problem. 😉 Wenn wir das wären, dann bräuchte man sich auch über Toleranz keine Gedanken mehr machen... 😀
 
Toleranz bedeutet für mich grade die Sachen hinzunehmen, die ich am liebsten ausmerzen würde.
Ich muss nicht Muslime, Immigranten oder Sozialdemokraten 'tolerieren', denn ich habe nichts gegen sie.
Wohingegen ich die Ansichten einiger meiner Freunde, die christliche Fundamentalisten sind, tolerieren muss GERADE WEIL sie so schlimm sind für mich. Ich glaube nicht daran, dass Homosexualität eine Sünde ist, aber Toleranz heißt für mich hinter diesen Parolen den Menschen zu sehen.
Und dieser Mensch ist mein Freund, egal welche Ansichten ich 'tolerieren' muss bei ihm.

Wo würdest du dann persönlich für dich die Grenze ziehen, ab wann es nicht mehr geht? Oder gibt es da für dich keine? Ich stell mir das ziemlich schwierig vor, mit jemandem wirklich befreundet zu sein, wenn ich dessen Ansichten wirklich schlimm finde. Das würde mich wirklich interessieren, wenn du das weiter ausführen magst.
 
Spannend finde ich, was Toleranz im Wortsinne eigentlich heißt. Nämlich Duldung. Für mich hat jemanden oder etwas zu dulden etwas herablassendes.
Mir hat mal eine Freundin bei einem Menschen, den ich mochte, dessen Meinung ich aber nicht leiden konnte, geraten.
"Akzeptieren ohne es gut zu heißen"...das finde ich schöner als etwas zu "dulden".
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum ist Toleranz eine angeblich positive Eigenschaft?
Wenn ich sage, dieser oder jener ist mir schnurz egal, ist das zu fördern?

Man ist doch so unglaublich Tolerant zu Menschen die hungern oder in diesem überreichen Land, arm sind...

Phelia hat richtig von "Dulden" gesprochen... Ist dulden dann nicht auch unterlassen oder beleidigen?

Bin ich "Intolerant", wenn ich gegen rechte Gesinnung, Sozialdarwinismus und Überreichtum, insbesondere der Kirche, bin?
Wenn diese dabei ist, ihre weltliche Macht unbeobachtet, unter Aufwendung von viel bekundeter Toleranz, zum Monopol auszubauen?
Wenn Frauen ins Krankenhaus kommen und diese nicht aus religiöser Überzeugung behandelt werden?
Das sollte alles in meiner Toleranz liegen?
 
Toleranz hört bei mir dort auf, wo andere oder auch ich verletzt werde.
Da aber kann ich es auch nicht unbedingt akzeptieren.
Es gibt einfach Grenzen, Grenzen, die nicht überschritten werden sollten.

Natürlich kann jede/r denken, was auch immer gewollt ist. Doch wenn das gedachte geäußert wird oder danach gehandelt wird, dann sollte doch auch Verantwortung dafür übernommen werden und es sollte bei anderen nicht zu Verletzungen führen, zu Wunden oder gar zum Tod. Da hört dann die Toleranz auf, aber auch die Akzeptanz.

Doch gibt es auch Meinungsverschiedenheiten, die einfach nebeneinander stehen bleiben können, die niemanden verletzen....

Ich kann gut damit leben, dass viele anders denken bei der Berufswahl, auch mir sagen, dass was du machst würde ich niemals machen. Doch wenn jemand sagen würde, es ist unmöglich, das du diesen Beruf gewählt hast, dann würde meine Grenze überschritten werden, dass würde ich nicht tolerieren. Allerdings würde ich bei diesem Beispiel noch ruhig reagieren können und antworten können, mag sein, dass es für dich unmöglich scheint, doch es war mein Berufswunsch.
Was stellst du dich an, viele Eltern waren so wie deine. Dann würde ich wahrscheinlich sauer reagieren. Wenn ich gerade über Gewalterfahrungen und Verletzungen von ihnen berichtet habe...
Nicht weil dort steht, viele Eltern waren so wie deine, sondern weil unterstellt wird, ich stelle mich an und die Auswirkungen und Verletzungen nicht näher beschrieben stehen, jedoch dass es eben Gewalterfahrungen gab und auch Verletzungen.

Prügelstrafe gut heißen, ob da Toleranz und Akzeptanz gut ist?
Manchen hilft es seine eigenen Wunden zu verharmlosen, doch wird dies weiter ausgeübt, führt es zu erneuten Verletzungen und manchmal auch zum Tod.
 
Warum ist Toleranz eine angeblich positive Eigenschaft?
Wenn ich sage, dieser oder jener ist mir schnurz egal, ist das zu fördern?

Man ist doch so unglaublich Tolerant zu Menschen die hungern oder in diesem überreichen Land, arm sind...

Phelia hat richtig von "Dulden" gesprochen... Ist dulden dann nicht auch unterlassen oder beleidigen?

Bin ich "Intolerant", wenn ich gegen rechte Gesinnung, Sozialdarwinismus und Überreichtum, insbesondere der Kirche, bin?
Wenn diese dabei ist, ihre weltliche Macht unbeobachtet, unter Aufwendung von viel bekundeter Toleranz, zum Monopol auszubauen?
Wenn Frauen ins Krankenhaus kommen und diese nicht aus religiöser Überzeugung behandelt werden?
Das sollte alles in meiner Toleranz liegen?

Ich glaube wirklich, dass viele die Bedeutung von Toleranz mit der von Akzeptanz verwechseln. Denn Toleranz bedeutet wirklich "dulden" und das ist in Bezug auf viele Dinge dann beiweiten keine gute Eigenschaft.
 
Um auf die Frage von Chainless mit einem konkreten Beispiel einzugehen. Ich toleriere, also dulde einen gewissen Lärmpegel meiner Nachbarn, der darüber hinausgeht, was normal, also üblich ist. Ich akzeptiere das nicht, sondern dulde es. Aus dem Grund, dass ich meine Kinder zwar nicht ungebremst lärmen lasse, aber davon ausgehe, dass durch meine Töchter, die 2 und 4 sind, in der Wohnung und im Hausflur Geräusche entstehen, die die betreffenden Nachbarn auch nerven könnten.
Also ich toleriere, dulde, weil ich davon ausgehe, dass es jetzt oder in Zukunft Situationen gibt, in denen ich auch froh bin, geduldet zu werden.

Chainless dulde ich nicht, sondern ich akzeptiere sie. Das heißt, ich kann Meinungen von ihr, die meinen nicht entsprechen, stehen lassen ohne dass es mich irgendwie wurmt.
Würde ich sie lediglich dulden, wäre das etwas anderes. Dann würde ich sie machen lassen, es würde mich aber berühren oder aufregen.
 
Spannend finde ich, was Toleranz im Wortsinne eigentlich heißt. Nämlich Duldung. Für mich hat jemanden oder etwas zu dulden etwas herablassendes.
Mir hat mal eine Freundin bei einem Menschen, den ich mochte, dessen Meinung ich aber nicht leiden konnte, geraten.
"Akzeptieren ohne es gut zu heißen"...das finde ich schöner als etwas zu "dulden".

Diese ausschliessliche Bedeutung kannte ich so nicht, bzw. war ich mir ihrer nicht bewusst. Dann muss ich wohl hinzu fügen, dass Toleranz bei mir mehr als die reine Duldung ist, weil ich das auch als abwertend beschreiben würde und nur weil ich etwas toleriere, heißt es ja nicht, dass ich es abwerten möchte. Also in meinem Verständnis. Danke für die Aufklärung 🙂


Warum ist Toleranz eine angeblich positive Eigenschaft?
Wenn ich sage, dieser oder jener ist mir schnurz egal, ist das zu fördern?

Man ist doch so unglaublich Tolerant zu Menschen die hungern oder in diesem überreichen Land, arm sind...

Phelia hat richtig von "Dulden" gesprochen... Ist dulden dann nicht auch unterlassen oder beleidigen?

Bin ich "Intolerant", wenn ich gegen rechte Gesinnung, Sozialdarwinismus und Überreichtum, insbesondere der Kirche, bin?
Wenn diese dabei ist, ihre weltliche Macht unbeobachtet, unter Aufwendung von viel bekundeter Toleranz, zum Monopol auszubauen?
Wenn Frauen ins Krankenhaus kommen und diese nicht aus religiöser Überzeugung behandelt werden?
Das sollte alles in meiner Toleranz liegen?


Für mich ist Toleranz schon eine positive Eigenschaft, solange sie wie oben beschrieben sich auch an gewisse Grenzen hält. Und für mich geht es vorallem darum, dass jeder ERSTMAL denken kann, was er will. Alles andere steht jedoch auf einem anderen Blatt.
Klar, wenn ich das auf die hungernden Kinder in Afrika beziehe kann ich das ganz toll so auslegen, jedoch denke ich, dass ist tatsächlich eher ein Missstand, der von vielen auf der Welt geduldet wird. Aber hoffentlich von nicht allzu vielen toleriert. Und Dulden meine ich damit, dass es einem nicht gänzlich egal ist, sondern dass man sich darüber im Klaren ist, es auch oftmals nicht schön findet, aber keinen wirklichen Handlungsantrieb hat.
Aber alles in allem, kann ich für mich Deine Fragen mit den Grenzen der Toleranz beantworten. Denn die sind einfach notwendig. Leider hatte ich im Eingangspost vergessen, darauf einzugehen 🙂

Komm drauf was man selber für Werte mitbekommen hat und vorallem geschieht das meiste aus eigenem Interesse.

Da man ja vieles auslegen kann wie es einem passt ist es doch eh egal man kann dann immer noch auf die Schwachen zeigen.

Naja aber was heißt denn für Dich Toleranz? und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das jetzt mit 'den Schwachen' zu tun haben soll.


Die Forderung nach Toleranz ist für mich vor allem ein moralisches Werkzeug einer meinungsbestimmenden Gruppe, das dazu dient, das allgemeine Verhalten zu steuern. Insofern reagiere ich auf Forderungen nach mehr Toleranz außerordentlich ignorant. [...]

Naja aber manchmal MUSS das Verhalten von bestimmten Gruppen in gewissen Maße gesteuert werden. Sehen wir ja selbst hier im Forum oft, sonst müsste es doch gar keine Mods geben. Weil an manchen Ecken einfach die Toleranz oder eben die Akzeptanz fehlt. Und wenn man sich dann schon Gedanken machen muss, einen Thread mit diesem Thema überhaupt zu eröffnen, weil es genug User gibt, die gewisse Werte einfach nicht kennen oder erkennen, dann finde ich es schon traurig. Mit etwas mehr Toleranz sähe die ganze Sache schon anders aus.
Gut man muss zugeben, dieses Forum hat dafür bei einigen Usern eine einfache Begründung. Sie sind psychsich krank. Das sind auch Sachen, die ich mir in diversen Situationen vor Augen führen musste. Sie können gar nicht reflektieren, wie sie sich hier geben und verhalten. Ich hingegen kann das meistens und neige daher eher dazu diese Menschen zu dulden.
Aber auch in anderen Foren / Gruppen gibt es das. Ganz extrem in Reitergruppen bei Facebook. Ehe ich da ein bild vom Reiten posten würde, müsste ich mich vermutlich betrinken, was da abgeht teilweise erinnert mich immer an ein Rudel Neandertaler.
Selbst Wölfe sind sehr viel disziplinierter. Denn sie haben genauso Regeln ...die werden da zugegebenermaßen auch mal etwas ruppiger durchgesetzt, aber so ein Wolfsrudel läuft rund. Da kennt jeder seinen Platz, wird einer mal aufmüpfig, hat er die Möglichkeit sich durchzusetzen. Tut ers nicht, wird er wieder an seinen Platz verwiesen.

Von daher, erachte ich Regeln für ein Miteinander als wichtig. noch wichtiger die Werte für dieses Miteinander.
 
Diese ausschliessliche Bedeutung kannte ich so nicht, bzw. war ich mir ihrer nicht bewusst. Dann muss ich wohl hinzu fügen, dass Toleranz bei mir mehr als die reine Duldung ist, weil ich das auch als abwertend beschreiben würde und nur weil ich etwas toleriere, heißt es ja nicht, dass ich es abwerten möchte. Also in meinem Verständnis. Danke für die Aufklärung 🙂





Für mich ist Toleranz schon eine positive Eigenschaft, solange sie wie oben beschrieben sich auch an gewisse Grenzen hält. Und für mich geht es vorallem darum, dass jeder ERSTMAL denken kann, was er will. Alles andere steht jedoch auf einem anderen Blatt.
Klar, wenn ich das auf die hungernden Kinder in Afrika beziehe kann ich das ganz toll so auslegen, jedoch denke ich, dass ist tatsächlich eher ein Missstand, der von vielen auf der Welt geduldet wird. Aber hoffentlich von nicht allzu vielen toleriert. Und Dulden meine ich damit, dass es einem nicht gänzlich egal ist, sondern dass man sich darüber im Klaren ist, es auch oftmals nicht schön findet, aber keinen wirklichen Handlungsantrieb hat.
Aber alles in allem, kann ich für mich Deine Fragen mit den Grenzen der Toleranz beantworten. Denn die sind einfach notwendig. Leider hatte ich im Eingangspost vergessen, darauf einzugehen 🙂



Naja aber was heißt denn für Dich Toleranz? und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das jetzt mit 'den Schwachen' zu tun haben soll.




Naja aber manchmal MUSS das Verhalten von bestimmten Gruppen in gewissen Maße gesteuert werden. Sehen wir ja selbst hier im Forum oft, sonst müsste es doch gar keine Mods geben. Weil an manchen Ecken einfach die Toleranz oder eben die Akzeptanz fehlt. Und wenn man sich dann schon Gedanken machen muss, einen Thread mit diesem Thema überhaupt zu eröffnen, weil es genug User gibt, die gewisse Werte einfach nicht kennen oder erkennen, dann finde ich es schon traurig. Mit etwas mehr Toleranz sähe die ganze Sache schon anders aus.
Gut man muss zugeben, dieses Forum hat dafür bei einigen Usern eine einfache Begründung. Sie sind psychsich krank. Das sind auch Sachen, die ich mir in diversen Situationen vor Augen führen musste. Sie können gar nicht reflektieren, wie sie sich hier geben und verhalten. Ich hingegen kann das meistens und neige daher eher dazu diese Menschen zu dulden.
Aber auch in anderen Foren / Gruppen gibt es das. Ganz extrem in Reitergruppen bei Facebook. Ehe ich da ein bild vom Reiten posten würde, müsste ich mich vermutlich betrinken, was da abgeht teilweise erinnert mich immer an ein Rudel Neandertaler.
Selbst Wölfe sind sehr viel disziplinierter. Denn sie haben genauso Regeln ...die werden da zugegebenermaßen auch mal etwas ruppiger durchgesetzt, aber so ein Wolfsrudel läuft rund. Da kennt jeder seinen Platz, wird einer mal aufmüpfig, hat er die Möglichkeit sich durchzusetzen. Tut ers nicht, wird er wieder an seinen Platz verwiesen.

Von daher, erachte ich Regeln für ein Miteinander als wichtig. noch wichtiger die Werte für dieses Miteinander.

Mein lieber herr gesangsverei 😀
Der untere absatz ist sowas von grotesk...
Du bist ja sooo reflektiert und tolerant...im gegensatz "zu den vielen psychisch kranken hier" die das ja gar nicht kennen und koennen, weil sie ja keine werte (er)kennen^^...
Du wuenschst dir regeln wie in einem wolfsrudel wo jeder den ihm zustehenden platz hat...mit dir als einem leittier selbverstaendlich, das auch mal ruppiger sein darf^^...
Hab ich deinen begriff von toleranz jetzt richtig verstanden?
Dich muss man nicht tolerieren, denn du machst eh alles richtig...aber du bruestest dich damit, dass DU andere immerhin manchmal tolerieren/dulden kannst weil du dir sagst, dass die nicht anders koennen, weil sie ja eh krank sind...
Alter schwede...
 
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