C
Chainless
Gast
Finde ich echt mal ne gute Interpretation & Umsetzung von Toleranz!
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Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.
Hallo Chainless,
schau mal hier: Toleranz - was heißt das für euch?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Toleranz bedeutet für mich grade die Sachen hinzunehmen, die ich am liebsten ausmerzen würde.
Ich muss nicht Muslime, Immigranten oder Sozialdemokraten 'tolerieren', denn ich habe nichts gegen sie.
Wohingegen ich die Ansichten einiger meiner Freunde, die christliche Fundamentalisten sind, tolerieren muss GERADE WEIL sie so schlimm sind für mich. Ich glaube nicht daran, dass Homosexualität eine Sünde ist, aber Toleranz heißt für mich hinter diesen Parolen den Menschen zu sehen.
Und dieser Mensch ist mein Freund, egal welche Ansichten ich 'tolerieren' muss bei ihm.
Warum ist Toleranz eine angeblich positive Eigenschaft?
Wenn ich sage, dieser oder jener ist mir schnurz egal, ist das zu fördern?
Man ist doch so unglaublich Tolerant zu Menschen die hungern oder in diesem überreichen Land, arm sind...
Phelia hat richtig von "Dulden" gesprochen... Ist dulden dann nicht auch unterlassen oder beleidigen?
Bin ich "Intolerant", wenn ich gegen rechte Gesinnung, Sozialdarwinismus und Überreichtum, insbesondere der Kirche, bin?
Wenn diese dabei ist, ihre weltliche Macht unbeobachtet, unter Aufwendung von viel bekundeter Toleranz, zum Monopol auszubauen?
Wenn Frauen ins Krankenhaus kommen und diese nicht aus religiöser Überzeugung behandelt werden?
Das sollte alles in meiner Toleranz liegen?
Spannend finde ich, was Toleranz im Wortsinne eigentlich heißt. Nämlich Duldung. Für mich hat jemanden oder etwas zu dulden etwas herablassendes.
Mir hat mal eine Freundin bei einem Menschen, den ich mochte, dessen Meinung ich aber nicht leiden konnte, geraten.
"Akzeptieren ohne es gut zu heißen"...das finde ich schöner als etwas zu "dulden".
Warum ist Toleranz eine angeblich positive Eigenschaft?
Wenn ich sage, dieser oder jener ist mir schnurz egal, ist das zu fördern?
Man ist doch so unglaublich Tolerant zu Menschen die hungern oder in diesem überreichen Land, arm sind...
Phelia hat richtig von "Dulden" gesprochen... Ist dulden dann nicht auch unterlassen oder beleidigen?
Bin ich "Intolerant", wenn ich gegen rechte Gesinnung, Sozialdarwinismus und Überreichtum, insbesondere der Kirche, bin?
Wenn diese dabei ist, ihre weltliche Macht unbeobachtet, unter Aufwendung von viel bekundeter Toleranz, zum Monopol auszubauen?
Wenn Frauen ins Krankenhaus kommen und diese nicht aus religiöser Überzeugung behandelt werden?
Das sollte alles in meiner Toleranz liegen?
Komm drauf was man selber für Werte mitbekommen hat und vorallem geschieht das meiste aus eigenem Interesse.
Da man ja vieles auslegen kann wie es einem passt ist es doch eh egal man kann dann immer noch auf die Schwachen zeigen.
Die Forderung nach Toleranz ist für mich vor allem ein moralisches Werkzeug einer meinungsbestimmenden Gruppe, das dazu dient, das allgemeine Verhalten zu steuern. Insofern reagiere ich auf Forderungen nach mehr Toleranz außerordentlich ignorant. [...]
Diese ausschliessliche Bedeutung kannte ich so nicht, bzw. war ich mir ihrer nicht bewusst. Dann muss ich wohl hinzu fügen, dass Toleranz bei mir mehr als die reine Duldung ist, weil ich das auch als abwertend beschreiben würde und nur weil ich etwas toleriere, heißt es ja nicht, dass ich es abwerten möchte. Also in meinem Verständnis. Danke für die Aufklärung 🙂
Für mich ist Toleranz schon eine positive Eigenschaft, solange sie wie oben beschrieben sich auch an gewisse Grenzen hält. Und für mich geht es vorallem darum, dass jeder ERSTMAL denken kann, was er will. Alles andere steht jedoch auf einem anderen Blatt.
Klar, wenn ich das auf die hungernden Kinder in Afrika beziehe kann ich das ganz toll so auslegen, jedoch denke ich, dass ist tatsächlich eher ein Missstand, der von vielen auf der Welt geduldet wird. Aber hoffentlich von nicht allzu vielen toleriert. Und Dulden meine ich damit, dass es einem nicht gänzlich egal ist, sondern dass man sich darüber im Klaren ist, es auch oftmals nicht schön findet, aber keinen wirklichen Handlungsantrieb hat.
Aber alles in allem, kann ich für mich Deine Fragen mit den Grenzen der Toleranz beantworten. Denn die sind einfach notwendig. Leider hatte ich im Eingangspost vergessen, darauf einzugehen 🙂
Naja aber was heißt denn für Dich Toleranz? und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das jetzt mit 'den Schwachen' zu tun haben soll.
Naja aber manchmal MUSS das Verhalten von bestimmten Gruppen in gewissen Maße gesteuert werden. Sehen wir ja selbst hier im Forum oft, sonst müsste es doch gar keine Mods geben. Weil an manchen Ecken einfach die Toleranz oder eben die Akzeptanz fehlt. Und wenn man sich dann schon Gedanken machen muss, einen Thread mit diesem Thema überhaupt zu eröffnen, weil es genug User gibt, die gewisse Werte einfach nicht kennen oder erkennen, dann finde ich es schon traurig. Mit etwas mehr Toleranz sähe die ganze Sache schon anders aus.
Gut man muss zugeben, dieses Forum hat dafür bei einigen Usern eine einfache Begründung. Sie sind psychsich krank. Das sind auch Sachen, die ich mir in diversen Situationen vor Augen führen musste. Sie können gar nicht reflektieren, wie sie sich hier geben und verhalten. Ich hingegen kann das meistens und neige daher eher dazu diese Menschen zu dulden.
Aber auch in anderen Foren / Gruppen gibt es das. Ganz extrem in Reitergruppen bei Facebook. Ehe ich da ein bild vom Reiten posten würde, müsste ich mich vermutlich betrinken, was da abgeht teilweise erinnert mich immer an ein Rudel Neandertaler.
Selbst Wölfe sind sehr viel disziplinierter. Denn sie haben genauso Regeln ...die werden da zugegebenermaßen auch mal etwas ruppiger durchgesetzt, aber so ein Wolfsrudel läuft rund. Da kennt jeder seinen Platz, wird einer mal aufmüpfig, hat er die Möglichkeit sich durchzusetzen. Tut ers nicht, wird er wieder an seinen Platz verwiesen.
Von daher, erachte ich Regeln für ein Miteinander als wichtig. noch wichtiger die Werte für dieses Miteinander.
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