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Todesfall und Geburtstag

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133763
  • Datum Start Datum Start
Danke an alle für eure Beileidsbekundungen, Glückwünsche und euren Antworten. 🌻

Ich möchte noch etwas bzgl meines Geburtstages ergänzen:
Ursprünglich sollte die Beerdigung ein paar Tage vor meinem Geburtstag stattfinden. Somit hätte es dann auch besser gepasst.
Nach dem Tod meines Vaters hatte ich auch keine sonderliche Lust meinen Geburtstag überhaupt zu feiern und das kommunizierte ich so auch.
Deshalb sagte ich dann auch die Feier ab und machte mir auch erst mal keine weiteren Gedanken darum. Für mich war mein Geburtstag weit entfernt und auch nicht mehr so wichtig.

Viel wichtiger war dann alles was so eine Beerdigung mit sich bringt. Ich unterstützte meine Mutter wo ich konnte. Da sie weder Führerschein hat, noch eine gute Busanbindung, habe ich sie überall hingefahren und auch Zeit mit ihr verbracht. Was meinem Bruder dann auch schon nicht recht war, aber sie unterstützen wollte er auch nicht. Ich hab es so stehen gelassen und dachte, ich muss das jetzt nicht zum Thema machen. Geärgert hat es mich aber schon.

Ich muss dazu sagen, dass er im selben Ort wohnt wie sie. Aber es war für ihn weder möglich sie bezgl der Beerdigung zu unterstützen, noch anderweitig für sie da zu sein.
Als meine Schwester dann da war, konnte ich dann auch mal wieder etwas Zeit für mich selbst nehmen. Was ihn dann auch wieder störte und er meinte, dass ich sie abschieben würde.

Im weiteren Verlauf ging es dann um Einkäufe und da waren sich meine beiden Geschwister einig darüber, dass ich das übernehmen sollte und meine Mutter meinte dann auch, dass sie das viel lieber mit mir über die Bühne bringen würde. Bei diesem Einkauf lästerte sie bei mir über beide.
Ich stand irgendwie nur neben mir. Für mich unverständlich, dass ich extra rüberfahren muss, obwohl beide Autos haben, aber gut für meine Mutter tat ich das.

Wir trafen uns bei ihr und verbrachten Zeit miteinander. Und irgendwann kam dann eben auch wieder mein Geburtstag zur Sprache und ich dachte es wäre vllt eine gute Idee anstatt bei ihr, an meinem Geburtstag eben bei mir zu sein. Somit wäre sie dann auch mal raus.
Soweit fand das auch Anklang.

Als sich der Beerdigungstermin dann verschob, hab ich das natürlich auch angesprochen, aber meine Schwester meinte dann, dass es doch einerlei sei ob wir jetzt am Vortag bei ihr oder bei mir zusammen sitzen würden. Und darum ging es ja auch. Um mehr nicht.

Und dann das.
Ich fühle mich ausgegrenzt und nach und nach kommen da noch andere Dinge raus.
Ich hätte es doch verstanden, aber um etwas zu verstehen muss ich erst einmal wissen.

Hab heute einen Termin mit ihr wahrgenommen, den mein Bruder natürlich nicht übernehmen konnte. Ich sagte ihr, dass ich enttäuscht darüber bin wie das alles gelaufen ist, dass ich das nur mal loswerden möchte und wir es dann dabei belassen können. Aber sie hat immer wieder davon angefangen, wie unmöglich die anderen sich verhielten. Sie wäre da in etwas reingezogen worden was sie überhaupt nicht befürwortet hätte. Und gleichzeitig gibt sie mir zu verstehen, dass ich mich falsch verhielt und ich doch eigentlich Verständnis aufbringen sollte.

Ich bin grad einfach nur platt und fühle mich leer.
 
Du bist sehr hilfsbereit...wenn du deiner Mutter so sehr hilfst.

Ich würde der Mutter sagen, daß sie nicht über andere Familienmitglieder lästern sollte.
Das Abwerten von Leuten kann Familien kaputt machen.
 
Liebe Shayanami,

zunächst auch von mir mein herzliches Beileid zu deinem Verlust!

Was ich zum Thema denke:
Ein Todesfall im engen Familienkreis kommt vermutlich für alle Beteiligten einer größeren Krise gleich.
Das führt oft dazu, dass die besten oder schlechtesten Eigenschaften der Menschen sichtbar werden, so je nach Temperament und Persönlichkeitsstruktur.

Wahrscheinlich war eure Interaktion schon immer so miteinander, aber ohne Krisenmodus ganz gut gedeckelt.
Dein Bruder war vielleicht schon immer "der Prinz" , nach dessen Nase alles gehen sollte - sogar dann, wenn es sich inhaltlich widerspricht (so wie in deiner Beschreibung, dass es ihm zwar nicht passt, wenn du bestimmte Dinge mit deiner Mutter regelst, aber selbst machen will er sie auch nicht) und deine Mutter hat schon immer das Fähnchen jeweils in den Wind gehängt.

Ich habe den Eindruck, deine Mutter ist der Dreh- und Angelpunkt: sie ist (wahrscheinlich generell, aber nach dem Verlust ihres Mannes umso mehr) nicht fähig, irgendwie Stellung zu beziehen.
Sie will es jedem ihrer Kinder recht machen, beklagt sich bei dir über deine Geschwister und wahrscheinlich andersherum auch, sonst wäre das an deinem Geburtstag nicht so unterirdisch abgelaufen.

Angesichts der momentanen Situation wirst du sie damit aber auch nicht konfrontieren können. Ich wäre vermutlich wütender auf sie als auf alle anderen - denn sie treibt mit ihrer Konfliktscheu das Konzept zwischen euch Geschwistern so an.
Ich selbst hatte eine Oma, die das mit mir und meiner Mutter so getrieben hat: weil sie zu feige war, Stellung zu beziehen, hat sie uns wahlweise erzählt, wie unmöglich die jeweils andere sich aufführt - daran fühle ich mich gerade sehr unangenehm erinnert.

Es gibt Literatur darüber, wie Kinder sich an welcher Stelle in der Geschwisterkonstellation entwickeln, einen Titel habe ich leider nicht parat, aber das fand ich mal ganz schlau zu lesen. Obwohl ich selbst nicht mal welche habe.
Um deinen Bruder würde ich an deiner Stelle wohl einen größeren Bogen machen, so grundsätzlich. Habt ihr auch irgendwas, was euch verbindet?
 
Es ging um ein familiäres Zusammensein anlässlich eines Geburtstages, der aufgrund eines Todesfalles und anstehender Beerdigung nicht groß bzw. verständlicherweise überhaupt gefeiert werden sollte.
Für mein Empfinden lese ich hier dafür zu oft die Formulierung "Geburtstag feiern".
Ich kann mir vorstellen, dass diese Formulierung innerhalb der Kommunikation evtl. auch zu oft unbedarft gefallen ist und am Ende des Tages eben doch missverstanden wurde.

Gegenseitiges Verständnis innerhalb der Angehörigen für diese Ausnahmesituation wird offenbar leider nicht aufgebracht, nur gegenseitiges Fordern dessen scheint im Vordergrund zu stehen.
Zusammenstehen und sich gemeinsam auf das Wesentliche zu besinnen, hat bei euch also leider irgendwie nicht sollen sein.
Das ist sehr sehr traurig, tatsächlich aber gar nicht so außergewöhnlich...

Wir bekamen das Feedback letztes Jahr mehrmals nachdem meine Mutter starb. "Es ist so gut, dass ihr euch nicht streitet und das ist gar nicht so selbstverständlich".
Ich bin da sehr froh drüber, denn Potenzial gab und gibt es mehr als genug.

Mein Beileid zum Verlust deines Vaters 🌺
 
Hab heute einen Termin mit ihr wahrgenommen, den mein Bruder natürlich nicht übernehmen konnte. Ich sagte ihr, dass ich enttäuscht darüber bin wie das alles gelaufen ist, dass ich das nur mal loswerden möchte und wir es dann dabei belassen können. Aber sie hat immer wieder davon angefangen, wie unmöglich die anderen sich verhielten. Sie wäre da in etwas reingezogen worden was sie überhaupt nicht befürwortet hätte. Und gleichzeitig gibt sie mir zu verstehen, dass ich mich falsch verhielt und ich doch eigentlich Verständnis aufbringen sollte.

Ich bin grad einfach nur platt und fühle mich leer.
Warum machst Du das immer noch mit? Läßt Dich willentlich zum Deppen machen, obwohl Du genau weißt daß nicht mal die Mutter zu Dir stehen wird? An Deiner Stelle hätte ich längst Land gewonnen und sie alle links liegen lassen. Sollen sich Bruder und Schwester um die Mutter kümmern wenn die was will, Du stehst ab sofort einfach nicht mehr zur Verfügung, Punkt, so einfach ist das. Wenn sie Dir die Ohren vollabern will, setz sie auf Ignore und blockier ihre Nummer. Respekt kriegt man nur wenn man ihn sich selber schafft, nicht indem man sich als Sklave anbietet, denn Deppen und Sklaven werden verachtet. Im Moment bist Du nichts anderes als das. Aber ausgesprochen hast Du Dich jetzt schon, jetzt mußt Du Taten folgen lassen. Außer Du willst daß sich nie was ändert.
 
Hab heute einen Termin mit ihr wahrgenommen, den mein Bruder natürlich nicht übernehmen konnte. Ich sagte ihr, dass ich enttäuscht darüber bin wie das alles gelaufen ist, dass ich das nur mal loswerden möchte und wir es dann dabei belassen können. Aber sie hat immer wieder davon angefangen, wie unmöglich die anderen sich verhielten. Sie wäre da in etwas reingezogen worden was sie überhaupt nicht befürwortet hätte. Und gleichzeitig gibt sie mir zu verstehen, dass ich mich falsch verhielt und ich doch eigentlich Verständnis aufbringen sollte.

Das finde ich äußerst ungut.

Was ist das mit deinem Bruder? Warum kann er "natürlich" Termine nicht übernehmen?

War deine Mutter immer schon so wankelmütig? Es ist verständlich, dass sie nach dem Tod des Mannes etwas neben der Spur ist. Trotzdem solltest du auf dich schauen. Eure Mutter wird älter, und bei dieser Dynamik wirst du vermutlich diejenige sein, die sich um sie kümmert bezüglich Pflege etc. Klärt rechtzeitig, wie das geregelt wird.
 
Erstmal mein Beileid.
Und nein, ich sehe nirgends, dass du pietätlos oder sonstwas warst.
Meine Mutter ist im Januar gestorben. Einen Tag nach meinem Geburtstag. An meinem Geburtstag lag sie im Sterben und wir haben den ganzen Tag auf den Anruf gewartet, dass es soweit ist. Trotzdem war ich abends mit meinem Freund essen, wie es geplant war anlässlich meines Geburtstags. Meine Mutter hätte auch nicht gewollt, dass ich das nicht mache.
Die Beerdigung war 3 Wochen später - und zwischendurch war ich noch eine Woche im Urlaub. Denn auch da wusste ich, dass meine Mutter nicht gewollt hätte, dass ich das storniere und stattdessen trauernd Zuhause sitze.

Ist ja okay, wenn deine Familie kein Beisammensein zum Geburtstag wollte - aber das hätten sie direkt sagen können und dann hätten sie auch nicht shoppen gehen sollen.
Alles richtig gemacht, aus der Sicht eines Papas. Die Absage eines geplanten und bezahlten Urlaubs bringt einen geliebten Menschen nicht zurück. Auch das Dinner ist absolut unproblematisch.
 
Liebe TE,
erstmal herzliches Beileid zum Tode deines Vaters.
Das Verhalten deiner Familie finde ich irgendwie unterirdisch. Sie hätten zu dir sagen sollen, du sorry uns ist nicht danach zu deinen Geburtstag zu feiern. Das wäre der richtige Weg gewesen.

<<<<Dass dir dann auch noch Pietätlosigkeit vorwerfen, während sie in aller Ruhe ohne dich "Bummeln" gehen (was verstehst du darunter?), setzt da noch eins drauf. Das finde ich schon unverschämt und das kann man auch nicht mit "sie wussten halt nicht wie sie sich verhalten sollen" entschuldigen<<<
Na und dieses Verhalten von denen ist ja auch noch unterirdisch und dir dann noch Pietätlosigkeit vorzuwerfen. Da wären von meiner Seite her auch klare Worte gekommen.
 
Ehrlich gesagt, bekomme ich das Gefühl, dass deine Mutter euch unabsichtlich oder bewusst gegeneinander ausspielt. Bei dir lästert sie über die anderen zwei. Bei ihnen verschwört sie sich an deinem Geburtstag zum Bummeln und dann war es aber der eifersüchtige Bruder, sie kann nichts dafür, aber du hast dich dennoch falsch verhalten. Die Geschwister hassen sich und sie ist fein raus.
 
Danke an alle für euer ehrliches Feedback. 🌷

Bummeln bedeutet aus Freude durch die Stadt zu schlendern ohne etwas zu brauchen.
.
Ich habe mir gestern einfach mal "frei" genommen und bin nicht zu meiner Mutter gefahren.
Hieß auch, dass mein Bruder ja da sei und ich nicht zu kommen bräuchte.

Mir tat die kleine Auszeit gut und sie hat mich auch auf andere Gedanken gebracht.
 

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