Ähm, eine wirklich merkürdige Antwort. Du weißt nicht mehr, wie es war, als deine Kinder entführt wurden, du weißt aber, dass DU eine falsche Entscheidung getroffen hast, und wirfst deiner Mutter vor, dass sie dich nicht daruf hingewiesen hat?
Das verstehe wer will und kann.
Naja, wenn der Vater die Kinder mit in sein außereuropäisches Heimatland nimmt und nicht wieder zurück bringt, ist das Kindesentführung. Falsch entscheiden als Mutter kann man, wenn man dieser Reise zustimmt, in dem Glauben, Mann und Kinder kommen wieder.
Es kommt großem Glück nahe, dass die Tochter wieder da ist. Viele Fälle gehen nicht so aus. Die Kinder sehen ihre Mutter nie wieder und umgekehrt.
@TE
Mir fällt aber schon auf, wie wenig es Dir gelingt, mal von diesem ganzen Schuldkram zurückzutreten und auch Deine Anteile an dem Ganzen zu betrachten. Wahrscheinlich, weil es zu schmerzlich ist.
Ich kann das gut nachvollziehen, denn der Vater meiner Kinder und ich haben auch ziemlichen Schaden angerichtet und ich ringe mit der Schuld. Einige Entscheidungen, die ich damals traf, würde ich heute anders treffen. Aber ich weiß auch, dass ich damals nicht anders konnte. Das hilft nur meinen Kindern nichts, denn sie haben jetzt den Salat und müssen mit dem leben, was wir damals angerichtet haben.
Auch meine Mutter war mir in der Zeit eine große Stütze und hat aber auch mit großen Schaden angerichtet. Alle drei Erwachsenen waren wir verantwortlich.
Was bleibt uns? Für die Kids da sein, gesprächsbereit sein, sich anhören, was sie zu sagen haben, sich in Liebe abgrenzen und ansonsten darauf vertrauen, dass sie ihr Leben schon meistern werden. Nichts verlangen, nichts erwarten und schon gar nichts vorwerfen. In der Position bist Du nicht. Und sowieso ist das ja nie zielführend.