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Tochter wechselt beste Freundinnen

Jessica133

Aktives Mitglied
Hallo,
jetzt habe ich durch eine andere Klassenkameradin endlich mitbekommen, was meine Tochter (12 Jahre) in der Schule gerade so stresst.
Sie hat wieder mal eine neue beste Freundin und die letzte "Bestie" hat deshalb einen riesen Zickenkrieg begonnen. Die beiden Keifen sich in der Schule wohl nur noch an.
Ich weiß ja offiziell nichts und werde sie auch nicht darauf ansprechen. Aber ich mache mir Gedanken, weil ich es tatsächlich schon öfter mitbekommen habe, dass meine Tochter Feuer und Flamme für eine neue Freundin ist, die alte Freundin weniger beachtet wird und wenn es gut geht eine von vielen Freundinnen ist, mit denen man sich ab und zu Mal trifft aber eben nicht mehr so dick wie einstmals.
Kennt ihr solche Menschen/Kinder/Jugendliche? Wieso ist das so? Ich hatte von der 5. Klasse bis zur Ausbildung nur eine beste Freundin, deshalb kenne ich das gar nicht. Ich kann tatsächlich das andere Mädchen verstehen, daß sie enttäuscht ist.
An sich ist meine Tochter aber eher die ruhige angepasste in der Klasse und nicht eine der tonangebenden.
 
Kennt ihr solche Menschen/Kinder/Jugendliche? Wieso ist das so? Ich hatte von der 5. Klasse bis zur Ausbildung nur eine beste Freundin, deshalb kenne ich das gar nicht.
Lass sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Der Freundeskreis wird sich noch ein paar Mal ändern und vllt auch die beste Freundin. Außerdem heißt es noch lange nicht, dass die beiden später nicht doch wieder ganz dicke werden. Und laub nicht alles was man dir erzählt. Diese Infos stammen ja auch nur von einer 12 jährigen. Und da ist immer alles super dramatisch.
 
Danke für deine Antwort.
Ich lasse sie ja auch und werde mich nicht einmischen. Aber es wirft in mir Fragen auf, warum sie ihre Freundinnen so wechselt. Von BFF zu whatever. Also ich kenne es ebenfalls von Zuhause, sie ist sehr leicht von Dingen zu begeistern und auch da Feuer und Flamme, bis es ihr langweilig wird und es was Neues geben muss. So wird sie es in der Zukunft schwer haben. Oder aber sie hat dann halt nicht die festen Freundinnen sondern mehrere Gute?!
 
Ich vermute, dass sie sich an einer Art mainstream orientiert, die nicht Ältere vorgeben, sondern gleichaltrige.

Da die ebenso wenig Erfahrungen haben, kommen sie zu einem Mischmasch an Ergebnissen, die vorüber gehend richtig sind - aber nicht das reflektieren, was beigebracht wurde.

Allerbeste Freundinnen kann man heute via Widerrufsrecht abwählen, wie man ebenso mit einem Klick auf sozialen Seiten ändern kann, mit wem man gerade "zusammen " ist.

Die Diskussion, was überhaupt beste Freunde sind und was zusammen sein bedeutet, entwickelt sich erst noch, indem die Leute sich vom Einheitsbrei der Allgemeinbildung zu Individuen mit besonderen Charakterzügen und Fähigkeiten entwickeln, die man erst mal betrachten, dann werten und zuletzt zu schätzen oder abzulehnen versteht.
 
wird sie es in der Zukunft schwer haben
Ich sehe das genauso, es ist jetzt halt die Frage, ob du sie darauf aufmerksam machsen solltest oder nicht.

Diese "klick; und next please" Haltung mag ja momentan dem Zeitgeist entsprechen (vielleicht ist das dann auch meinem Alter geschuldet), aber solche Menschen bzw. deren Meinung werden von mir nicht für voll genommen, bzw. haben Null Gewicht.
Und vielleicht sehen das andere Persone ähnlich.

Feuer und Flamme, bis es ihr langweilig
Dann ist es ja scheinbar ein Verhalten, das sie generell an den Tag legt.

Ist ihr denn bewußt, daß jegliche Entscheidung eben Konsequenzen mit sich bringen, auch unangenehme?, oder schiebt sie das weg und ignoriert sowas?, bzw. ist sie in der Lage das ganze zu refektieren?
Ich würde sie echt mal fragen, wie sie sich denn bei sowas fühlen würde?

Wenn du dich entschließt das Thema anzusprechen, solltest du das nicht nur auf die Sache mit der Freundin reduzieren, und das ganze "Gehabe" im Auge behalten, bzw. ihr das auch so vermitteln, meiner Meinung nach.
Jetzt hättest du noch die Möglichkeit einzugreifen, in 2-3 Jahre ist der Zug endgültig abgefahren.
 
Das ist doch normal. Deine Tochter muss ihre eigenen Erfahrungen machen und du musst das aushalten.
 
Aber ich mache mir Gedanken, weil ich es tatsächlich schon öfter mitbekommen habe, dass meine Tochter Feuer und Flamme für eine neue Freundin ist, die alte Freundin weniger beachtet wird und wenn es gut geht eine von vielen Freundinnen ist, mit denen man sich ab und zu Mal trifft aber eben nicht mehr so dick wie einstmals.
Kennt ihr solche Menschen/Kinder/Jugendliche? Wieso ist das so?

Ich denke, du musst dir da keine Gedanken machen, das klingt ziemlich normal.
Deine Tochter ist eben ein Prototyp, keine Kopie von dir. 😉
Sie hat ein Sozialleben, nur anders, als du es kennst.


Erzählt sie dir allgemein wenig? Dass du von Dritten etwas erfährst, mit ihr nicht darüber reden kannst, wirkt wenig eng und vertraut. Kann aber auch Typsache sein, ist anhand des winzigen Einblickes nicht einschätzbar.

Also ich kenne es ebenfalls von Zuhause, sie ist sehr leicht von Dingen zu begeistern und auch da Feuer und Flamme, bis es ihr langweilig wird und es was Neues geben muss. So wird sie es in der Zukunft schwer haben.

Das muss keineswegs sein.
Deine Sicht klingt ein wenig negativ, das kann aber doch durchaus positive Begleiterscheinungen gaben.
Vielleicht sprüht sie deshalb vor neuer Ideen?
Ist gut in Lösungsfindung?
Kann sich gut an neue Situationen anpassen?
...
Überleg mal, was dir da einfällt; was trifft auf deine Tochter zu?

Seid ihr insgesamt sehr verschieden?
Ein bischen klingt das für mich nach "meine Tochter, das fremde Wesen".

Ich denke, ihr Wesen wäre sogar hilfreich dabei, sie zu einem unabhängigen Menschen werden zu lassen. Resistent gegen Gruppendruck.
Das kann schützen.
Und sie stark und autark durchs Leben gehen.
 
Sie hat wieder mal eine neue beste Freundin und die letzte "Bestie" hat deshalb einen riesen Zickenkrieg begonnen. Die beiden Keifen sich in der Schule wohl nur noch an.
Ganz normales Verhalten würde ich sagen. Je früher sie solche Erfahrungen macht um so besser. Das gehört alles zum Erwachsen werden dazu.

Aber ich mache mir Gedanken, weil ich es tatsächlich schon öfter mitbekommen habe, dass meine Tochter Feuer und Flamme für eine neue Freundin ist, die alte Freundin weniger beachtet wird und wenn es gut geht eine von vielen Freundinnen ist, mit denen man sich ab und zu Mal trifft aber eben nicht mehr so dick wie einstmals.
Vielleicht mag sie es nicht sich fest zu legen und hat lieber die große Auswahl. Oder sie merkt nach einiger Zeit, dass die Freundin doch nicht so ist, wie sie es sich wünscht.
Frag sie doch einfach mal. Dann wirst du vielleicht ihre Motive verstehen.

Ich kann tatsächlich das andere Mädchen verstehen, daß sie enttäuscht ist.
Vielleicht ist deine Tochter ja auch von ihr enttäuscht, weil sie irgendwas gemacht hat. Ist schwierig wenn man da nur die eine Seite kennt.

Ich würde mich an deiner Stelle mehr bemühen, eine gute Beziehung zu deiner Tochter zu haben und ihre Sicht auf die Dinge zu kennen.
 
Vielen Dank für eure vielen Antworten, ich habe mir da schon was rausgezogen.
Generell habe (hatte?) ich eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Tochter.
Früher hat sie mir auch mehr erzählt. Vor ein paar Wochen habe ich dann nachgehakt, weil ich das Gefühl hatte, in der Schule ist was und da erklärte sie mir, dass ich nicht alles wissen müsste, Noten und Verhalten wäre für mich wichtig, das andere wäre ihre Privatsphäre.
Ich schiebs gerade auf ihre Pubertät und eigentlich wissen meine beiden Kinder (Großer ist 15) dass sie immer zu mir kommen können.
Das mit dem Wechsel der Freundin habe ich halt gestern erst erfahren und es ist mir da auch erst bewusst geworden, dass es schon ein Muster bei meiner Tochter hat. Mag natürlich sein, dass meine Tochter ihre Gründe hat, sich zu distanzieren. Die Andere ist auch nicht ohne habe ich gemerkt, als sie sich noch getroffen haben.
Ihr schreibt auch vermehrt, dass ich mit ihr drüber sprechen soll, aber das wehrt sie im Moment ab. Sie meint, ich würde ihr dann "immer" mit "dummen" Ratschlägen kommen und es nicht einfach lassen können. Auch das war mir nicht bewusst, und darauf werde ich achten, wenn es mal wieder ein Thema gibt ;-)
Aus euren Antworten habe ich aber auch herausgenommen, dass ihr Verhalten wohl auch zu einem gewissen grad normal ist, die große Erklärung fehlt mir noch, warum manche Menschen so sind, aber ja, kommt sicher immer auch auf die Hintergründe an. Mit den früheren "besten" Freundinnen trifft sie sich ja ab und an auch noch und schreibt und redet mit ihnen. Nur eben nicht so stark, wie zu Beginn der Freundschaft.
Da könnte ich mal meine Schwester fragen, wie es bei ihr so war. Sie waren eine eingeschworene Clique von Mädchen, aber ich wüsste nicht, dass sie die eine beste Freundin hatte. So wie zum Vergleich eben ich.
 

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