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Therapie?

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watchyourhabits

Gast
Hallo, Forum.

Ich habe mich endlich dazu durch gerungen, mir einen Termin beim Psychologen zu holen - Depression.
Nun wo ich ihn habe, Zweifel. Ich denke nicht, dass es mir bekommt, von irgendeinem Idioten "analysiert" zu werden.

Das Ding ist: Ich möchte nicht nicht, dass mir hier gut zugeredet wird, ich solle das doch durchziehen.
Ich möchte negative Erfahrungen anderer, die sich solche Hilfe gesucht haben, um reinen Gewissens wieder absagen zu können.

Jemand hier mit Abschreck-Therapie-Berichten für mich?

Danke!
 

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Phyllis

Gast
Ich möchte ungern hier eine Therapie verteufeln, es hängt immer davon ab, welche Art von Therapeuten du dir aussuchst, ob du mit deinem Psychologen/Therapeuten klarkommst und aus welchen Gründen du eine Therapie machst.
Ich bin mal von meinen Eltern zu einer Tiefenpsychologischen Therapeutin geschickt worden, und zwar nach dem Motto: "Therapie oder Jugendknast". Obwohl ich nciht mal kriminell war. Jedenfalls hat sie mir mit einer Traumabehandlung geholfen, aber meine Ängste konnte sie nicht behandeln. Nachdem ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen hatte, verschwanden spontan alle meine Krankheitssymptome, keine Persönlichkeitsstörung mehr, keine Depressionen, keine Wutausbrüche, kein gar nix. Und weil sie damals das Debakel mit meinen Eltern miterlebt hat, und ich sie bat, mir zu bescheinigen, dass ich nicht wieder heim soll, weil meine Eltern versuchten, mich wieder nach hause zu holen, meinte sie nur, ihr Zuständigkeitsbereich beschränke sich auf unsere Gespräche, sie würde mir gar nichts bescheinigen. Ich hab nicht mal eine Diagnose bekommen.
Wir sind irgendwann total aneinandergeraten, weil ich merkte, dass ich mir selbst am besten helfen kann, vielleicht auch, weil ich mich früh schon extrem mit dem Thema Psychologie auseinander gesetzt habe, und sie versuchte, mich durch Schuldzuweisungen in ihrer Praxis zu halten, ich habe also nach knapp zwei Jahren Therapie vorzeitig abgebrochen. Damit geht es mir deutlich besser.
Die Frage für dich ist, ob du eine Therapie für notwendig hältst, das hängt davon ab, ob du einen Leidensdruck hast, es dir also schlecht geht. Ob du deinen Alltag ohne Probleme meistern kannst und ob du eine Gefährdung für dich und/oder deine Umwelt bist. Wenn du jetzt Zweifel an deiner Entscheidung hast, war es entweder nicht der richtige Psychologe oder du bist einfach nicht bereit für eine Therapie. Wenn du da wirklich einen Rat haben möchtest, schildere deine Probleme deinem Hausarzt, der kann dir, falls notwendig, eine Therapieform und sogar einen Therapeuten empfehlen. Wenn er dir die Therapie verordnet, bekommst du sogar fast die gesamten Kosten von der Krankenkasse rückerstattet.
 
S

Schatten2oo9

Gast
Da hat jemand Angst :) Vor dem Neuen, vor dem Öffnen und wahrscheinlich ganz vielen anderen Sachen.

Das gehört dazu, zu Veränderung. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er behält lieber schlechtes, als das Schlechte zu bessern, einfach weil er weiß wie es ist und es so ja auch läuft :)

Geh halt mal hin, vllt findest Du dann Gründe zum Aufhören... oder vllt sogar viele weiter zu machen. Nur Mut.
 
W

watchyourhabits

Gast
Wenn du jetzt Zweifel an deiner Entscheidung hast, war es entweder nicht der richtige Psychologe oder du bist einfach nicht bereit für eine Therapie. Wenn du da wirklich einen Rat haben möchtest, schildere deine Probleme deinem Hausarzt, der kann dir, falls notwendig, eine Therapieform und sogar einen Therapeuten empfehlen. Wenn er dir die Therapie verordnet, bekommst du sogar fast die gesamten Kosten von der Krankenkasse rückerstattet.
Um die Missverständnisse aus dem Weg zu räumen:
Ich war noch nicht dort, bis zu dem Termin ist es noch ne ganze Weile hin.
Beim Hausarzt war ich, von ihm hatte ich die Adresse.

Die Antwort an sich allerdings war in etwa das, was ich suchte. Dank an Phyllis.

Mehr davon?
 

Ozymandias

Aktives Mitglied
Wenn du dich nicht bereit fühlst, dann mach keine Therapie. Mit der Einstellung, dass du zu "einem Idioten" gehst wird dir die Therapie aller Wahrscheinlichkeit nach sowieso nicht viel helfen.

Was soll es jetzt bringen, wenn du gar keine positiven Berichte hören willst und dich nur auf die negativen Erfahrungen anderer Menschen fixierst? Dann steht doch deine Entscheidung schon fest. Ein reines Gewissen werden dir auch die Erfahrungen anderer Menschen nicht geben können, denn die hatten zum Einen nicht denselben Therapeuten und zum Anderen hat jeder andere Voraussetzungen.

Also entweder du gehst hin und gibst der Therapie eine Chance oder du lässt es bleiben, weil du dich dafür noch nicht bereit fühlst. Diese Entscheidung kannst du aber nicht an den negativen Erfahrungen anderer fest machen. Und wenn du unbedingt Erfahrungen hören möchtest, dann würde ich mir beide Seiten anhören und nicht nur die negativen um dir das Gefühl zu geben "ich habs ja gewusst, das bringt eh alles nix".
 
A

Anythingbutme

Gast
Hallo,

ich kann deine Zweifel gut verstehen. Ich mache auch seit kurzem eine Therapie (Verhaltenstherapie), diagnostiziert wurde bei mir eine depressive Verstimmung/leichte Depression.

Ich finde meinen Therapeuten ziemlich nett und habe meistens ein gutes Gefühl, was die Therapie betrifft. Doch natürlich zweifle auch ich ab und zu - ob das alles wirklich etwas bringt, ob es mir tatsächlich weiterhelfen kann.

Aber ich denke, auf den Versuch ankommen lassen sollte man es schon. Natürlich ist man sehr nervös vor einem ersten Termin, doch möglicherweise kann die Therapie dir wirklich die Unterstützung geben, die du brauchst.

Geh doch einfach mal hin und lasse dich überraschen. Und wenn es mit diesem Therapeuten nicht klappen sollte, gib zumindest noch einem anderen Therapeuten eine Chance.

Viel Glück
anythingbutme
 

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    @ Lustikuss01: Ich häng ja nicht dauernd dran^^

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