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Therapie wegen Mathephobie

M

Matheangst

Gast
Hey ihr Lieben…

Ich habe ein großes Matheproblem. Nur dass es bei mir nicht viel damit zu tun habe dass ich Rechenschwierigkeiten habe oder Zusammenhänge nicht verstehe sondern viel mehr damit, dass mir früher gesagt wurde dass ich Mathe nie können werde und es hat sich eingebrannt und zu einer Phobie entwickelt.

wenn ich Mathe auch nur höre fange ich an zu weinen, bin komplett blockiert, schaffe keine einzige Aufgabe und kriege es auch nicht hin zu lernen, weil ich einfach so schiss habe das nichts mehr geht. Vor Klausuren kann ich nicht schlafen oder habe teilweise auch körperliche Symptome wie Erbrechen. Mathe ist nicht mein stärkstes Fach, aber allein von meiner Leistung her bewege ich mich im Bereich einer 3. Durch die Blockade werde ich da aber massiv ausgegrenzt und sehe mein matheabi in Gefahr. Ich nehme bereits Nachhilfe und die hilft mir zwar mit dem rechnerischen, aber meine Angst nimmt sie mir nicht.

Ich habe über eine Therapie nachgedacht, habe damit aber als Kind ganz schreckliche Erfahrungen gemacht und sperre mich da innerlich massiv gegen. Jetzt hab ich keine Ahnung was ich machen soll : Therapie und riskieren dass es dadurch schlimmer wird oder nichts tun und riskieren dass es dadurch schlimmer wird…

Ich hoffe ihr könnt mir helfen
 

Schroti

Urgestein
Nicht alles, was wir ungern und nicht besonders gut machen und daher zu meiden versuchen, ist eine "Phobie".
Mathe in der Oberstufe ist der Hammer, aber irgendwie wurstelt man sich durch. Indem du deiner Abwehr diesen Namen gibst, erhöhst du künstlich den Stellenwert der Mathematik für dein Leben.
Mathe alleine wird und kann dir kein Abi versauen, da du eine bestimmte Anzahl von Defizitkursen haben darfst. Müssen halt immer MEHR als null Punkte sein, aber einen kriegt man hin. ;)
Ich würde hier keine Therapie anraten, sondern rationalisieren und mich nicht weiter in die Abwehr hineinsteigern.
 
M

Matheangst

Gast
Nicht alles, was wir ungern und nicht besonders gut machen und daher zu meiden versuchen, ist eine "Phobie".
Mathe in der Oberstufe ist der Hammer, aber irgendwie wurstelt man sich durch. Indem du deiner Abwehr diesen Namen gibst, erhöhst du künstlich den Stellenwert der Mathematik für dein Leben.
Mathe alleine wird und kann dir kein Abi versauen, da du eine bestimmte Anzahl von Defizitkursen haben darfst. Müssen halt immer MEHR als null Punkte sein, aber einen kriegt man hin. ;)
Ich würde hier keine Therapie anraten, sondern rationalisieren und mich nicht weiter in die Abwehr hineinsteigern.
Ich finde leider definitiv, dass Abwehr hier nicht das richtige Wort ist. Das klingt, als hätte ich schlicht und einfach keinen Bock auf Mathe und irgendwie verletzt mich das weil ich es ja wirklich schon jahrelang probiere und einfach nicht schaffe, weil sich die Angst eingebrannt hat. Und sich „einfach nicht weiter reinsteigern“ finde ich nach 12 Jahren eine etwas heftige Aussage weil ich nicht einfach aufhören kann Angst zu haben. Ich will ja, ich kann nur einfach nicht - und ich finde es eigentlich fast dreist von einem fremden Menschen zu kommen und zu sagen „ja du hast halt schlichtweg keinen Bock, Reiß dich zusammen und mach einfach“, weil das die Situation nicht mal ansatzweise beschreibt
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Note 3 ist jetzt nicht schlecht und ich gehe mal davon aus, dass du Mathe jetzt nicht unbedingt als Leistungskurs gewählt hast.

Wahrscheinlich hilft dir nur viel Mathe zu üben und dabei sicherer zu werden. Hier in Bayern gibts z.B. die Prüfungsaufgaben der letzten Jahre pro Fach zu kaufen - inklusive Lösungen. Wenn du die vor dem Abi durcharbeitest, bist du gut vorbereitet. Das ist in anderen Bundesländern sicher ähnlich.
Nachhilfe nimmst du ja schon, ansonsten hätte ich dir das jetzt vorgeschlagen.

Und dann könntest du noch verschiedene Entspannungstechniken ausprobieren um dich selbst etwas abzufangen, bevor du in Panik gerätst.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Ich meine: Klar, eine Therapie kann man immer machen, aber vielleicht hilft als erster Schritt auch ein wenig "Selbsttherapie". Ich kenne jemanden, dem ging es genauso: Die war dermaßen blockiert und auch voller innerer Ablehnung gegen das Fach Mathe, dass sie wirklich total neben sich stand und die einfachsten Rechenaufgaben nicht lösen konnte. Das ging so weit, dass sie als Gymnasiastin in der 10 Klasse kaum die Grundrechenarten beherrschte. Nur weil man ihr in der Grundschule mal irgendiwe Angst gemacht hat. Sie hatte wohl einen Kommentar von einer nicht allzu sensiblen Lehrerin bekommen und von dem Moment an wars aus.
Der "Witz" bei der Sache war: Sobald sie die Matheaufgaben NICHT als solche erkannte (also die Assoziation zum Unterricht nicht zog) hatte sie auch keine Ablehnung und konnte rechnen.
Also zB beim Einkaufen war es kein Problem, aber in der Schule schon.
Das war sehr seltsam aber irgendwie zeigt es doch auch: Man kann es ablegen. Dazu gehört aber meiner meinung nach nicht in erster Linie eine Therapie, sondern man muss das ganze versuchen, für sich positiv zu belegen.
Etwas anderes würde eine Therapie nämlich auch nicht machen.
Also positive Assoziationen mit Mahte wecken.
Das könntest Du doch mal versuchen: ZB über Youtubekanäle wo es um verschiedene spannende Aspekte von Mathe geht. Es ggeht ja nicht nur um das Schulfach sondern um viele spannende Vorgänge in der Realität. Und wenn Du da mal Deinen Horizont erweiterst, wirst Du Schritt für Schritt lernen, das ganze Thema positiv zu besetzen.
Wie gesagt: Ich bin sicher, in einer Therapie würde man auch nichts anderes machen: Man würde schritt für Schritt versuchen, Dich dazu zu bringen, das Fach positiv zu sehen: Das kannst Du letztlich eh nur alleine machen. Ein Therapeut könnte dich nur ein wenig anleiten, aber vielleicht schaffst Du es auch allein.
Such Dir doch mal Youtubevideos raus, wo Mathe spannend gemacht wird, oder einen Film, wo der Held ein Mathegenie ist.
Ich haba Mathe auch immer gehasst aber als ich mich dann in einen Jungen verknallt habe, der Mathekrack war fand ichs plötzlich total toll....ja so läuft das manchmal. ;)
 

Binchy

Sehr aktives Mitglied
Manchmal hilft es auch, sich innerlich gut zuzureden und sich zu beruhigen, sich z.B. sagen: das ist jetzt ganz leicht, ich verstehe das jetzt ganz leicht.

Oder aber mit Visualisierungen arbeiten: also Dir konkret vorstellen, wie Du eine Matheaufgabe ganz leicht löst, wie Du Dir gedanklich sagst, dass es doch ganz einfach war und wie Du gedanklich erleichtert aufatmest. Diese Vorstellung wie einen kleinen Film innerlich ablaufen lassen und versuchen, diese Erleichtung auch wirklich zu fühlen.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Ich führe öfters Aufsicht in Matheschulaufgaben und was die Schüler so fertig macht an Mathe ist halt die sofortige Rückmeldung, dass was nicht klappt.
In anderen, textbasierten fächern kann man sich noch einbilden, dass man viel geschrieben hat und das deshalb ganz gut passt.
Ist dem nicht so, kann einen halt der Lehrer nicht leiden oder sonst was...
man findet immer eine Ausrede, dass es einem besser geht.
Das funzt in Mathe nicht. Das ist trial und sichtbarer error.
Wie widerstandsfähig bist Du denn sonst so, heulst Du schnell los, wenn Du mit Deinen Fehlern konfrontiert wirst? Enziehst Du Dich eher, als dass Du was anpackst?
 
M

MaraMandelbaum

Gast
Ich führe öfters Aufsicht in Matheschulaufgaben und was die Schüler so fertig macht an Mathe ist halt die sofortige Rückmeldung, dass was nicht klappt.
In anderen, textbasierten fächern kann man sich noch einbilden, dass man viel geschrieben hat und das deshalb ganz gut passt.
Ist dem nicht so, kann einen halt der Lehrer nicht leiden oder sonst was...
man findet immer eine Ausrede, dass es einem besser geht.
Das funzt in Mathe nicht. Das ist trial und sichtbarer error.
Wie widerstandsfähig bist Du denn sonst so, heulst Du schnell los, wenn Du mit Deinen Fehlern konfrontiert wirst? Enziehst Du Dich eher, als dass Du was anpackst?
Also ich bin eigentlich überhaupt nicht nah am Wasser gebaut und kann mit Fehlern eigentlich auch recht gut umgehen. Es macht mich eher sauer statt traurig und dann gebe ich erst recht Gas - normalerweise!!
Aber bei Mathe ist das irgendwie komplett anders. Da bin ich auch tatsächlich so dass ich entziehe, weil ich einfach schon so oft angepackt habe und nichts half!! Das ist halt einfach sehr tief verankert bei mir und deswegen hat die Art wie ich sowas sonst löse auch nicht viel mit diesem Problem zu tun. Außerdem bin ich eigentlich echt sehr gut in der Schule und bin ziemlich sensibel was das Thema angeht und da tut es natürlich weh mit dem einzigen schlechten Fach konfrontiert zu werden.
 

Binchy

Sehr aktives Mitglied
Wie sind Deine sonstigen Noten? Wäre es eine Möglichkeit, alles zu geben in den Fächern, wo Du gut bist und gute Noten hast, so dass, selbst wenn Mathe z.B. eine 6 wäre oder 0 Punkte, Du trotzdem noch einen guten Durchschnitt hättest?
 

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