Hollunderzweig
Sehr aktives Mitglied
Ich denke stottern ist ihr Haupt Problem, so darum möchte ich gerne wissen ob es psychische Gründe gibt!
Mir ist ein Fall in Erinnerung, wo jemand komplett raus war aus einem Tick, wenn er musiziert hat.
Ob das nicht so etwas ist, wie ein Programmfehler, Hemmung, Blockade, verkehrt koppeln, ein Reaktionsmuster, das sich manifestiert hat und das bei Tiefenentspannung ( wie man beim Musizieren oft hat) umgangen wird?
Bei mir war als Jugendliche Erröten ein mords Problem- je mehr ich verhindern wollte, dass ich rot werde, umso roter wurde ich. Das ist ein "vegetativer" nicht vom Willen gesteuerter Vorgang- ( wie Stottern ja auch ist) nun hat mir dann jemand geraten, werde absichtlich rot, lass dir ein Vergnügen sein, so richtig rot zu werden. Ich habe es versucht, das gelang nicht. Das soll deshalb nicht gelingen, weil das ein Paradox ist für das Gehirn, es ist wie bei spontanem Lachen, oder wenn man gekitzelt wird- mit Absicht klappt das nicht.
Ich weiß, das klingt so einfach, aber mir hilft immer wieder in Übertreibung zu gehen, um eine Situation zu entschärfen. Zb- ach habe ich Angst, nein aber so was von Angst- weg ist sie, diese Angst, ich habe ihr den Zunder genommen, rein durch dieses eigentlich humoristische Umgehen damit. Ach ist das schwer, das ist aber so was von schwer... und zugleich kommt ans Licht, das ist man selber, der alles so schwer sieht- oder eben nicht mehr.