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Tavor / Lorazepam auf Rezept für immer.... wenn nichts mehr gegen Ängste hilft? (Benzodiazepine)

G

Gelöscht 114642

Gast
Hallo an alle,

da ich an diversen psychischen Störungen leide, wie auch unter Ängsten und Zwängen und daraus resultierenden Depressionen....frage ich mich was noch helfen kann?

Ich habe Antidepressiva, Therapien, Klinikaufenthalte usw....probiert....aber die Angst ist immernoch da...

Ist auch Traumabedingt...

Soziale Phobie, Agoraphobie, Dysmorphophobie, Panikattacken, Angst vor Allem....

Ich schaff es nie alleine einkaufen zu gehen...allgemein gar nichts mehr....

Mir gehts manchmal so schlecht, dass ich zittere und mich übergeben muss usw... oft jeden Tag...

Ich habe für Notfälle Tavor / Lorazepam....dann gehts es...mir gehts nicht super duper, aber es macht das Leben erträglich...ich möchte auch wieder arbeiten gehen...

Ich weiß, es macht abhängig und ich nehme es nur 2 mal die Woche.

Ist es möglich, wenn gar nichts mehr geht, auf Rezept lebenslänglich zu nehmen?

Mein Psychiater verschreibt es mir gar nicht....aber allgemein?

gibt es hier Erfahrungen damit?

lg van
 

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Blaumeise

Aktives Mitglied
Selbst bei 2x in der Woche kann eine Abhängigkeit entstehen. Du hast so viele Probleme, willst du dir da echt noch eine Sucht ans Bein binden?

Ich habe Antidepressiva, Therapien, Klinikaufenthalte usw....probiert....aber die Angst ist immernoch da...
Es ist vielleicht besser zu ergründen, warum es dir trotz der ganzen Therapien nicht besser geht. Was ist da falsch gelaufen?
 

PsychoSeele

Urgestein
Das Problem ist das man sich an Benzodeazepine schnell gewöhnt und auch später bei unregelmäßiger Einnahme höhere Dosierungen braucht um eine Wirkung zu spüren.
Da wären Neuroleptika, die leicht sedierend wirken, wahrscheinlich besser zumal diese nicht abhängig machen können.

Das Thema ist allerdings besser bei deinem Psychiater aufgehoben. Zumindest ist es gut das er dir die Benzos nicht bedenkenlos verschreibt.

Liebe Grüße
PsychoSeele
 
G

Gelöscht 114642

Gast
okay....danke....

das Ding ist einfach, dass ich unbedingt wieder arbeiten möchte....und ich das Leben oft nicht mehr aushalte, durch die ganzen Ängste usw...

warum die Therapien nicht geholfen haben? gute Frage.... ich glaube bei.mir sind die Ängste zu tief verwurzelt...also seit der Kindheit vorhanden...:/
Neuroleptika habe ich auch, aber sie helfen null gegen die Angst und machen nur müde leider....

lg van
 

PsychoSeele

Urgestein
Medikamente können immer nur vorübergehend lindern. Wirksamer wäre es die Ursache anzugehen, die Ursache für die Ängste usw.
Dafür braucht es sehr viel Zeit und vorallem eine gute Therapie.
Vielleicht wäre eine Reha für psychische Erkrankungen etwas für dich.

Liebe Grüße
PsychoSeele
 
G

Gelöscht 114642

Gast
genau, 😊 ich warte bereits auf eine Reha🤗, die ich aber eventuell nicht antrete, weil mir das zu viel ist...ich war damals schon mal mit meinem Sohn da aber das war mir dann auch zu viel

naja
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
okay....danke....

das Ding ist einfach, dass ich unbedingt wieder arbeiten möchte....und ich das Leben oft nicht mehr aushalte, durch die ganzen Ängste usw...
Setze dich wegen der Arbeit nicht zu sehr unter Druck. Deine Gesundheit sollte erst mal Priorität haben und wenn es dir etwas besser geht, kannst du den nächsten Schritt gehen.

warum die Therapien nicht geholfen haben? gute Frage.... ich glaube bei.mir sind die Ängste zu tief verwurzelt...also seit der Kindheit vorhanden...:/
Welche Art von Therapie hattest du? Was hat man mit dir gemacht? Und vor allem: Was hast du selbst unternommen, damit es dir besser geht?
 
G

Gelöscht 114642

Gast
danke, ja ich weiß mit dem druck....

leider muss ich noch einige schulden abbezahlen, und auch so, sieht es ohne Geld schlimm aus und mich plagen dadurch die Existenzängste. usw....
Auch wenn Sachen kaputt gehen und ich habe langsam nur noch alte Klamotten etc... was das Selbstbewustsein auch noch weiter runter reißt...

Ich habe bereits eine psychosomatische Reha angefangen, dann Tagesklinik 2 Mal ab und zu Krise....also stationär ...dann 4 Wochen DBT, dann ambulante Psychotherapie.....ja😑

Ich konnte aber vieles nie zuende führen, weil es immer private, ganz schwierige Umstände gab und gibt, und so ist es jetzt auch wieder...

hmm...

lg van
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
danke, ja ich weiß mit dem druck....

leider muss ich noch einige schulden abbezahlen, und auch so, sieht es ohne Geld schlimm aus und mich plagen dadurch die Existenzängste. usw....
Auch wenn Sachen kaputt gehen und ich habe langsam nur noch alte Klamotten etc... was das Selbstbewustsein auch noch weiter runter reißt...
Die Frage ist ja: Könntest du überhaupt aufgrund deiner Probleme arbeiten? Wenn ja, welche Tätigkeit in welchem zeitlichen Umfang würdest du dir zutrauen?

Ich habe bereits eine psychosomatische Reha angefangen, dann Tagesklinik 2 Mal ab und zu Krise....also stationär ...dann 4 Wochen DBT, dann ambulante Psychotherapie.....ja😑

Ich konnte aber vieles nie zuende führen, weil es immer private, ganz schwierige Umstände gab und gibt, und so ist es jetzt auch wieder...

hmm...

lg van
Was war denn wichtiger, dass du sogar einige(!) deiner Therapien abbrechen müsstet? Tut mir leid, wenn ich so nachbohre, aber ich finde, wenn man so krank ist, sollte die Genesung an 1. Stelle stehen - komme was wolle! (Von gaaanz wenigen Ausnahmen mal abgesehen).

Hast du den wenigstens etwas aus den Therapien mitgenommen?
Wurde dir PMR und Autogenes Training beigebracht und wenn ja, übst du dies regelmäßig?
Machst du Sport? Sport fördert den körpereigenen Dopaminausstoß, was gut für die Psyche ist.
Wie verläuft in etwa dein Tag? Hast du etwas Struktur? Gehst du zu regelmäßigen Zeiten schlafen? Stehst du um die gleiche Uhrzeit auf? Isst du zu festen Zeiten? Isst du gesund und ausgewogen?
 
G

Gelöscht 114884

Gast
da ich an diversen psychischen Störungen leide, wie auch unter Ängsten und Zwängen und daraus resultierenden Depressionen....frage ich mich was noch helfen kann?
Ich habe ebend einige Beiträge von dir überflogen und dabei einen sehr problematischen Teufelskreis mit Alltagsproblemen wahrgenommen. Dementsprechend sehe ich keine Lösung bei Medikamenten oder Ursachenforschungen in der tiefen Vergangenheit, die ebend mal kurzfristig sich Teile der Seele gesund vorkommen lassen können und mit diesem frischen Antrieb Chancen zu lebensveränderbaren Maßnahmen nutzen könnten. Denn egal was dir jetzt in diesem Moment kurzfristig hilft, nicht unbedingt deine Vergangenheit holt dich aus meiner Sicht ein, sondern dein schweres gegenwärtiges Leben.

Oft ist es so, wenn wir ein schweres Leben haben, dass sich in uns ein wertvoller Kern entwickelt, an dem wir besonders festhalten. Denn wenn wir durch das Böse in der Welt resignieren, dann wird dieser Kern in uns umso guter. Wir wünschten uns vom Rest der Welt, dass sie eigentlich so gut wäre, wie das was uns selbst noch ausmacht. Und genau dort beginnt ein neuer Teufelskreis. Wenn es uns so schlecht geht, dass wir am liebsten komplett aufgeben möchten, dann ziehen wir den Gedanken im phyischen Sinne mehr fort als im psychischen.

Es mag komisch und billig klingen, aber ich würden dir raten mal die Ding umzudenken, die dich jetzt noch ausmachen, um Platz für eine "Neuprogrammierung" zu schaffen. Das heißt mit kleinen Dingen anfangen, jegliche Rituale zu brechen. Nicht mehr das essen was du jetzt gern isst sondern erst recht was du vorher nicht gerne gegessen hast, auf keinen Fall mehr die Lieder hören, die du gerne hörst.. am besten ganzen Musikstil ersetzen. Wenn du gerne lange schläfst, früh aufstehen.. oder andersrum. Deine Interessen nicht nachgehen, sondern mit etwas Neuem ersetzen, egal was du jetzt aktuell noch davon denkst. Wenn du weißt, dass du jemanden etwas bestimmtes sagen würdest zu einem Thema, genau deswegen was anderes sagen. Anders handeln und daraus anders denken... und dich immer ein Stückchen selbst dabei neu erschaffen. Nehme dir Vorbilder, schaue dir deren Rituale ab.. übernehme von dem einen dies, von dem anderen das. Erschaffe dir ein Bild von dem was du auch bei diesen Kleinigkeiten gerne wärst, versuche dies nachzustellen anstatt das zu sein was du jetzt bist. Erstelle dir eine neue Fantasieliste mit Charaktereigenschaften, Lieblingsdingen, Wünschen, Zielen usw. ... und versuche diese Person zu sein.

Hört sich in Gedanken schon gruselig an, allein Kleinigkeiten zu ersetzen. Unmöglicher selbstverat. Aber andersrum träumt man ja oft so wie der oder der zu sein oder ein ganz normales Leben führen zu können.... und wenn man dort auch gerne der andere wäre, hätte man auch eventuell diese vielen kleinen andere Kleinigkeiten. Denn vielleicht machen sie genau diese großen Veränderungen aus... und sind zumindest theoretisch leichter zu ändern, da sie mehr in der eigenen Hand, unter eigener Kontrolle liegen, anstatt tiefe psychische oder äußere einflussbedingten größeren Probleme.

Deine Ängste und anderen Probleme gehören leider aktuell genau so zu dir, wie die Kleinigkeiten. Nur weil du sie weniger an dir magst, ändert es leidert nichts daran, dass sie dich jetzt noch ausmachen. Und wenn man Kleinigkeiten nicht ändern kann, wird es schwer die großen Dingen anpacken zu können.

Klingt bestimmt etwas verrückt, aber vielleicht verstehst du zumindest meinen Gedankengang dabei. :)
 
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