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Taschengeld

Sulamita

Aktives Mitglied
Hallo,

meine 16 jährige Tochter habe ich ende Oktober von der Realschule auf die Mittelschule umgemeldet, weil sie die 9 Klasse nicht geschafft hat, die Nachprüfung in Mathe (nichts gelernt) mit 6 bestanden und bei der Klassewiederholung weiter nichts gelernt hat.

In der Mittelschule habe ich sie für die Nachmittagsbetreuung von Montag bis Donnerstag angemeldet, weil sie zu Hause nichts lernt. Wir haben M -Zug gewählt.

Ich weis nicht, ob sie in der Nachmittagsbetreuung wirklich lernt. In der Schulaufgabe Mathematik hat sie eine 4 und in Werken (wäre wichtig für ihr Ausbildung) auch eine 4.

Damit sie in die 10 kann, muss sie erst mal Quali schaffen. Ich weis nicht, wie schwer ist das, und ob sie das schafft.

Das Problem noch, dass sie raucht: sie hat normale Zigaretten, EC, Cannabis EC und auch Cannabis -Kraut ausprobiert. Aus dem Grund war schon Polizei in der Schule und wir waren schon 1mal bei Jugendamtpsychologin. Als wir erstes mal das mitgekriegt haben war sie 15, das war für uns Schock. Sie hat da abgestritten, angeblich gehört ihr das nicht. Natürlich haben wir mit ihr das bezüglich Gespräche geführt und haben ihr seit sie in der neue Schule ist auch Taschengeld gestrichen, damit sie sich das nicht kaufen kann. Alles was sie benötigt wird ihr gekauft. Beigebracht wurde ihr in ihrer Clique. Der Zeug ist unter Jugendlichen heut zu Tage gang und gäbe.

Sie von dieser Clique wegzubringen wird wohl nicht möglich sein. Sie gehen mit einander respektvoll um und an sich auch gute Menschen, aber halt kiffen. Gestern war sie unterwegs und nach Hause bekifft gekommen. Ich habe sie gefragt, ob sie das wieder gemacht hat. Sie hat abgestritten. Wir geben zwar kein monatliches Taschengeld, aber bei ausgehen für Eintritt und fürs Essen und trinken bekommt sie Geld.

Heute wolle sie wieder ausgehen. Ich habe gesagt, dass sie nicht schon wieder ausgehen braucht, außerdem wenn sie in der Zukunft wieder Geld braucht, soll sie sich einen Job suchen, damit kann sie ihr Kiffen finanzieren. Das Mädchen aus unserem Dorf seit sie 14 ist , trägt die Zeitungen aus, anderes Mädchen seit sie 16 ist - jeden Samstag bei Edeka arbeitet und lernen beide noch in Gymnasium. Unsere bekommt alles. sieht das ganze wie selbstverständlich und denkt, dass sie weder in der Schule noch zu Hause was dafür leisten muss.

Was denkt ihr, war das richtig?
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Sulamita,

schau mal hier: Taschengeld. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

meine 16 jährige Tochter habe ich ende Oktober von der Realschule auf die Mittelschule umgemeldet, weil sie die 9 Klasse nicht geschafft hat, die Nachprüfung in Mathe (nichts gelernt) mit 6 bestanden und bei der Klassewiederholung weiter nichts gelernt hat.

In der Mittelschule habe ich sie für die Nachmittagsbetreuung von Montag bis Donnerstag angemeldet, weil sie zu Hause nichts lernt. Wir haben M -Zug gewählt.

Ich weis nicht, ob sie in der Nachmittagsbetreuung wirklich lernt. In der Schulaufgabe Mathematik hat sie eine 4 und in Werken (wäre wichtig für ihr Ausbildung) auch eine 4.

Damit sie in die 10 kann, muss sie erst mal Quali schaffen. Ich weis nicht, wie schwer ist das, und ob sie das schafft.

Das Problem noch, dass sie raucht: sie hat normale Zigaretten, EC, Cannabis EC und auch Cannabis -Kraut ausprobiert. Aus dem Grund war schon Polizei in der Schule und wir waren schon 1mal bei Jugendamtpsychologin. Als wir erstes mal das mitgekriegt haben war sie 15, das war für uns Schock. Sie hat da abgestritten, angeblich gehört ihr das nicht. Natürlich haben wir mit ihr das bezüglich Gespräche geführt und haben ihr seit sie in der neue Schule ist auch Taschengeld gestrichen, damit sie sich das nicht kaufen kann. Alles was sie benötigt wird ihr gekauft. Beigebracht wurde ihr in ihrer Clique. Der Zeug ist unter Jugendlichen heut zu Tage gang und gäbe.

Sie von dieser Clique wegzubringen wird wohl nicht möglich sein. Sie gehen mit einander respektvoll um und an sich auch gute Menschen, aber halt kiffen. Gestern war sie unterwegs und nach Hause bekifft gekommen. Ich habe sie gefragt, ob sie das wieder gemacht hat. Sie hat abgestritten. Wir geben zwar kein monatliches Taschengeld, aber bei ausgehen für Eintritt und fürs Essen und trinken bekommt sie Geld.

Heute wolle sie wieder ausgehen. Ich habe gesagt, dass sie nicht schon wieder ausgehen braucht, außerdem wenn sie in der Zukunft wieder Geld braucht, soll sie sich einen Job suchen, damit kann sie ihr Kiffen finanzieren. Das Mädchen aus unserem Dorf seit sie 14 ist , trägt die Zeitungen aus, anderes Mädchen seit sie 16 ist - jeden Samstag bei Edeka arbeiten und lernen beide noch in Gymnasium. Unsere bekommt alles ,sieht das ganze wie selbstverständlich und denkt, dass sie weder in der Schule noch zu Hause was dafür leisten muss.

Was denkt ihr, war das richtig?
Es ist richtig, dass sie ihr Geld selber verdient, wenn sie es eh fürs Kiffen rauswirft.
Das würde ich an Eurer Stelle auch nicht finanzieren.
 
Nein! Das war nicht richtig, zumindest nicht konsequent genug.
Eure Tochter zeigt seit Jahren ein klares Muster: fehlende Lernbereitschaft, keine Eigenverantwortung und wiederholtes Überschreiten von Regeln. Schulwechsel, Nachprüfung ohne Vorbereitung, Klassenwiederholung und nun der M-Zug sind bereits große Zugeständnisse.
Eine 4 in Mathe und Werken ist unter diesen Umständen kein Erfolg, sondern lediglich das Minimum. Der Quali ist kein Selbstläufer und ohne regelmäßiges Lernen wird sie ihn nicht bestehen.
Der Drogenkonsum ist kein "jugendtypisches Verhalten", sondern ein ernstzunehmendes Problem. Polizei und Jugendamt waren bereits involviert, trotzdem konsumiert eure Tochter weiter und lügt darüber. Das zeigt deutlich, dass bisherige Maßnahmen keine Wirkung haben.
Problematisch ist vor allem die fehlende Konsequenz:
Kein Taschengeld, aber weiterhin Geld fürs Ausgehen. Klare Gespräche, aber keine spürbaren Folgen. Und der Hinweis, sie solle sich einen Job suchen, um ihr Kiffen zu finanzieren, vermittelt faktisch Akzeptanz statt Grenzen.
Die Tochter lernt derzeit, dass Regeln verhandelbar sind und Verantwortung immer bei den Eltern bleibt. Solange sich daran nichts ändert, wird sich auch ihr Verhalten nicht ändern.
Notwendig wären klare, verbindliche Regeln, konsequent durchgesetzte Einschränkungen bei Privilegien und ernsthafte externe Unterstützung.
Eure Tochter ist 16 – nicht 6.
Sie steht kurz vor dem Übergang ins Erwachsenenleben und ist aktuell nicht ansatzweise darauf vorbereitet.
Strenge ist hier keine Härte, sondern Notwendigkeit.
Alles andere ist weiteres Aufschieben eines Problems, das Sie später um ein Vielfaches härter einholen wird.
 
Nein! Das war nicht richtig, zumindest nicht konsequent genug.
Eure Tochter zeigt seit Jahren ein klares Muster: fehlende Lernbereitschaft, keine Eigenverantwortung und wiederholtes Überschreiten von Regeln. Schulwechsel, Nachprüfung ohne Vorbereitung, Klassenwiederholung und nun der M-Zug sind bereits große Zugeständnisse.
Eine 4 in Mathe und Werken ist unter diesen Umständen kein Erfolg, sondern lediglich das Minimum. Der Quali ist kein Selbstläufer und ohne regelmäßiges Lernen wird sie ihn nicht bestehen.
Der Drogenkonsum ist kein "jugendtypisches Verhalten", sondern ein ernstzunehmendes Problem. Polizei und Jugendamt waren bereits involviert, trotzdem konsumiert eure Tochter weiter und lügt darüber. Das zeigt deutlich, dass bisherige Maßnahmen keine Wirkung haben.
Problematisch ist vor allem die fehlende Konsequenz:
Kein Taschengeld, aber weiterhin Geld fürs Ausgehen. Klare Gespräche, aber keine spürbaren Folgen. Und der Hinweis, sie solle sich einen Job suchen, um ihr Kiffen zu finanzieren, vermittelt faktisch Akzeptanz statt Grenzen.
Die Tochter lernt derzeit, dass Regeln verhandelbar sind und Verantwortung immer bei den Eltern bleibt. Solange sich daran nichts ändert, wird sich auch ihr Verhalten nicht ändern.
Notwendig wären klare, verbindliche Regeln, konsequent durchgesetzte Einschränkungen bei Privilegien und ernsthafte externe Unterstützung.
Eure Tochter ist 16 – nicht 6.
Sie steht kurz vor dem Übergang ins Erwachsenenleben und ist aktuell nicht ansatzweise darauf vorbereitet.
Strenge ist hier keine Härte, sondern Notwendigkeit.
Alles andere ist weiteres Aufschieben eines Problems, das Sie später um ein Vielfaches härter einholen wird.

Du hast natürlich recht, aber was sollen wir machen : sie mit 16 einsperren oder verprügeln, weil sie nicht lernen will, aber rauchen will? Oder sollen wir sie aus dem Haus werfen ? Deswegen soll sie in Zukunft ihr Taschengeld selbst verdienen und wenn sie Quali nicht schafft, muss sie andere Ausbildung machen, die ihr weniger gefallen wird und wo sie weniger verdien wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kiffen zerstört junge Gehirne.

Ich kann bei eigentlich allem versuchen, hier irgendwie mit einer Kombination aus Strenge und Freundlichkeit sie zu beeinflussen. Und ich weiß, dass ist verdammt schwer, wenn sie so viel Mist baut. Selbst bei Strenge würde ich allerdings (auch wenn sie es in diesem Moment nicht merkt) immer betonen, dass man sie wirklich liebt. Klingt banal, aber so lässt sich das Eingreifen, welches sowieso bei rebellischen Teenagern immer in Streit und Tränen endet, irgendwie ein bisschen "abfedern".

Aber Kiffen?

- Die Folgen können nicht umkehrbar sein
- Dinge wie Schizophrenie werden wahrscheinlicher


Bring sie davon los, egal wie. Es ist egal, ob das Zeug gang und gäbe ist - es macht sie kaputt. Notfalls sag ihr, du meldest es der Polizei.

Hier kann man nicht mit ihr verhandeln - hier muss man sie schützen.

Beim rest wird es schwierig auch, aber gehe immer mit "Ich weiß wie beschissen Mathe ist" zu ihr und lästere gerne über irgendwelche Lehrer ab, nach dem Motto "Wir müssen das nur irgendwie hinkriegen und dann hast du Mathe hinter dir".

Beim Kiffen musst du sie schützen, egal wie. Egal wie sehr sie schreit und weint, wenn man es ihr wegnimmt und verbietet - der Schaden ist von Jugendlichen (und leider auch vielen Erwachsenen) nicht einschätzbar. Notfalls weine du vor ihr und schreie, weil du nicht willst, dass dieses Scheisszeug sie kaputt macht.

Nur meine Meinung. Alles Gute.
 
Mein Gedankengut dazu ist, dass ihr ja nicht blind durch die Gegend rennt, sondern versucht Grenzen zu setzen, ohne sie zu verlieren. Taschengeld selbst verdienen lassen finde ich offen gesagt weniger hart als realistisch. Gibt es eigentlich noch Momente, in denen ihr sie erreicht?
 
Mein Gedankengut dazu ist, dass ihr ja nicht blind durch die Gegend rennt, sondern versucht Grenzen zu setzen, ohne sie zu verlieren. Taschengeld selbst verdienen lassen finde ich offen gesagt weniger hart als realistisch. Gibt es eigentlich noch Momente, in denen ihr sie erreicht?
Was sollen wir konkret tun?
Sie soll ruhig arbeiten gehen, dass sie sieht was sie erwartet, wenn sie nicht lernen wird und dass sie sich überlegt, ob sie ihr hartverdientes Geld fürs Kiffen ausgeben will
 
Du hast natürlich recht, aber was sollen wir machen : sie mit 16 einsperren oder verprügeln, weil sie nicht lernen will, aber rauchen will? Oder sollen wir sie aus dem Haus werfen ? Deswegen soll sie in Zukunft ihr Taschengeld selbst verdienen und wenn sie Quali nicht schafft, muss sie andere Ausbildung machen, die ihr weniger gefallen wird und wo sie weniger verdien wird.
Niemand spricht von Einsperren, Gewalt oder Rauswerfen. Das sind Extreme, die von den eigentlichen pädagogischen Möglichkeiten ablenken.
Zwischen "alles durchgehen lassen" und "radikalen Maßnahmen" gibt es sehr viele wirksame Konsequenzen: klare Regeln, feste Grenzen und Privilegien, die an Verhalten und Leistung gekoppelt sind.
Genau das fehlt bisher.
Taschengeld selbst zu verdienen ist grundsätzlich sinnvoll. Problematisch wird es, wenn es lediglich dazu dient, weiterhin problematisches Verhalten zu finanzieren. Konsequenzen müssen einen erzieherischen Effekt haben, nicht nur die Verantwortung verlagern.
Auch die Aussage, sie müsse im Zweifel eine Ausbildung machen, die ihr weniger gefällt oder schlechter bezahlt ist, greift zu kurz.
Das sind abstrakte Zukunftsfolgen, die für eine 16-Jährige kaum steuernd wirken.
Erziehung braucht vor allem konkrete, zeitnahe Konsequenzen, nicht nur theoretische Perspektiven.
Es geht nicht um Strafe, sondern um Verbindlichkeit.
Solange Regeln verhandelbar bleiben und Verstöße keine unmittelbaren Folgen haben, besteht für sie kein Anlass, ihr Verhalten zu ändern.
 
Niemand spricht von Einsperren, Gewalt oder Rauswerfen. Das sind Extreme, die von den eigentlichen pädagogischen Möglichkeiten ablenken.
Zwischen "alles durchgehen lassen" und "radikalen Maßnahmen" gibt es sehr viele wirksame Konsequenzen: klare Regeln, feste Grenzen und Privilegien, die an Verhalten und Leistung gekoppelt sind.
Genau das fehlt bisher.
Taschengeld selbst zu verdienen ist grundsätzlich sinnvoll. Problematisch wird es, wenn es lediglich dazu dient, weiterhin problematisches Verhalten zu finanzieren. Konsequenzen müssen einen erzieherischen Effekt haben, nicht nur die Verantwortung verlagern.
Auch die Aussage, sie müsse im Zweifel eine Ausbildung machen, die ihr weniger gefällt oder schlechter bezahlt ist, greift zu kurz.
Das sind abstrakte Zukunftsfolgen, die für eine 16-Jährige kaum steuernd wirken.
Erziehung braucht vor allem konkrete, zeitnahe Konsequenzen, nicht nur theoretische Perspektiven.
Es geht nicht um Strafe, sondern um Verbindlichkeit.
Solange Regeln verhandelbar bleiben und Verstöße keine unmittelbaren Folgen haben, besteht für sie kein Anlass, ihr Verhalten zu ändern.
schreibe nicht um heißen Brei und sag was du konkret machen würdest.
 
schreibe nicht um heißen Brei und sag was du konkret machen würdest.
Ganz konkret:

  1. Klare Regeln schriftlich festlegen
    Schulbesuch, Lernzeiten, Drogenfreiheit, Ehrlichkeit. Nicht als Bitte, sondern als verbindliche Abmachung.
  2. Privilegien an Verhalten koppeln
    Ausgehen, Geld, Handy, Internet, Freizeitaktivitäten nur bei Einhaltung dieser Regeln.
  3. Bei Verstößen sofortiger, zeitlich begrenzter Entzug – ohne Diskussion.
  4. Kein Geld fürs Ausgehen
    Weder "Taschengeld" noch Zusatzbeträge. Wer ausgeht, finanziert das selbst – aber nicht zur Umgehung bestehender Regeln.
  5. Verbindliche Lernstruktur
    Feste Lernzeiten, Kontrolle der Aufgaben, Rückmeldung von Lehrkräften. Keine Eigenverantwortung "auf gut Glück", solange sie diese nicht zeigt.
  6. Externe Hilfe konsequent nutzen
    Regelmäßige Termine bei Schulsozialarbeit/Jugendberatung, nicht einmalig und unverbindlich.
  7. Konsequenzen vorher ankündigen und durchziehen
    Nicht drohen, sondern umsetzen.
  8. Ein Regelverstoß = eine vorher festgelegte Folge. Jedes Mal.
Das ist weder Gewalt noch Einsperren, sondern normale, konsequente Erziehung.
Und genau die fehlt hier bisher.
 

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