@ abendtau:
??? Wie meinst du das genau?
Männer sind Macher. Statistisch ziehen sie's, mehr oder weniger ohne lange zu fakeln, einfach durch, fertig.
Aber auch sie werden ihre subtielen Zeichen geben.
Interessant ist auch wie verschieden man dann doch ist, auch wenn der Hintergrund auf den ersten Blick der gleiche zu sein scheint. Ist es aber nicht, und letzlich fließt der Mensch selbst in allen seinen Facetten mit ein.
So ist es.
Letztlich tut auch jeder Helfende was er/sie kann. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Nichts anderes mach ich auch. Zaubern kann ich leider nicht. Da kann ich noch so viele persönliche Erfahrungen haben.
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Bei allem was ich dazu sage, bitte bedenken: Die Meinung oder die Ansicht die ich vertrete ist eine für die ich mich entscheide. Teilweise je nach dem für wen ich sprechen möchte.
Solange man sich auf Augenhöhe bewegt, ist das kein Problem. Wie man bei uns sieht.
😉
Ich versuche mich aber kurz zu fassen, da mich Deine Worte ziemlich bewegen. Da muß ich etwas aufpassen auf mich.
Ich kenne viele (vllt nicht alle) Positionen die man rund um den Suizid haben kann. Segen oder Fluch - wie man will... Am Ende bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, das es keine allgemein gültige Wahrheit gibt, es gibt mehrere sozusagen. Jeder Standpunkt ist von sich aus gesehen genauso richtig oder falsch. Man muss sich dann aber entscheiden, und das was einem selbst, nach allem was war, am ehesten zusagt. Im Zweifel bin ich immer für den Suizidant, also recht häufig. Immerhin ist er auch der, dessen Leben es betrifft und sein Leben das er bei Erfolg verloren hat.[...]
Kommt immer drauf an welchen Zweifel. Aber wie du schon sagst, es gibt nichts allgemeingültiges. Jeder Fall ist anders.
Grundverhaltensmuster, die gibt es.
Ich bin ein Laie, kein Profi. Die wenigsten Admin werden eine psychologisch Ausbildung haben. Verweise ich darauf, dann fühlt sich ein Suizidgefährdeter womöglich weggestoßen.
Klar geht es um Leben oder Tot. Aber genau das ist das Problem. Geht es wirklich darum? Gerade hier im Virtuellen wo es nur eindemensional zugeht, ist das schwer rauszubekommen. Im RL ist das komplett anders. Da sieht man sich usw..
... Grade weil ein Leben so wertvoll ist, finde ich es vertretbar es zu beenden, weil es eins der größten Verbrechen ist es so zu zerstören das man es kaum mehr bis gar nicht leben kann, weil die Seele brennt, verletzt ist, gebrochen. Der Schmerz der Menschen die ihn verlieren mag genauso groß sein, aber dann ist es neutral, also egal.
Die markierte Aussage versteh ich nicht.
Der Teil in mir der leben möchte, ist größer. Auch wenn es mir bis heute schwer fällt den kleineren Teil, der das eigentliche Schwergewicht hat, loszulassen. Meine Kinderseele ist ausgelöscht.
Eben weil das Leben viel zu wertvoll ist, werde ich das was übrig blieb, so winzig es auch war, meiner Täterschaft sicher nicht auch noch hinterher werfen, in dem ich mein Leben beende. Damit hätten sie doch nochmals mein Leben zerstört bzw. gewonnen und ich gäbe ihnen damit nur Recht, wenn ich es beenden würde. So als wäre ich schuldig.
Neutral ist nicht = egal. Egal = nichts.
Warum z.B. lässt ein/e liebende/r Vater oder Mutter ihr Kind und den Partner zurück? Weil der Schmerz in ihren Augen, über das Leben wie es ist wenn man lebt riesig ist, unerträglich. Der Gedanke das es vllt kein Ende hat, und das man nicht nur das eigene Leben verliert sonder wegen seiner selbst auch das anderer nimmt. Wenn das so ist, ist es real das die Welt ohne einen weniger schmerzvoll ist. Oder doch nicht? Ist am Ende alles egal? Dann aber ist es egal was ich tue. Ich kann sterben um selbst frei zu sein und den Schmerz über meinen Tod anderen lassen. Oder ich lebe weiter, trage meinen Schmerz allein, aber kann ihn vielleicht letzlich auch nicht fernhalten von den Menschen um mich. Was ist besser? Ich habe mir damals immer gesagt, das ich sterben will mit einer lebendigen Seele, keiner von Schmerz und Trauer toter Seele.
Puhh, schwere Gedanken. Das spricht Bände.
Erinnert mich an meinen Vater, der uns einfach so zurück ließ. Nach 36 Jahren hab ich ihn erstmals besucht. Danach ließ er mich wieder fallen. Nur hat es mich dann kaum noch gekratzt. Denn ich kenne meine Wert. Der ist sicher nicht mehr von ihm anhängig. Damals schon, da war ich grad mal 6 Jahre.
So lange jemand um seinen Wert weiß, ist nichts egal. Diese Sichtweise wünschte ich meinen Vater heute noch. Auch wenn er für das was danach kam, nichts kann.
Am Ende ist es ihm egal. Ich bin ihm egal.
Er lebt zwar noch, aber für mich ist er gestorben.
Was besser ist? Hm... Wenn ich mich dabei betrachte, dann ist es weder das eine noch das andere.
Ich halte meins ganz bewußt von anderen fern. Was sollten sie auch sagen. Dafür habe ich zu viel Gewalterfahrung gemacht. Das reicht für Generation. Ich glaube auch nicht das ich das in irgendeiner Weise unterbewußt weiter gab. Dazu muß ich aber sagen, dass ich das Jahrzehnte verdrängt habe bzw. mein Psyche tat dies für mich.
Hilfe war eh nicht zu erwarten, da Tabuthema. Geglaubt hat man mir eh nicht, da männlich. Habs doch versucht. Null.
Aber ich bin froh das ich Mensch gefunden habe die meine Seele heilen mit ihrer Liebe. Ich weiß was ich suche, und ich kann es sehen und finde es. So wie ich bin finde ich den Weg zur ihnen. Nur ich glaub das kann nicht jeder...
Das ist schön. Freut mich.
Freilich, dass kann nicht jeder.
Es ist eine Frage dessen, was man am meisten Gewicht geben will, und eine Frage der Entscheidung. Jede für sich, egal wie sie ausfällt, braucht sehr viel Mut.
So ist es. Ansonsten verharrt man in der Opferrolle. Oft nur unbewußt. Oder die Sicht ist einfach versperrt durch den ganzen Dreck.
Leben oder Sterben? - Es gibt keine grundlegendere Entscheidung.
Suizidale sind Ich-bezogen? Wie mans nimmt. Kommt auf den Zustand drauf an, also wie ich dazu komme das tun zu wollen. Ich-bezogen erzwungener Maßen, wenn innerlich alles wegbricht, und nichts bleibt ausser man selbst und der Schmerz. Was nicht heißt das der Horizont nur ums Ich kreist. Er kann sehr groß sein.
Mit dem Horizont hat das nix zu tun.
Dieses zuirkuläre Denken macht den Wirkungskreis als auch den Handlungspielraum und Möglichkeiten immer kleiner. + Depression, welche die Abwärtsspirale bis ins bodenlose beschleunigen kann.
Wer diesen bodenlosen Grad erreicht hat, den erreicht man so gut wie nicht mehr. Virtuell schon garnicht. Es ist sehr bitter, wenn man dabei nur noch tatenlos zusehen kann. So als wären sie betäubt oder auf einen anderen Stern. Die einhergehende Selbstisollation tut dann den Rest.
Ob Suizid Egoismus ist? Für mich nicht. Schuldgefühle sind kein Egoismus.
Kommt drauf an wie der Suizid begangen wird. Einen Schienensuzid halt ich gegenüber dem Lockführe für egoistisch.
Wenn der diese Szene nicht mehr aus dem kopf bekommt, dann haben wir ggf. den nächsten Kandidaten. Wer weiß.
Wenn man weiß wie es sich anfühlt wenn die Seele zerstört wird - und man weis das die eigene Existenz diesen Schmerz zur Folge hat - ist es berechtigt sich das Leben zu nehmen?
Verboten ist es schon mal nicht. Ob es richtig oder besser wäre es zu beenden, muß jeder für sich beantworten. Wobei ich jetzt nicht genau verstanden habe was Du meinst mit; die eigene Existen hat den Schmerz verusacht. Es sein denn man wäre Verursacher, sprich Täter.
Aus dem Wissen das man auch unabsichtlich etwas zerstört das Unersetztlich ist? Wenn man den Wert dessen kennt was man zerstört? Es gibt viele die sagen Kinderschänder und V*** verdienen die Todesstrafe. Aber wenn das wie mich das Leben geschaffen hat, zu jemand macht der auch die Seele der Kinder um mich zerrüttet - ist das nicht genauso schrecklich? Verdiene ich mein Leben noch wenn mir das bewusst ist?
Kann ich nur allgemein sagen.... das ist auch schrecklich, ja.
Wenn ein Opfer bewußt zum Täter wird, ist das ist noch grausamer als es so schon ist.
Ich glaube das viele die darüber Urteilen ohne es zu kennen nichtmal im Ansatz eine der abertausend Fragen verstehen die sich (zumindest mir) dazu stellen. Und wie meine Welt ist/war das ich die Fragen am Ende für mich stets so beantwortet habe, das ich es dann versucht habe mir meine Leben zu nehmen. Oder soll ich sagen mich von meinem Leben zu befreien? Schon allein die übliche Art es in worte zu fassen besetzt es negativ, nicht neutral. Nicht fair. Es wird geurteilt schon bei der Äußerung des Umstands.
Und doch habe ich immer auch gesehen wenn ein Mensch um mich war der mich geliebt hat, auch wenn ich es nicht begriffen habe damals. Ich hatte unbeschreibliches Glück. Und ein Herz das sich nicht hat täuschen lassen. Sonst wäre ich nicht mehr hier...
Aber das hat nicht jeder, leider. Aber niemals darf man sie dafür verurteilen.
Verurteilen geht schnell. Besonders wenn man weit weg ist bzw. keinen persönlichen Bezug hat.
Sich von seinem Leben befreien. Das klingt einfacher als; ich bring mich um. Ist erstaunlich was Worte bewirken können.
Tja... manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Freut mich das sich Dein Herz und das andere auch nicht täuschen lassen hat.
🙂
LG...
abendtau