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Suizidgefährdetes Mädchen bei Youtube

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Schätze mal der Gast vor mir hat so gut wie recht.

Ist auch fragwürdig. Wenn ich dran denke, was ich teilweise wusste, und damit auch wusste wie ich hier Blogeinträge und Threads verstehen muss, aber ausser mir sah es Keiner und Niemand hat auch nur 1 Finger krumm gemacht. Man sieht einfach nicht ob es schon aktut ist oder nicht. Es hat soviele Gesichter. Und am Ende würde man nicht damit fertig werden wenn man alle grundsätzlich ernst nimmt die irgendwie in Frage kommen. Manche sagen auch gar nichts. Nicht wirklich. Man ahnt es nur im nachhinein. Man kann sich sogar in einer (halb-)geschlossenen Station einer Psychatrie erfolgreich umbringen. Alles schon erlebt. Da fragt man sich auch: Wie geht das in Gottes Namen? Aber es geht. Und ja, man kann mit dem Video zur Polizei gehen - aber sie schicken dich weg und sagen das sie das nötige tun. Was nötig ist liegt im ermessen des Beamten, und das ist stark beeinflusst von seiner Motivation & Laune, von seiner Lebenserfahrung und seiner Weltanschauung.
Und wer das wahre Gesicht der Menschheit mal gesehen hat weiß wie aussichtlos das dann ist. Leider.

lg, Seele
 
Das zeigt doch, dass du in einer Utopie lebst. Denkst du wirklich, dass hier bei einer Suizid-Ankündigung unter verschleierter IP-Adresse plötzlich eine riesen Tamtam gemacht wird und ganze Server-Zentren im Ausland hochgenommen werden um dieses einen User zu finden? Glaubst du das wirklich? Wie gesagt hat die Administration hier auch angeblich irgendwas an die Polizei leiten wollen, was aber anscheinend nie geschehen ist.
Das stimmt einfach nicht. Ich könnte dir jetzt aus dem Stehgreif mind. ein Dutzend Beispiele bringen wo die Polizei nicht informiert worden ist oder nicht auf etwas reagiert bzw. mit sehr extremer Verzögerung.
Das ist nicht dein Ernst oder? Die Polizei wird dich dafür auslachen, wenn du bei denen mit einem wildfremden YouTube-Video ankommst.
Ich glaube es nicht, ich weiß es zu 100%! Das ist realistich, keine Utopie wie Du es gerne hättest! Ich habs erst kürzlich live miterlebt wie schnell das geht. Inclusive Polizeichpsychologen die sich den Sachverhalt sehr genau angeschaut haben. Mitten in der Nacht! 20 Minuten später, standen sie vor der Tür des Suzidanten. 😛

Nur weil Du etwas anders erlebt hast oder nicht glaub kannst, kann etwas nicht sein, ist Utopie, ist allgemein gültig?

Das es Admins gibt die sich kaum einen Kopf drüber machen, dass kann schon sein. Wenn dem so ist, oder man der Meinung wäre es ist so, dann kann man durchaus auch selber zu Polizei gehen! Probiere es doch beim nächsten mal aus, wenn Du mir nicht glaubst! Geh hin! Das nenne ich dann Zivilcourage. 🙂

Und ob Dir oder mir ein Admin wirklich sagen wird was getan wurde usw., tja... wer weiß. Müssen tut der das nicht. Datenschutzgründe hat das auch. Außerdem ist sowas wie ein schwebendes Verfahren, welches mich oder dich nix angeht. Maximal als Zeuge.

Wenn man der Meinung ist das eine Suizidankündigung nicht glaubhaft ist, wird sich auch nix tun. So wie es aussieht, leben Deine vielen Beispiele noch. Folglich waren sie nicht glaubhaft (genug).

Kannst ja mal Deinen Provider fragen was der im Not-Fall, bei dem Leib und Leben in Gefahr ist, tun muß! Da kann natürlich nicht jeder Polizist kommen und pers. Daten verlangen.

Wie das alles funktioniert, dass werde ich sicher nicht erklären. Da frag mal Tante Google, die weiß alles. 😉
 
@ abendtau: Vielleicht kommt es drauf an welchen Eindruck die Person macht die es meldet, und wie sie es meldet.
Ich denke das spielt auch teilweise eine große Rolle, auch wenns da nicht sollte.

Es gibt übrigends auch die berüchtigten Suizid-Foren. Manchmal sollte man auch gucken was die Quelle ist. Vielleit fällt ja der eine oder andere über etwas das er gar nicht sehen sollte.
Suchmaschinen haben ihre eigene Neugier. =P
 
@ abendtau: Vielleicht kommt es drauf an welchen Eindruck die Person macht die es meldet, und wie sie es meldet.
Ich denke das spielt auch teilweise eine große Rolle, auch wenns da nicht sollte.
Das dürfte auch eine Rolle spielen, ja. Auch wo man ist und die Argumentation der Meldung. Bis zur Meldung gibt es meistens eine virtuelle nachvollziebare Vorgeschichte (Thread, einzelne Beiträge die man auch via IP-Nummer rausfiltern kann, falls ein Gast), aus der man viel lesen kann um sich ein Entscheidundbild zu formen.
Da kann ich nur hoffen, dass eine Meldung im Team besprochen wird. Sonst ist es zu subjektiv. Ein Admin ist auch nur ein Menschen und kein Hellseher.

In dem Fall wo nur das Video existiert, wird es extrem schwierig zu entscheiden wie man vorgeht. Etwas ist an jeder Ankündigung dran. Für den, der sich damit beschäftigen muß, ist und bleibt es eine Gradwanderung. Das Perfide sind die Trolls, die sich einen Spaß mit Suizidankündigungen machen.

Es gibt übrigends auch die berüchtigten Suizid-Foren. Manchmal sollte man auch gucken was die Quelle ist. Vielleit fällt ja der eine oder andere über etwas das er gar nicht sehen sollte.
Suchmaschinen haben ihre eigene Neugier. =P
Dann sollte man sich dort mal mit den Mod's unterhalten. Das dürfte für manch einen sehr lehreich werden. Besonders über den emotionalen Druck der dort auf den Mod's lastet.

Ich war erst gegen solche Selbstmord-Foren. Heute bin ich dafür. Obwohl ich selber 3 Suzidversuche hinter mir habe, mußte also auch erst genauer über die Sinnhaftigkeit eine solchen Forums nachdenken. Besonders wegen dem Druck und dem negativen Sog den es dort massiv gibt.

Mein letzter Versuch ist 19 Jahre her. Da gab es bei mir kein Internet.
- Ich bin mir sicher, dass es ohne Internet mehr Suizide gäbe. Auch die Dunkelziffer im Bezug auf Kindesmissbrauch wäre noch höher.

Meine persönlichen Erfahrungen nützen mir hier und da sicher etwas, aber sie machen mich nicht zum Experten. Der Schuß kann gewaltig nach hinten los gehen. Wenn man meint "Experte" zu sein, ist man schon Betriebsblind. Was man übrigens hier im Thread sehen kann. Doch das ist meine subjektive Sicht.

Meine persönliche Erfahrung:
Aussagen von suizidalen Menschen sind meist sehr ich-zentriert, somit wird einseitig betrachtet. Dessen muß man sich immer bewußt sein, wenn man helfen möchte. Denn das ist wie ein Garant für eine Konfrontation beim Dialog.
Als Helfender ziehe ich meine Grenzen. Und zwar transparent, nachvollziehbar und unmissverständlich. Das sind auch Dinge die suizidalen Menschen in ihrem Umfeld fehlen. Ich betrachte das als Führungsschiene für mein Gegenüber, auf die er/sie sich verlassen kann. Auch wenn es mal unschön wird. Aber es ist letzlich mein purer Selbstschutz, der Priorität haben muß.
Was passiert wenn sich eine Bezugsperson eines Suizigefährdeten nicht abgrenzen kann, dass kann man sich leicht selber ausmalen. Einen solchen sog ausgesetzt zu sein, kann übel enden.


Eines ist sicher. Solange man im Dialog bleibt, bleiben kann, kann man auch helfen. Die meiste Hilfe findet eh hinter den Kulissen statt. Deswegen kann man nicht pauschal sagen, es wurde nicht oder zu wenig geholfen. Man weiß doch im Grunde nichts über die Interna.

Wer es tun will, macht es sowieso. Besonders Männer sind so.

LG...
abendtau
 
@ abendtau:
Wer es tun will, macht es sowieso. Besonders Männer sind so.
??? Wie meinst du das genau?

Interessant ist auch wie verschieden man dann doch ist, auch wenn der Hintergrund auf den ersten Blick der gleiche zu sein scheint. Ist es aber nicht, und letzlich fließt der Mensch selbst in allen seinen Facetten mit ein.
________________

Bei allem was ich dazu sage, bitte bedenken: Die Meinung oder die Ansicht die ich vertrete ist eine für die ich mich entscheide. Teilweise je nach dem für wen ich sprechen möchte. Ich kenne viele (vllt nicht alle) Positionen die man rund um den Suizid haben kann. Segen oder Fluch - wie man will... Am Ende bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, das es keine allgemein gültige Wahrheit gibt, es gibt mehrere sozusagen. Jeder Standpunkt ist von sich aus gesehen genauso richtig oder falsch. Man muss sich dann aber entscheiden, und das was einem selbst, nach allem was war, am ehesten zusagt. Im Zweifel bin ich immer für den Suizidant, also recht häufig. Immerhin ist er auch der, dessen Leben es betrifft und sein Leben das er bei Erfolg verloren hat. Grade weil ein Leben so wertvoll ist, finde ich es vertretbar es zu beenden, weil es eins der größten Verbrechen ist es so zu zerstören das man es kaum mehr bis gar nicht leben kann, weil die Seele brennt, verletzt ist, gebrochen. Der Schmerz der Menschen die ihn verlieren mag genauso groß sein, aber dann ist es neutral, also egal.
Warum z.B. lässt ein/e liebende/r Vater oder Mutter ihr Kind und den Partner zurück? Weil der Schmerz in ihren Augen, über das Leben wie es ist wenn man lebt riesig ist, unerträglich. Der Gedanke das es vllt kein Ende hat, und das man nicht nur das eigene Leben verliert sonder wegen seiner selbst auch das anderer nimmt. Wenn das so ist, ist es real das die Welt ohne einen weniger schmerzvoll ist. Oder doch nicht? Ist am Ende alles egal? Dann aber ist es egal was ich tue. Ich kann sterben um selbst frei zu sein und den Schmerz über meinen Tod anderen lassen. Oder ich lebe weiter, trage meinen Schmerz allein, aber kann ihn vielleicht letzlich auch nicht fernhalten von den Menschen um mich. Was ist besser? Ich habe mir damals immer gesagt, das ich sterben will mit einer lebendigen Seele, keiner von Schmerz und Trauer toter Seele.
Aber ich bin froh das ich Mensch gefunden habe die meine Seele heilen mit ihrer Liebe. Ich weiß was ich suche, und ich kann es sehen und finde es. So wie ich bin finde ich den Weg zur ihnen. Nur ich glaub das kann nicht jeder...
Es ist eine Frage dessen, was man am meisten Gewicht geben will, und eine Frage der Entscheidung. Jede für sich, egal wie sie ausfällt, braucht sehr viel Mut. Leben oder Sterben? - Es gibt keine grundlegendere Entscheidung.
Suizidale sind Ich-bezogen? Wie mans nimmt. Kommt auf den Zustand drauf an, also wie ich dazu komme das tun zu wollen. Ich-bezogen erzwungener Maßen, wenn innerlich alles wegbricht, und nichts bleibt ausser man selbst und der Schmerz. Was nicht heißt das der Horizont nur ums Ich kreist. Er kann sehr groß sein. Ob Suizid Egoismus ist? Für mich nicht. Schuldgefühle sind kein Egoismus. Wenn man weiß wie es sich anfühlt wenn die Seele zerstört wird - und man weis das die eigene Existenz diesen Schmerz zur Folge hat - ist es berechtigt sich das Leben zu nehmen? Aus dem Wissen das man auch unabsichtlich etwas zerstört das Unersetztlich ist? Wenn man den Wert dessen kennt was man zerstört? Es gibt viele die sagen Kinderschänder und V*** verdienen die Todesstrafe. Aber wenn das wie mich das Leben geschaffen hat, zu jemand macht der auch die Seele der Kinder um mich zerrüttet - ist das nicht genauso schrecklich? Verdiene ich mein Leben noch wenn mir das bewusst ist?
Ich glaube das viele die darüber Urteilen ohne es zu kennen nichtmal im Ansatz eine der abertausend Fragen verstehen die sich (zumindest mir) dazu stellen. Und wie meine Welt ist/war das ich die Fragen am Ende für mich stets so beantwortet habe, das ich es dann versucht habe mir meine Leben zu nehmen. Oder soll ich sagen mich von meinem Leben zu befreien? Schon allein die übliche Art es in worte zu fassen besetzt es negativ, nicht neutral. Nicht fair. Es wird geurteilt schon bei der Äußerung des Umstands.
Und doch habe ich immer auch gesehen wenn ein Mensch um mich war der mich geliebt hat, auch wenn ich es nicht begriffen habe damals. Ich hatte unbeschreibliches Glück. Und ein Herz das sich nicht hat täuschen lassen. Sonst wäre ich nicht mehr hier...
Aber das hat nicht jeder, leider. Aber niemals darf man sie dafür verurteilen.

Sorry, etwas offtopic, aber ging mir grad so durch den Kopf...
 
Zuletzt bearbeitet:
@ abendtau:
??? Wie meinst du das genau?
Männer sind Macher. Statistisch ziehen sie's, mehr oder weniger ohne lange zu fakeln, einfach durch, fertig.
Aber auch sie werden ihre subtielen Zeichen geben.

Interessant ist auch wie verschieden man dann doch ist, auch wenn der Hintergrund auf den ersten Blick der gleiche zu sein scheint. Ist es aber nicht, und letzlich fließt der Mensch selbst in allen seinen Facetten mit ein.
So ist es.
Letztlich tut auch jeder Helfende was er/sie kann. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Nichts anderes mach ich auch. Zaubern kann ich leider nicht. Da kann ich noch so viele persönliche Erfahrungen haben.

________________

Bei allem was ich dazu sage, bitte bedenken: Die Meinung oder die Ansicht die ich vertrete ist eine für die ich mich entscheide. Teilweise je nach dem für wen ich sprechen möchte.
Solange man sich auf Augenhöhe bewegt, ist das kein Problem. Wie man bei uns sieht. 😉

Ich versuche mich aber kurz zu fassen, da mich Deine Worte ziemlich bewegen. Da muß ich etwas aufpassen auf mich.



Ich kenne viele (vllt nicht alle) Positionen die man rund um den Suizid haben kann. Segen oder Fluch - wie man will... Am Ende bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, das es keine allgemein gültige Wahrheit gibt, es gibt mehrere sozusagen. Jeder Standpunkt ist von sich aus gesehen genauso richtig oder falsch. Man muss sich dann aber entscheiden, und das was einem selbst, nach allem was war, am ehesten zusagt. Im Zweifel bin ich immer für den Suizidant, also recht häufig. Immerhin ist er auch der, dessen Leben es betrifft und sein Leben das er bei Erfolg verloren hat.[...]
Kommt immer drauf an welchen Zweifel. Aber wie du schon sagst, es gibt nichts allgemeingültiges. Jeder Fall ist anders.
Grundverhaltensmuster, die gibt es.
Ich bin ein Laie, kein Profi. Die wenigsten Admin werden eine psychologisch Ausbildung haben. Verweise ich darauf, dann fühlt sich ein Suizidgefährdeter womöglich weggestoßen.
Klar geht es um Leben oder Tot. Aber genau das ist das Problem. Geht es wirklich darum? Gerade hier im Virtuellen wo es nur eindemensional zugeht, ist das schwer rauszubekommen. Im RL ist das komplett anders. Da sieht man sich usw..


... Grade weil ein Leben so wertvoll ist, finde ich es vertretbar es zu beenden, weil es eins der größten Verbrechen ist es so zu zerstören das man es kaum mehr bis gar nicht leben kann, weil die Seele brennt, verletzt ist, gebrochen. Der Schmerz der Menschen die ihn verlieren mag genauso groß sein, aber dann ist es neutral, also egal.
Die markierte Aussage versteh ich nicht.

Der Teil in mir der leben möchte, ist größer. Auch wenn es mir bis heute schwer fällt den kleineren Teil, der das eigentliche Schwergewicht hat, loszulassen. Meine Kinderseele ist ausgelöscht.

Eben weil das Leben viel zu wertvoll ist, werde ich das was übrig blieb, so winzig es auch war, meiner Täterschaft sicher nicht auch noch hinterher werfen, in dem ich mein Leben beende. Damit hätten sie doch nochmals mein Leben zerstört bzw. gewonnen und ich gäbe ihnen damit nur Recht, wenn ich es beenden würde. So als wäre ich schuldig.

Neutral ist nicht = egal. Egal = nichts.


Warum z.B. lässt ein/e liebende/r Vater oder Mutter ihr Kind und den Partner zurück? Weil der Schmerz in ihren Augen, über das Leben wie es ist wenn man lebt riesig ist, unerträglich. Der Gedanke das es vllt kein Ende hat, und das man nicht nur das eigene Leben verliert sonder wegen seiner selbst auch das anderer nimmt. Wenn das so ist, ist es real das die Welt ohne einen weniger schmerzvoll ist. Oder doch nicht? Ist am Ende alles egal? Dann aber ist es egal was ich tue. Ich kann sterben um selbst frei zu sein und den Schmerz über meinen Tod anderen lassen. Oder ich lebe weiter, trage meinen Schmerz allein, aber kann ihn vielleicht letzlich auch nicht fernhalten von den Menschen um mich. Was ist besser? Ich habe mir damals immer gesagt, das ich sterben will mit einer lebendigen Seele, keiner von Schmerz und Trauer toter Seele.

Puhh, schwere Gedanken. Das spricht Bände.
Erinnert mich an meinen Vater, der uns einfach so zurück ließ. Nach 36 Jahren hab ich ihn erstmals besucht. Danach ließ er mich wieder fallen. Nur hat es mich dann kaum noch gekratzt. Denn ich kenne meine Wert. Der ist sicher nicht mehr von ihm anhängig. Damals schon, da war ich grad mal 6 Jahre.
So lange jemand um seinen Wert weiß, ist nichts egal. Diese Sichtweise wünschte ich meinen Vater heute noch. Auch wenn er für das was danach kam, nichts kann.
Am Ende ist es ihm egal. Ich bin ihm egal.
Er lebt zwar noch, aber für mich ist er gestorben.

Was besser ist? Hm... Wenn ich mich dabei betrachte, dann ist es weder das eine noch das andere.

Ich halte meins ganz bewußt von anderen fern. Was sollten sie auch sagen. Dafür habe ich zu viel Gewalterfahrung gemacht. Das reicht für Generation. Ich glaube auch nicht das ich das in irgendeiner Weise unterbewußt weiter gab. Dazu muß ich aber sagen, dass ich das Jahrzehnte verdrängt habe bzw. mein Psyche tat dies für mich.
Hilfe war eh nicht zu erwarten, da Tabuthema. Geglaubt hat man mir eh nicht, da männlich. Habs doch versucht. Null.



Aber ich bin froh das ich Mensch gefunden habe die meine Seele heilen mit ihrer Liebe. Ich weiß was ich suche, und ich kann es sehen und finde es. So wie ich bin finde ich den Weg zur ihnen. Nur ich glaub das kann nicht jeder...
Das ist schön. Freut mich.
Freilich, dass kann nicht jeder.


Es ist eine Frage dessen, was man am meisten Gewicht geben will, und eine Frage der Entscheidung. Jede für sich, egal wie sie ausfällt, braucht sehr viel Mut.
So ist es. Ansonsten verharrt man in der Opferrolle. Oft nur unbewußt. Oder die Sicht ist einfach versperrt durch den ganzen Dreck.

Leben oder Sterben? - Es gibt keine grundlegendere Entscheidung.
Suizidale sind Ich-bezogen? Wie mans nimmt. Kommt auf den Zustand drauf an, also wie ich dazu komme das tun zu wollen. Ich-bezogen erzwungener Maßen, wenn innerlich alles wegbricht, und nichts bleibt ausser man selbst und der Schmerz. Was nicht heißt das der Horizont nur ums Ich kreist. Er kann sehr groß sein.

Mit dem Horizont hat das nix zu tun.
Dieses zuirkuläre Denken macht den Wirkungskreis als auch den Handlungspielraum und Möglichkeiten immer kleiner. + Depression, welche die Abwärtsspirale bis ins bodenlose beschleunigen kann.
Wer diesen bodenlosen Grad erreicht hat, den erreicht man so gut wie nicht mehr. Virtuell schon garnicht. Es ist sehr bitter, wenn man dabei nur noch tatenlos zusehen kann. So als wären sie betäubt oder auf einen anderen Stern. Die einhergehende Selbstisollation tut dann den Rest.


Ob Suizid Egoismus ist? Für mich nicht. Schuldgefühle sind kein Egoismus.
Kommt drauf an wie der Suizid begangen wird. Einen Schienensuzid halt ich gegenüber dem Lockführe für egoistisch.
Wenn der diese Szene nicht mehr aus dem kopf bekommt, dann haben wir ggf. den nächsten Kandidaten. Wer weiß.

Wenn man weiß wie es sich anfühlt wenn die Seele zerstört wird - und man weis das die eigene Existenz diesen Schmerz zur Folge hat - ist es berechtigt sich das Leben zu nehmen?
Verboten ist es schon mal nicht. Ob es richtig oder besser wäre es zu beenden, muß jeder für sich beantworten. Wobei ich jetzt nicht genau verstanden habe was Du meinst mit; die eigene Existen hat den Schmerz verusacht. Es sein denn man wäre Verursacher, sprich Täter.
Aus dem Wissen das man auch unabsichtlich etwas zerstört das Unersetztlich ist? Wenn man den Wert dessen kennt was man zerstört? Es gibt viele die sagen Kinderschänder und V*** verdienen die Todesstrafe. Aber wenn das wie mich das Leben geschaffen hat, zu jemand macht der auch die Seele der Kinder um mich zerrüttet - ist das nicht genauso schrecklich? Verdiene ich mein Leben noch wenn mir das bewusst ist?
Kann ich nur allgemein sagen.... das ist auch schrecklich, ja.
Wenn ein Opfer bewußt zum Täter wird, ist das ist noch grausamer als es so schon ist.


Ich glaube das viele die darüber Urteilen ohne es zu kennen nichtmal im Ansatz eine der abertausend Fragen verstehen die sich (zumindest mir) dazu stellen. Und wie meine Welt ist/war das ich die Fragen am Ende für mich stets so beantwortet habe, das ich es dann versucht habe mir meine Leben zu nehmen. Oder soll ich sagen mich von meinem Leben zu befreien? Schon allein die übliche Art es in worte zu fassen besetzt es negativ, nicht neutral. Nicht fair. Es wird geurteilt schon bei der Äußerung des Umstands.
Und doch habe ich immer auch gesehen wenn ein Mensch um mich war der mich geliebt hat, auch wenn ich es nicht begriffen habe damals. Ich hatte unbeschreibliches Glück. Und ein Herz das sich nicht hat täuschen lassen. Sonst wäre ich nicht mehr hier...
Aber das hat nicht jeder, leider. Aber niemals darf man sie dafür verurteilen.
Verurteilen geht schnell. Besonders wenn man weit weg ist bzw. keinen persönlichen Bezug hat.

Sich von seinem Leben befreien. Das klingt einfacher als; ich bring mich um. Ist erstaunlich was Worte bewirken können.

Tja... manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Freut mich das sich Dein Herz und das andere auch nicht täuschen lassen hat. 🙂


LG...
abendtau
 
Die Äußerung eines Selbstmordvorhabens ist der erste Schritt einer Person den Selbstmord selbst zu verhindern. Wenn man sich umbringen will, äußert man das normalerweise nicht

Zitat von egal0815: 80 % reden vorher drüber also die Mehrheit.

Viel Prozent der erfolgreichen Suizidanten äußern zuvor ihr Vorhaben?




@ abendtau: =) Da will ich dir gerne deine Fragen beantworten, aber ich schaff das heut nicht mehr, tut mir leid, sorry. =/ Muss aber regelmäßig schlafen, sollte schon lang im Bett sein. Hoffe ich schaff das Montag oder Dienstag zu beantworten.

lg, Seele
 
Viel Prozent der erfolgreichen Suizidanten äußern zuvor ihr Vorhaben?




@ abendtau: =) Da will ich dir gerne deine Fragen beantworten, aber ich schaff das heut nicht mehr, tut mir leid, sorry. =/ Muss aber regelmäßig schlafen, sollte schon lang im Bett sein. Hoffe ich schaff das Montag oder Dienstag zu beantworten.

lg, Seele

Deutsche Gesellschaft fuer Suizidpraevention

Irgendwo da gibts ne Seite über Fehlannahmen und irrtümer zum Suizid.
Da stand was von 80% der erfolgreichen Suizide.
Nur läd die Seite bei mir heute nur unvollständig.
 
frage an die, die so vehement behaupten, es würde eh nix passieren, egal was man tut, ob nun meldebutton drücken, support informieren, admin anschreiben oder selbst zur polizei rennen: was genau sollte man denn stattdessen tun?

mal abgesehen davon, dass ich es doof finde zu sagen "bringt eh alles nix", würde es mich wirklich interessieren, was man in so einem fall denn tun könnte, damit etwas in die wege geleitet wird...
 
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