Also Lethargie kenne ich auch..war damals stark anämisch und zu schlapp um noch heulen zu können..aber Selbstmord wäre mir nie in den Sinn gekommen..denn jeder halbwegs vernünftige Mensch weiss intuitiv, dass alles nur Phasen sind...
Ich denke nur ziemliche Egomanen die sich und ihr Leid zu wichtig nehmen auf eine ungünstige und ungesunde Art und Weise konzentrieren sich dann nur noch auf ihre Verzweiflung..sone Art Hysteriereaktion, ein Hineinsteigern in ein Grundgefühl...ich kenne diese Tendenzen...die hat glaube ich jeder..aber bei mir dulde ich sie innerlich nicht...haue da gewisse Türen zu und bin da streng zu mir selber. So ungefähr.
Denn letztlich sehe ich es wie die thread-Erstellerin: das Leben ist ein Geschenk, dass man achten sollte..man sollte sich nur immer auf sich bezogen sehen, sondern auch im Kontext eines Größeren GAnzen..was immer es auch sein mag..für den Gläubigen Gott für den Atheisten das Leben an sich und für sich.
Ich kann diese Wut oder zumindest Unmut ggü SElbstmördern sehr gut nachvollziehen..die rennen einfach weg vor ihren Problemen...während andere sich abrackern.
Das Leben ist nie leicht..nur einige scheinen das irgendwie zu erwarten und generieren sich damit oft Enttäuschung und manchmal auch Verzweiflung..weil sie den Glauben an sich und die Welt vollkommen aufgegeben haben und sich net zutrauen auch mit suboptimalen Lebensbedingungen zurecht zu kommen..was ja auch Mühe macht, ständige Aufmerksamkeit erfordert etc.
Oft wird Einsamkeit als Grund für SElbstmord angeführt, worüber ich aber letztlich immer irgendwo lachen muss..ist tragisch-komisch..und beruht auf dem Irrglauben es ginge anderen anders..letztlich ist und bleibt nämlich jeder Mensch auf gewisse Weise einsam..ein 1🤐-Verstehen oder totale Nähe ist Illusion...Und oft kapseln sich Selbstmordkandidaten selber ab und erschaffen sich ihre Isolation selber...also auch ihren Grund für den SElbstmord..denn irgendwie haben sie ne schräge ERwartungshaltung..dass die Welt/das Leben sich um sie drehen muss oder ihnen hinterherrennt anstatt sich anzupassen und zu versuchen mit der Welt/dem Leben Schritt zu halten. Sie schreien nach Hilfe und oft ist ein versuchter mißglückter Selbstmord ein Hilfeschrei...lehnen aber gleichzeitig die möglichen Hilfen für sich ab...mit Argumenten wie: Therapie bringt nix, geht bei mir nicht, mein Fall ist so besonders, mich kann NIEMAND verstehen oder mir kann auch NIEMAND helfen..solche selbstgefährdenden Blockadegedanken schwirren dann in diesen Hirnen rum und erschaffen die Einsamkeit, die in die Verzweiflung führt. Mit utopischen unrealistischen Maximalansprüchen, dass man totales Verständnis für sich braucht bringt man sich selber in Teufelsküche. Mit dem was das Leben real zu bieten hat kommt man an sich bereits zurecht. Man kann mal schwach sein, aber durchaus lernen stärker zu werden und irgendwo HAT MAN AUCH VERDAMMT NOCHMAL sich selber und dem Leben ggü die Pflicht daran zu arbeiten stärker zu werden..damit man NIEMALS wieder an so einem punkt Zero also Selbstmordwunsch angelangt! Es ist einfach sich immer wieder schwach zu definieren...aber sobald man erkannt: o hallo ich bin in diesen Punkten zu schwach und muss daran arbeiten..ist man irgendwo in der Pflicht da aus den Puschen zu kommen, an sich zu arbeiten um stark und erwachsen zu werden.
Das Grundgefühl der Stärke oder sich nicht einfach einer Schwäche hinzugeben erfordert selbstredend geistige Reife....die manche mit 12 Jahren, manche mit 17 Jahren, manche mit 30 Jahren manche erst im hohen Alter und manche nie erreichen...Diesen Klickpunkt im Kopp zu erkennen dass man selber für den Sinn seines Lebens verantwortlich ist, selber sehr viel bewirken kann in Hinsicht auf das was man ist (schwach oder stark, unter Menschen oder isoliert) oder werden will, muss man schon haben..sonst klappt es nicht.
Gast hat Recht..das Leben hat keinen Sinn..außer man gibt ihm einen! 😀 😀 Und wer das Leben als Fastfoodladen ansieht in dem einem der Sinn des Lebens einfach so wie ein Doppelwhopper auf dem Tablett serviert wird, der hat eh (NOCH...die HOffnung sollte man nie aufgeben!) nix begriffen! Gast ist wie ein trotziges Kind, dass meckert und greint und verlangt dass ihm jemand anderen Sinn serviert, sagt was er machen soll....bleibt zu hoffen dass er oder sie erkennt, dass er selber seinen Sinn in sich trägt...und wenn er oder sie sich als sinnlos betrachtet ist ihm oder ihr leider eh nicht zu helfen. Vom erstem Moment unseres Seins sterben wir..aber zwischendurch kann man ne Menge Spass haben....😀 Klar sterben wir alle irgendwann und der Sinn unseres Lebens ist unsere kostbare Lebenszeit sinnvoll zu nutzen...etwas draus zu machen...nicht rumzuhängen rumzumeckern, weil die Dinge nicht so laufen wie wir uns das wünschen, wir nicht unsterblich sind, auchmal krank, das Leben oft Mühe macht...Der Tod ist wie an der Kasse stehen, wenn man dran ist, ist man dran.. sich da vorzudrängeln finde ich unwürdig und unangemessen.
Der Tod passiert früh genug..es lohnt sich nicht sich vorher zu viele Gedanken drüber zu machen..man braucht seine Energie um im Leben klar zu kommen.
Unterm Strich gab es jedoch zu allen Zeiten schon und wird es auch weiter Menschen geben, die sich dem Leben verweigern...das ist nunmal so und ich nehme das nicht persönlich. Irgendwo muss man jedem das Recht zugestehen selber zu entscheiden ob man leben will oder nicht. Zum Leben zwingen kann man niemanden.
Gruß
Tyra