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Suche Lösung für mein Problem

Moon_Knight20

Neues Mitglied
Hallo,

Allein hier nach Rat zu fragen kostet mich einiges an Überwindung.
Mir steht einiges an Problemen gegenüber und gerade in den letzten Tagen und Wochen musste ich mir schmerzlich eingestehen, dass ich da allein einfach nicht gegen an komme. Aber ich kann auch niemanden um Hilfe bitte, ich hab nicht eine einzige Vertrauensperson und ich trau mich schon gar nicht, zum Arzt zu gehen. Gleichzeitig weiß ich aber dass ich da ohne professionelle Hilfe nicht mehr raus komm.
Ich schlepp das alles schon seit Jahren mit mir rum.
Mir gehts einfach nur schlecht, ich bin einsam und erschöpft und ich habe so Angst das das nie mehr besser wird.
Ich hab halt nie gelernt nach Hilfe zu fragen oder welche anzunehmen, ich hab immer alles mit mir selbst ausgemacht und jetzt hab ich so Angst davor. Wenn mir keiner helfen will und der Arzt mich wegschickt oder so.
Wie krieg ich das hin wenigstens den ersten Schritt zu machen und Hilfe zu suchen? Ich weiß echt nicht mehr weiter .
Was mich abhält... wenn ich das so genau wüsste. Es ist, denke ich, die Angst vor Ablehnung. Dass man mir zu verstehen gibt, dass man mir nicht helfen will, dass man seine Energie nicht auf Menschen wie mir verschwenden mag, oder dass meine Probleme nicht als behandlungswürdig eingestuft werden, dass man sagt "anderen gehts noch viel schlechter, denen nimmst du nicht die Plätze weg"... Der Gedanke, dass es Leute gibt, die mir helfen würden liegt irgendwo fernab meiner Vorstellungskraft also versuch ich es besser erst gar nicht.
Im Gespräch öffnen, ja auch das macht mir unheimlich Angst, wie gesagt, ich bin es nicht gewohnt über diese Art von Probleme zu sprechen, das hab ich nie getan, und dann auch noch mit einer völlig fremden Person?
Ich bin, denke ich, momentan depressiv und das immer mal wieder und bin sehr schüchtern, unsicher und angepasst in sozialen Situationen, dadurch hatte ich zB große Probleme in der Schule.
Ich bin gerade sehr einsam, meine Freunde haben kaum Zeit für mich bzw. wollen sich keine nehmen und die Freundschaft fühlt sich mittlerweile sehr oberflächlich an.
Allgemein wurde ich immer geduldet irgendwie, aber ich gehörte nie dazu, zeitweise wurde ich gemobbt früher in der Schule.
Momentan fühl ich mich richtig Sozial Inkompetent, dieses soziale Miteinander ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Und daher sehe ich keine Ende in dieser Einsamkeit..
Ich bin ausgelaugt und müde, Ich weiß selbst gar nicht mehr wer ich bin..
Das einzige was mir momentan noch Kraft gibt ist mein Studium, aber auch hier ist es schwer manchmal mit der geringen Energie voll dabei zu sein und mir ist es wichtig das Studium zu schaffen und daher ist das ein weiterer Stressfaktor.
Ich weiß einfach nicht vorher ich die Kraft und den Mut nehmen soll den es braucht um zu einem Arzt oder Psychologen zu gehen um mir helfen zu lassen, da das ganze für mich gerade wie ein unerklimmbarer Berg vorkommt… tief in mir weiß ich das ich viel Potential in mir habe aber alleine schaffe ich es nicht aus diesem Tief herauszukommen, da einiges meiner Hoffnungen schon geschwunden sind und es sich teilweise schon so anfühlt das ich für immer das ganze akzeptieren muss, wie es ist..

Gruß
Moon_Knight
 

Bärt

Aktives Mitglied
Hmm, ich kann dir nur sagen das Psychologen und Psychiater im Regelfall sehr einfühlsam sind und auch wissen das es Überwindung kostet diesen Schritt zu ihnen zu gehen.
Du brauchst da echt keine Angst zu haben.
In der Notfallambulanz deiner Stadt kannst du schnell einen Termin zum Gespräch bekommen, ruf doch dort einfach mal an oder begib dich in die psychiatrische Notaufnahme, da arbeiten wirklich sehr verständnisvolle Menschen....
Vielleicht kann @Postman was dazu sagen, er kennt sich mit Depressionen besser aus...
 
B

blattvombaum

Gast
Nie gelernt, kannst du ja verwandeln in: Ich lerne Jetzt! Jeder Schritt zählt! Wenn du nichts einschränkendes Körperliches hast, oder eben Beschwerden, rate ich erst mal die Sache mit dem Psychologen anzugehen.
Schaue mal in deiner Region was da angeboten wird. Vielleicht langt für den ersten Schritt, nur mal schauen,
vielleicht kennst du doch jemanden der dir Jemanden empfehlen kann?
Der nächste Schritt wäre dann mal anrufen, und vielleicht Übergangsweise so etwas wie ein Beratungsgespräch bei der Caritas/ Diakonie, die dir wiederum evtl. auch bei der Suche unterstützen können.
Es wird auch nicht ganz einfach sein, und man klopfe sich selber immer mal schön auf die Schulter!
fällt mir mal dazu ein...
 

Daoga

Urgestein
Ein Psychologe wird von Dir bezahlt für die Sitzungsstunden, der kriegt einen Auftrag von Dir und den muß er dann erfüllen, da gibt es keine "Ablehnung". Die einzige Frage ist, ob er was taugt, ob er seinen Job gut macht, Dir was sagen kann was Dir hilft, oder nicht.
Du solltest daher keinen Unterschied machen zwischen einem Psychologen oder einem Handwerker, der Dir in der Wohnung was repariert. Dem sagst Du schließlich auch was Sache ist, damit er nicht raten muß was er machen muß. Du zahlst für seine Zeit, und der Kunde ist König. Punkt.

Es kann allerdings sehr hilfreich sein, alle Deine "Baustellen", alles was Dich bedrückt, schon vorher mal schriftlich niederzulegen, so wie in Deinem Post oben aber ausführlicher. Mit Einzelheiten und allem. So daß Du ihm gleich diese Liste zu lesen geben kannst, damit hat er schon mal einen guten Einstieg und Überbegriff was los ist, dann braucht er nicht lange fragen, sondern kann gleich in die Details gehen.
Ist schließlich Dein Geld, was da verbrannt wird, je schneller Du es durchgehen kannst, um so billiger für Dich. Und über manche Antwort auf manche Frage wirst Du Dir vielleicht schon vorher klar, während Du die Liste zusammenstellst.
 

Daoga

Urgestein
Abgesehen davon liest Du Dich, mit Mobbing und Einsamkeit und mangelnder Sozialkompetenz, wie ein leichter Asperger-Syndrom: Symptome, Ursachen, Therapie - NetDoktor , dann wirst Du hier ein "Willkommen im Club" hören, denn mit dieser Beschreibung können sich hier wahrscheinlich ziemlich viele identifizieren, solche Lebensbeschreibungen sind alles andere als selten. Und jeder hier geht auf seine eigene Weise damit um, am besten per Akzeptanz was und wie man ist, Konzentration auf die eigenen Stärken und fortgesetzter Arbeit an den eigenen Schwächen.
 

Hollunderzweig

Aktives Mitglied
I Moon, kennst du den Spruch: wer suchet, der findet...

Fang schon mal an dich der Spiritualität zu widmen. Google ein bißchen, ich geb dir ein paar Stichworte, aber vorher prüf ich diese nach, ob die für dich "Anfänger" richtig sind.

Du hast alle Hilfe der Welt, du bist nicht alleine, nie alleine gewesen, du wirst natürlich noch sehr happy sein, aber vorher musst du etwas entdecken...dein Unbewusstes, dein zu dir gehörendes "zweite Gesicht", das man nicht im Spiegel sieht, das aber trotzdem da ist und selbstverständlich anders ist, als so, wie du gerade fühlst und empfindest. Das hat eine andere Sichtweise, ein anderes Hinsehen, natürlich auch eine ander Mentalität. Stichwort Nummer eins: Mentale Kraft...

Ich muss mal weg, bis nachher

Viele liebe Grüße derweil
Hollunderzweig
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Für mich bist Du eigentlich völlig gesund , aber das Alleinstellungsmerkmal nicht dazuzugehören, hier kriegst Du das WARUM ICH nicht beantwortet.
Du verbiegst Dich schon so weit wies geht - gehst die notwendigen Kompromisse ein , versuchst auf der Basis Freundschaften zu schließen, aber die flachen dann ab, werden oberflächlich.

Du leidest unter Aufschieberitis aber das kriegst Du mit Deiner Intelligenz wieder ausgebügelt.

Du bist ein sehr gefühlstiefer, also emotionaler Mensch, aber erfährst Enttäuschung, wenn Du davon erzählst, es passt nicht zu dem Hinkriegen und Funktionieren Ding.

Dieses Hinkriegen und Funktionieren Ding , was vom System als Köder benutzt wird, um den Leuten die größte Lebenslüge als Selbstverwirklichung zu verkaufen, es geht klar auch hier nur ums Geld, schafft medial eine Wellnes Ponyland Wohlfühl Begehrlichkeit, die sonst gar nicht da wäre.

Denk mal konkret nach es verhungern täglich mehrere tausend Menschen auf dieser Welt, weil die nix zu essen haben und keiner da ist, der ihnen etwas gibt.

Es gibt aber locker tausend rot Schattierungen für die Lippenstifte ......übrigens Essen verschenken bringt nix - Lippenstifte verkaufen - super Profit.

Das System ist nicht emotional - es hat aber klare Gesetze- emotional sind die Menschen und die Menschen, die emotionaler sind als andere, die werden von der Systemhärte dementsprechend tiefer getroffen, was sie zu kritischen Menschen macht, die hinterfragen.

Depressionen bleiben da oft nicht aus , die Depression kann aber ganz viele individuelle Züge haben, denn nur wenn Du den Charakter eines Menschen gut kennst, so kannst Du anamnesetechnisch auf das Vertrauen des Depressiven zurückgreifen, sprich die Mitarbeit.

Depressionen bahnen sich oft über Jahre ihre Bahn, wie als würde man in ein großes Faß ohne Abfluß immer nur ein kleines Gläschen füllen, aber irgendwann läuft das Ding über , naja und dann funktionieren die Leute nicht mehr so - wie gewohnt nach Systemvorgabe und dann werden sie krank.

Baust Du nun einen großen Abfluß an den Tank stellst Du fest er läuft schnell leer und denkst super , dann aber meldet sich der Körper mit dem Gefühl das Dir etwas fehlt weil den funktionierenden Organismus der auch nach Gesetzen funktioniert, den gibt es auch noch, also fühlst Du Dich wieder Kacke - was zu erneuter Depression führt, der Mensch ist so individuell im Grunde , der hat für jede Depression einen eigenen Tank.

Für mich liegt bei Dir ne Diskrepanz vor und zwar zwischen Deiner Einschätzung, wie andere Dich sehen und wie die Dich wirklich sehen.
Denn Du verstehst ihr Verhalten nicht.

Aber all das hat Dich dazu gebracht die Dinge mehr oder weniger alleine hinzubekommen nun ist es durch die Lage - wie andere sich verhalten ( Corona Koller/ Kriegeskrise / Existenzsorgen)

- wie Du funktionierst
- wie Du das Verhalten der anderen
- Dein eigenes Verhalten ( Isolationsmodus ) empfindest

daraus resultiert eine Unzufriedenheit - diese gehst Du aber nicht an ( Aufschieberitis) und das Gefühl wird schlimmer - also negativ , das System und der Weltschmerz tun das übrige , aber Du machst Dir keine Luft , ist nicht Dein Ding ,
dann bleibt Dir nur eins

Du musst es fressen.

Du hast Dir hier anonym Luft gemacht, das kann ein erster Schritt sein, der erste Schritt in die Richtung in die Du willst Du willst der Depression gegensteuern.

Ich kann Dir nur raten Dir mehrere Meinungen einzuholen , zu viele Idioten denken sich heute , ich brauche nur ein paar Psychos dann ist in 5 Jahren mein Haus fertig, ist ähnlich wie in der Autowerkstatt oder sonstwo es gibt solche und solche .
Je mehr Du also selbst über die Thematik weißt, desto besser kannst Du selbst für Dich beurteilen, der redet Müll oder da ist was dran-

Hier sind wir zwar nur ein Laienforum deshalb sind die Meinungen auch recht unterschiedlich, es schreiben ja auch Leute die Probleme haben und ganz unterschiedliche Charaktäre,
aber grade das kann interessant sein , weil es unter Umständen die Gedanken von Dir in verschiedene Richtungen lenkt, die Dir letztendlich helfen, es anzugehen.
 
S

Smoker86

Gast
Ich denke, dass ist ziemlich normal: keiner steht morgens auf und denkt sich "Geil, ab zum Therapeuten!".
Und niemand gesteht sich gerne ein, dass er das alleine nicht schafft.
Eigentlich wissen wir doch alle, dass dieses Denken Quatsch ist.
Denn wieso hat nicht jeder Hilfe verdient, die er braucht?!

Für mich war die Erfahrung: nur der erste Schritt kostet Überwindung. Und ich bin bei meiner 1. Therapeutin völlig auf die Schnauze gefallen, denn die hatte keine Ahnung von den Denkmustern traumatisierter Menschen, war mit meinem Fall völlig überfordert und hat mir das nicht sagen wollen.
Erst Jahre später fand ich eine geeignete Traumatherapeutin, die mir tatsächlich helfen konnte, die ganzen Vorfälle aufzuarbeiten.

Der Weg dahin war schmerzhaft, steinig und furchtbar. Und rückblickend kann ich sagen: ich hätte mir früher passende Hilfe holen müssen. Dann wäre mir viel Leid erspart geblieben.
Jetzt geht es mir super ;)

Das wünsche ich dir auch! Ich kann dir nur empfehlen, mehrere Stellen abzuklappern und aktiv zu werden! Irgendwo wirst du fündig.
Vielleicht hilft dir erstmal eine Beratungsstelle?

Dir geht ja momentan viel Lebensqualität verloren. Und auch, wenn es anderen schlechter geht (solche Menschen wirst du immer finden!), hast du dennoch empathische Fürsorge verdient.

Darf ein Mensch mit gebrochenen Bein keinen Arzt sehen, weil manche Leute noch schlimmere Krankheiten haben? Nö.

Du darfst auch Glücklich sein, wie jeder andere auch!
 

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