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Suche Gesprächspartner, Mutmacher, Schultern zum Ausweinen

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Ich war schon ein paar Sitzungen beim Blauen Kreuz, ein sehr netter Psychologe hat versucht, mir zu helfen, aber trotz der Gespräche habe ich bisher nicht den Mut gefunden, zu gehen.

Danke fürs Lesen

Wenn Mut fehlt, ist Angst da. Was sind deine Ängste und könntest du sie priorisieren?

Falls auch die Angst dabei ist, dass du eine Fehlentscheidung treffen könntest, überhöre sie nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anne, anteilig schliesse ich mich den Ausführungen von "CHOcell" an. Ich selbst gehe heute nun auf die 60 Lebensjahre zu und habe über jahrzehnte als Beobachter meiner eigenen Mutter agiern können. Beobachter deshalb- ich bin aus verschiedenen Gründen bei den Großeltern aufgezogen worden. Es war in der Tat besser so für mich. Ich bin demnach der Ansicht ich weiß über was ich schreibe. Meine schon verstorbene Mutter hatte mit einem und den gleichen Mann zwei Scheidungen und drei Hochzeiten und noch weitere zwei Kinder.....Eine meiner Schwestern ( habe ich aus der Entfernung erfahren ) hatte zu irgend einem Zeitpunkt unserer Mutter einen konkreten Schlusspunkt gesetzt nach dem Muster: Entweder endlich eine entgültige Trennung von diesem Mann oder aber eine konsequente Trennung von der Restfamilie. Hörigkeit kann schlimme Folgen für alle sonstigen Beteiligten haben. Nach der vorbenannten und tatsächlich vollzogenen Trennung ging es unserer Mutter tatsächlich erheblich besser. Leider bekommt man im Leben nur einmal ein Leben.....
 
Das sehe ich ja auch so.

Vielleicht kam das nicht richtig rüber - ich möchte aus dieser Beziehung raus.

Aber nicht durch Weggehen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, wie es mir am liebsten wäre, sondern ganz ordentlich und offiziell.

Ich brauche nur noch etwas Mutmache...

Ich will gleich zu Anfang ehrlich sein... Ich bin kein Freund von Trennungen. Nur in diesem Fall ? Eine Sucht ist oft eben zerstörend. Und das Schlimme, seltenst heilbar. Zumindest nicht so lange bis ein absoluter Tiefpunkt erreicht ist.

Vielleicht sollte man wirklich zur Trennung raten. Zumindest um das Erreichen des Tiefpunktes zu beschleunigen.
Auch der Kinder wegen. Jedoch hat die andere Seite hier keine Lobby. Es ist schwer ohne ein Leben wirklich zu kennen, dieses zu bewerten. Ich will hier nicht noch mehr Ängste und Zweifel schüren. Jedoch ist diese Sucht nicht umsonst eine anerkannte Krankheit. Bevor Sie selbst schwächer werdenmüssen Sie reagieren. Ich würde gern versuchen zu helfen. Weiß nur nicht so recht wie.
(Würde mich auch vom eigenen Mist ablenken...)

Ist wirklich nichts da, was verbindet ? Nichts was es Wert ist noch auszuhalten ?
Ich meine Distanz ist sicher von Nöten, auch rechtlich notwendig. Man hat mindestens ein Jahr Zeit dann zu sehen, ob es richtig ist. Also ich würde beim Umzug helfen... aber bitte keinen sechsten Stock ohne Fahrstuhl...😉.

Es gibt da sicher viele Ängste. Und Frauen sind hier leider oft schlimm dran, weil sie meist die Verantwortung für die Kinder tragen. Nur ist es gerade wegen diesen notwendig etwas zu tun und nicht abzuwarten. Vielleicht gerade dann, wenn Sie Ihren Mann irgendwo doch noch ein wenig gern haben, oder sich zumindest verantwortlich fühlen.
Tun Sie was , der Kinder wegen !
Ich bin offen für PNs, wenn aktive Hilfe gebraucht wird. Aber vielleicht (und hoffentlich) gibts auch genug tatkräftige Freunde.
 
Danke Nemo, für deine Zeilen.

Ich HALTE ja schon drei Jahre lang aus und merke immer mehr, wie mir auf diese Weise mein Leben einfach so zwischen den Fingern zerrinnt. Er hat mir gesagt, dass ich aushalten soll, bis die Kinder groß sind. Doch das schaff ich nicht, es sind ja mehr als nur ein paar Jahre. Ich will so nicht weiterleben, ich will richtig glücklich sein. Verheiratet sind wir übrigens nicht.

Ich melde mich später nochmal, LG, Anne
 
Danke Nemo, für deine Zeilen.

Ich HALTE ja schon drei Jahre lang aus...

Das ist ja wirklich bitter. Ich versuche im Grunde nicht zur Trennungen zu raten, weil man hier ja in der Regel nur eine Seite hört und als Aussenstehender die wirkliche Situation nicht beurteilen kann. Ziel sollte, gerade wenn Kinder da sind, immer der Erhalt der Beziehung sein. Dazu stehe ich.
Wenn keine Ehe besteht ist es aber zunächst einfacher zumindest eine räumliche Trennung zu vollziehen. Ich denke, das Du (...ich darf doch Du sagen ?) das auf jeden Fall angehen solltest. Da ihr nicht verheiratet seid, hast Du zunächst das alleinige Sorgerecht. Seit 2013 gibt es eine veränderte Gesetzgebung, die es den Vätern deutlich einfacher macht, das Sorgerecht rechtlich einzuklagen. Jedoch gibt da auf jeden Fall eine Prüfung, ob die Anordnungen dem Kindswohl dienen.
Nun würde ich in Deinem Fall sehr kurzfristig die Koffer packen. Wichtig ist natürlich, ob Du für den Vater noch irgendwelche Gefühle hast. Oder ob Du wirklich nur den Kindern zu Liebe erträgst... Gibst noch eine gewisse Bindung zwischen Euch, solltest Du ihm ein Ultimatum stellen. Aufnahme einer Entzugstherapie oder Du ziehst aus. Geht er nicht mit, fängst Du mit der Wohnungssuche an. Und zwar sofort. Auch wenn Du keine bindenden Gefühle mehr hast, solltest Du umgehend anfangen nach einer Bleibe zu suchen.
Der Wohnungsmarkt in Leipzig ist sicher nicht gerade entspannt und ich kenne ja Deine finanziellen Möglichkeiten nicht. Aber da sollten wir Wege finden. Hast Du ein erwerbsmäßiges Einkommen ?
Diese räumliche Trennung sollte auch Dir Zeit geben, um mit eigenen Unsicherheiten klar zu kommen und Deine Gefühle zu ordnen. Dann ist der Weg zurück ja nicht zwangsweise versperrt. Wenn ihm die Beziehung zu Dir irgendetwas wert ist, wird er reagieren und versuchen sein Leben in den Griff zu bekommen. Wenn er das nicht tut kannst Du ohne moralische Schuld auf die Suche nach einem neuen Partner gehen.

Das ist vor allem im Interesse Deiner Kinder dringend geboten. Dein Leid nehmen sie auch unbewußt auf. Es ist alles andere als Optimal. Zu einer Familie gehören eben Vater und Mutter, auch wenn das heute viele nicht mehr so sehen. Da bin ich zu konservativ um das anders zu akzeptieren. Jedoch ist es klar, wenn Du permanent leidest, leiden Deine Kinder mit. Und auch deren Kindheit vergeht. Ich weiß nicht, wie Ihr in der jetzigen Konstellation zusammenlebt. Erduldest Du gar "eheliche Verpflichtungen", unternehmt Ihr mit den Kindern gemeinsames, fahrt Ihr zusammen in den Urlaub ??? Viele Fragen deren Antworten Maßstab auf die Geschwindigkeit Deines Handelns Einfluß nehmen sollten. Deine Kinder werden es zunächst vielleicht nicht verstehen.
Malchut hat Dir ja Tips für die Trennung in langsamen Schritten gegeben. Das ist sicher für die Kinder besser. Nur brauchst Du dafür deutlich mehr Kraft. Und ich glaube bald, das Du die nicht hast. Und Du musst eine starke Mama sein. Wenn Dich der Prozeß zermürbt haben die Kinder nichts davon. So oder so, lass Dich anschieben. Tu was.
Alkoholismus wird nicht besser oder heilt sich. Es gibt nur den Entzug und den totalen Verzicht ein Leben lang.
Es ist wirklich verlorene Zeit hier auf ein Wunder zu warten. Wobei ich selbst an sowas schon zu glauben bereit bin.
Aber darauf zu warten wäre töricht und hilft auch Deinem jetzigen Partner nicht !
Er braucht einen massiven Tritt in den Allerwertesten. Hat er den erhalten, könnte es sogar für Euch noch gut werden, wenn Du das willst. Schließlich hast Du ihn ja mal geliebt, glaube ich zumindest.

Liebe Grüße, Nemo
 
Liebe Anne,

dein Beitrag könnte bis auf wenige Details glatt von mir sein. Deine Situation ist meiner sehr ähnlich, und dein Profil könnte fast das meine sein ... wie du dich beschreibst, deine Hobbies, das alles passt großteils auch auf mich, und auch ich bin "Nachteule + Langschläfer".

Du schreibst: "Momentan habe ich nicht den Mut, mein Leben hier auszubreiten und meine Beziehung durchleuchten zu lassen". Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Seit drei Jahren lebe ich sehr zurückgezogen, denn solch schwierige Situationen können andere meistens nicht wirklich verstehen, wenn sie das selbst nicht erleben oder erlebt haben. Und gut gemeinte Ratschläge lassen sich oft nicht so einfach umsetzen. Zum Beispiel dass man sich doch trennen soll, ist in dieser besonderen Situation einfacher gesagt als getan.

Ich würde mich sehr, sehr gerne mit dir austauschen, und vielleicht könnten wir uns gegenseitig etwas unterstützen. Allerdings hast du länger nichts mehr in diesem Thema geschrieben; vielleicht hast hier schon einige Leute für einen hilfreichen Austausch gefunden?

Da ich noch neu hier bin, kann ich noch keine PNs schreiben. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn du dich bei mir meldest.

Ganz liebe Grüße
Syl
 
Zuletzt bearbeitet:
DU hast nur 1 leben! mach dir das klar! .. die Zeit rennt weg..du kannst sie an deinen Falten Zählen ... aber DU weißt nicht was dich alles erwartet ,welche neue Tür sich dir öffnen wird wenn du es denn wagst.. sei aber auch auf alles gefasst damit du von nichts überracht wirst .. aller Anfang ist schwer .. in jede Neue Situation muss mann sich erst anpassen ..aber begehe nicht den Fehler wie viele andere und kehre zurück vor was du weggerannt bist.
Hake alles ab und lass dich nicht von deinem Gewissen betrügen! Deinen Kindern wird es besser gehen .. denn der einfluss des Fluchenden Alkoholikers sollte nicht Fuß fassen in den Köpfen.

LG
 
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