Danke Nemo, für deine Zeilen.
Ich HALTE ja schon drei Jahre lang aus...
Das ist ja wirklich bitter. Ich versuche im Grunde nicht zur Trennungen zu raten, weil man hier ja in der Regel nur eine Seite hört und als Aussenstehender die wirkliche Situation nicht beurteilen kann. Ziel sollte, gerade wenn Kinder da sind, immer der Erhalt der Beziehung sein. Dazu stehe ich.
Wenn keine Ehe besteht ist es aber zunächst einfacher zumindest eine räumliche Trennung zu vollziehen. Ich denke, das Du (...ich darf doch Du sagen ?) das auf jeden Fall angehen solltest. Da ihr nicht verheiratet seid, hast Du zunächst das alleinige Sorgerecht. Seit 2013 gibt es eine veränderte Gesetzgebung, die es den Vätern deutlich einfacher macht, das Sorgerecht rechtlich einzuklagen. Jedoch gibt da auf jeden Fall eine Prüfung, ob die Anordnungen dem Kindswohl dienen.
Nun würde ich in Deinem Fall sehr kurzfristig die Koffer packen. Wichtig ist natürlich, ob Du für den Vater noch irgendwelche Gefühle hast. Oder ob Du wirklich nur den Kindern zu Liebe erträgst... Gibst noch eine gewisse Bindung zwischen Euch, solltest Du ihm ein Ultimatum stellen. Aufnahme einer Entzugstherapie oder Du ziehst aus. Geht er nicht mit, fängst Du mit der Wohnungssuche an. Und zwar sofort. Auch wenn Du keine bindenden Gefühle mehr hast, solltest Du umgehend anfangen nach einer Bleibe zu suchen.
Der Wohnungsmarkt in Leipzig ist sicher nicht gerade entspannt und ich kenne ja Deine finanziellen Möglichkeiten nicht. Aber da sollten wir Wege finden. Hast Du ein erwerbsmäßiges Einkommen ?
Diese räumliche Trennung sollte auch Dir Zeit geben, um mit eigenen Unsicherheiten klar zu kommen und Deine Gefühle zu ordnen. Dann ist der Weg zurück ja nicht zwangsweise versperrt. Wenn ihm die Beziehung zu Dir irgendetwas wert ist, wird er reagieren und versuchen sein Leben in den Griff zu bekommen. Wenn er das nicht tut kannst Du ohne moralische Schuld auf die Suche nach einem neuen Partner gehen.
Das ist vor allem im Interesse Deiner Kinder dringend geboten. Dein Leid nehmen sie auch unbewußt auf. Es ist alles andere als Optimal. Zu einer Familie gehören eben Vater und Mutter, auch wenn das heute viele nicht mehr so sehen. Da bin ich zu konservativ um das anders zu akzeptieren. Jedoch ist es klar, wenn Du permanent leidest, leiden Deine Kinder mit. Und auch deren Kindheit vergeht. Ich weiß nicht, wie Ihr in der jetzigen Konstellation zusammenlebt. Erduldest Du gar "eheliche Verpflichtungen", unternehmt Ihr mit den Kindern gemeinsames, fahrt Ihr zusammen in den Urlaub ??? Viele Fragen deren Antworten Maßstab auf die Geschwindigkeit Deines Handelns Einfluß nehmen sollten. Deine Kinder werden es zunächst vielleicht nicht verstehen.
Malchut hat Dir ja Tips für die Trennung in langsamen Schritten gegeben. Das ist sicher für die Kinder besser. Nur brauchst Du dafür deutlich mehr Kraft. Und ich glaube bald, das Du die nicht hast. Und Du musst eine starke Mama sein. Wenn Dich der Prozeß zermürbt haben die Kinder nichts davon. So oder so, lass Dich anschieben. Tu was.
Alkoholismus wird nicht besser oder heilt sich. Es gibt nur den Entzug und den totalen Verzicht ein Leben lang.
Es ist wirklich verlorene Zeit hier auf ein Wunder zu warten. Wobei ich selbst an sowas schon zu glauben bereit bin.
Aber darauf zu warten wäre töricht und hilft auch Deinem jetzigen Partner nicht !
Er braucht einen massiven Tritt in den Allerwertesten. Hat er den erhalten, könnte es sogar für Euch noch gut werden, wenn Du das willst. Schließlich hast Du ihn ja mal geliebt, glaube ich zumindest.
Liebe Grüße, Nemo