gluecklich?
Mitglied
Hallo Community,
auch ich gehöre hier zu den seit einigen Tagen stillen Mitlesern des Forums und wollte mir nun auch mal von euch als neutrale Mitmenschen einen Rat holen.
Kurz über mich: Ich werde in wenigen Tagen 30 Jahre alt, habe seit meinem Realschulabschluss zwei Ausbildungen hinter mich gebracht (1x technisch, 1x kaufmännisch) und diverse Jahre Berufserfahrung hinter mich gebracht (nicht im technischen Beruf). Ich bin fast verheiratet und habe mit meiner Partnerin auch bereits ein gemeinsames Kind. Meine Partnerin (ist 3 Jahre älter als ich) habe ich, nachdem sie in ihrem alten Beruf nicht mehr zufrieden war, an eine Hochschule „geschickt“ damit sie sich dort eine neue Grundlage für ihr Leben schaffen kann.
Nachdem ich meine 2. Ausbildung abgeschlossen hatte und dort noch ein halbes Jahr „ausgehalten“ habe, habe ich mir etwas neues gesucht und bin dabei über viele verschiedene Personaldienstleister „gefallen“. Nun habe ich endlich nach 3 Jahren wieder einen Vertrag mit einer Festanstellung vor mir liegen. Aber es gibt ein kleineres Problem:
Der Kampf um diese Übernahme hat so viel Zeit gekostet, dass ich mich innerlich irgendwie schon von dem Job verabschiedet habe. Im letzten halben Jahr habe ich außerdem (nunmehr erfolgreich) versucht, mich über den 2. Bildungsweg und ohne Abitur an einer Hochschule einzuschreiben (bzw. vorher zugelassen zu werden).
Bei meinem alten Personaldienstleister habe ich zum Ende dieses Monats gekündigt und habe noch über 3 Wochen Urlaub übrig gehabt. Nachdem ich nun meinem Chef im eingesetzten Betrieb (Großkonzern mit > 100.000 MA) gesagt habe, dass ich bald „meine Sachen packen würde“ ist man nun plötzlich sehr schnell „zu potte gekommen“ und hat mir einen Vertrag auf den Tisch gelegt. Unbefristet, überdurchschnittliches Gehalt (gemessen an meinem Bildungsabschluß) und was sonst so bei großen Konzernen üblich ist. Vertragsbeginn ist der 01.11. Also auf jeden Fall wäre das keine falsche Wahl.
Aber andererseits habe ich schon vor vielen Monaten (als es noch hieß, dass keine Stelle frei ist und mit dieser Aussage wurde ich auch hingehalten, bis ich „gedroht“ habe zu gehen) angefangen mich auf das Studium einzustellen. Irgendwie war es für mich schon immer ein Traum ein Studium zu machen. Sogar die finanziellen Voraussetzungen für den Bezug von BAföG sind erfüllt und wegen des Kindes muss ich keine Studiengebühren bezahlen.
Und noch etwas zu meinem bisherigen bzw. vielleicht künftigen Job. Ich saß dort in einer Entwicklungsabteilung wo ich so eine Art „technischer Teamassistent“ war. Um mich herum gab es 90% nur Ingenieure die entwickelt haben, und ich habe sozusagen das ganze ins System „gefüttert“ damit das entwickelte auch mal gebaut werden kann. Der Job ist also an sich sehr einseitig und fordert mich nicht. Ich fühle mich bei diesem Job absolut unausgelastet und langweile mich. Das ich überhaupt eine Übernahme bekomme liegt einfach daran, dass ich dieses Programm beherrsche mit dem gearbeitet wird. Und das kriegen die anderen noch lange nicht so gut hin bzw. haben da nicht so viel Erfahrung.
Zurück zum eigentlichen: Das Semester hat jetzt auch angefangen und ich habe nun schon die ersten Vorlesungen mir reingezogen. Und ich muss ehrlich sagen: Ich freue mich darüber! Es ist nicht mehr so, dass ich mein Leben träume, sondern ich lebe meinen Traum!
Aber: ich bin immer noch unentschlossen, was ich nun wirklich machen soll! Soll ich einen guten Arbeitsvertrag über Bord werfen, „nur“ um einen Traum zu leben? Die Unterstützung seitens meiner Partnerin zum Studium hin ist natürlich nicht gerade üppig. Sie hat Angst, dass uns das Geld nicht reichen wird (wir bekämen dann beide BAföG). Allerdings habe ich schon mehrfach nachgerechnet: Bis jetzt hatten wir über ihren Teilzeitjob und meine Tätigkeit beim Dienstleister auch nur 200 Euro netto mehr. Und dies hat der Kindergarten bzw. der Kinderhort „gegessen“. Dieser Beitrag würde nun wieder von der Gemeinde übernommen werden. Also was kommt netto raus: 0 auf 0!
Nun muss ich mich langsam entscheiden, ob ich das Studium weiter mache oder den Arbeitsvertrag antrete. Und ich muss ehrlich sagen: Die Entscheidung fällt mir unheimlich schwer!
Klar kann es sein, dass der Traum mit dem Studium mal platzt, weil ich mich verzettel und rausgeworfen werde. Aber dann kann ich wenigstens sagen, dass ich es probiert habe. So würde ich mich mein Leben lang fragen ob ich nicht etwas falsch gemacht habe. Falls hier jemand das Thema Fortbildung im Job anbringt möchte ich gleich sagen: Einen Vollzeitjob + Familie + Abendschule halte ich über einen längeren Zeitraum nicht aus. Ich habe das schonmal probiert und habe es geschmissen weil ich keine Zeit mehr für mich hatte.
Ich danke euch schon im voraus für gute Ratschläge!
auch ich gehöre hier zu den seit einigen Tagen stillen Mitlesern des Forums und wollte mir nun auch mal von euch als neutrale Mitmenschen einen Rat holen.
Kurz über mich: Ich werde in wenigen Tagen 30 Jahre alt, habe seit meinem Realschulabschluss zwei Ausbildungen hinter mich gebracht (1x technisch, 1x kaufmännisch) und diverse Jahre Berufserfahrung hinter mich gebracht (nicht im technischen Beruf). Ich bin fast verheiratet und habe mit meiner Partnerin auch bereits ein gemeinsames Kind. Meine Partnerin (ist 3 Jahre älter als ich) habe ich, nachdem sie in ihrem alten Beruf nicht mehr zufrieden war, an eine Hochschule „geschickt“ damit sie sich dort eine neue Grundlage für ihr Leben schaffen kann.
Nachdem ich meine 2. Ausbildung abgeschlossen hatte und dort noch ein halbes Jahr „ausgehalten“ habe, habe ich mir etwas neues gesucht und bin dabei über viele verschiedene Personaldienstleister „gefallen“. Nun habe ich endlich nach 3 Jahren wieder einen Vertrag mit einer Festanstellung vor mir liegen. Aber es gibt ein kleineres Problem:
Der Kampf um diese Übernahme hat so viel Zeit gekostet, dass ich mich innerlich irgendwie schon von dem Job verabschiedet habe. Im letzten halben Jahr habe ich außerdem (nunmehr erfolgreich) versucht, mich über den 2. Bildungsweg und ohne Abitur an einer Hochschule einzuschreiben (bzw. vorher zugelassen zu werden).
Bei meinem alten Personaldienstleister habe ich zum Ende dieses Monats gekündigt und habe noch über 3 Wochen Urlaub übrig gehabt. Nachdem ich nun meinem Chef im eingesetzten Betrieb (Großkonzern mit > 100.000 MA) gesagt habe, dass ich bald „meine Sachen packen würde“ ist man nun plötzlich sehr schnell „zu potte gekommen“ und hat mir einen Vertrag auf den Tisch gelegt. Unbefristet, überdurchschnittliches Gehalt (gemessen an meinem Bildungsabschluß) und was sonst so bei großen Konzernen üblich ist. Vertragsbeginn ist der 01.11. Also auf jeden Fall wäre das keine falsche Wahl.
Aber andererseits habe ich schon vor vielen Monaten (als es noch hieß, dass keine Stelle frei ist und mit dieser Aussage wurde ich auch hingehalten, bis ich „gedroht“ habe zu gehen) angefangen mich auf das Studium einzustellen. Irgendwie war es für mich schon immer ein Traum ein Studium zu machen. Sogar die finanziellen Voraussetzungen für den Bezug von BAföG sind erfüllt und wegen des Kindes muss ich keine Studiengebühren bezahlen.
Und noch etwas zu meinem bisherigen bzw. vielleicht künftigen Job. Ich saß dort in einer Entwicklungsabteilung wo ich so eine Art „technischer Teamassistent“ war. Um mich herum gab es 90% nur Ingenieure die entwickelt haben, und ich habe sozusagen das ganze ins System „gefüttert“ damit das entwickelte auch mal gebaut werden kann. Der Job ist also an sich sehr einseitig und fordert mich nicht. Ich fühle mich bei diesem Job absolut unausgelastet und langweile mich. Das ich überhaupt eine Übernahme bekomme liegt einfach daran, dass ich dieses Programm beherrsche mit dem gearbeitet wird. Und das kriegen die anderen noch lange nicht so gut hin bzw. haben da nicht so viel Erfahrung.
Zurück zum eigentlichen: Das Semester hat jetzt auch angefangen und ich habe nun schon die ersten Vorlesungen mir reingezogen. Und ich muss ehrlich sagen: Ich freue mich darüber! Es ist nicht mehr so, dass ich mein Leben träume, sondern ich lebe meinen Traum!
Aber: ich bin immer noch unentschlossen, was ich nun wirklich machen soll! Soll ich einen guten Arbeitsvertrag über Bord werfen, „nur“ um einen Traum zu leben? Die Unterstützung seitens meiner Partnerin zum Studium hin ist natürlich nicht gerade üppig. Sie hat Angst, dass uns das Geld nicht reichen wird (wir bekämen dann beide BAföG). Allerdings habe ich schon mehrfach nachgerechnet: Bis jetzt hatten wir über ihren Teilzeitjob und meine Tätigkeit beim Dienstleister auch nur 200 Euro netto mehr. Und dies hat der Kindergarten bzw. der Kinderhort „gegessen“. Dieser Beitrag würde nun wieder von der Gemeinde übernommen werden. Also was kommt netto raus: 0 auf 0!
Nun muss ich mich langsam entscheiden, ob ich das Studium weiter mache oder den Arbeitsvertrag antrete. Und ich muss ehrlich sagen: Die Entscheidung fällt mir unheimlich schwer!
Klar kann es sein, dass der Traum mit dem Studium mal platzt, weil ich mich verzettel und rausgeworfen werde. Aber dann kann ich wenigstens sagen, dass ich es probiert habe. So würde ich mich mein Leben lang fragen ob ich nicht etwas falsch gemacht habe. Falls hier jemand das Thema Fortbildung im Job anbringt möchte ich gleich sagen: Einen Vollzeitjob + Familie + Abendschule halte ich über einen längeren Zeitraum nicht aus. Ich habe das schonmal probiert und habe es geschmissen weil ich keine Zeit mehr für mich hatte.
Ich danke euch schon im voraus für gute Ratschläge!