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Studium oder auch nicht!?

WorldFlyer

Neues Mitglied
Hallo Leute!

Ich bin zufällig auf eure Homepage gelangt, da ich doch auf der Suche nach einem Rat bin...

Ich stecke zur Zeit in einer ziemlich blöden Situation. Ich habe diese Woche mit dem Studium Tourismusmanagement angefangen.... Ich wollte schon immer studieren und durch meine Ausbildung als Reiseverkehrskaufmann ist es dann am Ende auf diesen Studiengang hinausgelaufen. Ich war mir nie sicher, ob es das richtige für mich ist, aber nach der Ausbildung und den paar Monaten danach, die mir auch wirklich Spaß gemacht haben, lief es dann darauf hinaus. Diese Unsicherheit bei Entscheidungen ist bei mir normal...das war schon immer so, leider. Ich konnte mich noch nie einfach so für etwas entscheiden, deshalb zweifel ich noch immer wobei ich noch sagen will, dass ich ADS habe....aber das nur nebenbei.

Ich habe nun wie gesagt, diese Woche mit dem Studium angefangen...komme direkt aus der Praxis bzw. war ich dazwischen ein halbes Jahr in Australien unterwegs. Das Studium stand schon immer für mich fest. Es heißt immer wenn man Abi hat, soll man auch studieren aber auch das geringe Gehalt in dem Job war ein Grund. Nun habe ich vor ein paar Tagen angefangen, aber für das Studium kann ich mich nicht wirklich begeistern. Die blanke Theorie nervt mich einfach und die Praxis fehlt mir. Ich gehe nach der FH nach Hause und frage mich, was ich heute eigentlich gemacht habe. Früher hatte ich nach der Arbeit einfach die Erfolgserlebnisse etwas verkauft, also vollbracht zu haben und nun soll ich mind. die nächsten 3 Jahre in der FH sitzen. Jede Nacht träume ich vom Büro und wache dann auf und brauche dann ein paar Sekunden um zu realisieren, dass alles ganz anders ist.

Aus diesem Grund bin ich am überlegen, dass ganze vielleicht doch wieder abzubrechen und in ein Reisebüro zurückzugehen. Ich habe meinen Abschluß damals mit "sehr gut" abgeschlossen. Ich weiß, dass Studium ist wesentlich härter und den Abschluß, wie in meiner Lehre, werde ich hier nicht erreichen. Deswegen denke ich mir, dass ich mit dieser Lehre viell. bessere Chancen habe als grad so mit nem Bachelor durchgekommen zu sein... Ich wäge zur zeit immer nur ab und komme zu keiner Entscheidung, was aber auch damit zusammenhägt, dass alle wissen, dass ich studieren wollte und ich jetzt nicht plötzlich vor meiner Familie und meinen Freunden alles hinschmeißen will....

Ich weiß nicht ob ihr mir hier wirklich einen Rat geben könnt, aber sagt mir einfach, was eure Gedanken dazu sind....

Danke!
WorldFlyer
 

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Polux

Aktives Mitglied
Hallo WorldFlyer,
stelle ich mir bei mir eine ähnliche Situation vor würde ich sagen 'ein paar Tage' sind mir zu wenig.

Etwas für mich als nicht passend (zumindest z.Z. nicht) zu benennen finde ich durchaus legitim. Aber ich erwarte dann schon, dass ich auch weiß was ich ablehne. Ob ein Studium für mich etwas ist oder nicht könnte ich nicht in einigen Tagen beurteilen - da hab ich ja noch nix von gesehen, auch noch keine Leute kennen gelernt...usw.

Allerdings machen mich einige Worte bei dir stutzig:

Es heißt immer wenn man Abi hat, soll man auch studieren aber auch das geringe Gehalt in dem Job war ein Grund.
... und nun soll ich mind. die nächsten 3 Jahre in der FH sitzen. ...
Wenn ich dieses nur Gefühl hätte, hätte ich wahrscheinlich gar nicht angefangen. Dann wüsste ich aber auch, ob nicht ganz tief drin ein kleiner 'Versagensangstteufel' sitzt der immer flüstert: 'hör besser auf, das schaffst du doch nicht,... hast du es nicht probiert kannst du zumindest immer sagen du hättest es ja schaffen können, hattest aber keine Lust - ist doch viel sicherer... :rolleyes:'

Ob der irgendwo bei dir sitzt kannst nur du selbst beurteilen - da müsstest du einen Augenblick 'wahrhaftig' mit dir sein (tut manchmal weh und ist peinlich, aber man brauchts ja nicht weitersagen ;) )
Viel Spaß. Polux
 

ladysunshine

Mitglied
oh vielen Dank Polux. Soeben lese ich Eure Beiträge. Und das mit dem Versagerteufelchen, das kenne ich wohl gerade sehr gut das Spielchen. Der gute hatte sich auch mir versteckt und mir so manchen Streich gespielt. Naja, ihn zu entlarven ist wohl der 1. Schritt. Auch ich stehe gerade vor eine wichtigen Entscheidung. Ich habe shcon viele verschiedene Dinge angefangen und konnte mich auf nichts festlegen. So langsam kommt eine Entscheidung nach der anderen und die Perspektiven werden langfristiger. Leider habe ich finanziell gerade gar keinen Spielraum. Aber ich bin dabei eine gut bezahlte Arbeit zu finden. Zum andere sehne ich mich aber auch sehr danach, nochmal einen höher angesehenen Abschluß zu machen. Ich bin staatlich gepr.. Touristikbetriebswirtin, komme damit in meiner Heimat aber überhaupt nicht weiter. Desweiteren finde ich Journalismus und Medienkommunikation sehr spannend. Hat vielleicht jemand Infos, oder weiß, wo ich nähere Infos zum Studienganz bekommen kann? Ist es möglich, über die FH zu gehen, ich habe nämlich keine Abi.... Fragen über Frage. danke für jede Info im Vorfeld!
 

wischlappen

Mitglied
Das kenne ich auch von früher. Was mir immer geholfen hat, ist mir Zeit zu nehmen, mir vorzustellen und auszumalen, wie mein Leben in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll. Ich habe mir dann immer "rückwärts" vorgestellt, wie ich dahin kommen könnte.

Wenn ich mir dann sicher war, das der Weg, den ich eingeschlagen hatte, überall aber da bestimmt nicht hinführen würde, habe ich es abgebrochen und mir etwas anderes gesucht.

Manchmal hab ich aber auch gemerkt, dass ich eine Zeitlang durchhalten musste und etwas abschliessen musste, um dahin kommen zu können.

Vielleicht versuchst Du es mal damit.
 
G

Gast

Gast
Nun, ich möchte Dir ein Geheimnis über das Studium verraten:

Der Sinn des Studieren besteht nicht nur darin, in dem gewählten Fach möglichst viel wissen anzusammeln oder ein Riesen-Experte zu werden, das kann man nämlich streng genommen auch ohne Studium erreichen.
Vielmehr soll es Dich lehren, aus vertrauten Bahnen herauszukommen und die Fähgkeit zu entwickeln, mit neuen, unbekannten und manchmal auch unangenehmen Situationen und Begebenheiten klar zu kommen und diese mit Selbstvertrauen zu meistern.
Dazu gehört grade im Grundstudium auch ein gewisses "Schleifen" der Studenten. Ich glaube jeder kommt da schnell zu dem Punkt, wo man sagt "warum mach ich das hier? Wozu soll das gut sein? Ist das das was ich machen wollte?". Dann kommen Prüfungen, wo Du genau ins andere Extrem kommen wirst, mit Angst, Stress und Ungewissheit. Und das ist auch der Sinn der Sache und wird - so du es durchstehst und durchziehst - Dir unbezahlbare Erfahrungen geben, die Du später in den entsprechenden Berufen brauchen wirst. Das ist das eigentliche Credo eines Akademikers, auch neue und unbequeme Situationen und Probleme gezielt zu meistern.

Also:
Seh alles etwas gelassener, aber vernachlässige nichts! Und wenn mal ein Test oder eine Prüfung nicht ganz so gut läuft - das ist nicht schlimm, das gehört dazu. Wichtig ist, dass Du es erfolgreich zu Ende bringen willst und Dich engagieren kannst, auch wenn dieses oder jenes Fach sterbensöde ist. Je weiter das Studium voranschreiten wird, desto besser werden auch die Themen werden.
 
G

Gast

Gast
Hallo!
Wie wäre es mit einem Teilzeitstudium (falls das für dich in Frage kommt) und einem Job im Reisebüro nebenher. So wird es nicht langweilig (höchstens manchmal etwas stressig), aber so hast du auch die Finanzierung super im Griff.
 

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