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Studium mit Asperger

Hallo

Ich bin im ersten Semester im Studiengang Informatik. Der Studiengang ist ziemlich anspruchsvoll, da ich vor allem kein Mathegenie bin und in der Schule nur Mathe GK hatte.

Ich habe momentan riesige Probleme mit dem Lernstoff bzw. Hausaufgaben. Ich würde gerne mit Freunden oder einer Arbeitsgruppe zusammen lernen, damit ich die Sachen vielleicht auch besser verstehe. Zusammen lernt man ja meistens besser, da man sich gegenseitig Dinge erklären kann und jeder andere Stärken hat.

Ich gehe jetzt seit drei Monaten zur Uni und habe leider noch keine Freunde. Für mich ist es so gut wie unmöglich, Menschen anzusprechen. Ich kann gut damit leben, keine Freunde zu haben, da ich das gewöhnt bin, aber ich gestehe, dass es fürs Studium hilfreich wäre oder sogar notwendig ist.

Ich suche nun nach einer Lösung, die es mir ermöglicht, Menschen anzusprechen und darüber hinaus auch ermöglicht, in Kontakt zu bleiben und zusammen zu lernen/Hausaufgaben zu machen.

Hat jemand Ratschläge für mich, das wäre sehr nett. Therapie und Medikamente mal außen vor gelassen.

Kitty
 

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Ich habe anfangs einen Nachteilsausgleich eingereicht, der mir bei der Klausur helfen wird. Ansonsten hab ich einzelnen Übungsleitern davon erzählt, da man in den Übungen auch mündlich mitarbeiten muss. Aber andere Studenten oder Profs wissen nichts davon, die haben ja auch so gesehen nichts mit mir zutun.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Doch, deine Mitstudenten haben schon mit dir zu tun.
Du merkst das ja jetzt.
Ein guter Freund von mir (auch Aspie) hat schon in der Schule seine Besonderheit offengelegt, weil er oft missverstanden wurde.
Wenn andere eine Erklärung für ein eventuell eigentümliches Verhalten haben, beziehen sie es nicht mehr auf sich.
Wenn du gerne Lernpartner hättest, sprich die entsprechenden Leute in einem ruhigen Moment an. Oder frage einen Dozenten, ob er vermitteln kann.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Habt ihr keine Lerngruppen? so kenne ich das eigentlich vom Studium meiner Tochter.

Stress dich mit Mathe nicht so rein - versuche am Anfang nichts zu hinterfragen. Mach einfach die Aufgaben nach dem Schema bzw Muster, organisier dich in Lerngruppen.

Meine Tochter, hatte am Anfang alles hinterfragt, wollte die Lösungswege der Aufgaben verstehen....! Ist schier durchgedreht.
Total verkehrt - sie hat u. a. Mathe studiert und mit 1, 0 hier ihren Masterabschluss geschafft.
Von daher: nimm die obigen Ratschläge an.
Heute ist ihr Tipp: alles ergibt sich im laufendem Semester von selbst.... nur nicht irre machen lassen. Ruhe bewahren, manche Dinge muss man nicht verstehen - sie ergeben erst im laufendem Semester ihren Sinn.
Alles Gute
 
Es gibt hier keine Lerngruppen. Also es gibt schon welche, aber das sind dann Freundesgruppen, die sich selbst gefunden haben. Und wenn ich einfach so jemanden ansprechen könnte, würde ich hier nicht nach Hilfe bitten, sondern es einfach machen.

Ich weiß, was ich tun sollte, ich bin aber unfähig, es auszuführen. Ich weiß, das hört sich blöd an. Aber ich hab das schon mehrmals versucht. Ich hab dann die ganze Vorlesung lang dort gegessen und hab mir im Kopf die Wörter zurecht gelegt, die ich zu meinem Sitznachbar sagen will, wenn die Vorlesung vorbei ist. Und dann zum Ende hin, wurde ich immer nervöser und hab einen knallroten Kopf bekommen. Dann hab ich's gelassen.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Das kann ich gut nachvollziehen. Daher meine Frage, ob man bescheid weiß. Gibt es in den Seminaren/Vorlesungen menschen, die du besonders angenehm findest? Die freundlich und offen wirken?
Und überlege dir, ob du einen Dozenten um Unterstützung bittest.

(Du kannst auch Kontakt zu deiner Fachschaft aufnehmen. Ich weiß nicht, in welchem Bundesland du lebst. Für NRW wäre "kombabb" auch eine gute Anlaufstelle.)
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Dass Du Asperger hast, weißt Du doch nicht seit gestern.
Hast Du denn nie eine Verhaltenstherapie gemacht?
Ansonsten, sage es Deinem Dozenten, der soll Dich zu passenden Gruppen zum Arbeiten zuteilen.
ich würde es tun als Dozent, habe ich auch schon.
 
G

Gelöscht 88259

Gast
Hallo

Ich bin im ersten Semester im Studiengang Informatik. Der Studiengang ist ziemlich anspruchsvoll, da ich vor allem kein Mathegenie bin und in der Schule nur Mathe GK hatte.

Ich habe momentan riesige Probleme mit dem Lernstoff bzw. Hausaufgaben. Ich würde gerne mit Freunden oder einer Arbeitsgruppe zusammen lernen, damit ich die Sachen vielleicht auch besser verstehe. Zusammen lernt man ja meistens besser, da man sich gegenseitig Dinge erklären kann und jeder andere Stärken hat.

Ich gehe jetzt seit drei Monaten zur Uni und habe leider noch keine Freunde. Für mich ist es so gut wie unmöglich, Menschen anzusprechen. Ich kann gut damit leben, keine Freunde zu haben, da ich das gewöhnt bin, aber ich gestehe, dass es fürs Studium hilfreich wäre oder sogar notwendig ist.

Ich suche nun nach einer Lösung, die es mir ermöglicht, Menschen anzusprechen und darüber hinaus auch ermöglicht, in Kontakt zu bleiben und zusammen zu lernen/Hausaufgaben zu machen.

Hat jemand Ratschläge für mich, das wäre sehr nett. Therapie und Medikamente mal außen vor gelassen.

Kitty
Hallo liebe Kitty,

ich habe nicht so ganz herausgelesen, welchen Zusammenhang dieser Beitrag mit deinem Asperger-Syndrom hat.
Ganz unabhängig davon, haben dieses Problem, was du schilderst, so ziemlich alle Ersties. Auch Nicht-Autisten.

Zunächst: dass du Informatik studierst und kein Mathegenie bist, ist erstmal etwas doof. Wenn du erhebliche Lücken hast, dann bitte ich dich, hier gezielt nachzuholen! Die meisten Professoren erwarten, dass das Abitur-Wissen noch recht präsent ist.

Der Lernstoff ist an einer Uni enorm hoch. Für alle. Die Zeiten, in denen man noch alles schleifen konnte und 2 Tage vorher angefangen hat zu lernen, sind vorbei! Hier musst du von Anfang an am Ball bleiben.

Dass du noch keine "Freunde" bzw. wahnsinnig viele Kontakte und eine Lerngruppe hast, ist völlig normal. So richtige Freunde findest du dort sowieso nicht, erstmal nur lose Kontakte, vieles hält sich nur oberflächlich, oft verliert man sich nach 2-3 Semestern wieder. Interpretier da nicht zu viel rein und sehe alles erstmal als "Kontakte", von denen du profitierst.
Du bist im ersten Semester, gerade mal 3 Monate. Das läuft doch noch nicht so rund. Man muss sich erstmal daran gewöhnen. Die Kommilitonen und Gruppen kommen erst noch. Keine Sorge.

"Ich kann damit gut lebe, keine Freunde zu haben". Streich dir das mal schnell aus dem Kopf. Ganz alleine als Einzelkämpfer studieren...? Damit machst du es dir noch viel schwerer. Ein Studium ohne regelmäßige Kontakte und Sozialkompetenz, das wird nichts.
Ich weiß, es ist schwer, aber JETZT musst du aus dir rauskommen und das lernen! Still in der Ecke sitzen gibt's nicht mehr. Kontakte knüpfen ist so ziemlich das Wichtigste.

Bei mir war das sehr sehr ähnlich. Ich hatte am Anfang auch total Angst, dass ich niemanden kennenlernen. Aber man muss sich zusammenreißen, immer freundlich und hilfsbereit sein, durch Selbstständigkeit und Disziplin auffallen. Die meisten Leute hängen sich nämlich an die Studenten, die sie weiterziehen - nicht die, die sie ausbremsen.
Immer wieder auf Leute zugehen, Interesse zeigen, WhatsApp-Gruppen gründen, Fragen stellen, Reden, Ansprechen, nach Nummern fragen zum Austausch.

Rede nicht zu viel über deine negativen Seiten, über deine Krankheit oder sonst was. Nur, wenn es unvermeidbar ist.

Du musst im Studium direkt auf Menschen zugehen.

Es ist erstmal ziemlich schwer, aber du lernst dann, besser damit umzugehen.

Grüße
 
G

Gelöscht 86383

Gast
Sooooo schlimm ist es nicht, wenn man kein Mathegenie ist, vor allem dann nicht, wenn es sich um Bindestrich-Informatik handelt. Aber man sollte mit Mathematik zurecht kommen, das stimmt.

Ich suche nun nach einer Lösung, die es mir ermöglicht, Menschen anzusprechen und darüber hinaus auch ermöglicht, in Kontakt zu bleiben und zusammen zu lernen/Hausaufgaben zu machen.


Vielleicht über den Hochschulsport oder ähnliches?
 

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