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Studium abbrechen aus organisatorischen Gründen?

G

Gelöscht 72864

Gast
Hallo, leider muss ich meinem Ärger und auch meiner Trauer mal Wut machen- es geht um mein Studium. Ich bin eigentlich im 6. Semester, habe gute Noten und die Praxisphase schon überstanden. Nun konnte ich wegen der Pandemie die Thesis nicht fürs 6. Semester anmelden, sondern muss auf 7 oder 8 Semester zurückgreifen.

Bisher war es so, dass das Studium größtenteils online stattfand. Immer wieder wurde Präsenz versprochen und nicht umgesetzt. Ich habe 2 Jahre umsonst meine Wohnung in dieser Stadt bezahlt. Da keine Änderung in Sicht war und es mir seelisch mit der Wohnung nicht gut ging, ich dort nicht leben will habe ich gekündigt und mir eine Wohnung im Nachbarort zu meiner Familie angemietet. Die Uni ist ca. 80km entfernt.
Nun plötzlich kam der Schock und alles soll wieder in Präsenz stattfinden. An sich wäre das nicht schlimm, allerdings kann ich den Sprit auf Basis der aktuellen Preise niemals zahlen! Eine Fahrgemeinschaft möchte keiner bilden und das teure Zugticket kann ich auch nicht nutzen.
Nun hatte ich die Veranstaltungen so gelegt, dass ich nur 2 Tage fahren muss. Die Fakultät hat jetzt einfach den Stundenplan geändert und die eigentliche Onlineveranstaltung findet jetzt wieder in Präsenz statt. Somit muss ich drei Tage fahren! Ich überlege nun das Studium abzubrechen, da ich nicht noch mehr Semester anhängen möchte und endlich Geld verdienen muss.

Mir geht es mit allem so schlecht. Ich habe viele Bekannte an der Uni die auch nicht mehr dort wohnen und nun ein ähnliches Problem haben. Die Hochschule interessiert das aber nicht…
Ich hatte überlegt für das Benzin einen Studienkredit aufzunehmen, aber ich möchte nicht noch mehr Schulden…
 
Ich habe 2 Jahre umsonst meine Wohnung in dieser Stadt bezahlt. Da keine Änderung in Sicht war und es mir seelisch mit der Wohnung nicht gut ging, ich dort nicht leben will habe ich gekündigt und mir eine Wohnung im Nachbarort zu meiner Familie angemietet. Die Uni ist ca. 80km entfernt.
Du hast zwei Jahre lang eine Bude bezahlt, die du nicht genutzt hast???
Und dann, wenn alles nach zwei Jahren in Präsenz geht, kündigst du diese und ziehst nach Pusemuckel???
Ja. ich würde das Studium drangeben.
 
Dein Problem ist – mit Verlaub – nicht die längere Studienzeit, sondern Deine Lebensansicht.

Auch wenn Du in der Regelzeit das Studium abgeschlossen haben solltest heisst das nicht, dass Du zusammen mit Deinen paar Hundert Jahrgangskollegen die Vorgesetzten-Plätze erklimmst, also eine Einnahmegarantie beanspruchen kannst.
Unter derartigen - leider aktuellen, weil global wirtschaftlichen Voraussetzungen – wäre es klug, wenn Du zu Deiner eigenen seelischen Gesundheit Dein Studium als „schöne Zeit in Deinem Leben“ verbuchten könntest.
Soweit Du örtlich nicht angebunden bist, wärst Du flexibel – und lebst es aus.

Dein „endlich Geld verdienen“ wird sich anhand Deiner Quali bemessen: ungelernt, sprich Mindestlohn.

Eben damit kommst Du genauso so weit wie aktuell: der Tag ist gelaufen, Erfolg gab es nicht.

Im Mindestlohn dürfte es aber auch –anders als im Studium- kein Ziel geben.

Somit gibst Du zu gleichen Konditionen – nämlich einen Tag „überleben“ – Dein Studium zu Gunsten der Niedriglohn-Bezahlung auf Dauer auf.

Studenten sehe ich als potentielle Wissenschaftler.

Fertige daher nicht die Augenblicksaufnahme sondern Deine Zukunftsprognose, lasse dazu Emotionen ausser Betracht und kalkuliere nüchtern, wie Du Dich besser stehst!
 
mach ´ das nicht!! du bist so knapp vor dem Ziel,
wenn Du nun aufhörst, bist Du ein Studienabbrecher mit Abitur und alle Jobs, die Du bekommst, sind für Unqualifizierte, was Dich langfristig auch finanziell nicht glücklich machen wird.
DAs mit der Wohnung habe ich nicht gerafft, wieso hast Du die denn behalten,
es war doch klar, dass vor der augenblicklichen Rechtslage das mit der Präsenz noch gedauert hat....

hast Du denn echt überall Anwesenheitspflicht?
 
Hi, ich bin ein bisschen verwirrt über die Antworten…
Eigentlich will ich mich hier nicht rechtfertigen, aber ich denke einiges hab ich schlecht erklärt.

Zu der Wohnung: Ich habe diese gehalten, weil die Hochschule versprochen hat (jedes Semester) sie würden wieder Präsenz realisieren. Ich kann nicht ahnen, dass wo ewig nichts kam außer leeren Versprechungen, sie sich im letzten Semester plötzlich einfallen lassen doch alles umzustellen. Ich hatte diese Stadt nur als Studienort gewählt, ohne Bezug zu irgendwas. Arbeiten (und das wollte ich gern nach dem Bachelor) will ich in der Stadt auch nicht. Was soll ich also noch da?!

Zum Thema Arbeit: Es ist gesellschaftlich gesehen so, dass mir mehrmals gesagt wurde ich sei überaltert und solle „endlich mal fertig werden.“ ich hab hier aber nie was von der großen Kohle o.ä. Erzählt. Ich hab mir über den Verdienst nichtmal Gedanken gemacht. Ich habe schlichtweg keinen Bock mehr Druck von meinem Vater zu haben, alle paar Monate das Geld eingestellt zu bekommen. Lieber verdien ich selbst, aber mit dem Gefahre ist ein Nebenjob nicht drin zeitlich.

Momentan bin ich in meiner Entscheidung noch nicht weitergekommen. Ich denke ich plädiere wirklich eher zu einem Abbruch..
 
noch mal:
tu´s nicht.
Dann waren alle letzten Jahre, aller Druck etc.. umsonst.
Du kannst ja mal Pause machen und ein Semester jobben und Geld verdienen auf Vorrat. Aber dann abschließen. Es gibt nun mal blöde Zeiten im Leben, aber da muss man durch, wenn es ein lohnendes Ziel gibt
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo TE!
Ich frage mich, ob es denn genau diese Uni da sein muss, um das Studium zu beenden. Bestünde nicht die Möglichkeit, entweder in der Nähe deiner jetzigen Bleibe weiter zu Studieren an ner anderen Uni/Hochschule? Oder per Online/Fernstudium deinen Studiengang fortzusetzen? Vielleicht kannst du dort deine Studienleostungen anerkennen lassen, dass sowas klappen würde! Dann könntest du nebenher sogar jobben gehen oder gar deine Thesis als Werkstudierender bei ner ansässigen Firma schreiben, falls es dort eine gibt! im 6. Semester Bachelor stehen doch so gut wie keine Klausuren mehr an sondern nur noch Hausarbeiten/praxisprojekte Seminare/Bachelorarbeit oder täusch ich mich? Und das ließe sich doch bestimmt auch gut mit Werkstudierendentätigkeiten kombinieren bspw...
Ich würde also auch versuchen so kurz vor dem Ziel das Studium nicht zu schmeißen, gerade weil deine Noten doch gut sind und wenn die Möglichkeit bestünde so wie oben geschildert, es vielleicht dann halt auf anderem Wege zu beenden.
Viele Wege führen nach Rom!
 
Anwesenheiten sind doch sowieso nur in speziellen Fällen zu verordnen, beispielsweise Projektseminare.
Ansonsten muss man nicht da sein....
habe einen Bachelor nachstudiert und die Uni nur zu den Prüfungen gesehen.
 
"Organisatorische Gründe"?

Wohl eher absolute Lebensunfähigkeit.

Sorry aber wer bricht denn wegen sowas das Studium ab im letzten Semester?

Du hast 2-3 Tage die Woche Uni und angeblich keine Zeit zum Arbeiten gehen?

Bei 160km hin und zurück, dreimal die Woche brauchst du ca. eine Tankfüllung, also selbst wenn der Liter 3 Euro kosten sollte, ca.120 Euro. Das ganze mal 4 und auf 3 Monate hochgerechnet: 1 normaler Minijob nur für den Sprit würde ausreichen, das wären 10 Stunden in der Woche bei 4 verfügbaren Tagen.

Zugticket wäre sogar noch günstiger.

Alternative. Wohnung in der Stadt suchen (oder noch besser WG-Zimmer), Matratze rein, fertig.

Und wenn das alles nicht geht: Kleiner Privatkredit von wem auch immer, wir reden ja hier wirklich von sehr überschaubaren Kosten und einer kurzen Dauer.

Also ich rate dir wirklich ganz dringend, das Studium zu beenden. Und wenn dein Vater Druck macht, dann rede offen mit ihm: lieber 1 Jahr etwas mehr beisteuern nochmal, als 3 Jahre völlig umsonst gezahlt haben.
 

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