Hallo, leider muss ich meinem Ärger und auch meiner Trauer mal Wut machen- es geht um mein Studium. Ich bin eigentlich im 6. Semester, habe gute Noten und die Praxisphase schon überstanden. Nun konnte ich wegen der Pandemie die Thesis nicht fürs 6. Semester anmelden, sondern muss auf 7 oder 8 Semester zurückgreifen.
Bisher war es so, dass das Studium größtenteils online stattfand. Immer wieder wurde Präsenz versprochen und nicht umgesetzt. Ich habe 2 Jahre umsonst meine Wohnung in dieser Stadt bezahlt. Da keine Änderung in Sicht war und es mir seelisch mit der Wohnung nicht gut ging, ich dort nicht leben will habe ich gekündigt und mir eine Wohnung im Nachbarort zu meiner Familie angemietet. Die Uni ist ca. 80km entfernt.
Nun plötzlich kam der Schock und alles soll wieder in Präsenz stattfinden. An sich wäre das nicht schlimm, allerdings kann ich den Sprit auf Basis der aktuellen Preise niemals zahlen! Eine Fahrgemeinschaft möchte keiner bilden und das teure Zugticket kann ich auch nicht nutzen.
Nun hatte ich die Veranstaltungen so gelegt, dass ich nur 2 Tage fahren muss. Die Fakultät hat jetzt einfach den Stundenplan geändert und die eigentliche Onlineveranstaltung findet jetzt wieder in Präsenz statt. Somit muss ich drei Tage fahren! Ich überlege nun das Studium abzubrechen, da ich nicht noch mehr Semester anhängen möchte und endlich Geld verdienen muss.
Mir geht es mit allem so schlecht. Ich habe viele Bekannte an der Uni die auch nicht mehr dort wohnen und nun ein ähnliches Problem haben. Die Hochschule interessiert das aber nicht…
Ich hatte überlegt für das Benzin einen Studienkredit aufzunehmen, aber ich möchte nicht noch mehr Schulden…