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Studiert jemand von euch an einer Massenuniversität (wie z.B. Hamburg oder Berlin?)

  • Starter*in Starter*in Dr. Island
  • Datum Start Datum Start
D

Dr. Island

Gast
Falls ja: wie sind eure Erfahrungen damit? Kann man an Massenunis leicht soziale Kontakte schließen - wie sieht ihr das?
 
es können auch generelle Uni-Erfahrungen sein, wie es sich bei euch mit den Freunden/Bekannten verhält.
 
Da außer mir bisher niemand was beitragen will:

ich denke, dass man es an einer Massenuni deutlich schwerer hat, die Kontakte längerfristig aufrecht zu erhalten. Zumindest ist das bei uns an der Uni Hamburg der Fall. Man sieht viele Leute, mit denen man Seminare oder Vorlesungen macht, häufig nicht wieder.
Viele gehen außerdem bei uns echt auf Abstand - das tun die auch nicht speziell in meinem Fall, sondern es scheint echt total viele zu geben, die generell keinen Kontakt wollen etc. etc. etc.
 
hi ich bin an einer uni mit 35.000 studenten.
ich finds cool. hab viele freunde gefunden und wenn man mit manchen auch mal was privat unternimmt, party,kino, cafes etc dann kann das auch gut aufrecht erhalten werden 🙂 LG
 
Hey,
ich gehe auf eine Privat Uni aber es ist bei und genau so schwer richtige Freundschaften zu finden. Es liegt in erster Linie daran, dass die Leute aus unterschiedlichen Städten kommen, wenn Wochenende oder Ferien sind, fahren alle nach Hause und haben kein Kontakt zueinander. Ausserdem sind die meisten auch nur auf großen Partys Freunde,private Sachen wissen nur wenige voneinander. Es haben nur wenige dort Freunde gefunden.
Lg
 
Bei uns ist es ähnlich, wie bei dir, Bluefire. Ich will ja nicht so rüberkommen, als wolle ich nur "jammern" oder dergleichen, aber ich versuche es wirklich seit 2006 immer wieder bei mir an der Uni Anschluss zu finden. Es ist auch nicht so, dass da gar nichts möglich ist, aber gemessen an der Anzahl der Leute, mit denen ich mal versucht habe, in Kontakt zu treten, ist das schon eine massive Flaute.

Wenn ich das in manchen Zeitschriften oder Zeitungen zum Thema Uni lese, dass das für viele die schönste Zeit des Lebens darstellen soll, könnte ich wirklich nur heulen. Ich habe blöde Liebesbeziehungssachen an der Uni erlebt und zudem ist es mit den Bekannt- und Freundschaften mitunter auch sehr traurig gewesen irgendwie. Also die Kontakte, die ich außerhalb mal geknüpft habe, sind nie so seltsam gewesen, wie die Kontakte in der Uni.

Ich habe auch, wenn ich bspw. außerhalb zu Vereinen oder zum Sport gehe, nicht solche Probleme, überhaupt mal "näher" an die Leute heranzukommen. Mich irritiert es demzufolge auch, dass ich als vielseitig interessierter Mensch, der auch extravertiert und rhetorisch einigermaßen fähig ist, solche Probleme an der Uni habe, mich überhaupt sozial zu involvieren.
 
Hallo,

wenn es Dir außerhalb der Uni leichter fällt, dann nimm eben die Leute. Ich kannte auch 90 % meiner Freunde von anderswo her und habe dann später Leute von meinem Studium über diese kennen gelernt.

VG
 
Ich habe an zwei sehr großen Universitäten studiert und es war tatsächlich eine sehr schöne Zeit.

Es kommt sicher auch auf das Studienfach an. Wir hatten uns immer einen Spaß daraus gemacht, Studenten zu beobachten udn dann zu raten, von welchem Institut die wohl kommen.

Zu junge, picklige Gesichter in uncoolem weiß-grau verwaschenem T-Shirt und nichtssagender Jeans und Turnschuhen waren wohl die von der Informatik/ Mathematk 😀 usw.

Du musst doch immer wieder Gruppenarbeiten machen, es gibt Institutsfeten, studentische Projekte, an denen man sich beteiligen kann usw.

Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden.
 
Na ja, ich würde im Oktober ohnehin erst mal für neun Monate ins Ausland gehen (hoffe, dass ich genommen werde). Aber mich deprimiert das halt schon wöchentlich, wenn ich mich zwar in den Seminaren mit vielen Leuten sehr gut verstehe und es dabei bleibt.
 
Hallo,

ja, das ist so eine Sache. Ich studiere an einer Uni mittlere Größe. Ich lernte am Anfang des Studiums recht schnell einige Menschen kennen, mit denen ich sehr gut zu recht kam und mich anfreundete. Wir haben auch oft außerhalb der Uni was unternommen. Leider haben von diesen Leuten immer mehr ihr Studium abgebrochen, gewechselt, und sind weggezogen, so dass es immer weniger wurden.
Mir ist es dann auch sehr schwer gefallen neue Kontakte zu knüpfen. Man lernt zwar schon neue Leute kennen, mit denen man sich gut versteht, ab und zu auch mal was unternimmt, aber es bleibt alles sehr oberflächlich. Meist verlieren sich die Kontakte dann doch relativ schnell. Irgendwann trifft man sich zufällig nach ein paar Monaten wieder zB auf ner Fete, unterhält sich, feiert zusammen, versteht sich eigentlich wieder sehr gut, aber dann wars das auch schon wieder. Ist alles sehr schade. Ich versteh ziemlich gut was du meinst. Interessanter Weise hab ich das Gefühl, dass gerade auf den typischen Studentenpartys, die zB von Fachschaften organisiert werden und auf denen sich hauptsächlich Studenten aufhalten, die meisten Leute doch sehr in ihren Grüppchen bleiben und irgendwie kaum interesse haben jemand neues kennenzulernen. Wenn man da versucht mit jemanden ein Gespräch anzufangen wird man meist verwirrt angeschaut nach dem Motto: Hilfe, was will der den auf einmal, denn kenn ich doch gar net... das wundert mich schon manchmal, da ich von allen, die mich kennen, als freundlich aber keineswegs aufdringlich bezeichnet werde.
Ich bin damals auch mit einer völlig falschen Vorstellung an die Uni gegangen. War damals halt total naiv... Da war ich auf einem Festival, hab dort ne Menge netter Leute kennengelernt. Die waren alle total super, freundlich, offen,haben einen total begeistert, und ein Großteil von denen waren Studenten. Da dachte man halt: wow, in ein paar Monaten studiere ich auch und da lerne ich bestimmt lauter solche Leute kennen... naja,... mittlerweile kann ich selbst über mich lachen...war halt noch jung 🙂

Ach ja, das ganze Zeugs, was du vorhin angesprochen hast, also mit dem schönen und wilden Studentenleben, usw,... Also nach meier Meinung wird das doch oft viel zu übertrieben dargestellt. Ich glaube dieses Bild kommt noch von früher, als die ganze Gesellschaft noch anders eingestellt war und sich viele Studenten von den älteren Generationen doch stark abgrenzten. Inzwischen hat sich aber unser Gesellschaftsbild doch stark geändert. Dieses typische Studentenleben, das ja so anders sein soll usw gibt es eigentlich gar nicht mehr so richtig. hmm, ihr merkt, mir fällt es ziemlich schwer das auszudrücken was ich eigentlich sagen will, also hier ein Beispiel: Früher waren es fast ausschließlich Studenten, die in einer Wohngemeinschaft lebten. Heute leben auch sehr viele jungen Menschen die nicht studieren, die eine Ausbildung machen, oder die schon fertig sind und regulär arbeiten gehen in einer WG. Und so ist das in vielen Bereichen. Hoffe ihr versteh was ich meine.
Ich wünsch euch noch ein schönen Sonntag Abend und Alles Gute...
 

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