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Stromanbieter Wechseln um Geld zu sparen sinvoll?

Ich habe diese Wechselsucht nie verstanden....

Warum spart man denn, wenn man jährlich wechselt?
Weil der günstige Energieversorger, zu dem man letztes Jahr gewechselt hat ja doch nicht so günstig ist. Entweder kam der Vorteil nur durch den einmaligen Bonus zustande oder der Versorger hat für das zweite Jahr dafür doppelt so hohe Preise.

Wir sind seit vielen Jahren bei unseren lokalen Stadtwerken . Die haben faire Preise, erscheinen aber natürlich auch nicht auf diversen Vergleichsportalen und müssen keine horrenden Vermittlungsgebühren mit einpreisen. Auch zahlen sie keine 200€ Bonus bei Vertragsabschluss.
Trotzdem kam immer, wenn Ich online einen Vergleich gemacht habe, nicht mehr als 30€ Ersparnis (im ersten Jahr) raus.

Über Jahre haben wir die gleichen (Netto-)Preise gezahlt. Zum April wird jetzt der Verbrauchspreis um 7,7% erhöht, aber das ist akzeptabel.
 
Ich hab mich eher darauf beschränkt weniger Energie zu verbrauchen. Ich hab im Gegensatz zum letzten Jahr weniger Stromverbrauch - dabei hab ich nur meinen alten Kühlschrank vor 2 Jahren ersetzt und einige Dinge vom Strom genommen, die ich gar nicht oder selten nutze. Denn auch wenn die Dinger nicht laufen - sind sie am Netz, ziehen sie auch Strom!

Daher eher mal nachgucken, was hat man angeschlossen, was man gar nicht ständig nutzt z.B. Toaster, Kaffeemaschine, Fön. Was natürlich auch nützlich ist - eine Mehrfachsteckdose zum ausschalten. Auch dann wird der Stromkreislauf unterbrochen. Wer einen teuren Durchlauferhitzer hat, sollte gucken, wie hoch der eingestellt ist. Die Dinger fressen Strom ohne Ende. Wenn man z.B. bei der Dusche auf ganz heiss einstellt, dann einfach mal testen, wie weit man den Erhitzer runterstellen kann, damit es eine angenehme Temperatur zum Duschen ist. Beide Einstellungen dann so lassen. Heiss Wasser z.B. für den Abwasch kann man auch fix mit einem Wasserkocher erstellen. Zieht auch weniger Strom und man kann dann ggf. mit kühlem Wasser nachfüllen in der Spüle (wenn es zu heiss ist).

Die Tipps hab ich übrigens von StromsparCheck damals erhalten.
 
Ich habe diese Wechselsucht nie verstanden....

Warum spart man denn, wenn man jährlich wechselt?
Weil der günstige Energieversorger, zu dem man letztes Jahr gewechselt hat ja doch nicht so günstig ist. Entweder kam der Vorteil nur durch den einmaligen Bonus zustande oder der Versorger hat für das zweite Jahr dafür doppelt so hohe Preise.

Wir sind seit vielen Jahren bei unseren lokalen Stadtwerken . Die haben faire Preise, erscheinen aber natürlich auch nicht auf diversen Vergleichsportalen und müssen keine horrenden Vermittlungsgebühren mit einpreisen. Auch zahlen sie keine 200€ Bonus bei Vertragsabschluss.
Trotzdem kam immer, wenn Ich online einen Vergleich gemacht habe, nicht mehr als 30€ Ersparnis (im ersten Jahr) raus.

Über Jahre haben wir die gleichen (Netto-)Preise gezahlt. Zum April wird jetzt der Verbrauchspreis um 7,7% erhöht, aber das ist akzeptabel.

Lokale Stadtwerke sind i.d.R. die teuersten Anbieter auf dem Markt. Die Tarife bei privaten Anbieter waren bei mir meist locker 20% günstiger. Selbst wenn man nicht jedes Jahr wechselte sondern nur einmal vom Grundversorger zu Vattenfall, EON oder sonstwo hin ist.
Es war niemals vernünftig beim Grundversorger zu bleiben.

Wechselte man zudem jährlich zwischen den günstigen Anbietern hin und her, bekam man noch Boni, die oft nochmal mehrere hundert Euro betrugen.

In der aktuellen Lage mitunter auch ein großer Vorteil: Preisgarantien. Der Grundversorger kann die Preise jeden Monat anpassen während man bei Jahresverträgen mit privaten Anbietern den Preis ein Jahr sicher hat.

Der Vorteil des Grundversorgers ist nur einer: Er ist gesetzlich verpflichtet alle Kunden anzunehmen. Gerade das macht ihn aber auch teuer. Er muss wenn mehr Kunden kommen, Gas nachkaufen, egal zu welchem Preis..... und die hohen Preise muss er an seine Kunden weitergeben.

Und das dürfte klar sein: Auch wer bislang noch keine Preiserhöhungen vom Grundversorger bekommen hat, wird diese irgendwann bekommen. Denn auch für die Stadtwerke ist Gas und Strom teurer geworden.
 
Jetzt muss ich aber auch mal einkaken in die Diskussion.

Wir sind ein 3-Personen-Haushalt und verbrauchen im Jahr ca. 1500 kWSt.
(Warmwasser kommt über eine Solarheizung, geheizt wird mit Pellets, also kein Strom hier involviert).
Mit Ausnahme unserer Waschmaschine sind alle Elektrogeräte max. 7 Jahre alt, in der Regel jünger, also relativ neu und wir verwenden ausschließlich LEDs zur Beleuchtung.

Unser Anbieter ist Vattenfall.
Wir bezahlen momentan für die kWSt (inklusive aller Steuern und Grundgebühr) 29,9 ct. , wie ich finde sehr günstig.
Alles in allem kamen wir so auf eine Gesamt-Jahresrechnung von 455 Euro (und einen gegenwärtigen monatlichen Abschlag von 41 Euro).

Auch wir wechseln normalerweise alle 1-2 Jahre den Anbieter um von Boni und Vergünstigungen zu profitieren.
Bei Vattenfall war ich jetzt 2 Jahre und nun im 3. Jahr (Bestandskunde). Wäre also eigentlich mal wieder Zeit für einen Wechsel.

Wenn ich den Rechner des 1. Beitrags der TE heranziehe, unsere Daten eingebe, komme ich für Vattenfall auf folgendes Angebot:

1646896111003.png

Bei der Konkurrenz siehts aber auch nicht viel besser (eher schlechter) aus, Beispiel:

1646896224288.png

Gleiches bei alternativen Vergleichsrechnern wie Check24 etc.

Bei unserem lokalen Grundversorger wäre ich bei ca. 820 Euro (zum Vergleich).

Ergo werde ich auch dieses Jahr das Wechseln bleiben lassen und bei Vattenfall bleiben. Offensichtlich legen momentan alle Anbieter die zum Teil krassen Preiserhöhungen auf Neukunden um. Die gebotenen Boni sind im Vergleich zu den Jahren davor ein Witz (10 Euro Neukundenrabatt... hahaha... )

Fazit:
Prinzipiell gebe ich den regelmäßigen Anbieterwechslern recht. In der Vergangenheit hat man da gut Geld sparen können, dank humaner Tarife und eben den anfallenden Neukunden-Boni.
Spätestens seit diesem Jahr (letztes Jahr hab ich selber den Wechsel verpennt) gilt das scheinbar jedoch nicht mehr.

Würde ich selber nun Wechseln, würde ich trotz Boni gut 250 - 300 Euronen mehr im Jahr zahlen müssen.
Ergo halte ich die Füße still und bleibe bei meinem Anbieter.

Jetzt nur die Frage... hab ich irgendwo einen Denkfehler?

Die Preise für 2022 sind mir von Vattenfall bereits mitgeteilt worden. Sie sind um ca. 4% gestiegen. Ich erwarte also eine Rechnung von max. 500 Euro auch für dieses Jahr.
 
Jetzt nur die Frage... hab ich irgendwo einen Denkfehler?

Die Preise für 2022 sind mir von Vattenfall bereits mitgeteilt worden. Sie sind um ca. 4% gestiegen. Ich erwarte also eine Rechnung von max. 500 Euro auch für dieses Jahr.

Wenn Vattenfall euren Vertrag wie du sagst bereits verlängert hat und damit auch ausdrücklich eine Preisgarantie für die nächsten 12 Monate drin ist, dann würde ich auch nicht wechseln.

Vattenfall verkauft dir und andere Bestandskunden vermutlich gerade Strom/Gas, welches sie schon vor einem Jahr oder so deutlich unter den heutigen Preisen eingekauft haben. Deswegen können Sie relativ günstig bleiben.

Ich bin Ende letzten Jahres zu Rheinpower gewechselt und zahle ca. 800 € für Strom. Bei meinem Grundversorger wären es aktuell 970 €, wohlbemerkt aber auch mit Preisgarantie und identischem Verbrauch.
So oder so: Privatanbieter sind bei mir immer günstiger als der Grundversorger.

Neu ist aber in der Tat, dass nicht mehr jeder Wechsel lohnt. Ich vermute auch hier liegt es an den Beschaffungspreisen. Für Neukunden, müssen Strom- und Gasanbieter heute zu den hohen Energiepreisen auf dem Weltmarkt nachkaufen. Für Bestandskunden haben wie vielleicht noch Reserven.
 
Wenn Vattenfall euren Vertrag wie du sagst bereits verlängert hat und damit auch ausdrücklich eine Preisgarantie für die nächsten 12 Monate drin ist, dann würde ich auch nicht wechseln.

Vattenfall verkauft dir und andere Bestandskunden vermutlich gerade Strom/Gas, welches sie schon vor einem Jahr oder so deutlich unter den heutigen Preisen eingekauft haben. Deswegen können Sie relativ günstig bleiben.

Ich bin Ende letzten Jahres zu Rheinpower gewechselt und zahle ca. 800 € für Strom. Bei meinem Grundversorger wären es aktuell 970 €, wohlbemerkt aber auch mit Preisgarantie und identischem Verbrauch.
So oder so: Privatanbieter sind bei mir immer günstiger als der Grundversorger.

Neu ist aber in der Tat, dass nicht mehr jeder Wechsel lohnt. Ich vermute auch hier liegt es an den Beschaffungspreisen. Für Neukunden, müssen Strom- und Gasanbieter heute zu den hohen Energiepreisen auf dem Weltmarkt nachkaufen. Für Bestandskunden haben wie vielleicht noch Reserven.

Weißt du, wie hoch dein Verbauch ist in kWSt (kWh) ?

Direkte Preisvergleiche sind immer ein bisschen schwierig, weil viele den kWh Preis ohne 19% Umsatzsteuer angeben. Auch wird oftmals die Jahresgrundgebühr unterschlagen, die teilweise dreistellig sein kann.

Auch macht es einen zum Teil riesigen Unterschied ob Strom bei Warmwasser / Heizung eine Rolle spielt oder eben nicht (wie bei uns der Fall).
 
Weißt du, wie hoch dein Verbauch ist in kWSt (kWh) ?

Direkte Preisvergleiche sind immer ein bisschen schwierig, weil viele den kWh Preis ohne 19% Umsatzsteuer angeben. Auch wird oftmals die Jahresgrundgebühr unterschlagen, die teilweise dreistellig sein kann.

Auch macht es einen zum Teil riesigen Unterschied ob Strom bei Warmwasser / Heizung eine Rolle spielt oder eben nicht (wie bei uns der Fall).

Ich verbrauche ca. 2.000 kwh.
Bei mir ist es der Endpreis inklusive MwSt. Warmwasser habe ich nicht.
Wobei ich sicherlich mehr verbrauche als der Durchschnitt. Haus mit Garten. Seitdem ich im HO bin, steigt auch nochmal der Verbrauch.
 
Ich verbrauche ca. 2.000 kwh.
Bei mir ist es der Endpreis inklusive MwSt. Warmwasser habe ich nicht.
Wobei ich sicherlich mehr verbrauche als der Durchschnitt. Haus mit Garten. Seitdem ich im HO bin, steigt auch nochmal der Verbrauch.

Ja, das kommt aber gut hin...

Ich rechne mir den kWh-Preis auch immer selber aus anhand des tatsächlichen Verbrauchs und des tatsächlich bezahlten Geldes in Retrospektive.

Da sind dann auch immer alle Steuern, Aufschläge und die Jahresgrundgebühr mit drinne.

Wir haben dann noch einen etwas vergünstigten Tarif, wo alles online abgewickelt wird (Zählerstandsangaben etc. über ein online Kundencenter, Rechnungen etc. per Email usw.)
 

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