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Stress und Mobbing

Einen Betriebsrat gibt es nicht, die Firma ist relativ klein (ca. 80 Angestellte). Außer zu meinem Kollegen und Leidensgenossen habe ich keine näheren Kontakte in der Firma.
Man spricht zwar zu vielen, vieles bleibt aber an der Oberfläche.
Ich hatte meinen Chef ja auch noch mal darauf angesprochen, dass wir uns von unserem Aufpasser gemobbt fühlen.
Er meinte lediglich dass das lächerlich sei, und er uns nur helfen solle, unsere mangelhafte Arbeitsleistung zu verbessern und Prozesse zu optimieren.
Ich fühle mich mit 53 Jahren wie ein ABC-Schütze, der belehrt wird, wie er seine Hausaufgaben zu machen hat.
 
(Wir waren für die gleiche Arbeit wohlgemerkt mal 5 Leute !)

Ganz schwieriges Argument finde ich.
Im Kern hast du sicherlich recht.
Wenn ihr jetzt, mit Ach und Krach das Pensum trotzdem erfüllt, welche Schlüsse soll der Chef dann sonst daraus ziehen?
Aus seiner Sicht besteht dann ja kein Handlungsbedarf.
Den gibts erst, wenn die Arbeit eben nicht mehr vollständig erledigt wird.
Warum soll er 5 Leute bezahlen, wenn auch 2 Leute die Arbeit schaffen?
Das "wie" dürfte ihm egal sein.
Dein Einsatz in allen Ehren, aber du siehst ja, dass es dir nicht gedankt wird.

(Ich bin 53, da wird es schwer, was Neues zu finden, das weiß er genau)

Die Angst ist verständlich.
Dennoch wird es nichts schaden, wenn du dich aus deinem aktuell bestehendem Arbeitsverhältnis heraus bewirbst. Hast ja nichts zu verlieren. Falls du was "besseres" findest, dann liegt es an dir diese Option zu nutzen oder nicht.

Im übrigen könntest Du auch Deinem Chef mal erklären, dass er als AG eine Fürsorgepflicht hat , die er momentan verletzt und für die Verletzung kannst Du ihn verklagen, wenn Du dadurch krank wirst.

Sorry aber das bezweifle ich stark.
Wenn "Stress" bzw. "zu viel Stress" schon ein Verstoß gegenüber der Fürsorgepflicht ist, dann hätten sämtliche Paketdienste, Pflegeberufe und vieles mehr schon längst kein Personal mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Donar
Lass dir nicht einreden, dass du zu alt bist. Das ist totaler Quatsch. Du hast doch jede Menge Lebens-und Berufserfahrung. Bewirb dich aktiv auf andere Stellen. Wenn über die Netzwerke was kommt, o.k., ist aber eher selten. Ich hab, obwohl ich noch einen Tacken älter bin als du und trotz 20 Jahren Selbständigkeit auch noch einen Job gefunden. Das, was da mit dir veranstaltet wird, ist absolut No-Go. Los bewirb dich! Und wenn es dir zu viel wird, Krankschreibung. Da steht die eigene Gesundheit an erster Stelle.
 
Sorry aber das bezweifle ich stark.
Wenn "Stress" bzw. "zu viel Stress" schon ein Verstoß gegenüber der Fürsorgepflicht ist, dann hätten sämtliche Paketdienste, Pflegeberufe und vieles mehr schon längst kein Personal mehr.
Es beklagt sich ja keiner, aber es ist und bleibt eine Verletzung der Fürsorgepflicht.
Das Problem ist eher , dass das wenige kennen und noch weniger nutzen und sich zu wehren.
 
Nun, 80 Mitarbeiter, da kann man einen Betriebsrat versuchen zu gründen. Vielleicht mal beraten lassen, man braucht da wohl 5 Leute, die das auch wollen. Natürlich ist das unbequem, viele werden auch Angst haben, da mit zu ziehen.
 
Mach Dich nicht verrückt. Schreib Deinen Bericht. Währenddessen geht man nicht ans Telefon. Wenn der Typ kommt und sein Gespräch führen will, wird nicht telefoniert. Man kann nicht 10 Sachen gleichzeitig machen. Wenn die Zeit um ist, fährst Du nach Hause. Wenn der Heini das besser kann, dann steh auf, drück im das Telefon in die Hand, bitteschön.
 
Nun, 80 Mitarbeiter, da kann man einen Betriebsrat versuchen zu gründen. Vielleicht mal beraten lassen, man braucht da wohl 5 Leute, die das auch wollen. Natürlich ist das unbequem, viele werden auch Angst haben, da mit zu ziehen.
Es gibt Betriebe, da bist du schneller raus, als du gucken kannst, wenn du versuchst einen Betriebsrat zu gründen. Selbst wenn die zuständige Gewerkschaft von den Mitarbeitern mit an Bord geholt wird.
 
Es gibt Betriebe, da bist du schneller raus, als du gucken kannst, wenn du versuchst einen Betriebsrat zu gründen. Selbst wenn die zuständige Gewerkschaft von den Mitarbeitern mit an Bord geholt wird.

So ist es.

Man darf auch nicht vergessen, dass ein AG letzten Endes jeden Mitarbeiter raus bekommt, wenn er es wirklich will. Gerade in kleineren Betrieben helfen einem sämtliche Gesetze und Rechte herzlich wenig.
Wenn der Chef will, macht er einem so lange das Leben zur Hölle, bis man halt "freiwillig" geht.

Der TE ist in einer blöden Situation.
Im Grunde kann er nur das abarbeiten, was er halt schafft und sich parallel nach was anderem umschauen.
Meiner Meinung nach wird da im aktuellen Job keine Verbesserung eintreten.
 
Bis man einen Betriebsrat gegründet hat, ist der TE schon mitten im Burnout.
Außerdem wird die atbeitbeines Betriebsrates völlig überschätzt.
Als wenn der was ändern könnte. Im Gegenteil wird der Chef dann noch fieser.
 
Es war nur ein Gedanke mit Betriebsrat, kenne aus meinen Jobzeiten auch genug Betriebsräte, die nur an eigenen Vorteil gedacht haben und andere verraten- verkauft haben. Was tun nun, Angst hier, Angst da, also lange ernsthaft krank machen, wirklich Ärzte und Fachärzte bemühen, dazu Kur, so oder so, Umfallen bei der aktuellen Situation am besten am Arbeitsplatz oder sich eben Luft und Zeit holen, Folgen so oder so ungewiss.
 

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