Deine Mutter scheint nicht viel Respekt für deine Autonomie und deine Entscheidungen zu haben. Als erstes wäre hier wichtig, klare Grenzen zu setzen. Zum Beispiel: „Ich respektiere, dass du deine Meinung hast, aber ich entscheide für mich.” Oder: „Ich möchte nicht, dass du in meiner Wohnung aufräumst. Wenn du das nicht respektierst, werde ich die Tür abschließen.“ Alles in einem sachlichen und nicht emotional aufgeladenen Tonfall.
Es ist wichtig, deiner Mutter in deiner Kommunikation und in deinem Handeln klarzumachen, dass du ein eigenständiger Erwachsener bist. Grenzen sind nicht nur für die aktuelle Situation wichtig, sondern auch, damit sich die Dynamik zwischen dir und deiner Mutter langfristig verändert.
Wenn du etwas mit deiner Mutter klären möchtest, dann mache das möglichst in einem ruhigen Moment. Es ist schwer, Konflikte zu lösen, wenn beide Parteien emotional geladen sind. Es ist wichtig, dass du geduldig und kontrolliert mit deiner Mutter kommunizierst. Du könntest deiner Mutter dann beispielsweise erklären, dass du dich durch ihre Aussagen oder Handlungen verletzt fühlst, und ihr gleichzeitig klar machen, dass du ihr Verhalten nicht persönlich nimmst, aber dass es für dich so nicht mehr tragbar ist.
Werde in den Gesprächen mit deiner Mutter nicht unsachlich oder emotional. Das könnte bewirken, dass sie dich nicht ernst nimmt, weil sie dann in dir nur wieder das Kind sieht das bockt und nicht das macht, was Mutter sagt.
Zudem wäre sinnvoll, wenn du eine klare Vorstellung entwickelst, was du langfristig möchtest. Willst du im Haus bleiben? Was wäre, wenn deine Mutter eines Tages pflegebedürftig wird? Möchtest du deine Mutter pflegen? Dann wäre es womöglich besser, wenn du nicht ausziehst. Oder ist dir eine physische Distanz lieber? Dann ziehe aus.
Zuletzt solltest du natürlich auch deine Partnerin mit in deine Planung einbeziehen. Denn es ist wichtig zu klären, was ihr als Paar wollt. Ihr wollt doch sicher mal zusammenziehen. Dann solltet ihr euch darüber klar werden, ob ihr euch eine gemeinsame Wohnung sucht, oder ob sie in deine Wohnung, in das Haus deiner Mutter zieht. Letzteres würde ich aber nicht empfehlen, denn ich glaube nicht dass das gut geht.
Ich halte es für besser, wenn ihr euch etwas eigenes aufbaut. Erst einmal eine gemeinsame Wohnung und später vielleicht auch ein Haus. Es muss nicht zwingend dein Elternhaus sein. Das könntest du auch sanieren und vermieten oder verkaufen. Das wäre zumindest eine Option, wenn deine Freundin nicht in dieses Haus ziehen möchte.