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Stillstand Langeweile Einsamkeit

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Gast

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Hallo,
wo soll ich nur anfangen? Ich habs irgendwie verbockt.
Ich bin Mitte 20 und hänge jeden Tag einfach nur alleine rum.
Tagsüber bin ich alleine in der Bibliothek und lerne für meine Uni-Prüfungen, oder arbeite für meinen Nebenjob.
Abends guck ich Serien, weil ich zu schlapp bin was anderes zu machen.
Ich studiere schon seit 7 Jahren und bin zum Glück bald fertig, hab aber überhaupt keine Ahnung was ich danach machen soll. Alles was ich mir vorstellen könnte scheint mir unrealistisch und mein Studium führt nicht gerade in einen vernünftigen Beruf. Warum ich das dann studiert habe? Hat Spaß gemacht und ich wusste auch nichts anderes.
Ich habe eigentlich viele Talente. Ich kann Sprachen gut, auch Mathe, zeichne und male gerne, ich singe und spiele Klavier,
kann gut schreiben und bin ziemlich gebildet, und ich seh zumindest nicht unbedingt hässlich aus.
Ich gehe gerne tanzen und mag Tiere, liebe die Natur und bin (eigentlich) extrem abenteuerlustig.
Aber es herrscht einfach stillstand in meinem Leben. Und Einsamkeit.
Es gibt niemanden dem ich meine Probleme anvertrauen kann, deswegen schreibe ich euch.
Das heißt eigentlich habe ich eine liebe Familie und einen Freund, aber bei meiner Familie habe ich immer das Gefühl, dass sie es gegen mich verwenden, wenn ich mal zugebe dass es mir nicht gut geht, und mein Freund ist meistens genervt wenn ich ihm die Ohren volljammer.
Ich habe irgendwie alle meine Freunde verloren, von denen ich früher so viele hatte;
einige habe ich wohl durch meine Beziehung verloren, der Rest ist nach dem Studium weggezogen und ich schaffe es auch nicht, die Kontakte zu halten.
Mein Freund wohnt eh in einer anderen Stadt und es läuft nicht gut, ich trau mich aber auch nicht Schluss zu machen weil ich sonst ganz alleine wäre, und er der einzige ist der sich meine Probleme noch ab und zu anhört und mich mal in den Arm nimmt.
Ich glaube allerdings dass die Beziehung mit schuld an dem absoluten Stillstand in meinem Leben ist, denn ich richte oft alles nach ihm und habe vieles aufgegeben, was ihm nicht gefällt (Nicht dass er das verlangt hätte).
Allerdings sehen wir uns auch kaum, da er weiter weg wohnt, und wenn er was unternimmt, dann ohne mich.
Ich fühle mich so gefangen in meiner Wohnung, mag aber auch nicht alleine rausgehen.
Ich würde so gerne auf Partys gehen, Leute kennen lernen, Reisen und ganz viel erleben,
aber alleine trau ich mich nirgendwo hin und wegen den ständigen Klausuren und meinem Job hab ich immerzu Stress.
Ich hab auch irgendwie meine Hobbies aufgegeben, da ich denke es nutzt nichts Kunst und Musik zu machen, wenn es keiner hören und sehen will, und ich bin zu mittelmäßig um damit irgendwas zu erreichen. Ich habe früher auch Texte veröffentlicht, aber ich kann mit Kritik nicht so gut umgehen, und ich hab fürchterliche Angst davor dass sie jemand zerreißt,
vielleicht weil ich selbst immer denke dass sie eigentlich nicht gut genug sind, ich hab da vielleicht ein Problem mit meinem Selbstwertgefühl. Obwohl ich mich ansonsten sehr gerne mag, ich find mich schön, klug und begabt, aber wenn ich was vorführe hab ich schon immer Angst dass ich nicht gut genug bin.
Ich wäre auch gerne sportlich und aktiv, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll, ich bin so aus der Übung dass ich Angst habe mich zu blamieren wenn ich irgendwo hingehe.
Wie komm ich nur aus diesem Loch wieder raus?
Würde mich über ein paar liebe Ratschläge freuen, und ja, ich weiß dass ich es gut habe weil ich studieren durfte und dass andere sich über meine Probleme freuen würden!
 

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Gast

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Hey,

ich kann dir leider keine großartigen Lösungen oder Antworten auf deine Probleme bieten, wollte aber einfach mal auf deinen Text antworten, weil er in ähnlicher Form auch von mir stammen könnte... Ich bin 26 Jahre alt, männlich, und studiere im Moment noch. Allerdings hab ich in meinem Studienort , der relativ weit von meiner Heimat entfernt liegt, die sozialen Kontakte von Anfang an etwas schleifen lassen, da ich in letzter Zeit stark mit mir selbst, meinen Gedanken und Problemen beschäftigt war. Dementsprechend kann ich ganz gut nachvollziehen, wenn du von deiner Langeweile und Einsamkeit erzählst. Ich komme mir oft vor, als wäre ich dort völlig fremd, als würde ich einfach nicht dort hingehören. Auch dass ich an meinen Studium (sozialer Bereich) und an mir selbst in letzter Zeit verstärkt Zweifel hege verstärkt diese seltsam surreale Situation nur weiter.
Mit meinen Freunden in der Heimat kann ich darüber nicht reden, das wäre mir unangenehm, wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Typ dafür. Ist aber andererseits natürlich auch schwer und kraftraubend, all die Gedanken allein mit sich selbst auszufechten. Auch meine Hobbies(hab früher gerne Gitarre gespielt) hab ich ziemlich schleifen lassen, ähnlich wie bei dir besteht mein Abend in erster Linie aus Serien schauen... was zwar im Grunde genommen nichts Schlechtes, auf Dauer aber ziemlich öde ist. Wenn ich nicht gerade in meinem Heimatort zu Besuch bin, beschreibt der Titel deines Threads mein Leben leider auch relativ treffend.;)

Da ich mich in einer ähnlichen Lage wie du befinde kann ich dir leider keine Wunderlösung oder pseudoschlaue Ratschläge anbieten, aber falls du einfach mal drüber reden willst und das anderweitig nicht kannst, kannst du mir per Mail oder hier im Thread schreiben. Hab mich auch mal hier angemeldet (BK89), aber der Account scheint noch nicht aktiviert zu sein, deswegen poste ich hier noch als Gast. Wenn nicht wünsch ich dir auf jeden Fall, dass sich deine Situation positiv verändert und alles Gute :)
 

Magerita

Neues Mitglied
Hallo,
wo soll ich nur anfangen? Ich habs irgendwie verbockt.
Ich bin Mitte 20 und hänge jeden Tag einfach nur alleine rum.
Tagsüber bin ich alleine in der Bibliothek und lerne für meine Uni-Prüfungen, oder arbeite für meinen Nebenjob.
Abends guck ich Serien, weil ich zu schlapp bin was anderes zu machen.
Ich studiere schon seit 7 Jahren und bin zum Glück bald fertig, hab aber überhaupt keine Ahnung was ich danach machen soll. Alles was ich mir vorstellen könnte scheint mir unrealistisch und mein Studium führt nicht gerade in einen vernünftigen Beruf. Warum ich das dann studiert habe? Hat Spaß gemacht und ich wusste auch nichts anderes.
Ich habe eigentlich viele Talente. Ich kann Sprachen gut, auch Mathe, zeichne und male gerne, ich singe und spiele Klavier,
kann gut schreiben und bin ziemlich gebildet, und ich seh zumindest nicht unbedingt hässlich aus.
Ich gehe gerne tanzen und mag Tiere, liebe die Natur und bin (eigentlich) extrem abenteuerlustig.
Aber es herrscht einfach stillstand in meinem Leben. Und Einsamkeit.
Es gibt niemanden dem ich meine Probleme anvertrauen kann, deswegen schreibe ich euch.
Das heißt eigentlich habe ich eine liebe Familie und einen Freund, aber bei meiner Familie habe ich immer das Gefühl, dass sie es gegen mich verwenden, wenn ich mal zugebe dass es mir nicht gut geht, und mein Freund ist meistens genervt wenn ich ihm die Ohren volljammer.
Ich habe irgendwie alle meine Freunde verloren, von denen ich früher so viele hatte;
einige habe ich wohl durch meine Beziehung verloren, der Rest ist nach dem Studium weggezogen und ich schaffe es auch nicht, die Kontakte zu halten.
Mein Freund wohnt eh in einer anderen Stadt und es läuft nicht gut, ich trau mich aber auch nicht Schluss zu machen weil ich sonst ganz alleine wäre, und er der einzige ist der sich meine Probleme noch ab und zu anhört und mich mal in den Arm nimmt.
Ich glaube allerdings dass die Beziehung mit schuld an dem absoluten Stillstand in meinem Leben ist, denn ich richte oft alles nach ihm und habe vieles aufgegeben, was ihm nicht gefällt (Nicht dass er das verlangt hätte).
Allerdings sehen wir uns auch kaum, da er weiter weg wohnt, und wenn er was unternimmt, dann ohne mich.
Ich fühle mich so gefangen in meiner Wohnung, mag aber auch nicht alleine rausgehen.
Ich würde so gerne auf Partys gehen, Leute kennen lernen, Reisen und ganz viel erleben,
aber alleine trau ich mich nirgendwo hin und wegen den ständigen Klausuren und meinem Job hab ich immerzu Stress.
Ich hab auch irgendwie meine Hobbies aufgegeben, da ich denke es nutzt nichts Kunst und Musik zu machen, wenn es keiner hören und sehen will, und ich bin zu mittelmäßig um damit irgendwas zu erreichen. Ich habe früher auch Texte veröffentlicht, aber ich kann mit Kritik nicht so gut umgehen, und ich hab fürchterliche Angst davor dass sie jemand zerreißt,
vielleicht weil ich selbst immer denke dass sie eigentlich nicht gut genug sind, ich hab da vielleicht ein Problem mit meinem Selbstwertgefühl. Obwohl ich mich ansonsten sehr gerne mag, ich find mich schön, klug und begabt, aber wenn ich was vorführe hab ich schon immer Angst dass ich nicht gut genug bin.
Ich wäre auch gerne sportlich und aktiv, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll, ich bin so aus der Übung dass ich Angst habe mich zu blamieren wenn ich irgendwo hingehe.
Wie komm ich nur aus diesem Loch wieder raus?
Würde mich über ein paar liebe Ratschläge freuen, und ja, ich weiß dass ich es gut habe weil ich studieren durfte und dass andere sich über meine Probleme freuen würden!
hallo, ich grüße dich. Du hast dir eigentlich deine Antwort selber gegeben. Du magst dich, du kannst konkret sagen was dir an dich gefällt, das können nur sehr wenige Menschen. Ich denke du machst alles davon abhängig was andere Menschen von dir halten können oder sagen. WARUM? Das hast du gar nicht nötig! Du hast dir deine Latte sehr hoch gehängt. Das brauchst du nicht, denn du musst keinem etwas beweisen. mach dein Studium fertig und wenn du offen bist, finden sich auch neue Wege die du gehen kannst. Was andere von die denken oder sagen , sollte dir völlig egal sein, denn du bist DU. Einzigartig! Was Besonderes! Kritiker sind neidisch und warum solltest du dich blamieren? Du stehst doch zu dir und denkst du das andere besser sind? Nein anders ja, aber sicher nicht besser. Steh zu dir, denn du bist toll. Geh raus, auch alleine. Was hast du zu verlieren? Nichts! Du kannst nur gewinnen. ich wünsche dir viel Glück , geh deinen Weg weiter und es öffnen sich die Türen die du benötigst. Vertrauen heisst das Zauberwort!!!!! LG Magerita
 

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