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Stellenabbau: müssen Halbtagskräfte als erstes gehen?

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Gast

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Hallo,

ich (w / 32) arbeite in einem sehr anstrengenden (körperlich sowie psychisch) Beruf und mir geht es daher auch nicht besonders gut. Mein Arzt wollte mich schon mehrfach wegen Burnout krankschreiben, aber ich kann und will einfach nicht so lang bei der Arbeit ausfallen.

Ich habe mir nun überlegt, meine Stelle auf eine Halbtagsstelle zu reduzieren (aktuell arbeite ich 45h). Habe mich auch mit meinem Partner darüber unterhalten, der dann aber meinte "Bei Stellenabbau in der Firma trifft es die Halbtagskräfte immer zuerst".

Mich würde mal interessieren, ob das so korrekt ist, oder ist an dieser Aussage nichts dran?
 

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dirk k

Gast
will ein unternehmen personal abbauen, dann werden erst einmal alle relevanten personen in ein excel eingetragen
dann gibt es die folgenden kriterien:

- lange im unternehmen (ü45) schlecht weil hohe abfindung
- alleinerziehend ist auf gehalt angewiesen
- verheiratet ohne kinder gut dann kann ja der partner einspringen
- leicht ersetzbar ja kann man entlassen
- gehalt teuer will man eher loswerden

vom trend - jung, kinderlos, mit einem mitverdiener, kurz im unternehmen - solche trifft es eher.
 
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Gast

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Hallo und danke für die Antwort.. Ob ich noch als "jung" gelte mit 32 kann ich natürlich nicht sagen ;) , Kinder habe ich jedoch keine, bin aber auch nicht verheiratet, wir leben nur zusammen. Es gibt in meinem Unternehmen aber viele Halbtagskräfte die verheiratet sind und Kinder haben. Da stehen wie in Sachen Kündigung dann wohl besser da als ich.
 
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Gast

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da gibt es keine regel, wer als erstes gehen darf bei entlassungen. was ich so bei meinen mann mitgekriegt habe, waren das vor jahren mal, als die firma "gesundgeschrumpft" wurde, leute, die auf "überflüssigen" stellen sassen und sg. "minderleister" da wurde herzlich wenig rücksicht genommen, ob lange im unternehmen, ob familie, alleinerziehend etc. wessen stelle man nicht 100 pro brauchte, um das unternehmen am laufen zu halten der durfte seine tasche packen - manche sind da wirlich aus allen wolken gefallen, weil sie gedacht haben "mich erwischt es nie ich habe noch nen "bonus". anderseits wurden auch leute in der firma gehalten, die langzeit krank waren, die durften nach genesung wieder anfangen, wurden auch nicht von geschäftsltg. rausgeekelt.
 
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Die Frage ist doch, ob in Deiner Firma Stellenabbau geplant ist? Ist das so oder ist das eher theoretisch gemeint, wenn es denn mal einen Stellenabbau geben sollte, dann. ...?

Wenn es eher eine theoretische Frage ist, dann kann ich nur sagen: theoretisch kann alles mögliche passieren, darauf kann man doch heute nicht Rücksicht nehmen. Was die Zukunft bringt, weiß niemand und deshalb schon in voraus eilendem Gehorsam Dinge heute entscheiden, damit in Zukunft vielleicht nicht irgendwas passiert .... das ist doch der totale Mist.

Es geht um das Hier und Heute: und da kann ich nur sagen, wenn Du krank bist, dann bist Du krank. Dann würde ich mich krankschreiben lassen und schauen, dass ich wieder gesund werde. Das ist die beste Vorsorge die Du für Dich treffen kannst. Die Lösung ist doch nicht, krank weiterzuarbeiten und die Stunden zu reduzieren, um den Leidensdruck zu minimieren.
Wenn Du nach Gesundung immer noch der Meinung bist, dass es besser ist weniger zu arbeiten (und bei 45h die Woche glaube ich das gern, das ist ja Horror), dann mach das. Aber zuerst musst Du gesund werden.
Ich finde es auch nicht hilfreich, was Dein Partner da sagt - es muss doch in seinem Interesse sein, dass Du gesund wirst. Wenn nicht, dann ist das m.E. nicht der richtige Partner. Die Frage ist halt auch: wenn Du auf die Hälfte die Arbeitszeit reduzierst, wer soll Deinen Dienstausfall auffangen. Dein Partner? Ist er zuverlässig, würde er das mittragen? Sowas musst Du unbedingt vorher klären, nicht das Du am Ende mit nichts dastehst - ohne Partner und mit wenig Geld.
 

Archibauld

Mitglied
Theoretisch ist alles möglich das ist wahr, aber ich glaube du solltest dich nicht allzu sehr auf Spekulationen versteifen wenn es darum geht, vielleicht interpretierst du da etwas zuviel hinein?

Aufgrund deiner gesundheitlichen Situation würde ich mich dann eher krankschreiben lassen, wenn bei dir Verdacht auf Burnout diagnostiziert wurde, ist es dann nicht vernünftiger für eine bestimmte Zeit auf Kur zu gehen und sich krank schreiben zu lassen?

Wenn du den Anteil deiner Arbeitszeit reduzierst gehen dadurch deine Beschwerden ja vielleicht gar nicht weg.. die Gesundheit sollte da dann schon im Vordergrund stehen. Außerdem, muss sich der Arbeitgeber im Fall einer Kündigung ja immer noch an die jeweilige Kündigungsfrist halten. (hier ein interessanter Artikel über das Thema Kündigungsfristen: https://www.afa-anwalt.de/arbeitsrecht-ratgeber/kuendigung/kuendigungsfrist-arbeitsvertrag/)

Es sei denn es liegt ein Grund vor das Arbeitsverhältnis fristlos zu beenden, aber ich gehe jetzt einfach mal von einer ordentlichen Kündigung aus.

Ich wünsche dir jedenfalls alles erdenklich gute für die Zukunft!! LG
 

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