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"Stealthing Erfahrung" belastet mich 2 Jahre später immer noch und ich bin verzweifelt

Du hast also mit ihm geschlafen, obwohl du ihn kaum kanntest, ihm noch gar nicht richtig vertraut hast ? Wie hat er sich denn generell verhalten, bevor ihr das erste mal Sex hattet? War er da eher einfühlsam oder eher aufdringlich?
 
Aber in ener Notlage helfen und sie abholen vom Arzt, ein Taxi rufen oder sonst irgendwie drauf eingehen kann jeder der mitfühlt. Dafür muss ich nicht viel wissen.

Ja, klar wünscht man sich vom Partner, dass er so reagiert. Aber die Wahrheit ist doch, dass Erwartung und Wirklichkeit oft nicht zusammen passen, oder? Was bringt es aber, wenn wir ihr sagen: "Oh, das war aber ganz böse, was er da gemacht hat." und sie nicht versteht, dass man Eigenverantwortung zu tragen hat und sich auch selbst schützen sollte.

Die Wahrheit ist doch, dass er zu rein gar nichts verpflichtet ist. Weder ist er dazu verpflichtet die Pille danach zu bezahlen, noch die Spirale. Er müsste nicht mal einen Schwangerschaftsabbruch zahlen, Kosten liegen voll bei der Frau. Das kann man jetzt moralisch gemein finden. Aber so ist nun mal die Welt. Das ist die Realität. Und ich finde es sinnlos sich über den "Geschmack" der Situation zu unterhalten.

Was macht man mit so jemandem, der einem nicht in einer Notsituation hilft? Der wäre schlichtweg nicht mehr mein Freund. Dass er sich extrem unempathisch verhalten hat weiß die TE doch selbst.

Ich muss halt auch ganz ehrlich sagen, dass mir das noch nie passiert ist, dass mich ein Mann ungewollt mit seinem Sperma untenrum eingerieben hat oder mit seinem Penis "ungewollt" zwischen meinen Beinen gerieben hat. Das wäre für mich der Moment gewesen, wo ich instant aufgestanden wäre, noch bevor er seinen Penis irgendwo reinstecken kann.
 
Der Typ war nicht nur ein widerliches A*******, durch das ungewollte Eindringen in dich (das garantiert kein Versehen war so wie er sich verhält) hat er dich vergewaltigt und du solltest, wenn du die Kraft dazu hast, das auch genau so anzeigen.

Du hast nicht überreagiert. Er ist ein V*** ubd trägt die alleinige Schuld an allem. Alle die hier etwas anderes sagen sollten sich mal fragen, ob sie das ihrer eigenen Tochter auch so ins Gesicht sagen würden.
 
Ich weiß halt beim besten Willen nicht, was ich zu einem Jungen sagen soll, der selbst von Sex offensichtlich keine Ahnung hat und Schwachsinn wie eine Analogie zwischen Penis und Spirale von sich gibt. Offensichtlich war der selbst noch ein Kind. Ich kann einen Jugendlichen nicht wie einen erwachsenen Mann bewerten.

Dann darf der Bub keinen Sex haben wenn er so unreif ist.
 
Der Typ war nicht nur ein widerliches A*******, durch das ungewollte Eindringen in dich (das garantiert kein Versehen war so wie er sich verhält) hat er dich vergewaltigt und du solltest, wenn du die Kraft dazu hast, das auch genau so anzeigen.

Du hast nicht überreagiert. Er ist ein V*** ubd trägt die alleinige Schuld an allem. Alle die hier etwas anderes sagen sollten sich mal fragen, ob sie das ihrer eigenen Tochter auch so ins Gesicht sagen würden.

Diesen Rat würde ich nicht geben, denn sie wird rechtlich scheitern und ist dann noch frustrierter.
Die beiden hatten einvernehmlichen Sex und er hat das Kondom DANACH abgestreift und sich an ihr gerieben. Das ist nicht schön aber kein Straftat.

Viel schlimmer finde ich, dass er sie nicht zum Arzt gefahren hat und sich von A-Z wie ein charakterlich mieser Typ verhalten hat. Traurig ist, dass die TE sich nicht sofort getrennt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe @Maria2453 , ich bin zufällig in deinen Beitrag gestolpert und bin entsetzt, entsetzt, entsetzt, was dir zum Teil geschrieben wird.

@Pfefferminzdrops , was ist mit dir los??? Ich empfinde deine Beiträge sonst immer als reflektiert und hilfreich. Hier ist es das absolute Gegenteil.

Maria, du hast absolut nichts falsch gemacht. Du hast dich trotz allem um dich gekümmert und dafür gesorgt, dass du nicht schwanger wirst. Ganz alleine, du Arme!!! Therapeutische Hilfe ist eine gute Idee. Ich wünsche dir von Herzen, dass du künftig viel bessere Erfahrungen mit Männern machen kannst. Bitte vergiss das boshafte Geschreibsel von einigen hier.
 
Er hat das Kondom nach dem Geschlechtsverkehr einfach abgemacht und seinen Penis ohne Kondom an meiner Vulva und (ich glaube auch an meinen Scheideneingang) gerieben. Natürlich ohne vorher nach meinen Einverständnis zu fragen- Dabei hat er ihn kurz ausversehen eingeführt und sofort wieder raus geholt und sich entschuldigt. Ich habe zuerst nicht realisiert was da passiert. Ich war zuerst wie versteinert. Sobald ich realisieren konnte, was passiert, habe ich ihm gesagt das er aufhören soll und er hat dann auch damit aufgehört. Des Weiteren hat er mich noch ohne vorher zu fragen mit seinem Sperma eingerieben und ich habe angefangen zu schreien und deutlich gezeigt, dass ich mich ekel und ihn weggedrückt. Seine Reaktion war, dass er gelacht hat und weiter gemacht hat.
Ekelhafter Typ. Ich würde versuchen, ihn heute noch anzuzeigen. Aber das ist jetzt nicht erstrangig. Du musst gucken, wie du diesen Übergriff verarbeiten kannst. Der Täter sollte wissen, was er getan hat. Ich würde ihm das schreiben. Er soll wissen, was er verursachte, welche Folgen das hat. Ich würde nicht den Dialog suchen, sondern ihm mitteilen, dass dich das heute noch quält.
Aber jeder Mensch hat da andere Bedürfnisse. Mir ist es sehr wichtig, einen Täter als solchen zu benennen. Er muss wissen, dass er wie ein Schwein gehandelt hat. Er soll sich morgend im Spiegel angucken und jedes Mal daran erinnert werden, ein Täter zu sein.
Es geht aber um dich. Was würde DIR helfen?
Ansonsten: Ich bin entsetzt über manche Beiträge hier. Wie kann man der TE die Schuld zuschieben, weil sie "intim wurde mit einem Mann, ohne ihn gut zu kennen?" Leben wir wieder in den 50ern? Schlimm.
 
Diesen Rat würde ich nicht geben, denn sie wird rechtlich scheitern und ist dann noch frustrierter.
Die beiden hatten einvernehmlichen Sex und er hat das Kondom DANACH abgestreift und sich an ihr gerieben. Das ist nicht schön aber kein Straftat.

Viel schlimmer finde ich, dass er sie nicht zum Arzt gefahren hat und sich von A-Z wie ein charakterlich mieser Typ verhalten hat. Traurig ist, dass die TE sich nicht sofort getrennt hat.
Davon Dir als Juristin zu lesen erstaunt mich:



Es handelt sich um einen sexuellen Übergriff gemäß § 177 Abs. 1 StGB.

Zugestimmt hat sie zu Sex mit Kondom. Das Kondom wurde gegen ihren Willen abgestreift, also hat er eine sexuelle Handlung gegen ihren Willen durchgeführt. Das ist, als ob Du Vaginalverkehr zustimmst und dann anal vergewaltigt wirst.

Es gibt inzwischen viele Gerichtsurteile, die dies bestätigen.
 
Davon Dir als Juristin zu lesen erstaunt mich:



Es handelt sich um einen sexuellen Übergriff gemäß § 177 Abs. 1 StGB.

Zugestimmt hat sie zu Sex mit Kondom. Das Kondom wurde gegen ihren Willen abgestreift, also hat er eine sexuelle Handlung gegen ihren Willen durchgeführt. Das ist, als ob Du Vaginalverkehr zustimmst und dann anal vergewaltigt wirst.

Es gibt inzwischen viele Gerichtsurteile, die dies bestätigen.
Ich denke, dass hier gar kein "stealthing" im Rechtssinne vorliegt. Er war fertig, hat danach das Kondom abgenommen und ihn dann laut Schilderung der TE am Eingang gerieben und leicht eingeführt. Meine Erfahrung sagt mir, dass kein Gericht daraus ein "stealthing" macht.

Der Fall von BGH, Beschl. v. 13.12.2022 – 3 StR 372/22 liegt ganz anders: Dort hatte der Mann das Kondom nie übergezogen und die Frau von Anfang an getäuscht, indem er es aus der Kommode genommen hat, dann aber unter das Kissen gelegt hatte. Zudem hat er dies im Verfahren nicht einmal bestritten, so dass es keine Beweisnot für die Geschädigte gab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass hier gar kein "stealthing" im Rechtssinne vorliegt. Er war fertig, hat danach das Kondom abgenommen und ihn dann laut Schilderung der TE am Eingang gerieben und leicht eingeführt. Meine Erfahrung sagt mir, dass kein Gericht daraus ein "stealthing" macht.

Der Fall von BGH, Beschl. v. 13.12.2022 – 3 StR 372/22 liegt ganz anders: Dort hatte der Mann das Kondom nie übergezogen und die Frau von Anfang an getäuscht, indem er es aus der Kommode genommen hat, dann aber unter das Kissen gelegt hatte. Zudem hat er dies im Verfahren nicht einmal bestritten, so dass es keine Beweisnot für die Geschädigte gab.
Das spielt doch keine Rolle, ob es "richtiges" Stealthing war oder erst nach dem Akt eine Handlung gegen Absprache vorgenommen wurde! Ich wette, jeder Staatsanwalt würde mir da zustimmen und ein Verfahren einleiten, wenn die TE damals angezeigt hätte.
 

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