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Sprecht ihr mit Kollegen über Stundenlohn?

Ich hatte 2 Kolleginnen, denen der Neid aus der Nase herausgewachsen ist. Eine hat immer wieder versucht herauszubekommen wieviel ich verdiene. Das war nichts. Ich kann schweigen wie ein Grab. Wenn es um einen neidlosen Austausch geht, dann würde ich das auch sagen, wenn der andere es auch sagt.
 
Was n das für ne Logik? Was steckt dahinter?
Mit Leuten, die eine ähnliche Philosophie haben wie ich (immer etwas des Gehalt zur Seite legen und anlegen, egal ob in Aktien, Immobilien, etc.) kann ich mich darüber unterhalten ohne dass es Neid bei ihnen auslöst.
Dagegen Leute, die es immer schaffen ihr ganzes Geld bis zum Monatsende auszugeben (nicht weil sie zu wenig verdienen, sondern weil sie meiner Meinung nach ein zu teuren Lifestyle für ihr Gehalt leben), reagieren eher mit Neid und empfinden, dass ich angeben will.
Und bevor ich da jetzt irgend welche negativen Reaktionen auslöse sag ich lieber garnix.
 
Geht mir ähnlich. Mit den engeren Kollegen oder auch Freunden im selben Berufsfeld rede ich durchaus über mein Gehalt (in dem Fall über das Jahresbrutto und das, was netto im Monat davon über bleibt). Nur so kann ich doch herausfinden, ob ich a) für dieselbe Arbeit auch tatsächlich zumindest ähnlich entlohnt werde und b) ob ich anderswo für dieselbe Arbeit nicht deutlich mehr bekommen könnte (was auch der Grund für meinen letzten Wechsel war). Hätte ich das nicht gemacht, würde ich immer noch vollkommen unterbezahlt auf meiner alten Stelle hocken ohne zu merken, dass ich woanders jeden Monat über 1000€ mehr verdienen könnte.

Auch mit ganz engen Freunden, die ihre Finanzen halbwegs im Griff haben, rede ich darüber. Die dürfen ruhig wissen, wo sie sich in Notfällen was leihen könnten. Da hieße der Notfall auch eher "mein Haus ist abgebrannt, kannst du mir was leihen, bis das mit den Versicherungen geklärt ist?" und nicht "hups, aber das neue iPhone war mir wichtig, zahlst du mir meine Miete, ich zahle es dir zurück sobald ich kann (also nie)?".

Bei Freunden mit Geldproblemen oder der sonstigen Verwandtschaft rede ich aber nicht über genaue Summen. Die wissen nur "es reicht, um jeden Monat ein wenig zur Seite zu legen". Sonst käme direkt wieder Neid auf, weil die Leute einerseits meist weniger verdienen (weil schlechter ausgebildet, aber auch bei ihnen würde es reichen, jeden Monat ein paar Hunderter zur Seite zu legen), andererseits aber auch schlechter im Sparen sind. Während ich den Großteil meines Einkommens im Monat zur Seite lege und mir 10x überlege, ich ich diesen neuen Pullover wirklich brauche oder ob ich nicht doch nochmal die alten auftrage, wird dort das Geld bis in die Untiefen des Dispo für allerlei nutzloses Zeug rausgeworfen.

Soll heißen: erst wird darüber gelästert, dass ich schon seit mehr als 10 Jahren denselben Lieblingspullover anziehe und "immer gleich rumlaufe", aber wehe, ich erwähne auch nur, dass ich diesen Monat wieder (wie jeden Monat) durch emsige Sparsamkeit einen 4-stelligen Betrag zur Seite legen konnte. Wenn die dann noch wüssten, was ich mir dank kontinuierlicher Weiterbildung (in der Zeit, in der sie weiteres Geld für "feiern" ausgeben) in den letzten Jahren an Gehaltserhöhungen hereingeholt habe, wäre der Teufel los.

Da wird dann meist erwartet, dass man was "leiht" und entweder man gibt was und sieht das Geld nie wieder oder man wird als arrogantes Miststück beschimpft, das nicht bereit ist zu helfen, obwohl das Geld doch im Überfluss ( = keine Schulden) vorhanden sei. Da verheimliche ich meine Einkünfte lieber, dann kann ich mich nämlich auf "sooo viel verdiene ich gar nicht und ich habe auch nur einen Notgroschen, den ich für mich selber brauche" berufen.
 
Ich glaube zudem, wenn man Schulden hat, fällt es einem vielleicht schon alleine aus Peinlichkeit schwerer, mit anderen über Geld zu sprechen, als wenn man keine Schulden hat und im Gegenteil dazu monatlich einen zwei-bis dreistelligen Betrag sparen/investieren/auf die hohe Kante legen zu können.

Oder aber, man spricht dann eher nur mit Gleichgesinnten der selben Zielgruppe, oder Denjenigen, denen es finanziell halt noch schlechter geht. So nach dem Motto: Ach, sieh an, so schlecht finanziell geht es MIR doch gar nicht.
Zumindest lässt diese Taktik keinen Neid aufkommen bei einem selbst. Ansonsten bringt es einem selbst aber natürlich nix außer vielleicht ein positives Gefühl/Feedback.
 
Also ich hatte nur eine die mir gesagt hat was sie verdient. Und wir sind beide bei derselben Zeitarbeitsfirma. Ich verdiene trotz bessere Qualifikation weniger. Und sie hat auch zu anderen Kontakt. Die ihr das ebenfalls mitgeteilt haben. Ich hatte mein Gespräch voller Lob und sogar mit Gehaltstabelle, ich bin da sogar falsch eingestuft. Ausrede, ich wäre Fachfremd. Blöd nur, dass alle Fachfremd sind. Mir hat es geholfen, einfach weil alle im Vorstellungsgespräch so tun als ob ich zu viel verlange. Das stimmt einfach nicht. Auffällig war auch, dass die "rein" Deutschen deutlich mehr verdienten. Mir hilft das ungemein über das Gehalt zu sprechen. Einfach um auch zu sehen, ob das Unternehmen langfristig was für mich ist.
Mir ist aber schon aufgefallen, dass die Männer in meinem Bereich mir immer einreden wollen, ich verdiene sehr gut und man sollte dankbar sein ein Job zu haben. Blabla, untereinander sagen sie was sie verdienen. Aber bei mir halten sie sich immer zurück. Ich sag das jetzt auch nicht mehr..weil mich das nervt, dass sie immer nerven und es wissen wollen, aber selber nichts sagen.
Mit einer Freundin hatte ich immer offen geredet. Aber sie hat auch die Haltung ist sollte zufrieden sein.
Versteht mich nicht falsch, ich freu mich für Menschen, wenn sie Weiterkommen. Aber dasselbe würde ich mir ebenfalls wünschen
 

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