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Spirituelle Zitate, die mich berühren

Wenn dir jemand erzählt,

daß die Seele mit dem Körper

zusammen vergeht und daß das

was einmal tot ist,

niemals wiederkommt, so sage ihm:

Die Blume geht zugrunde,

aber der Same bleibt zurück

und liegt vor uns, geheimnisvoll
wie die Ewigkeit des Lebens.
Khalil Gibran
 
U.G. Krishnamurti liegt falsch. Auf der psychischen Ebene über die Seele oder auch Unterbewusstsein genannt ist alles möglich. Denn sie ist es die dem Körper seine Lebendigkeit gibt.

Dazu kann ich dir U.G. zitieren:

"Es sind die Lügner, Gecken, Schwindler und Betrüger der Welt, die behaupten, sie hätten nach der Wahrheit gesucht und sie gefunden! Gut, Sie wollen für sich selbst herausfinden, was die Wahrheit ist. Können Sie sie finden? Können Sie die Wahrheit einfangen, sie festhalten und sagen: "Das ist die Wahrheit?" Ob Sie das akzeptieren oder ablehnen, ist dasselbe; es hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Vorurteilen ab. Wenn Sie also für sich selbst herausfinden wollen, was die Wahrheit ist, was immer sie sein mag, dann sind Sie nicht in der Lage, sie entweder anzunehmen, noch sie abzulehnen. Sie setzen voraus, daß es so etwas wie Wahrheit gibt, Sie setzen voraus, daß es so etwas wie Realität gibt (eine letzte oder sonst eine), und es ist diese Annahme, die für Sie das Problem und das Leiden schafft!!!"

Im übrigen wiess schon Buddha darauf hin, daß es so etwas wie Ich, Seele etc. nicht gibt. Vielleicht ist hier U.G. aber noch ein wenig pointierter, weil es für ihn auch keine Psyche gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte;
Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten;
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten;
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter;
Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal.
(aus dem sanskrit)
 
Das mit Buddha dass stimmt aber nicht so ganz. Ich habe das anders gelesen und ich verstehe ihn auch anders. Auch er redet von Bewusstsein. Also bewusstem Sein.

Jeder von uns ist ein Gott. Jeder von uns ist allwissend.
Wir müssen lediglich unser Bewusstsein öffnen,
um unserer eigenen Weisheit zu lauschen.

Buddha 🙂😎

Es gibt etwas, was man die 4 Siegel des Buddhismus nennt, das sind die vier Grundaussagen des Buddhismus, die alle Buddhistische Schulen anerkennen.

Die erste bezieht sich auf Dhukkha: Leben ist unbefriedigend, Leiden.
Das Zweite ist Anicca: Alles entstandene ist vergänglich.
Das dritte ist Anatta: Es gibt keine Seele, kein Ich.
Die vierte ist Nibbana: Befreiung ist Frieden.

Und Buddhismus ist eigentlich quasi atheistisch (So wie viele anderen Religionen auch Taoismus, Konfuzianismus, Jainismus, Samkhya (was der Ursprung der Yogaphilosophie ist). Daher wird man da keine Aussagen wie "Jeder von uns ist ein Gott" finden.
Wenn von Allwissenheit die Rede ist, meint das eben auch nur dieses 4 Siegel.

Buddha redet auch von Bewusstsein. Es entsteht mit der Geburt, Körper und Bewusstsein bedingen sich gegenseitig, vergehen gemeinsam mit dem Tod. In einigen buddhistischen Schulen findet aber Geburt und Tod ständig statt. Es sind laut ihnen nur Sekundenbruchteile, dann vergehen sie wieder und die nächsten entstehen. Es gab auch so eine ähnliche Vorstellung bei einem modernen Wissenschaftler, der meinte, wir würden ständig in ebenso kurzem Abständen zwischen Erscheinung und Nichts pendeln, nur eben so schnell, daß wir das nicht mitkriegen, und so die Illusion eines ichs, eines Objekts und von etwas festem entsteht.
 
"Es gibt keine Methode, aber gäbe es eine, dann müsste sie im Wiederholen des Mantras "Hilflos, hoffnungslos, sinnlos" bestehen. Beim Rezitieren empfiehlt es sich im Auge zu behalten, daß niemand es macht. Es ist allerdings auch niemand da, der darauf achten kann."

Richard Sylvester


"Ram Tzu weiss dies...

Nur ein Narr
würde alle, was er hat
eintauschen

für nichts."


Wayne Liquorman


Nichts übertrifft das, was gut für nichts ist.

Kodo Sawaki


Namenlose Einfalt bewirkt Wunschlosigkeit.
Wunschlosigkeit macht still,
und die Welt wird von selber recht.


Laotse
 
Anand meinte:
Es gibt etwas, was man die 4 Siegel des Buddhismus nennt, das sind die vier Grundaussagen des Buddhismus, die alle Buddhistische Schulen anerkennen.

Die erste bezieht sich auf Dhukkha: Leben ist unbefriedigend, Leiden.
Das Zweite ist Anicca: Alles entstandene ist vergänglich.
Das dritte ist Anatta: Es gibt keine Seele, kein Ich.
Die vierte ist Nibbana: Befreiung ist Frieden.
Die dritte Aussage löst Bedenken in mir aus.

Wenn ich mich nicht irre, suggeriert der Buddhismus, dass Leiden an eine Art Ich-Form gebunden ist. Dieses Ich soll überwunden und damit auch das Leiden überwunden werden.

Ich glaube, dass man sein individuelles Ich nie los werden wird. Statt einer Ich-Flucht sollte man sich besser mit einer Verbesserung seines Ichs beschäftigen. Ein Ich zu haben, bedeutet auch Freiheit und Verantwortung. Die sollte man nicht wegschmeissen.


 
durch die Überwindung des Ego reift der Mensch und wird erst dann zum Individuum. Ein individuelles Ich das gibt es nicht.
Ich spreche davon, dass sich der Mensch in reifem Zustand als unabhängiges Ich mit freiem Willen wahrnimmt. Vom Säugling bis zum reifen Erwachsenen entwickelt sich dieses selbst wahrgenommene Ich.

Wer bereits als Erwachsener wieder in das Stadium eines Säuglings zurückkehren möchte, ist auf dem "Holzweg".
 
Und nur weil alle Buddhistischen Schulen das anerkennen muss ich das auch?


Nein, das musst du nicht. Du solltest nur anerkennen das die Hauptlehren des Buddha buddhistisch sind. Das hattest du bezweifelt.

Die dritte Aussage löst Bedenken in mir aus.

Wenn ich mich nicht irre, suggeriert der Buddhismus, dass Leiden an eine Art Ich-Form gebunden ist. Dieses Ich soll überwunden und damit auch das Leiden überwunden werden.


Nein, genau das sagt er nicht. Ebenso sagt er nicht,das das Ich zu überwinden sei. Es ist eher so, daß er meint, dass es ein Ich/das Selbst/die Seele gibt ist eine Fehlinformation. Und durch diese Fehlinformation entsteht Leiden. Das ist so wie wenn die Fehlinformation grassiert, daß auf die heisse Herdplatte fassen oder sich ritzen oder sich geisseln Glück schafft. Dadurch entsteht Leiden.

Das mit dem freien Willen ist für mich ein anderes Thema. Aber vielleicht auch ganz kurz.
Ich denk es ist auch eine Fehlinformation. Man kann es ja für sich selbst überprüfen. Ramesh Balsekar hat vorgeschlagen, man solle sich abends, auch gern mit einer Flasche Bier, hinsetzen, und sich eine Situation vom letzten Tag überlegen, wo man sich ganz sicher ist, daß es mein freier Wille war. Und dann soll man von dieser Situation zurückdenken, was zu dieser Situation geführt hat.
Ich ende da oft, daß da irgend ein Gedanke war, der das ganze in Gang gesetzt hat, der einfach so kam, den ich nicht wollte. Also der Anfang war unfrei.
Ähnliches, wenn auch weniger extrem, meint Schopenhauer: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Auch hier ist der Anfang unfrei.
Ein anderes Beispiel: Ich arbeite mit dementen Menschen. Ich glaube nicht, daß es ihr Wille war, dement zu werden.

Des weiteren:
Der Nichtglaube an ein Ich/Selbst/Seele führt weder zu Infantilität; Nichtstun noch zu unethischem Verhalten. Es gibt ja kein Ich, was man beschützen müsste/könnte. Vor allem gibt es die Trennung zwischen Ich und Anderen nicht mehr. Man kann es ja auch sehen. Der Dalai Lama (nicht das ich ihn besonders mag) hat bestimmt nicht durch unethisches Verhalten seinen Friedensnobelpreis bekommen. Ramesh Balsekar war bis zu seiner Pensionierung Präsident der Bank of India
. Auch da kann von Infantilität oder Nichtstun nicht die Rede sein.

Ein sehr spannendes Paradoxon: Wenn da ein Glaube an einen freien Willen ist, ist viel mehr Unfreiheit da, als wenn man ohne diesen agiert.



 
Hallo Anand!


Nein, genau das sagt er nicht. Ebenso sagt er nicht,das das Ich zu überwinden sei. Es ist eher so, daß er meint, dass es ein Ich/das Selbst/die Seele gibt ist eine Fehlinformation. Und durch diese Fehlinformation entsteht Leiden.
Wie soll denn ein Mensch, der schwere körperliche Schmerzen hat, sein Leid überwinden? Sind diese Schmerzen nur eingebildet? Wenn der Leidende kein Ich hat, wer hat dann die Schmerzen?

Freier Wille:
Ich glaube, dass man ihn weder beweisen noch widerlegen kann. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass man nicht mehr vernünftig ohne die Annahme eines freien Willens leben kann. Wer schleppt mich denn auf die Toilette, wenn ich keinen freien Willen habe? Wie machst Du das?

Der Dalai Lama (nicht das ich ihn besonders mag) hat bestimmt nicht durch unethisches Verhalten seinen Friedensnobelpreis bekommen.

Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Was den Dalai Lama angeht, hat er meines Erachtens trotz seines ethisch sehr zweifelhaften Verhaltens diesen Preis bekommen!

Ein sehr spannendes Paradoxon: Wenn da ein Glaube an einen freien Willen ist, ist viel mehr Unfreiheit da, als wenn man ohne diesen agiert.
Verstehe ich nicht. Ohne den Glauben an einen freien Willen ist man eine Marionette. Und oft merkt man es nicht einmal. Mit freiem Willen sehe ich mich zwar immer noch gewissen Zwängen unterworfen (zB dem der Schwerkraft), aber ich weiß mich auch im Besitz einer gewissen Freiheit. Freiheit bedeutet auch Kampf. Freiheit aufgeben oder leugnen ist bequem.
 

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