_Tsunami_
Urgestein
Wenn die Vernunft über sich selbst hinausfragt:
"Wer bin ich? Was geschieht nach dem Tod? Gibt es Gott?" etc."
so stößt sie an Grenzen (der Erfahrung). Die Frage ist dann, wie sie mit ihrem Unwissen und ihrer mangelhaften Erfahrung (, die diese Fragen nicht beantworten kann) umgehen soll.
Auch dann hat die Vernunft Mechanismen, sich ein ein konsistentes in sich stimmendes Weltbild aufzubauen. Stellt man sich ein solches ohne den Gottesbegriff vor, so zerfällt alles in ein rhapsodisch zusammengewürfeltes Weltbild. Es treten Widersprüche auf, zB in Form der Theodizeefrage.
Vielleicht könnte man sogar sagen, dass mit dem Verzicht auf Gott "unvernünftige" Zufälligkeit und Beliebigkeit (Chaos) ins Weltbild einbrechen.
Aber zum Glück gehören Vernunft und Glaube dermaßen zusammen, dass das eine nicht gut ohne das andere auskommt 😉.
Die Theodizeefrage setzt aber voraus, dass man überhaupt erst mal an den christlichen Gott glaubt. Mein rosa Blob war übrigens in leicht abgewandelter Form eine der möglichen Antworten auf die Theodizeefrage.
Für einen Atheisten, aber auch einen Hindu oder Buddhisten stellt sich die Frage doch erst gar nicht.