Hallo Simon,
für meinen Geschmack verwendest Du das Wort "soziale Phobie" doch ein wenig oft. Versteh mich nicht falsch, aber Du legst Dich da selber in eine Schublade und beschriftest die auch noch. Da ist es dann auch schwer, andere Dinge in sich zu erkennen. Von hieraus betrachtet scheinst Du Probleme mit deinem Selbstbewußtsein zu haben, wie Du ja auch selber feststellst. Hast Du die soziale Phobie selber diagnostiziert oder war es ein Arzt?
Hallo, erstmal Danke für die Antwort 🙂
Ich weiß, dass ich das Wort (zu?) oft verwende, aber ich wüsste nicht, wie ich es sonst betiteln soll... Ein Arzt hat es bei mir nicht diagnostiziert, aber der Wikipediaartikel zur "Sozialen Phobie" spricht mir quasi aus der Seele, also ist es für mich klar, die Symptome passen wie Puzzleteile zu mir.
Wenn ich deinen Text so lese, so hat doch bei Dir eine positive Entwicklung stattgefunden. Du warst früher das Mobbingopfer und hast jetzt ein paar Kumpels mit denen Du auch unterwegs bist. Die Ängste von denen Du schreibst, wären vielleicht eine Sache, die du mit einem Psychologen oder Arzt bereden solltest. Vielleicht liegt ja auch eine Angststörung vor, die man behandeln kann? Es ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass körperliche Befindlichkeiten vorliegen, die eine Auswirkung auf die Psyche haben. Schilddrüse, Hormone, Botenstoffwechsel etc.. Abchecken lassen.
Du siehst das richtig, mich macht diese Entwicklung auch stolz. Ich hatte in den letzten 10 Monaten das schönste Schuljahr meiner Laufbahn, weil mich alle akzeptiert haben, dementsprechen bin ich auch aufgeblüht, was meine schulischen Leistungen angeht (früher, als ich das Mobbingopfer war, bin ich sitzen geblieben, letztendlich dann vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt...).
Eine Angststörung liegt sicherlich auch vor, zusammen mit bzw. wegen der sozialen Phobie (sorry, dass ich das Wort wieder benutze), auf jeden Fall muss ich schauen, was sich da machen lässt, eine Therapiebehandlung ist wohl wirklich das Sinnvollste.
Sind deine Selbsteinschätzungen wirklich gefühlt oder ist das mehr ein Mantra? Fällt mir nur so ein, wenn Du schreibst, dass Du beziehungsfähig bist. Wie kann man das selber bewerten, wenn man noch keine Beziehung hatte?
Besonders auch, wenn Du gleichzeitig schreibst, dass eine Beziehung viele soziale Probleme bei Dir lösen würden.
Du hast Recht, es ist in der Regel eher schlecht zu bewerten, wenn man noch nie in einer Beziehung war. Ich sehe mich persönlich eben als einen netten Kerl, mit dem man über alles reden kann, der Streitereien eher aus dem Weg geht und versucht, Streitpunkte diplomatisch zu klären, ich gehe auch davon aus, dass ich ein gutes Einfühlungsvermögen habe. Sowas kann einer Beziehung ja nicht schlecht tun.
Es ist noch ein weiter Weg. Und Du machst Dir einfach auch zu viele Sorgen und setzt dich selber in Erwartungshaltung. Wahrscheinlich überfrachtest Du auch die Erwartung an eine Partnerschaft oder einfach in die potentielle Freundin.
Mach Dich mal frei von diesen ganzen Erwartungshaltungen. Versuche die Dinge weiter zu ergründen und Selbstbewußtsein zu finden und störende Faktoren auszuschalten. Auf dem Weg dorthin läuft Dir ja vielleicht ein Mädel über den Weg. Wenn Du die Grübelei über dich selber beenden kannst und einfach auf deine Gefühle könntest Du ja Glück haben? Positives Denken kann ja auch Einiges bewirken.
Ich weiß, ich mache mir immer furchtbar viele (meist unbegründete) Sorgen. Ein wenig positives Denken würde mir sicherlich nicht schaden. Frage ist, woher ich mir mit meinen Ängsten dieses positive Denken herhole.
Das Thema besteht aus sehr vielen komplexen Komponenten. Deshalb wirst Du hier auch keine allgemein gültige Antwort finden. Vielleicht gibt dir ja der eine oder der andere Punkt einen Denkanstoß. Dass Du aus Dir herausgegangen bist und dein Problem postest ist doch schon ein Anfang. Ich an deiner Stelle, würde allerdings die virtuellen Aktivitäten dann auch auf ein sinnvolles Maß begrenzen, sonst verliert man ja den eigentlichen Grund noch aus den Augen.
Genau auf der Suche nach einem Denkanstoß bin ich auch. Ich möchte übrigens hiermit mal betonen, dass es mir seit heute Nachmittag auch schon wieder besser geht, seit wir hier im Thread diskutieren. Vielleicht schonmal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung? 🙂
Was ich übrigens überhaupt nicht verstehe. Du bezeichnest Dich als Romantiker und kannst Dich auch gut ausdrücken. Warum machst Du das nicht zu deiner Stärke? Warum versuchst Du nicht damit aus dir rauszugehen und dir auch ein bißchen Selbstbewußtsein zu holen? Selbstbewußtsein ist doch auch ein Zugang zu seinen eigenen Gefühlen. Und wenn es mit der direkten Ansprache zu einem Mädchen nicht klappt, dann schreibe halt eine leidenschaftliche Mail oder einen Brief. Was hast Du zu verlieren? No risk, no fun.
Vielleicht liegt es an meinem Gesellschaftbild... ich sehe die ganzen Mädels heutzutage nur mit so ganz coolen Typen abhängen, Typen, die überhaupt nicht in den Bereich "Romantiker" fallen (zumindest von meinem Ersteindruck, ich will auf keinen Fall jemanden vorverurteilen). Aber ich hab mehr und mehr im Gefühl, dass die meisten Mädels nur auf die @rschloch-Tour aufspringen und schüchterne, zurückhaltende Leute (wie mich) eher links liegen lassen... Auch das ist mit ein Grund für meine Ansprechangst. Weil ich doch ziemlich anders bin als die meisten Jungs in meinem Alter.
Vielen Dank! 🙂 Es tut mir echt gut, mit euch darüber zu diskutieren.
@Atropina
Auf deinen Beitrag werde ich morgen genauer eingehen, vielen Dank!
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