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Soziale Isolation als junger Erwachsener

Hallo!

Es tut mir leid, was du erlebt hast und ein paar deiner Worte könnten vom Denken her von mir selbst stammen, wenn man ins Jahr 2019 zurück geht.

Du hast Schlimmes erlebt. Zurückweisung. Mobbing. Genau das möchtest du nicht mehr erleben. Somit ziehst du dich zurück. Meide die Menschen und sie können dir nicht weh tun und dir nicht auf die Nerven fallen.
Das ist logisch gedacht und menschlich mit bestimmten Erfahrungen völlig verständlich.

Aber du siehst die Nebenwirkungen: Die Einsamkeit. Es gibt sicher Menschen, die ganz ohne enge Kontakte zu anderen leben können. Dir aber fehlt ja etwas.

Wie kommst du bei deiner Arbeit mit den Menschen klar? Mit KolegInnen? was interessiert dich, mit was beschäftigst du dich in deiner Freizeit?
Du schreibst, du hast gar keine Hobbys. Aber was interessiert dich?

Leute ungefährlich kennen lernen geht meiner Meinung nach über ein Hobby am besten. Und ja, es ist ein Risiko. Du weißt nicht, wie es wird. Wieder eine Enttäuschung? Aber es ist die einzige Möglichkeit, um aus der Einsamkeit zu kommen. Und es kann sich lohnen. Menschen werden älter. Sind teilweise nicht mehr so oberflächlich wie es viele (nicht alle!) Jugendlichen sind.

Mit deinen negativen Erfahrungen siehst du natürlich vor allem die Gefahren und die alte Rolle. Menschen, die dich aber jetzt kennen lernen, verbinden dich damit gar nicht. Das musste mir auch erst bewusst werden bis ich Freundschaften zu lassen konnte.

Dieses "die verarschen mich doch sicher, mit mir will doch keine befreundet sein" ist hartnäckig. Was sich über Jahre aufgebaut hat, geht nicht schnell weg.

Aber es lohnt sich, gerade wenn einem etwas fehlt, die sichere Burg auch mal zu verlassen 😉 .

Alles Gute!
 
denn solche Gedanken mehr sind als nur eine Redewendung.


Nicht jeder, der sich Selbstmord ausmalt, würde das auch umsetzen. Für mich ist so eine Idee eher eine Art Beschwerde, ein Hinweis, mir reichts, bähh, das ist untragbar, was ich hab, ich will mehr... sonst geh ich ein...
Für mich ist das eine Kommunikation mit mir selber. Echt langweilig....tödlich, wenn das so weitergeht wie jetzt... und dann muss ich was ändern.

Also, lieber TE, lieber Pav, zuerst einmal herzlich Willkommen bei uns am Forum-Stammtisch, vielleicht finden wir gemeinsam heraus, was änderbar ist und was sich besser anfühlt, als das, was du gerade so hast. 🙋‍♂️🙋‍♀️👩‍❤️‍💋‍👩💐🌺🌞
 
Ich lebe aufgrund von den genannten Umständen alleine, denn in der Leistungsgesellschaft zählt es dass du stark, schön, schnell sein musst und was denkt ihr passiert mit einer defekten Ware? Richtig sie wird entsorgt und so verhält sich ein Teil der Gesellschaft gegenüber mir. Sie denken solche Menschen hätten nicht das Recht zu leben und sollten lieber das Jenseits segnen.

Solange du dieser Meinung bist, wird nichts mit einer Besserung deiner Lage.
Du magst sie nicht, diese da draußen, sie sind in deinen Augen mistige Mobber und lieber gehst du Zugrunde, als irgendwem von denen noch die Hand zu reichen.

Lieber Pav, jeder ist nicht so, wie du meinst, es gibt auch sehr, sehr liebe Leute und welche, die angenehm sind.

Wer suchet, der findet. Wenn du eine bessere Befindlichkeit suchst, dann wirst du sie auch finden. So viele Dinge, Leute, Orte, Beschäftigungen und so weiter gibt es, die du noch nicht kennst, noch nie geschmeckt und erlebt hast. Das bedeutet deshalb nicht, dass es sie nicht gibt, du hast das alles nur noch nicht gefunden.
Ich bin selbst so nach und nach fündig geworden, hätt nie gedacht, dass mir dies oder jenes das Gefühl gibt, boah, das tut gut!!! Das offenbarte sich erst, als es da war.
Zum Beispiel fiel mir einmal eine Anzeige auf, ein Kursangebot. Ich fühlte mich angezogen, also achte schon einmal darauf, was dir auffällt, zufällig sticht dir etwas nicht ins Auge. Bei diesem Kurs damals entdeckte ich das Geschick, das Talent zu formen, zu gestalten, das war ein Glückserlebnis, ich kann dir das nicht beschreiben. Als ob ich heimgekommen wäre, so fühlte sich das an. Das ist MEINS, für das bin ich geschaffen.
Bei dir wird es auch so sein- egal, was du versuchst, was du probierst, beim Tun wird dir offenbart, DAS ist es, das passt zu mir, das entspricht genau meinem Naturell.
Ob das nun Menschen sind, oder sonst etwas, was du benötigst, das weißt du noch nicht. Du musst dich durchkosten und auf das alles kommen, wie DU es brauchst.
Ich brauch zb viel Stille, viel Grün, viel Ruhe, oder sagen wir, ein Wesensteil von mir liebt friedliche, ruhige, eher kühle Plätze- kein Lärm, keine Grellheit, keine Aufdringlichkeit, langsame Behutsamkeit- dann aber freut mich aber zugleich auch immer wieder das Gegenteil, das lebe ich auch aus, ab und an. Aber überwiegend ist eben diese ruhige Zurückgezogenheit bevorzugt.
Bei Menschen, die scheel schauen bin ich weg- was will ich mit solchen? Da gehe ich dran vorbei und sehe nicht ein, mich mit solchen weiter abzugeben. Geht mich nichts an, darf sein, aber kein solcher wird von mir hofiert. Es bleiben noch genügend andere über, die so nicht sind.

Diese Erfahrung mach mal- trau dich raus aus deiner Tür und geh mitmachen, egal bei was, du kannst nachher jederzeit wieder abwinken, aber vorher koste es.
Was du machst, das ist Ablehnen, verurteilen, im Vorfeld schon, du musst in Kauf nehmen, dass nicht nur du so bist, anderen geht es auch so. Oft kommts so, dass zuerst einmal Misstrauen da ist, dass Freundschaften eine Weile brauchen, bis man sie angenommen und integriert hat. Für das musst du Verständnis aufbringen, dass dir nicht gleich jeder um den Hals fällt. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus, hat nichts mit dir zu tun, interpretiere das nicht falsch, versteh das.
 
Ich sitz gerade im Wohnzimmer meines Partners, vor der Terrasse höre ich die Stimme einer Nachbarin, es hat eine Weile gedauert, bis ich diese Frau aushalten gelernt habe und schätzen gelernt habe. Sie war hartnäckig und hat mich immer wieder angesprochen und kann nun viel geschickter mit mir umgehen, als vor Jahren noch. Das habe ich ihr beigebracht. So nicht- das kann ich nicht leiden... mehr brauchte es nicht, als sie zu informieren, wie ich ticke.
Das kannst du auch machen- wenn jemand, der mit dir öfter zu tun hat, etwas macht, das sich nicht okay anfühlt, dann wird er das unterlassen, wenn du mitteilst, wie es dir dabei geht. Das weiß ja keiner, wie du es hast. Verlange nicht, dass jeder weiß, wie du es gut findest.
Manche zb mobben nicht, sie wollen scherzen und man empfindet das als Mobben- das kann man ja vermelden. Manche platzen zu unmöglichen Zeiten bei der Tür herein ( wie die Nachbarin, die hier im Haus früher befreundet war mit der Ex meines Gefährten), ich bin anders, bei mir ist das ein No-go. Das weiß sie jetzt. Mit der Zeit wird das Verständigen und das Miteinander immer einfacher, das wirst du auch merken, sobald du viel und oft dabei bist bei so einem Miteinander ( statt einsam, machen wir halt auf gemeinsam..,) auch wenns Hürden gibt immer wieder, du sehnst dich nach mehr Austausch, also nimm diese Hürden hin. Viele sind nur zuerst komisch, das ändert sich mit der Zeit ja eh, sobald man immer vertrauter wird.
Lange Rede, kurzer Sinn- niemand ist immer gleich und immer wieder kann sich viel ändern.
 
Du bist noch so Jung und ja, das System, die 3 D Welt, fragt nach deinen Job und Status und Hobby.
Verstandes-Konstrukte, wie man richtig im Leben zu stehen habe.
Krankheit u.ä und gewisse Erfahrungen schließen aus und minimieren.
Ich kann deinen Rückzug verstehen,sehe aber auch Wertvolles darin.

Leider ist der Mainstream so und nicht jeder kann da nicht mithalten, du bist damit nicht alleine.
Vielleicht soll genau das dein Glück werden, nur siehst es noch nicht und stehst erst am Anfang.
Irgendwie wurde dir wohl anderes Vorgesehen.
Ich glaube, es ist erstmal Wichtig nicht nach "außen" zu schauen,sondern nach "Innen".

Bleibe bei dir. Du bist trotzdem Wertvoll, eben auch ein besonderer Mensch und einmalig.
Aber Schleifen und Pfeilen, wie ein Diamant der zum Vorschein kommt,muss du selbst.
Es geht nicht nur um materielle Werte und Kontrukte, sondern auch noch um persönliche Werte und Universelle Prinzipchen.
Viele kommen da erst im Alter hin, wenn überhaupt, weil es auch nicht einfach ist und vielZeit braucht. Und Zeit hast du.
Schau, was du magst an Dir und Mutter Erde, sehe die Sonne, den Mond und die Sterne, wie weht der Wind heute und höre Musik-jeden Klang ganz genau.
Gehe in die Natur und lausche, rieche, sitze Still , Atme tief ein -nehme auf -und Atme noch länger aus aus - und lasse los. Ein See oder das Meer spiegelt eigene Gefühle.
Trost und Trauer aber auch Liebe und Hoffnung.
Sehe das Licht und den Schatten, beobachte, alles ist immer in Bewegung.
Meditiere,,du löst damit festgefahrene Gedanken.
Da kommt noch was, ..da ist noch was, aktiviere dein Bauchgefühl und am besten alle Chakras.
Befasse dich damit, youtube unterstützt.
Das Leben ist voller Wunder und alles was du brauchst steckt in Dir, der Rest wird automatisch von dir angezogen,wenn du in der richtigen Frequenz bist.
Und dann kleine Schritte, so wie Hollunder so schön beschrieb, nach und nach wieder zu Menschen hin,in deiner ganz eigenen Bewegung und Leichtigkeit.
Lass die alte Schwere / Gedanken und Vorstellungen los.
Affimiere, die nächsten Jahre; z. B :
Ich akzeptiere alles Gute und liebevolle in meinen Leben.
All meine Bedürfnisse werden jetzt und für immer erfüllt.
Alles Dinge die man nicht anfassen kann,aber innerlich Reich machen und die neue Welten sehen lassen.
Unsere Welt besteht doch nicht nur aus Status, ppfff.^^
Ich wünsche dir damit alles Gute,wenn du magst, eine Möglichkeit sich trotzdem mit der Welt zu Verbinden und sich dabei Gut zu fühlen.. 🙏
Du hast gefragt.🙂
 
Ich kann das mit der Isolation verstehen. Aber ich denke, jeder Mensch kann für sich selbst einen Nutzen, eine Beschäftigung oder eine Freude finden. Wenn es sein muss auch mit minimalem Kontakt zu anderen Menschen. Manche adoptieren Haustiere, die keiner will oder engagieren sich für den Tierschutz. Gibt es irgendwas, was dir am Herzen liegt?
 
Guten Abend Zusammen.
Ich hoffe euch allen geht es gut.
Ich (M25) lebe seit einigen Jahren in sozialer Isolation ohne jegliche Freude im Leben. Jetzt fragt ihr euch bestimmt was stimmt mit diesem Wierdo nicht oder warum lebt man abgeschottet wie ein Bergeremite. Naja... kurz zusammengefasst.
Ich bin als Frühchen geboren und hatte vielerei motorische und kognitive Defizite und meine Kindheit war geprägt von Mobbingerfahrungen, Erniedrigungen und das Versagen in grossem Stil. Immer wenn ich etwas versucht hatte richtig zu machen, wurde ich von Gleichaltrigen, Familie oder Schulkollegen ausgelacht oder diffamiert. Meine Ausbildung verlief da auch nicht so rosig .Ich weiss noch wie meine krebskranke Mutter sich gefreut hat, als ich die Ausbildung nach jahrelanger Mühe gefunden hatte und sie sagte wie stolz sie auf mich sei. An diese Worte denke ich immer noch abundzu. Leider ist sie an meinem ersten Ausbildungstag verstorben, was mich mitgenommen hat, schliesslich war sie die einzige Person , die mir viel bedeutet hat...

Die Frage ist aber immer noch warum ich sozial isoliert lebe?
Ich lebe aufgrund von den genannten Umständen alleine, denn in der Leistungsgesellschaft zählt es dass du stark, schön, schnell sein musst und was denkt ihr passiert mit einer defekten Ware? Richtig sie wird entsorgt und so verhält sich ein Teil der Gesellschaft gegenüber mir. Sie denken solche Menschen hätten nicht das Recht zu leben und sollten lieber das Jenseits segnen.

Wenn man alleine ist und kaum Menschen um sich hat die einen verletzen können, dann fühlt sich das gut an. Die Ruhe,kein Stress, kaum Probleme und das Wichtigste man kann sich endlich entspannen, aber einerseits verkümmere ich mit der Zeit und fühle mich wie eine leere Hülle die apathisch vor sich hinvegetiert. (was ich schon tue)

Wie kann ich meine Situation erträglicher machen oder besser gesagt ist alles hoffnungslos und soll ich über den Jordan gehen?
P.S: Ich gehe einer Arbeit nach und Hobbys habe ich ehrlich gesagt keine 🙁)

MfG euer Pav
Was ich dir sagen kann ist das es vielen Menschen so ergeht. Nur leider findet man diese nicht unbedingt da sie wahrscheinlich genauso isoliert leben.
Ich kann dich gut verstehen. Auch wenn ich keinen ultimativen Tipp geben kann.
 
. Auch wenn ich keinen ultimativen Tipp geben kann.

;;; liebe deine Feinde"" ist so ein ultimativer Tipp, den einmal jemand als Lösung vieler Konflikte angeboten hat.
Hier ist der Feind das eigene Aussehen, die eigene Spur, die man geht, weil, wenn es kein Hadern gibt mit zb der Tatsache, dass ich nicht wie ein Model ausschau, gäbe es wegen dem auch schon viel mehr Gelassenheit, wenn man wem begegnet. Ich schäme mich nicht mehr, ich akzeptiere mein "Kostüm", das nehm ich jetzt hin und ihr müsst es auch hinnehmen....was bleibt ihnen anderes übrig?....."" Ich liebe mich und niemand kann diese Liebe zerbröseln, selbst der mieseste Kommentar nicht..."""

Oder- ich bin scheu, schüchtern, na und...? Man kann trotzdem sein Leibgericht genießen, auch wenn man so gebaut ist und oder Wanderungen unternehmen, sich viel gönnen und geben und auskosten und und und - sogar einen lieben Menschen finden, dem Schüchternheit eine Wohltat ist, weil er selber so ist.
Liebe deine Feinde bedeutet auch, diese menschlichen Schwächen, dieses sozial Ungeschickte an sich, an anderen nicht so bös zu bewerten.
 

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