Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.
Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder ein alternativer Browser verwenden.
Könnte ich mir schon vorstellen.
Ich schließe nicht aus, dass es eine Rolle gespielt hat.
Vermutlich hat die Gruppenleitung meine Angst gespürt.
Und gemerkt, dass ich mich gut dafür eigne.
Vielleicht machst Du mit Absprache des Jobcenters mal ein Vorpraktikum für einen sozialen Beruf, der dich interessiert und machst ggf. positive Erfahrungen.
Dann erst würde ich vorschlagen ggf. die Ausbildung /Umschulung mit einer besseren inneren Sicherheit anzufangen.
Du musst einfach vor einem erneuten Anfang eine bessere Sicherheit haben, was geht und was geht nicht.
An welchem Punkt in Deinem Leben hattest Du jemals Todesangst und weißt, wie sich das anfühlt? Mich macht es wirklich immer sauer, wenn man den Leuten sagt, Du stirbst schon nicht, da muss man einfach durchgehen. Das ist gequirlter Mist!
Nachfolgend eine Anekdote zu Goethe wie er das gemacht hat. Ganz ohne Therapeut.
Eine Höhenangst ist das eine. Eine Phobie das andere. Eine generalistierte Angststörung was anderes und eine Sozialphobie noch mal was anderes. An manchen Stellen kann es kontraproduktiv sein, einem Menschen zu raten, sich den Ängsten zu stellen und dagegen zu gehen, weil man es damit erst schlimmer macht.
Man muss überhaupt erst mal schauen, was die Ursache für die Ängste ist, bevor man eine Strategie raten kann.
Ich habe in meinem Job viel mit Menschen zu tun, die in Deiner Lage sind. Auf der einen Seite genug an Prügel eingesteckt, auf der anderen Seite hat man ihnen auch immer wieder gesagt, ihr Leben ist vorbei, sie können eh nichts.
Es geht darum, die richtige Art von Unterstützung zu finden. Ich sehe, wie die Leute bei uns aufblühen, weil wir sie ganz einfach in unseren Arbeitsalltag einspannen, sie plötzlich gebraucht werden und wirklich sinnvolle Arbeit machen.
Mir bricht immer das Herz, wenn wieder jemand vor mir sitzt beim ersten Treffen und auf meine Frage "was kannst Du denn?" antworten sie "Nichts!". Das war bei jedem einzelnen von ihnen so absolut gar nicht der Fall.
Du rennst im Grunde immer wieder gegen die gleiche Wand und da ist es kein Wunder, wenn man aufgibt. Es braucht eine neue Strategie, eine andere Art von Unterstützung.
Druck ist völliger Quatsch. Das bringt keinen Menschen weiter.
Eigentlich geht es darum, den inneren Funken wieder anzuzünden. Im Moment unterdrückst Du das innere Feuer, was eine unglaubliche Kraft braucht. Wenn man es aber schafft, diesen Funken wieder zu entzünden, wenn das innere Feuer wieder brennt, dann wird diese ganze Energie umgeleitet und geht in die Umsetzung der eigenen Träume.
Ich war ja selbst an dem Punkt, wo ich mir nicht mehr erlaubt habe zu träumen. Ich kann mir also gut vorstellen, dass Du mir gerade innerlich den Vogel zeigst. Ich hätte das damals bei einer solchen Aussage getan. Ich war so überzeugt davon, dass mein Leben vorbei ist, dass ich nur noch verschlossene Türen gesehen habe.
Demletzt habe ich eine Aussage gehört, die hat mir sehr geholfen. Da sagte jemand: "Man hat mir ständig alle Türen vor der Nase zugeschlagen. Bis ich verstanden habe, warum bleibe ich denn im Türrahmen stehen? Das mindeste was ich tun kann, ist doch, in den Flur zu gehen und mir andere Türen zu suchen."
Du hast eigentlich nichts mehr zu verlieren. Und wie Pipi Langstrumpf sagt: "Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe."
Vielleicht magst Du erst einmal zur EUTB gehen und Dich erkundigen, welche Möglichkeiten es überhaupt für Dich gibt, einer Tätigkeit nachzugehen. Es gibt eine Reihe von Förderprogramme und die können Dir helfen, das beste rauszusuchen - auch gerade im Hinblick darauf, dass Du schwer weitere Enttäuschungen verkraften kannst. Und das ist etwas ganz normales, egal, was die Besserwisser Dir an der Stelle erzählen wollen, irgendwann bricht jeder Mensch, wenn er immer nur gegen Mauern rennt.
Auch ich kann Dir nur sagen, nach meiner Erfahrung ist es besser, wenn man aufhört, gegen Wände zu rennen. Vielleicht brauchst Du jetzt erst mal Zeit in Form einer EU-Rente, um einen neuen Weg zu finden? Da kann die EUTB helfen zu schauen, wie Du Dir erst mal den Druck der Jobsuche nehmen kannst.
Und dsa wird man ihnen dann auch anmerken. Oder?
Da könnte es eben hilfreich sein, jemanden an Deiner Seite zu haben, der Dich dabei unterstützt zu schauen, was könnte denn die richtige Weiterbildung sein.
Die Ängste blockieren an allen Stellen. Und es kommt ein innerer Mechanismus zum Tragen, mit dem wir uns selbst boykottieren. Bevor man sich einsetzt und Hoffnungen aufbaut, boykottiert man sich lieber selbst und zerstört die Mögilchkeit. Das ist weniger schmerzhaft.
Heißt das auch, dass Du noch nie ein Leben geführt hast, was Du als gutes Leben ansiehst? Nichts, zu dem Du zurück gehen möchtest?
Aus dem Nichts heraus ist es sehr schwer etwas aufzubauen. Das erlebe ich bei vielen Leuten, die eben keine Ahnung haben, auf was sie zugehen und die nie erlebt haben, wie die Leichtigkeit des Lebens aussieht. Die sind so an die Schwere gewöhnt, dass es ihnen an Antrieb fehlt, die Situation zu ändern. Wenn es mir heute schlecht geht, halte ich die Welt an. Sozusagen. Ich weiß, das geht anders, besser. Und dahin will ich zurück. Aber wenn man den Vergleich nicht hat, dann geht man und geht und geht und denkt, das Leben ist eben so.
Du hast von Deiner begonnenen Ausbildung als Heilerziehungspflegerin gesprochen. Hast Du schon mal von EX-IN Genesungsbegleitung gehört? Ich kann mir gut vorstellen, dass Du dort eine Möglichkeit findest, Deine Träume umzusetzen. Da brauchen wir Menschen wie Dich.
Es gibt den Teilhabeberater, Peer-Berater. Im Moment findet man häufiger Weiterbildungen zum Peer-Berater in Sachen Mental Health. Im Bereich der Psychiatrie wird mehr und mehr Wert auf die Mithilfe der Betroffenen gelegt. Zu Recht. Und da sind alle Deine Erfahrungen von großem Wert.
Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch deren Angehörige unentgeltlich bundesweit zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe.
Der Dachverband EX-IN Deutschland e.V. kümmert sich um Qualifikation, Anerkennung und Einsatz von "Experten durch Erfahrung" im psychiatrischen Umfeld. Hinter EX-IN ("Experienced Involvement") steckt die Idee Erfahrene zu beteiligen und damit das psychiatrische Hilfesystem zu ergänzen.
Kannst Du dir denn vorstellen, dort wieder einzusteigen oder eine ähnliche Ausbildung zu machen ?
Wie ist das mit der Sozialphobie, gab es deswegen die Probleme beim Praktikum oder hatte es andere Gründe?
Könnte ich mir schon vorstellen.
Ich schließe nicht aus, dass es eine Rolle gespielt hat.
Vermutlich hat die Gruppenleitung meine Angst gespürt.
Und gemerkt, dass ich mich gut dafür eign
Das Problem ist, dass andere Menschen diese Angst spüren.
Die Reaktionen sind dann oft sehr negativ.
Bis hin zu Mobbing und ähnlichem.
Das ist das große Problem dabei.
Man macht sich leichter angreifbar.
Hier schreiben leider viele Leute, die nicht mal im Ansatz Deine Situation kennen. Und die dann meinen, die tollen Tipps zu haben. Vieles davon ist kontraproduktiv und macht alles nur noch schlimmer.
Ich kenne das mit der Angst. Und wie sich das aufs Außen projeziert. Und auch das ist etwas, was man lernen muss, wie man damit umgehen kann.
Könnte ich mir schon vorstellen.
Ich schließe nicht aus, dass es eine Rolle gespielt hat.
Vermutlich hat die Gruppenleitung meine Angst gespürt.
Und gemerkt, dass ich mich gut dafür eign
Dann bespreche das doch mal mit der Sachbearbeiterin oder Beraterin des Jobcenters, ich bin mir ziemlich sicher, dass es dort eine Möglichkeit für ein Praktikum gibt.
Wie hier schon einige geschrieben haben, brauchst Du positive Erfahrungen, die Du den negativen Erfahrungen entgegensetzen kannst.
Dann solltest Du die Ansprüche an Dich selbst nicht gleich zu hoch hängen, denn dann kommen schnell die Enttäuschungen. Fang mit kleinen Schritten an.
Und wie soll man in einem Praktikum ganz plötzlich positive Erfahrungen machen, wenn man bisher immer negative Erfahrungen gemacht hat? Da braucht es schon verdammt viel Glück, um eine Stelle zu finden, an der die plötzlich alles anders machen. Und noch mehr Glück, wenn diese Stelle im sozialen Bereich ist, das ist immer noch einer der Mobbingbereiche Nummer eins.
Und wie soll man in einem Praktikum ganz plötzlich positive Erfahrungen machen, wenn man bisher immer negative Erfahrungen gemacht hat? Da braucht es schon verdammt viel Glück, um eine Stelle zu finden, an der die plötzlich alles anders machen. Und noch mehr Glück, wenn diese Stelle im sozialen Bereich ist, das ist immer noch einer der Mobbingbereiche Nummer eins.
Na ja, ich habe auch mehre Praktika im Sozialen Bereich gemacht (jeweils im Kindergarten), meine Erfahrungen waren dort auch sehr unterschiedlich.
Liegt aber schon einige Jährchen zurück.
Mobbing ist in der Tat im sozialen Arbeitsbereich ein nicht seltenes Problem, da die Arbeitsleistung nun mal nicht so konkret, wie z. B. im Handwerk, beurteilt werden kann.
Ist im Prinzip wie beim Arzt, zweite Meinung einholen (hier ein 2 Praktika) ist nie verkehrt, wenn man sich unsicher ist. So wie ich das einschätze, ist Lena1 sehr unsicher ob der Bereich was für sie ist oder halt nicht.
Ich würde von einer Stelle im sozialen Bereich abraten, Lena. Nicht, weil ich denke, dass du das mit deiner sozialen Phobie grundsätzlich nicht könntest, sondern weil der soziale Bereich in den meisten Fällen in Deutschland schlechte Arbeitsbedingungen bietet. Damit einher geht Frust und ein schlechtes Klima in den Einrichtungen. Das fördert Konflikte unter den Mitarbeitenden, ist der Nährboden für Mobbing. Das ist sozial also eher potentiell schwieriger - v.a., wenn man schon vorbelastet ist.
Ich würde mich tatsächlich umorientieren, hin zu einer Bürotätigkeit. Ich verstehe aber, dass du allen Mut verloren hast, nachdem du nur Absagen bekommst. Wäre es möglich, dass du vom Jobcenter eine Weiterbildung oder Umschulung finanziert bekommst, z.B. zur Steuerfachangestellten? Das ist in Deutschland ein Beruf mit hohem Fachkräftemangel und es gibt viele Stellen im Homeoffice, auch 100% Homeoffice. Schau mal hier:
Ist das etwas, das du dir vorstellen könntest? Klar, du beherrschst die Inhalte der Ausbildung jetzt noch nicht und da geht's auch um Zahlen. Aber wenn du eine Umschulung machst, wirst du das lernen können. Ich halte das für möglich. Ggf. wäre auch eine Umschulung über einen reinen Fernkurs möglich - so etwas gibt es. Dann müsstest du nirgendwo antanzen und hast den Kontakt zu den Menschen in sicherer Distanz nur online. Informier dich dazu am besten mal beim Jobcenter, sollte das für dich infrage kommen.
Anders als andere dir raten, rate ich dir, dich beruflich ganz bewusst nicht in eine Situation zu begeben, die deine Phobie täglich herausfordert. Wie soll man sich mit Angst auf die Arbeit konzentrieren? Man fühlt sich dann doch permanent bedroht. Das ist nichts.
Ich würde dir raten, dich gezielt beruflich rauszunehmen aus sozialen Zusammenhängen, so weit das möglich ist (komplett möglich ist es nicht, aber es ist möglich, z.B. 100% im Homeoffice zu arbeiten und Meetings/Gespräche dann nur über die Distanz via Telefon/Videocall zu führen). Die Schritte zuürck ins soziale Leben kannst du dann in deiner Freizeit gehen in einem Tempo, wie es für dich klappt.
Das ist auch ein Punkt, an dem du arbeiten könntest, vielleicht gemeinsam hier mit uns, aber auch in der Therapie.
Machst du eine ambulante Therapie? Wenn ja, wäre es vllt möglich, auch für ein paar Wochen stationär in eine Klinik zu gehen? Das stelle ich mir intensiver vor, ggf. hilft dir das mehr.
Gibt es Sachen, die dir Freude bereiten und bei denen du deine Sorgen etwas vergessen kannst? Was machst du im Alltag gern, was macht dir Spass? Wie würdest du denn gerne leben, wenn du es dir heute aussuchen könntest und Geld keine Rolle spielt?
Vor allem im beruflichen Bereich ist es schwer sich seiner Angst zu stellen.
Dort werden ja in mehreren Bereichen hohe Anforderungen gestellt ( fachlich, Umgang mit Kunden und vor allem mit Kollegen).
Gerade Teamarbeit ist da nicht wirklich förderlich.
Eine Tätigkeit im Homeoffice wäre natürlich sehr passend.
Ich würde das Thema soziale Ängste auch lieber im privaten Bereich angehen.
Dort kann ich selber entscheiden wie weit ich gehen möchte.
Treffe eventuell auf mehr Verständnis.
Und kann die Situation jederzeit verlassen.
Wie schon weiter oben vermutet wurde sind Party und Großveranstaltungen nicht mein Ding.
Auch Situationen wo ich Menschen unterhalten muss sind schwierig.