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Sommer, jetzt wirds richtig hart mit der Einsamkeit :(

Ich muss auch meinen Vorpostern recht geben. Ich finde auch, dass es genug Leute gibt, die, weil sie nicht allein sein können einfach irgendwen nehmen und durch diesen Zugang auch schnell wechselnde Partner haben, die im Grunde austauschbar sind. Denn irgendwen findet man überall. Jemand, der wirklich zu einem passt, das ist wie ein Diamant unter lauter Kieseln. Selten und kostbar. Und man muss halt in Kauf nehmen, dass man manchmal länger alleine bleiben muss, bevor man so einen "Diamant" findet.
Das "Glück" der anderen unterdessen ist auch nicht immer eitel Sonnenschein. Eine Beziehung alleine ist auch keine Lösung und bringt ebenfalls, was viele vergessen, auch ihre eigenen Probleme mit sich.
 
Ich bin schon ein paar Jahre auf der Welt, war verheiratet, hatte Beziehungen und bin nun Singel. Glücklicher Singel. Weil ich gelernt habe, alleine mein Leben zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen statt sie jemand anderem aufzulasten und zu erwarten, er soll mein Leben besser machen. Das ist meine eigene Aufgabe. Ich genieße es unabhängig zu sein, keine Rücksicht nehmen zu müssen, keine Rechenschaft ablegen. Ich kann machen was ich will. Ich bin mein bester Freund und ich Sorge dafür das es mir gut tut.

Das ist halt der Unterschied. Du bist verheiratet gewesen, hattest Beziehungen und bist nun mal Single. Andere hier haben das eben noch nie im Leben gehabt. Und dass man sich danach sehnt ist doch nur menschlich. Hätte ich 5-10 Beziehungen plus Ehe hinter mir dann könnte ich auch so daherreden 😉 Mit "nicht allein sein können" hat das nichts zu tun.
 
Natürlich ist Alleinsein besser als eine schlechte Beziehung (in der womöglich Gewalt und was weiss ich vorherrschend ist). Dieser Vergleich ist aber eigentlich Quatsch, es wünscht sich ja keiner eine schlechte Beziehung, wenn er gewisse Sehnsüchte hat (die ich übrigens für ganz natürlich halte, es würde nämlich sonst gar keiner in Beziehung leben). Ich finde es auch schlimm, dass den Dauersingles unterstellt wird, sie könnten nicht alleine sein, weil sie mal in einem Forum darüber schreiben, dass es ihnen als Single nicht gut geht. Erstens ist hier keiner so extrem drauf wie damals unser Sputnik und zweitens können die Dauersingles gerade gut alleine sein und beweisen es jeden Tag. Nicht allein sein können die, die eigentlich immer in irgendwelchen Abhängigkeiten gelebt haben und dann, wenn ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, nach zwei Wochen hier jammern kommen, wie einsam sie doch sind. Oder die, die in einer schlechten Beziehung verharren und als Grund angeben, dass sie ja alleine nicht könnten und es wäre ja so schwer und dies und das. Meistens haben die es dann versäumt, sich weitere Kreise aufzubauen oder zu erhalten und sind dann tatsächlich ganz alleine auf der Welt. Und dann bricht es über sie herein. Ich habe in meinem Leben schon Leute kennengelernt, die trauen sich nicht bei Rewe rein. Die wären ohne Partner gar nicht mehr da. Diese Leute können nicht alleine sein. Die Dauersingles, die ich hier im Thread so sehe, können es alle.
 
Das ist halt der Unterschied. Du bist verheiratet gewesen, hattest Beziehungen und bist nun mal Single. Andere hier haben das eben noch nie im Leben gehabt. Und dass man sich danach sehnt ist doch nur menschlich. Hätte ich 5-10 Beziehungen plus Ehe hinter mir dann könnte ich auch so daherreden Mit "nicht allein sein können" hat das nichts zu tun.

Das lässt sich so nicht sagen. Vielleicht würdest du auch ganz anders daherreden. Ist etwas schwierig, zu sagen, wie du mit beispielsweise 50 denkst / dem Leben gegenüber eingestellt bist - ganz unabhängig davon, ob du 10, 5, eine oder keine Beziehung hinter dir hattest.

~~~

Meine Strategie ist eigentlich gar keine Strategie:

Man sollte möglichst nachlässig, langsam und vergesslich sein, am Besten auch kaum auf die eigene Gesundheit achten, keinen Sport machen, sich nicht weiterbilden, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, et cetera. Mit der Zeit türmen sich dann so viele Probleme auf, dass man gar keine Zeit mehr hat, darüber nachzudenken, ob man Single ist oder nicht. Man beschäftigt sich dann nur noch damit, alle Baustellen zu schließen und an seinem Wunschleben zu arbeiten.

(Ironie des Ganzen ist, dass wenn man sein Wunschleben nun erreicht hat, man zufällig den Partner trifft, der das auch geschafft hat. Und obwohl man jeweils vollkommen zufrieden ist und den anderen gar nicht braucht, geht man dann trotzdem eine Beziehung ein. So komisch kann das Leben sein.

Natürlich trifft man einen passenden Partner auch oft vor Erreichen des Wunschlebens, aber das Wunschleben und die damit verbundene Zufriedenheit und Ausstrahlung erhöhen die Chancen erheblich.

Kurzum: Zufriedenheit und die damit verbundene Ausstrahlung machen viel aus.)

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Natürlich ist Alleinsein besser als eine schlechte Beziehung (in der womöglich Gewalt und was weiss ich vorherrschend ist). Dieser Vergleich ist aber eigentlich Quatsch, es wünscht sich ja keiner eine schlechte Beziehung, wenn er gewisse Sehnsüchte hat (die ich übrigens für ganz natürlich halte, es würde nämlich sonst gar keiner in Beziehung leben). Ich finde es auch schlimm, dass den Dauersingles unterstellt wird, sie könnten nicht alleine sein, weil sie mal in einem Forum darüber schreiben, dass es ihnen als Single nicht gut geht. Erstens ist hier keiner so extrem drauf wie damals unser Sputnik und zweitens können die Dauersingles gerade gut alleine sein und beweisen es jeden Tag. Nicht allein sein können die, die eigentlich immer in irgendwelchen Abhängigkeiten gelebt haben und dann, wenn ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, nach zwei Wochen hier jammern kommen, wie einsam sie doch sind. Oder die, die in einer schlechten Beziehung verharren und als Grund angeben, dass sie ja alleine nicht könnten und es wäre ja so schwer und dies und das. Meistens haben die es dann versäumt, sich weitere Kreise aufzubauen oder zu erhalten und sind dann tatsächlich ganz alleine auf der Welt. Und dann bricht es über sie herein. Ich habe in meinem Leben schon Leute kennengelernt, die trauen sich nicht bei Rewe rein. Die wären ohne Partner gar nicht mehr da. Diese Leute können nicht alleine sein. Die Dauersingles, die ich hier im Thread so sehe, können es alle.

Ich denke, dass das nichts mit "alleine sein können" - oder nicht - zu tun hat, sondern eher damit, autonom/selbstbestimmt zu sein (geflügelt ausgedrückt: in der Mitte ruhen und aus dem Vollen dieser Mitte schöpfen). Es macht dann kaum einen Unterschied, in welcher Konstellation man sich befindet. Fehlt dir diese Stärke/Selbstbestimmtheit/Ruhe, dann kannst du gleichermaßen leicht in der Gesellschaft, einer Gruppe, einer Beziehung oder für dich alleine unter die Räder geraten bzw. korrumpiert werden.

Ganz allgemein halte ich es für fraglich, wie der Schwierigkeitsgrad von "alleine sein" im Verhältnis zu dem Schwierigkeitsgrad von "in einer Beziehung sein" ist. Ich denke, der Unterschied ist gering. Entweder du schaffst es, zufrieden zu sein oder eben nicht.
 
Hallo...Ich habe hier schon öfters was geschrieben. Ich bin seit 2 Jahren alleine und heute war wieder
super Wetter. Jetzt grad sieht man wieder die glücklichen Paare, wie sie baden oder einfach nur gemeinsam
auf dem Liegestuhl liegen und glücklich sind. Auch sind irgendwie im Sommer viele meiner Freunde und Bekannten
vergeben, ich aber nicht. Seit 2 Jahren - ich will endlich wieder lieben. Ich bin schon im Fitness studio , gehe mit
Freunden genug feiern und unternehme sonst viel. Meine Fragen: Wie geht ihr Singles mit der Einsamkeit um??? Was macht ihr, grad im Sommer um euch abzulenken?? Wie schon erwähnt, den Sommer finde ich die Einsamkeit am
schlimmsten 🙁

Eigentlich sehe ich das genau andersherum...gerade im Sommer kann man viel alleine oder mit Freunden unternehmen, es gibt immer ein Fest oder eine Einladung zum Grillen. Dabei lernt man doch wieder neue Leute
( Partner ?) kennen. Auf andere Paare achte ich gar nicht in diesem Sinn, also negativ gesehen ....es gibt so viele Menschen draußen, alleine oder mit Freund etc. Was soll's ?

Ich sehe es eher als sehr positiv , wenn man Leute hat, mit denen man etwas unternehmen kann. Und wenn nicht, finden sich immer Gruppen, die was auf die Beine stellen, notfalls per Annonce.

Wenn man dann offen ist dafür, lernt man auch potentielle Partner kennen . Und zwar genau dann, wenn man absolut kein Interesse hat 🙄 . Eben nicht " sucht" oder einen Partner vermisst. Sich selbst genug ist. Nach einer Trennung ist das durchaus normal, damit zu hadern ....aber irgendwann läuft es doch auch sehr gut alleine .

LG Janina
 
ICh glaube, bei mir hat's den Vorteil, dass ich diese Massen-Veranstaltungen meide... 😉 bzw. ich hier auch nicht die Riesen-Möglichkeiten habe.
Da, wo ich mich viel aufhalte: Park hinter unserem Wohnhaus, wo kaum jemand lang geht. 😉
Wenn ich mal in die Anlagen bei uns in der Nähe gehe, ist da aber auch nicht wahnsinnig viel los.

im Schwimmbad ziehe ich nur meine Bahnen, beim Shoppen achte ich auf das, was ich haben will/suche... that's it.

Das Einzige, wo ich mal hingehe, wo mehr los ist: Musical, Metal Konzerte.
 
Das lässt sich so nicht sagen. Vielleicht würdest du auch ganz anders daherreden. Ist etwas schwierig, zu sagen, wie du mit beispielsweise 50 denkst / dem Leben gegenüber eingestellt bist - ganz unabhängig davon, ob du 10, 5, eine oder keine Beziehung hinter dir hattest.

Genau deshalb schrieb ich ja "könnte" und nicht "würde".
 
Und zwar genau dann, wenn man absolut kein Interesse hat 🙄 . Eben nicht " sucht" oder einen Partner vermisst. Sich selbst genug ist. Nach einer Trennung ist das durchaus normal, damit zu hadern ....aber irgendwann läuft es doch auch sehr gut alleine .

Das ist so ein Spruch wie "für jeden Topf nen Deckel". Ich habe noch nie in meinem Leben nach einer Frau "gesucht"..oder nach einer Beziehung "gesucht". Entweder es passierte oder eben nicht. Nun ist seit über zehn Jahren nichts mehr passiert. WäRe es da denn nicht besser, vielleicht mal zu suchen? Ich kenns eh nur alleine..mir soll niemand den Vorwurf machen nicht alleine sein zu können. Das ist absoluter Quatsch. Nach mehr als zehn Jahren bin ich eher der Meinung, nur noch alleine zu können.
 
Das ist so ein Spruch wie "für jeden Topf nen Deckel". Ich habe noch nie in meinem Leben nach einer Frau "gesucht"..oder nach einer Beziehung "gesucht". Entweder es passierte oder eben nicht. Nun ist seit über zehn Jahren nichts mehr passiert. WäRe es da denn nicht besser, vielleicht mal zu suchen? Ich kenns eh nur alleine..mir soll niemand den Vorwurf machen nicht alleine sein zu können. Das ist absoluter Quatsch. Nach mehr als zehn Jahren bin ich eher der Meinung, nur noch alleine zu können.

Es geht mehr darum, dass man wohl unbewusst diese " Bedürftigkeit" ausstrahlt, das merken andere sehr wohl. Andere " mauern" und machen innerlich zu, auch das strahlt man aus. Das bewusste Suchen führt meistens auch zu nichts, da man es zu verkrampft und zu deutlich angeht. Das merken andere auch und halten Abstand.

Wenn man völlig bei sich ist und so zufrieden ist, hat man das Bedürfnis nach einem Partner nicht dringend und ist entspannter. Dadurch ist man wieder für andere attraktiver.

Janina
 
Wenn man völlig bei sich ist und so zufrieden ist, hat man das Bedürfnis nach einem Partner nicht dringend und ist entspannter. Dadurch ist man wieder für andere attraktiver.


Wenn nur Menschen die diese Prämisse erüfllen einen Partner finden würden, wäre die Menschheit längst ausgestorben.
 

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