Das ist halt der Unterschied. Du bist verheiratet gewesen, hattest Beziehungen und bist nun mal Single. Andere hier haben das eben noch nie im Leben gehabt. Und dass man sich danach sehnt ist doch nur menschlich. Hätte ich 5-10 Beziehungen plus Ehe hinter mir dann könnte ich auch so daherreden Mit "nicht allein sein können" hat das nichts zu tun.
Das lässt sich so nicht sagen. Vielleicht würdest du auch ganz anders daherreden. Ist etwas schwierig, zu sagen, wie du mit beispielsweise 50 denkst / dem Leben gegenüber eingestellt bist - ganz unabhängig davon, ob du 10, 5, eine oder keine Beziehung hinter dir hattest.
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Meine Strategie ist eigentlich gar keine Strategie:
Man sollte möglichst nachlässig, langsam und vergesslich sein, am Besten auch kaum auf die eigene Gesundheit achten, keinen Sport machen, sich nicht weiterbilden, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, et cetera. Mit der Zeit türmen sich dann so viele Probleme auf, dass man gar keine Zeit mehr hat, darüber nachzudenken, ob man Single ist oder nicht. Man beschäftigt sich dann nur noch damit, alle Baustellen zu schließen und an seinem Wunschleben zu arbeiten.
(Ironie des Ganzen ist, dass wenn man sein Wunschleben nun erreicht hat, man zufällig den Partner trifft, der das auch geschafft hat. Und obwohl man jeweils vollkommen zufrieden ist und den anderen gar nicht braucht, geht man dann trotzdem eine Beziehung ein. So komisch kann das Leben sein.
Natürlich trifft man einen passenden Partner auch oft vor Erreichen des Wunschlebens, aber das Wunschleben und die damit verbundene Zufriedenheit und Ausstrahlung erhöhen die Chancen erheblich.
Kurzum: Zufriedenheit und die damit verbundene Ausstrahlung machen viel aus.)
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Natürlich ist Alleinsein besser als eine schlechte Beziehung (in der womöglich Gewalt und was weiss ich vorherrschend ist). Dieser Vergleich ist aber eigentlich Quatsch, es wünscht sich ja keiner eine schlechte Beziehung, wenn er gewisse Sehnsüchte hat (die ich übrigens für ganz natürlich halte, es würde nämlich sonst gar keiner in Beziehung leben). Ich finde es auch schlimm, dass den Dauersingles unterstellt wird, sie könnten nicht alleine sein, weil sie mal in einem Forum darüber schreiben, dass es ihnen als Single nicht gut geht. Erstens ist hier keiner so extrem drauf wie damals unser Sputnik und zweitens können die Dauersingles gerade gut alleine sein und beweisen es jeden Tag. Nicht allein sein können die, die eigentlich immer in irgendwelchen Abhängigkeiten gelebt haben und dann, wenn ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, nach zwei Wochen hier jammern kommen, wie einsam sie doch sind. Oder die, die in einer schlechten Beziehung verharren und als Grund angeben, dass sie ja alleine nicht könnten und es wäre ja so schwer und dies und das. Meistens haben die es dann versäumt, sich weitere Kreise aufzubauen oder zu erhalten und sind dann tatsächlich ganz alleine auf der Welt. Und dann bricht es über sie herein. Ich habe in meinem Leben schon Leute kennengelernt, die trauen sich nicht bei Rewe rein. Die wären ohne Partner gar nicht mehr da. Diese Leute können nicht alleine sein. Die Dauersingles, die ich hier im Thread so sehe, können es alle.
Ich denke, dass das nichts mit "alleine sein können" - oder nicht - zu tun hat, sondern eher damit, autonom/selbstbestimmt zu sein (geflügelt ausgedrückt: in der Mitte ruhen und aus dem Vollen dieser Mitte schöpfen). Es macht dann kaum einen Unterschied, in welcher Konstellation man sich befindet. Fehlt dir diese Stärke/Selbstbestimmtheit/Ruhe, dann kannst du gleichermaßen leicht in der Gesellschaft, einer Gruppe, einer Beziehung oder für dich alleine unter die Räder geraten bzw. korrumpiert werden.
Ganz allgemein halte ich es für fraglich, wie der Schwierigkeitsgrad von "alleine sein" im Verhältnis zu dem Schwierigkeitsgrad von "in einer Beziehung sein" ist. Ich denke, der Unterschied ist gering. Entweder du schaffst es, zufrieden zu sein oder eben nicht.